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Gustav Mahler auf der Landstraße 

Der Komponist Gustav Mahler (1860-1911) wohnte von 1898 bis 1909 im Otto-Wagner-Bau Rennweg 5 /  Auenbruggergasse 2 neben der polnischen Kirche. An der Fassade des Hauses befindet sich diese Gedenktafel.

Mahler studierte in Prag sowie in  Wien und  war mit dem um 40 Jahre älteren Anton Bruckner, der den jungen Musiker sehr schätzte, befreundet.
Nach künstlerischen Wanderjahren ab 1880 übernahm der damals 28-jährige Gustav Mahler die Direktion der Budapester Oper, wo er erstmals seine Ideen von der Einheit des musikalischen und szenischen Geschehens in einer "Don Giovanni"-Inszenierung verwirklichen konnte. Johannes Brahms pries ihn deshalb und verbreitete den Ruf des jungen Budapester Operndirektors in Wien. Erst nach seiner Tätigkeit als Direktor der Hamburger Oper wurde Gustav Mahler als Dirigent und "artistischer Direktor" 1897 an die Wiener Hofoper geholt, wo er bis 1907 wirkte.

Am 6. November 1898 dirigierte Mahler mit großem Erfolg sein erstes Wiener Philharmonisches Konzert mit Beethovens Coriolan-Ouvertüre sowie Mozarts Symphonie in g-moll KV 550.
Schon die ersten von ihm in Wien dirigierten Opern "Lohengrin" und "Fliegender Holländer" - Mahlers Vorliebe galt den Komponisten Richard Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart - wurden sowohl von der Presse als auch vom Publikum begeistert aufgenommen.

Ab 1903 arbeitete Gustav Mahler bei seinen Neuinszenierungen mit dem auf der Landstraße lebenden Maler und Bühnenbildner Alfred Roller (1864-1935) zusammen. Sie brachten es bis 1907 auf 16 Neuinszenierungen mit Opern von Richard Wagner, Hugo Wolf, Giuseppe Verdi, Ludwig van Beethoven, Hans Pfitzner, Ermanno Wolf-Ferrari, Wolfgang Amadeus Mozart, Hermann Goetz und Christoph Willibald Gluck, die alle von der damaligen Musikwelt als kaum zu überbietende Meisterleistungen angesehen wurden.
Gustav Mahler bezeichnete sich als "Ferienkomponist" , weil er hauptsächlich nur während seiner Urlaube zum Komponieren kam. In seinen beiden "Komponierhäuschen" am Attersee und am Wörthersee - heute befindet sich in letzterem eine Gedenkstätte für den großen Komponisten - entstanden die meisten seiner Werke. Die komplette Liste derselben würde diese Einschaltung sprengen, weshalb ich hier nur auf seine zehn Symphonien (die letzte blieb unvollendet), die 24 Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn", die "Kindertotenlieder" und "Das Lied von der Erde" hinweise.
Nachdem Gustav Mahler seinen Wiener Vertrag 1907 gelöst hatte (im selben Jahr starb seine über alles geliebte Tochter Maria im Alter von fünf Jahren), reiste er nach New York - er hatte hier zuvor schon Philharmonische Konzerte neben seiner Wiener Tätigkeit geleitet - und übernahm die Direktion der Metropolitan Opera. Seine angegriffene Gesundheit - 1907 war sein Herzleiden festgestellt worden - zwang ihn 1911 zur Rückkehr nach Wien, wo er am 18. Mai 1911 starb. 
In unserem Museumsheft 2001/2, das anlässlich unserer Ausstellungen "Die beiden Ma(h)ler auf der Landstraße" erschien, wird das Leben des Komponisten eingehend beschrieben. 

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