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Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Paläste auf der Landstraße

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Der dritte Bezirk nimmt in dieser Hinsicht einen hervorragenden Platz ein, wobei das Belvedere, einst das Sommerpalais des Prinzen Eugen, unzweifelhaft als die Krone typisch österreichischer Schöpfung gilt. Wir arbeiten derzeit an der Herausgabe eines Museumsheftes mit dem Titel "Paläste auf der Landstraße", in dem alle noch erhaltenen und nicht mehr bestehenden Paläste auf dem Bezirksgebiet genannt werden. Deshalb stellen wir auch unsere Homepage in diesem Bereich insofern um, dass hier sowohl die abgerissenen als auch die noch erhaltenen derartigen Bauten unter einem Stichwort zu finden sind, um Ihnen diese Informationen leichter finden zu lassen. Einige dieser heute noch erhaltenen Bauten sind heute Sitz von Botschaften, andere werden von staatlichen Institutionen genutzt.

Besuchen Sie doch die Museumsseite mit allen angeführten Palästen; navigieren Sie dort links im Menü hinunter bis zur Liste (rote Überschrift).

 

Ein Palais: Palais Fanto

David Fanto (gest. 1922) ließ dieses den Häuserblock PalaisFanto1678Schwarzenberplatz 6 - Zaunergasse 1-3 - Lisztstraße 10 - Daffingerstraße 1 umfassende Gebäude, das als spätestes Bauwerk im Ringstraßenstil gilt, 1917/18 von den beiden Architekten Ernst - Gotthilf von Miskolczy und Alexander Neumann erbauen. Miskolczy erbaute auch das ehemals benachbarte Palais Pollack-Parnau sowie das Wohnhaus des Denkmalgestalters Zumbusch in der Jacquingasse. Der Bauherr hatte seine Karriere in jungen Jahren als Lehrling bei einem Petroleumhändler begonnen. Als später erfolgreicher Geschäftsmann kaufte er Ölquellen in Galizien, Polen und Rumänien. Mit französischer Beteiligung gründete er in Pardubitz die erste österreichische Raffinerie und beteiligte sich an Ölbohrungen im Nahen Osten. Während des Ersten Weltkrieges gelang es ihm, ein großes Vermögen zu erwerben. 1916 kaufte Fanto das Schloss Pottenstein bei St. Pölten, 1917/18 ließ er dieses Stadtplais erbauen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges engagierte er sich in Tschechien für die Wiederherstellung der Monarchie. 1920 ging er in die USA, wo er 1922 starb. Er hinterließ zwei Töchter, die sein Erbe übernahmen.

Das Palais Fanto war jahrzehntelang der Sitz des Österreichischen Branntwein-Monopols. Derzeit wird ein Teil des Palais vom Arnold-Schönberg-Center genutzt. ........

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Guest Sunday, 08 December 2019

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