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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Im vergangenen Sommer habe ich, wie schon in den letzten fünf Jahren, während meines Urlaubs in Kärnten ein Buch "verbrochen". Es trägt den nichtssagenden Titel SO WAR DAS, und damit die möglichen Leser ein wenig neugieriger werden, habe ich mich für den Untertitel DER ENKEL EINES WIENER DIENSTMANNS ERINNERT SICH entschieden. Die Entstehungsgeschichte ist ähnlich wie die der fünf Sachbücher. Immer hat irgendwann irgendjemand zu mir gesagt: "Sagen Sie" bzw. "Sag einmal" - "wo kann man das nachlesen?" Und dann musste ich immer antworten: "Tut mir Leid, das wurde nirgends aufgeschrieben;...
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Die alte Rotundenbrücke (Sophienbrücke) Ansicht gegen den Prater
Die alte Rotundenbrücke (damals noch Sophienbrücke): 1776 wurde hier eine Brücke aus Eichenholz gebaut, um den Bewohnern der Vorstädte Landstraße und Weißgerber das Erreichen der Vergnügungsstätte "Altes Landgut" (damals zwischen der heutigen Stadtgutgasse und der Ausstellungsstraße) zu erleichtern. Um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ließ Fürst Rasumofsky hier eine neue Holzbrücke erbauen, die jedoch 1809 durch einen Eisstoß zerstört wurde, sodaß er sie 1809/10 durch eine Steinbrücke ersetzte. Schon 1819 mußte diese abgetragen werden, da sie wieder durch Hochwasser und Eis beschädigt worden war. Weil Rasumofsky inzwischen verarmt...
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mautnersche-brauerei-vogelschau
  Schon zur Zeit des St. Marxer Bürgerspitals gab es hier eine kleine Brauerei. Der Erlös trug zur Erhaltung des Spitals wesentlich bei. Adolf Ignaz Mautner kam 1840 nach Wien und pachtete bald darauf die St. Marxer Brauerei. Nachdem das Bürgerspital aufgelöst worden war, kaufte Mautner 1857 die gesamte Anlage, die er schließlich 1861 durch den Ankauf von benachbarten Grundstücken vergrößerte. Ein Vogelschaubild zeigt den damaligen Brauereibetrieb. Bekannt wurde sein Betrieb durch die Erfindung der Kühlmaschine für sein Bier, was es ihm ermöglichte, Kühlhäuser unter dem Patentnamen "Normal-Bierlagerkeller System Mautner"...
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Der Scchweizer Garten
Ja, als er 1905/06 angelegt wurde, hieß er noch Marie-Josefa-Parkund war nach der Mutter des späteren Kaiser Karl, Maria Josefa, benannt. Zum Schweizergarten wurde er 1920, als die Stadt Wien beschloss, dieser Gartenanlage zum Dank für die großzügige Schweizer Hilfe, die damals hauptsächlich unterernährten und kranken Kindern zugute kam, diesen neuen Namen zu geben. Ich hege ja den Verdacht, dass damals den Stadtvätern jeder neue Name genehm gewesen wäre, wenn er nur nichts mit den Habsburgern zu tun gehabt hätte. Für die Fasanviertler allerdings hat sich nichts geändert, hier heißt er nach wie vor "Mizzi-Pepi-Park". Die...
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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht.   INGE KONRADI (1924-2002), eine unvergessliche Schauspielerin Heute ist mir nach Theater bzw. Schauspielern zumute. Wenn ich die große Anzahl von Landstraßer Mimen vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt mir halt immer wieder als erste die unvergessliche Inge Konradi ein. Schon im letzten Jahr ihres Studiums - 1941 - am Max-Reinhardt-Seminar trat sie im Volkstheater auf. Ab 1942 war sie dann in diesem Haus - Direktion Walter Bruno Iltz - fix engagiert. Ihre Antrittsrolle war die Franziska in Lessings "Minna...
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Heinz Sandauer
Sein Name wurde in den Fünfziger- und Sechzigerjahren jeden Tag im Radio bei Musiksendungen genannt: Am Klavier Heinz Sandauer, Komponist Heinz Sandauer oder Orchester unter der Leitung von Heinz Sandauer. Nach seinem Musikstudium in Wien begann er als Arrangeur für die großen Operettenkomponisten Franz Lehár, Emmerich Kalmán und Robert Stolz. Zur selben Zeit arbeitete er für die RAVAG - heute Österreichischer Rundfunk - und wurde bald darauf Dirigent des Wiener Rundfunkorchesters. Die von ihm geschaffene Unterhaltungsmusik ging ins Ohr; er komponierte die Musik für rund 30 Filme - darunter "Feldherrnhügel", "Ernte",...
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Hier ein Buchauszug aus dem Museumsheft 2009-01 welches Sie im Bezirksmuseum erwerben können Landstrasser Fusswege und Durchgänge DI Rudolf Zabrana, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Geschichtliche Entwicklung Auf der Landstraße mit einem historisch gewachsenem und sehr großmaschigen Straßennetz hat es zur Verkürzung der Wegdistanzen neben „normalen“ Fusswegen auch eine besondere Spezialität, das „Durchhaus“ gegeben. Das sind langgestreckte Hofparzellen mit Zugängen an den Kopfenden (Straßen), die auch zur Erschließung der Handwerksgewölbe, Gasthäuser, Lager und Stiegenhäuser dienten. Das bekannteste Landstraßer Durchhaus ist wohl der „Sünnhof“ (LH26/Ungargasse 13). Weitere Durchhäuser waren das Wirtshaus „Zum schwarzen Tor“ (LH 73/Hainburgerstraße...
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Beatrixbad1
Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine am Untergrund des dritten Bezirks interessierte Gruppe - Fotografen, Kunst- historiker, Journalisten und Helfer, die ich als Wühlmäuse bezeichne, mit der Erforschung von Kellern und dergleichen (s. Blogbeiträge Untergrund Landstraße und Der Untergrund des dritten Bezirks). Unter anderen Projekten waren sie bereits in den Kellern des ehe- maligen Brauhauses St. Marx im Erdberger Mais und an anderen Stellen tätig. Das spannendste Ergebnis ihrer Forschungsarbeit gelang ihnen an der Anschrift Linke Bahngasse 9 / Beatrixgasse 14B, wo sie das ehemalige Beatrixbad untersuchten. Um die Wende vom...
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kapskutscher
Noch bis 1862 bestanden auf unserem heutigen Bezirksgebiet drei Vorstädte. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts gab es keine wesentlichen Unterschiede für das Leben der arbeitenden Bevölkerung: In den drei Siedlungsgebieten lebten die Menschen von ihrer Tätigkeit als Gärtner und Bauern; nur im Weißgerbergebiet siedelten darüber hinaus Gerber, Lederer, Kürschner und eine auffallend große Anzahl von Menschen, die mit der Fleischverarbeitung im weitesten Sinn ihr Brot verdienten. Während der Regierungszeit Maria Theresias kamen englische Kleinunternehmer nach Erdberg, wo sie die ersten Manufakturen einrichteten, womit die Zeit der lohnabhängigen Arbeiterschaft begann. Einhundert Jahre später wandelten sich nach und nach die Lebensumstände...
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St. Marx
1986 verfasste ich ein Museumsheft mit dem Schwerpunkt St. Marx. (Siehe Shop) Weil sich inzwischen dort einiges verändert hat, möchte ich in der nächsten Zeit - ich schrieb diesen Text im Frühjahr 2007 - eine umfassende Ausstellung über diesen Teil unseres Bezirksgebietes gestalten. Warum dieser Bezirksteil diesen Namen trägt, wird auf der Seite St. Marxer Versorgungshaus erzählt. Dort sind auch einige historische Fotos zu finden. Auch über das als "Bauch von Wien" bezeichnete ehemalige Schlachthaus St. Marxberichte in in unserer Homepage. Hier ist allerdings inzwischen nachzutragen, dass der Rinderschlachthof, der nach...
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Franz Schubert wohnte im Sommer 1816 einige Wochen bei einigen seiner Freunde im Wohnturm des Hauses Erdbergstraße 17, das dem Ehepaar Watteroth gehörte. Watteroths Studenten bestellten bei ihm die Komposition einer Kantate anlässlich des bevorstehenden Namenstagsfestes ihres Professors am 13. Juli. Der junge Komponist führte zu dieser Zeit ein Tagebuch und er schrieib: 17. Juny 1816 An diesem Tag componirte ich das erste Mahl für Geld. Nähmlich eine Cantate für die Nahmensfeyer des Hr. Professors Wattrot von Dräxler. Das Honorar ist 100 fl. W. W. Im Jahr 1923 wurde vom Schubertbund...
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Ich hab hier im Museum einen Bezirksplan aus den 30er Jahren, in den ich seinerzeit die Vorstadtgrenzen eingezeichnet habe, um den Besuchern zeigen zu können, was zu der Vorstadt LANDSTRASSE (= ursprünglich St. Nikolai), zu ERDBERG und zu UNTER DEN WEISSGERBERN gehörte. Interessant ist dabei, natürlich hautpsächlich für die Landstraßer, dass ab der beim "Platzl" (heute Rochusmarkt) beginnenden Erdbergstraße (während der Zeit der Vorstädte Erdberger Hauptstraße) die erste Häuserreihe - damals jeweils mit einem größeren oder kleineren Garten an der Hinterseite - entlang der Landstraßer Hauptstraße an der linken Straßenseite (also...
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DIE TURMBEKRÖNUNG DER ST. OTHMARKIRCHE AUF DEM KOLONITZPLATZ IM WEISSGERBERVIERTEL Leider halten sich falsche Deutungen sehr lange hartnäckig in den Köpfen unserer Mitmenschen. Und so ist es halt auch mit dieser Turmbekrönung, die aus einem Halbmond und einem Stern besteht. Im Weißgerberviertel hört man immer wieder, dass dieser Schmuck 1869 zur Erinnerung an die beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 gewählt wurde. Warum hätte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts irgendjemand auf diesen Gedanken kommen sollen? Meine seinerzeitige Recherche im Diözesanmuseum ergab, dass es sich sowohl beim Halbmond als auch...
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Unser Gedenkraum
Besuchen Sie doch unser Museum: Gedenkraum,  Erinnerungsbuch und Bezirksplan mit der Eintragung der jüdischen Holocaust-Opfer und Bewohner des 3. Bezirks 1995 gestalteten wir eine große Ausstellung mit dem Titel Unsere vergesse- nen Nachbarn - die Landstraßer Juden, nachdem wir zuvor über vier Jahre die Namen, Wohnorte, Daten und Schicksale der ehemaligen jüdischen Bewohner unseres Bezirks zu recherchieren versuchten. Aus der Einwohnerstatistik, basierend auf Informationen im Jahr 1937, wussten wir, dass es sich dabei um mindestens 12.947 Menschen handeln musste. Da nach den Nürnberger Rassengesetze aber auch Personen als jüdisch galten, die schon vor 1938  ihre...
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Woher kommt der Name Nottendorfer Gasse? Gegen Ende des 14. Jahrhunderts berief Albrecht III. eine Kolonie flämischer Gärtner zur Rodung des Auwaldes und Wollfärber, um sie in der Nachbarschaft des damaligen Erdberg anzusiedeln. Sie bezeichneten ihr Siedlungsgebiet als Nottendorf (niederdtsch. Dorf der Genossen), weil sich die Kolonisten eine genossenschaftliche Dorf-verfassung gegeben hatten.1389 wurde die Siedlung mit 13 Häusern, die sich vom heutigen Kardinal-Nagl-Platz bis hinüber zur heutigen Leonhardgasse erstreckte, erstmals erwähnt. Während der 1. Türkenbelagerung 1529 wurde das Dorf vollständig zerstört und danach nicht wieder als eigenständige Siedlung errichtet. 1899 wurde...
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

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