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Montag, 14 April 2014 17:59

Die Riegersburg Empfehlung

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Die Riegersburg Die Riegersburg © Die Riegersburg

Burgmuseum, Hexenmuseum und Waffenmuseum lassen das 17. Jahrhundert lebendig werden.

“Sagenhafte Riegersburg – Legendäre Frauen”

Das Museum in den Prunkräumen bietet eine multimediale Reise in die Geschichte der Riegersburg im 17. Jahrhundert. Zwei Frauenschicksale in der Zeit von Türkenkriegen, Frondienst und Hexenwahn aber auch barocker Lebenslust und Festkultur.

Elisabeth Katharina von Galler, von 1648 bis 1672 Burgherrin, ging aufgrund ihres unkonven-tionellen Lebens als die „Schlimme Liesl“ in die Geschichte ein. Allein die Tatsache, dass die Gallerin sich nicht in das enge Korsett von Normen schnüren ließ, in das Frauen im 17. Jahrhundert gepresst waren, sondern ein selbst-bestimmtes Leben führte, war Grund genug für einen solchen Beinamen.

In zahlreichen Prozessen musste sie mit größten Anstrengungen ihre umkämpfte Position als Burgherrin in einer von Männern dominierten Gesellschaft verteidigen.

Das Schicksal der Katharina Paldauf, einer Bediensteten der Gallerin, führt zur Auseinandersetzung mit einem der düstersten Kapitel in der Geschichte der Oststeiermark, dem großen Feldbacher Hexenprozeß, einem von rund 200 steirischen Hexenprozessen. Katharina Paldauf, noch heute verharmlosend als die „Blumenhexe“ bezeichnet, war eines der Opfer, die unter dem Verdacht durch Hagel- und Wettermachen die Ernte der Bauern vernichtet zu haben, hingerichtet wurden.

Kein Wunder, dass diese beiden Schicksale fruchtbaren Nährboden für eine reiche Legendenbildung boten und die „legendären“ Geschichten über die beiden Frauen mittlerweile bekannter sind als ihre wahren.

Aber auch der Gegensatz von adeligem Leben und barockem Überfluss einerseits und Armut, Aberglauben und Türkenkrieg andererseits wird im Burgmuseum deutlich.

 

“Hexen und Zauberer”

 

2011 haben wir das Hexenmuseum neu und zeitgemäßer gestaltet. Videos und Ton-Installationen ebenso wie informative Texte vermitteln nun ein verständliches Bild einer Zeit und einer Geisteshaltung die uns einerseits fremd, andererseits aber vielleicht nur allzu vertraut sind.

Denn Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung etc. sind so aktuell wie eh und je.

Das Hexenmuseum geht auf die Steirische Landesausstellung “Hexen und Zauberer” im Jahre 1987 zurück.  Diese Landesausstellung war mit etwa 360.000 Besuchern eine erfolgreichsten aller Zeiten. Das Thema war gut gewählt und der Bezug zur Riegersburg durchaus vorhanden. In den Jahren 1673 – 1675 war nämlich beim Landgericht Feldbach der größte Hexenprozess der Steiermark geführt worden und unter den ca. 95 beschuldigten Männern und Frauen befand sich auch Katharina Paldauf, die Burgpflegersgattin der Riegersburg, die als die “Blumenhexe” bekannt geworden ist. 1988 wurde die Ausstellung auf etwa die Hälfte der Räume reduziert und als “Hexenmuseum” erfolgreich weitergeführt.

 

“Waffen auf der Riegersburg”

Das neue Waffenmuseum präsentiert sein 2013 Rüstungen und Schwerter, Hieb- und Stichwaffen, Gewehre und Pistolen. Handwerkskunst und technische Fertigkeiten aus 400 Jahren. Verteidigung und Angriff, Jagd und Vergnügen.

Die Waffen der Riegersburg – so waren sie noch nie zu sehen.

Diese Waffensammlung, bestehend aus Rüstungen und Rüstungsteilen, Säbeln und Degen, verschiedenen Hieb- und Stichwaffen, Gewehren verschiedenster Typen, Pistolen etc. befand sich bisher im Burgzeughaus und in Depots. Nur ein kleiner Teil davon wurde im Burgmuseum gezeigt, wodurch des Öfteren der falsche Eindruck entstand, es gäbe nur wenige Waffen.

Tatsächlich ist die Waffensammlung sehr umfangreich, sie umfasst Objekte vom Spätmittelalter, 15. Jhdt., bis in die frühe Neuzeit, das 17. Jhdt. Dass aus dieser Epoche am meisten vorhanden ist, verwundert nicht, war doch die Riegersburg in dieser Zeit als „Stärkste Festung der Christenheit“ bekannt.

Der zeitliche Bogen spannt sich vom Mittelalter bis ins 17. Jhdt. und zeigt die Veränderungen in der Waffentechnik, insbesondere die der Feuerwaffen. Die thematischen Schwerpunkte sind Waffen für den Kampf (rote Vitrinen), für die Jagd (grüne Vitrinen) sowie für Prunk und Vergnügen (gelbe Vitrinen). Abschließend wird ein Vergleich zu modernen Waffen gezogen.

 weiterlesen: http://veste-riegersburg.at/burg/

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