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Beiträge unserer Autoren in Oberösterreich

Montag, 14 April 2014 14:42

Franz Lehár - 144. Geburtstag

geschrieben von

Franz Lehár (∗ 30. April 1870 in Komárom, † 24. Oktober 1948 in Bad Ischl) war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft.

Franz LehárFranz Lehár

Lehár studierte - unter anderem von Antonín Dvorák zur Komposition ermuntert - am Prager Konservatorium. Seine musikalische Laufbahn begann er jedoch als Militär-Kapellmeister, bevor er sich in seiner Wahlheimat Wien ganz der Operette verschrieb.

Dem Welterfolg der seinerzeit auch von Gustav Mahler geschätzten Lustigen Witwe (1905) schlossen sich Der Graf von Luxemburg, Das Land des Lächelns und Paganini oder Der Zarewitsch an. Einen großen Teil seiner Tenor-Arien schrieb er für Richard Tauber.

Die Villa von Franz Lehár am Ufer der Traun
Die Villa von Franz Lehár am Ufer der Traun

Im Lauf der Jahre zu beträchtlichem Reichtum gekommen, erwarb Lehár das Schikaneder-Schlösschen in Wien, umgab sich mit großer Dienerschaft und bestimmte in seinem Testament, dass große Teile seines Vermögens und sein Haus in Bad Ischl nach seinem Tod der Gemeinde und notleidenden Künstlern zur Verfügung gestellt werden sollten.

Lehár gilt zusammen mit Emmerich Kálmán als Begründer der sogenannten 'silbernen' Wiener Operettenära in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

Werke

Franz Lehár am Klavier
Franz Lehár am Klavier
  • Wiener Frauen, Operette, 21. November 1902, Theater an der Wien, Wien
  • Der Rastelbinder, Operette,20. Dezember 1902, Carl-Theater Wien
  • Der Göttergatte, Operette, 20. Jänner 1904, Carl-Theater Wien
  • Die Juxheirat, Operette, 21. Dezember 1904, Theater an der Wien, Wien
  • Die lustige Witwe, Operette, 30. Dezember 1905, Theater an der Wien, Wien
  • Das Fürstenkind, Operette, 7. Oktober 1909, Johann Strauß-Theater, Wien
  • Der Graf von Luxemburg, Operette, 12. November 1909, Theater an der Wien, Wien
  • Zigeunerliebe, Operette, 8. Jänner 1910, Carl-Theater Wien
  • Eva, Operette, 24. November 1911, Theater an der Wien, Wien
  • Endlich allein, Operette, 30. Jänner 1914, Theater an der Wien, Wien
  • Wo die Lerche singt, Operette, 1. Februar 1918, Königliche Oper Budapest
  • Die blaue Mazur, Operette, 28. Mai 1920, Theater an der Wien, Wien
  • Frasquita, Operette, 12. Mai 1922, Theater an der Wien, Wien
  • Paganini, Operette, 30. Oktober 1925, Johann Strauß-Theater Wien ,siehe auch Paganini (Operette).
  • Der Zarewitsch, Operette, 26. Februar 1926, Metropol-Theater Berlin
  • Friederike, Operette, 4. Oktober 1928, Metropol Theater Berlin
  • Das Land des Lächelns, Operette, 10. Oktober 1929, Metropol-Theater Berlin
  • Schön ist die Welt, Operette, 3. Dezember 1930, Metropol-Theater Berlin
  • Giuditta, Operette, 20. Jänner 1934, Wiener Staatsoper

    © Text und Bilder : Ischler Heimatverein
Montag, 14 April 2014 10:50

Das Museum der Stadt Bad Ischl

geschrieben von

Bd Ischler Traunpltz

 

Am 11. März 1989 konnte für die vorhandenen Sammlungen ein geradezu dafür vorbestimmtes Haus bezogen werden, nämlich das Erbhaus der Salzfertigerfamilie Seeauer (ab 1880 "Hotel Austria") an der ehemaligen Schifflände der Salzplätten an der Traun - heute Esplanade.

Hier nahmen ab 1834 Erzherzog Franz Karl und seine Gattin Erzherzogin Sophie Quartier, hier fand am 19.Augfust 1853 die Verlobung des jungen Kaisers Franz Joseph mit Prinzessin Elisabeth statt ("Verlobungszimmer").

Hier nun in Übersicht die Ausstellungsthemen:

Erdgeschoß: Geografie, Salzgewinnung und Salztransport

1. Obergeschoß: Ischl als Kurort und kaiserliche Sommerresidenz

2. Obergeschoß: Volkskultur und Geschichte des Ischllandes; Ostasiensammlung des Weltreisenden Hans Sarsteiner (1839-1918)

3. Obergeschoß: Kurort Ischl zur Jahrhundertwende (1900)

weiterlesen: www.stadtmuseum.at/

Montag, 14 April 2014 10:36

Schloss Helfenberg

geschrieben von

Das Renaissanceschloss liegt oberhalb des Ortes Helfenberg. Ursprünglich als Burg errichtet, erfolgte 1607 der Neubau des Schlosses Helfenberg.

Um 1224 wird in einer Urkunde des Klosters Hohenfurt, erstmals ein „Wirint de Helfenberch“ genannt. Die alte Wehranlage oberhalb der Pfarrkirche an der Stelle des heutigen Kriegerdenkmals dürfte um 1250 als Vorgängerbau des heutigen Schlosses errichtet und 1270 erweitert worden sein. 1285 gehörte die alte Burg den Herren Piber zu Piberstein, die für den Ausbau der bis dahin bescheidenen Anlage sorgten. Erst 1430 wird die Burg zu Helfenberg erneut erwähnt, als die Burg in den Besitz der Familie Neundlinger kam. Im Erbweg ging die Burg 1500 an die Brüder Peter und Christoph den Greisseneggern. 1574 fiel die Burg nach einem langjährigen Erbschaftsstreit Christoph Kienast zu, der 1587 die Burg an Christoph Artstetter von Wartberg verkaufte.

 

Von 1595 bis 1630 befand sich die Herrschaft im Besitz der Herren Oedt zu Götzendorf. Hans Christoph von Oedt ließ 1607 das nunmehrige Schloss 300 m oberhalb der bisherigen Anlage von Grund auf neu erbauen und eine umfangreiche Bibliothek einrichten. Ab 1630 lebte die Familie Schifer auf dem Schloss bis Siegmund Schifer, der mit Barbara Regina von Oedt verheiratet war, im Jahr 1655 Helfenberg an Johann Friedrich Märk von Gneisenau verkaufte. Unter dessen Nachkommen wurde die Schlosskapelle errichtet. 1686 wurde das Schloss von Johann Friedrich von Seeau erworben und blieb rund 200 Jahre im Familienbesitz. 1750 gehörten 210 Untertanen zur Herrschaft Helfenberg.

 

Die Tochter des letzten Grafen von Seeau verkaufte dann Helfenberg 1893 an die Gräfin Olympia Revertera-Salandra. Die unter den Seeaus geschlossene Schlosskapelle wurde von der Familie Revertera wieder hergestellt und mit einem neuen Altar versehen. Um die Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts fanden einige Umbauten am Schloss statt (Erneuerung des Torturms).

 

Die Familie Revertera ist heute noch Besitzer des Schlosses und der dazugehörigen Gründe.
Gräflich Revertarsches Herrschafts- und Familienarchiv Helfenberg

 

weiterlesen:

 

Freitag, 04 April 2014 10:48

Das Heilige Grab der ehem. Stiftskirche von Garsten

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Modell des Heiligen Grabs in Schrägansicht

Durch rasche Sicherungsmaßnahmen und Verbesserung der Depotbedingungen konnte der Erhalt der zahlreichen Kulissenteile gesichert werden. Begleitend dazu wurde in den Ateliers des Bundesdenkmalamtes, Abteilung für Konservierung und Restaurierung, das Restaurierziel entwickelt, beispielhaft umgesetzt und so die Grundlage für die weitere Projektumsetzung geschaffen.


Für die ehemalige Stiftskirche in Garsten schuf der vorrangig als Freskant bekannte Barockmaler Johann Wenzel Bergl mittels illusionistischer Scheinarchitektur ein monumentales „Heiliges Grab“. Die bis zu ca. 8m hohe und ca. 7m breite Kulissenarchitektur gliedert die Apsis der Losensteinerkapelle in fünf Ebenen und schafft so einen scheinbar realen Raum, dessen figurale Malerei den direkten Bezug zum Heiligen Grab aufnimmt. Ein 1902 entstandenes Foto dokumentiert den lange anhaltenden Gebrauch dieses künstlerisch hochwertigen Ostergrabes in der Karwoche. Die aufwendige Rauminstallation gliedert sich einer dem Kirchenjahr folgenden Umgestaltung des Sakralraumes ein, die im engen Zusammenhang mit der bis heute in Verwendung stehenden Tradition des Wechsels der Advent- und Fastenbehänge in der Stiftskirche steht. Diese ebenso monomentalen, im Jahr 1777 von Martin Johann Schmidt geschaffenen Blaubehänge, verhüllen in der Advent- und Fastenzeit die Altargemälde, den unteren Bereich der Pfeiler zwischen den Seitenkapellen und die Alexander Gobelins im Presbyterium. Gemeinsam mit dem Ostergrab trug diese den ganzen Kirchenraum erfassende Umgestaltung zu einem Wandel bei, der durch die anhaltende Kargheit der Verhüllung, hin zur Eröffnung der prunkvollen Ausstattung, eine beeindruckende Steigerung für die höchsten christlichen Feiertage schuf.

Der akut gefährdete Erhaltungszustand des außer Gebrauch gekommenen Gesamtkunstwerks erforderte eine umfassende Befundung des Bestandes und eine detaillierte Schadensaufnahme. Die eingeschränkte Zugänglichkeit der auf engem Raum gelagerten Kulissenelemente, erforderte zudem eine Verbesserung der Depotsituation. Zum Ziel der Projektentwicklung wurden für den Erhaltungszustand repräsentative Kulissenelemente ausgewählt und in das Bundesdenkmalamt, Abteilung für Konservierung und Restaurierung, übernommen. An einem Element konnte das Restaurierziel entwickelt und beispielhaft umgesetzt werden. Parallel dazu wurden vor Ort die gesamten Kulissenteile gesichert und in ein neu geschaffenes Depot umgelagert. Durch gesicherte Deponierung des Gesamtbestandes konnte die akute Gefährdung abgewandt und der Erhalt dieses überaus qualitätvollen Gesamtkunstwerkes gesichert werden.

Die im Rahmen der Musterarbeit gewonnenen Erkenntnisse bilden eine definierte Grundlage für die Umsetzung eines Langzeitprojekts, das eine schrittweise Restaurierung des Ostergrabes und die Wiederaufnahme des Gebrauchs zum Ziel hat.

Projektpartner: Pfarre Garsten – Bertholdverein, Universität Wien (Institut für Kunstgeschichte)
Restauratorin: Brigitte Futscher (Befundung, Projektentwicklung, Restaureirung)

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