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Persönlichkeiten

Die Persönlichkeiten aus unserem Bezirk

Anton Schmidgruber

Ich finde es traurig, dass gerade der Schöpfer eines der schönsten Kunstwerke, die unser Bezirk im öffentlichen Raum zu bieten hat – es führte jahrzehntelang einen Dornröschenschlaf und war nur Anrainern bekannt – in seinem Heimatbezirk so gut wie unbekannt ist.
Die Rede ist von dem jahrelang im Haus Seidlgasse 21 wohnhaft gewesenen Anton Schmidgruber und seinem Stiertor in der Viehmarktgasse.
Das „Historische Lexikon“ von Felix Czeike berichtet über ihn und seine Werke:
Studium an der Akademie der bildenden Künste (1859 Gesamtstudienpreis und Staatsstipendium für Dresden). Kehrte 1866 nach Wien zurück, wo er Auftragsarbeiten (Kleinplastiken, Fassadenschmuck) übernahm.
In der Ringstraßenzone schuf Schmidgruber unter anderem Maximilian I. und Maria Theresia für das Akademische Gymnasium, das Dürerdenkmal und eine Madonna mit Kind für das Künstlerhaus, Ludwig von Baden für die Ruhmeshalle des Arsenals, vier Standbilder für die Votivkirche (1869/70; darunter Jeremias und David), Dürer und Raffael für das Kunsthistorische sowie Vasco da Gama, Kolumbus und zwölf Kindergestalten für das Naturhistorische Museum (alle 1872), die beiden zur Ringstraße hin situierten Tritonen- und Najadenbrunnen am Maria-Theresien-Platz, Figurengruppen für das Rathaus, das Parlament und die Universität sowie zwei kolossale Stiergruppen für den Zentralviehmarkt; weitere Büsten für die Physiker Josef Loschmidt (1899) und Josef Stefan (1896) für den Arkadenhof der Universität, zahlreiche Porträtbüsten für private Auftraggeber, Grabdenkmäler für die Familie Gerold (Dornbacher Friedhof, 1888), A. Goettel (Zentralfriedhof, 1892) und Carl Schellein (Zentralfriedhof, 1889) sowie Liktoren für die Fassade des Michaelertrakts der Hofburg und den plastischen Schmuck für die Stephaniebrücke (=Salztorbrücke).
Schmidgruber war ein bedeutender, jedoch zu wenig gewürdigter Bildhauer der Ringstraßenära.
In der Pemmerschen Landstraßer Häuserchronik ist der Hinweis zu finden, dass der Künstler sein Atelier im ehemaligen Haus Strohgasse 18 hatte.

Die Erzählung finden Sie im Museumsheft 2014/1 zu beziehen im Shop Genaustria

Freitag, 23 Mai 2014 00:00

DER BIEDERMEIERSTAR THERESE KRONES 1801 - 1830 Empfehlung

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„Die Krones“ wurde 1801 als Tochter des ehemaligen Kürschnermeisters Franz Josef und seiner Frau Anna Theresia Krones in Bruntál (deutsch Freudenthal) im Nordosten der heutigen Tschechischen Republik – damals Österreichisch-Schlesien – geboren. Ihr Vater hatte sein Handwerk aufgegeben und eine Wanderschauspieltruppe gegründet. Es ist anzunehmen, dass zur Zeit Thereses Geburt das Ehepaar in Freudenthal ein Engagement hatte.Therese und ihr Bruder Josef waren richtige Theaterkinder, weshalb sie schon sehr früh gemeinsam mit ihren Eltern auf der Bühne standen.Schon 1811 wurde das Mädchen für Kinderrollen nach Brno (Brünn) engagiert und kam dann mit ihren Eltern über Temesvár nach Wien, wo sie am 22. Jänner 1812 im Leopoldstädter Theater gemeinsam mit ihrem Vater gastierte.Im Oktober desselben Jahres spielte die ganze Familie im Josefstädter…
Donnerstag, 17 April 2014 18:01

Georg Klimt (1867-1931)

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Wussten Sie das ? Besucher berichteten mir, dass Georg Klimt, einer der Brüder Gustav Klimts, 1918 im Haus Neulinggasse 25 wohnte.Was ist über Georg Klimt bekannt ? Er war als im Jahr 1867 Geborener, fünf Jahre jünger als der spätere große Künstler und erlebte als einziges Familienmitglied Gustavs Tod im Jahr 1918, weshalb er damals den Nachlass des Künstlers ordnete.Georg…
Dienstag, 16 September 1890 10:52

Ernst Deutsch (1890 - 1969), der expressionistische Schauspieler Empfehlung

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Landstraßer / innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht. Ernst Deutsch als Baron Kurz in "Der Dritte Mann" Der in einer jüdischen Prager Kaufmannsfamilie geborene Ernst Deutsch entwickelte sich als Schauspieler, nachdem er schon 1916 in Hasenclevers Drama Der Sohn am Dresdner Alberttheater die Titelrolle mit großem Erfolg gespielt hatte, zum expressionistischen Darsteller und im Verlauf seiner Karriere immer mehr zum Darsteller dämonischer Charaktere wie beispielsweise in seiner Darstellung des Baron Kurtz in Carol Reeds Film Der dritte Mann. Bis 1933 - in diesem Jahr verließ er Deutschland und übersiedelte nach Wien - war Ernst Deutsch hauptsächlich an Berliner Theatern tätig, spielte aber auch in einer großen Anzahl von Stummfilmen. 1938 emigrierte er in die USA und stellte…
Freitag, 29 April 1774 19:23

Anna Gottlieb (1774-1856) Empfehlung

geschrieben von
Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (3) Wer denkt noch an sie, an die erste Darstellerin der Pamina in Mozarts "Zauberflöte"? Anna Gottlieb (1774-1856) war eine von vier Töchtern eines Schauspielerehepaares und stand schon mit fünf Jahren zum ersten Mal vor Publikum auf der Bühne. Mit 12 Jahren sang sie die Barbarina in "Figaros Hochzeit" - Mozart hatte die Rolle eigens für sie geschrieben - und 1791 wurde wieder für die "Madsell Gottlieb", wie sie von Mozart genannt wurde, die Rolle der Pamina verfasst. Durch diese Rolle ist Anna Gottlieb mit Mozart bis heute verbunden geblieben. --- Hörprobe Nach Mozarts Tod wechselte sie in ein Engagement am Theater in der Leopoldstadt, wo sie von nun an…
Montag, 20 August 1827 17:49

Josef Strauss Empfehlung

geschrieben von
Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (4) An der Stelle wo Josef Strauss und seine Mutter Anna beigesetzt waren, befindet sich eine dieser Gedenktafeln, die auf die seinerzeitige Exhumierung und Überführung auf einen anderen Friedhof verweist. Johann Strauss (Vater) wollte nicht, dass seine Söhne wie er Musiker würden, weshalb er verlangte, dass Johann jun. und Josef studieren. Johann brach seine Ausbildung ab, aber der folgsame Sohn Josef absolvierte das Polytechnikum - heute entspricht das der Technischen Universität - arbeitete als Bauleiter und erfand eine Straßenkehrmaschine, deren Modell im Wiener Technischen Museum aufbewahrt wird. Als sein älterer Bruder Johann 1852 völlig erschöpft von einer Konzertreise nach Wien heimkehrte, ließ sich Josef dazu überreden, als Kapellmeister einzuspringen. Er…
Mittwoch, 05 September 1781 15:48

Anton Diabelli (1781-1858), Komponist und Musikverleger Empfehlung

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (16). Der erfolgreiche Musikverleger Anton Diabelli entstammte einer Salzburger Musikerfamilie und erhielt schon während seiner Kindheit Gesang-, Klavier- und Orgelunterricht durch seinen Vater. Im Alter von sieben Jahren wurde er Sängerknabe im Kloster Michaelbeuern, wo er eine gediegene Musikausbildung genoss, die er ab 1790 auf Empfehlung seines Förderers Michael Haydn, der seine kompositorische Begabung erkannt hatte, im Salzburger Benediktinergymnasium fortsetzte. Seine Eltern wünschten, dass er Priester werde, weshalb er 1800 in ein Zisterzienserkloster eintrat, aber trotzdem weiterhin komponierte. Als das Kloster 1803 säkularisiert wurde, gab er seinen Vorsatz Priester zu werden, auf und ging nach Wien zu Joseph Haydn, den Bruder seines Förderers. Hier gab er Klavier- und Gitarreunterricht. Er…
Mittwoch, 27 Februar 1760 15:42

Jakob Degen (1760?-1848), Uhrmacher, Flug.... Empfehlung

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Jakob Degen (1760?-1848), Uhrmacher, Flugpionier und Erfinder Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (11) Ein im Gebüsch versteckter kleiner Grabstein bezeichnet die Stelle, wo der aus der Schweiz stammende Erfinder und Flugpionier Jakob Degen (1760?-1848) beerdigt wurde. Wahrscheinlich war Degen 1770 mit seinem Vater, einem Bandweber, nach Wien gekommen, wo er ab 1778 das Uhrmacherhandwerk erlernte, in dem er 1792 Meister wurde. Das war die Zeit, als in Frankreich die Brüder Montgolfier ihre Ballonflug- versuche unternahmen; Degens Idee war, ein durch Muskelkraft betriebenes Luftfahrzeug zu konstruieren. Er arbeitete mehr als zehn Jahre an seinem Modell und unternahm mehrere Flugversuche, die aber alle nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wegen der durch die gegen Napoleon geführten Kriege zerrütteten…
Samstag, 03 September 2011 15:50

Louis Montoyer (um 1749-1811), ein gefragter Architekt Empfehlung

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friehof beerdigt wurden (29) Hier erinnert nur noch ein Gedenkstein an Louis Montoyer, der in den österreichischen Niederlanden geboren wurde. Er war schon 1778 als Architekt in Brüssel tätig, wo er den Sitz des habsburgischen Statthalters erbaute. Montoyer kam 1795 mit Herzog Albert von Sachsen-Teschen (dieser hatte 1766 Marie Christine, eine Tochter Maria Theresias geheiratet), bei dem er ab 1780 als Hofarchitekt angestellt war, nach Wien. Hier baute er 1801 bis 1804 Albrechts Palais, die heutige Albertina, um und errichtete zur selben Zeit in der Hofburg den Zeremoniensaal als Verbindung des Leopoldinischen Traktes mit dem alten Bauteil. Unter anderem baute er 1806/07 für den russischen Gesandten Rasumofsky dessen Gartenpalais im heutigen dritten Bezirk. 1807…
Donnerstag, 29 September 2011 18:28

Franz Xaver Messerschmidt (1736-1783), .... Empfehlung

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Franz Xaver Messerschmidt (1736-1783), der Bildhauer Maria Theresias Landstraßer/innen,über die man auch noch heute (manchmal) spricht (2). Weil wir mit Paul Sorbait soeben in der Ungargasse waren, soll die Vorstellung des Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt, der einige Zeit der Besitzer des Vorgängerbaues des Hauses Ungargasse 5 war, folgen. Leider gibt es an dieser Stelle keine Gedenktafel für den Künstler. Auch er war ein "Beutelandstraßer", der aus Bayern stammte. Nachdem er in München und in Graz die Bildhauerei studiert hatte, kam er 1755 nach Wien. Maria Theresia schätzte ihn derart, dass sie von ihm Bronzestatuen anfertigen ließ, die sie und ihren Mann Franz Stephan von Lothringen in einer Apotheose während der Krönung zeigten. Schon davor hatte Messerschmidt Bronzereliefs von Joseph II.…
Dienstag, 22 Dezember 1874 09:15

Franz Schmidt (1874-1939), der Komponist .... Empfehlung

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Franz Schmidt (1874-1939), der Komponist der Oper "Notre Dame" Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (6) Der aus Preßburg stammende spätere Komponist wohnte schon als Student ab 1889 in unserem Bezirk (Juchgasse 40). Nach seinen Studien - Kompositionslehre, Klavier, Cello - wurde er als Solocellist Mitglied der Wiener Philharmoniker und spielte auch im Quartett von Arnold Schönberg. 1914 bekam er eine Professur für Klavier an der Wiener Musikakademie - heute Universität für Musik und darstellende Kunst - deren Direktor er 1925 und Rektor ab 1927 wurde. Als Lehrer für Klavier, Violoncello, Kontrapunkt und Komposition bildete er zahlreiche Musiker, Dirigenten und Komponisten aus. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er 1937 seine Lehrtätigkeit. Schmidt komponierte vier Symphonien, mehrere Klavierkonzerte, Orchester-,…
Donnerstag, 05 Juni 1884 11:43

Ralph Benatzky (1884 -1957), ein .... Empfehlung

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Ralph Benatzky (1884 -1957), ein "Beutelandstraßer" Nur wenige Jahre wohnte der Operettenkomponist in der Nähe des Arenbergparks, aber Spaziergänger werden vergebens nach einer Gedenktafel suchen. Der Lebenslauf des Mannes, der bis 1908 auf die Vornamen Rudolph Josef Frantisek hörte, ist imponierend: Berufsoffizier (mit 23 Jahren wurde Leutnant Benatzky krankheitshalber in den Ruhestand versetzt), Germanistik-, Philosophiestudium in Prag, Doktor der Philosophie (zur selben Zeit studierte er bei Antonin Dvorák Musik), Schlagerkomponist seit 1908, Theater- direktor und seit 1910 Operettenkomponist. Die Liste seiner Werke ist so lang, dass dafür hier der Platz fehlt; ich möchte nur einige, die auch heute noch bekannt sind, nennen: "Axel an der Himmelstür", "Bezauberndes Fräulein", "Meine Schwester und ich" und natürlich "Im weißen Rössl" Böse Zungen meinten…
Dienstag, 28 August 1894 15:34

Karl Böhm - Prof. Dr. Empfehlung

geschrieben von
Der Dirigent, Generalmusik- und Staatsoperndirektor Dr. Karl Böhm (1894-1981) wohnte während seiner Wiener Aufenthalte einige Zeit im Haus Auenbruggergasse 2. Nach seinen Musikstudien in Graz und Wien hatte Böhm 1917 sein Debüt als Dirigent in Graz, von wo er 1921 von Bruno Walter an die Münchner Staatsoper geholt wurde.1927 erfolgte die Berufung zum Generalmusikdirektor in Darmstadt, und 1931 wurde Böhm Leiter der Hamburger Oper.1933 stand Dr. Karl Böhm erstmals am Dirigentenpult der Wiener Staatsoper. Von 1934 bis 1942 war er Direktor der Dresdner Staatsoper. In dieser Zeit dirigierte er 1938 zum erstenmal bei den Salzburger Festspielen. Mit 1. Jänner 1943 wurde der Künstler zum Direktor der Wiener Staatsoper ernannt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges rettete Dr. Karl Böhm das…

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