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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Ausflug in die Industriegeschichte

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Der ehemalige Wiener Neustädter Kanal als Energiequelle


Kattus2977Es ist allgemein bekannt, dass dieser künstliche Wasserweg ab 1810 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching zur Verfügung stand.
Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens hauptsächlich aus der Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen. Diese Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar vor einer der Kanalschleusen.
In unserem Archiv befindet sich der historische Situations-Plan für den Hafen-Abschluss-Schlauch des Wr. Neustädter-Canals vom Hafen am Rennweg bis zur Einmündung in den Wienfluss für die zum Wr. Neustädter-Schiffahrts-Canale im Rayon Wien gehörigen Grundparzellen, 1822, auf dem zwei dieser Zuleitungen zu sehen sind.

Im Bereich der städtischen Wohnhausanlage Unger-Hof in der heutigen Oberen Bahngasse war über mehr als einhundert Jahre die Furnierfabrik L. Kattus & Sohn daheim (Details s. auch http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/page.asp/2976.htm), die das Kanalwasser vor der Schleuse an der heutigen Kreuzung Rennweg/Fasangasse zum Antrieb ihrer Maschinen entnahm. Interessant ist, dass während der Bauarbeiten für die Flughafen-Schnellbahn hier ein begehbarer Schacht aufgedeckt wurde, in dem sich eine Rohrleitung befand, die für die Rückführung des Antriebwassers in den Kanal verwendet wurde.
An der Stelle, wo die Beatrixgasse das Kanalbett kreuzt, befand sich eine weitere Schleuse. Hier bestand von 1822 bis 1856, als sie ins damals neu errichtete Arsenal verlegt wurde, eine Stuckbohrerei an der Stelle des späteren Beatrixbades (Linke Bahngasse 9 /Beatrixgasse 14).
In diesem Betrieb wurden die von der Gießerei gelieferten halbfertigen Kanonenrohre gebohrt. Dem "Kriegs-Handbuch" von Theodor Hildebrandt entnehme ich, dass zum Bohren von Kanonenrohren 16 bis 18 verschiedene Bohrer, der letzte wurde als "Kaliberbohrer" bezeichnet, notwendig waren.

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Gast Sonntag, 28 Mai 2017

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