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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Linienamt
Auf Anraten des Prinzen Eugen von Savoyen wurde 1704 während der Regierungszeit Leopold I. der Bau einer im Zickzack errichteten Befestigungsanlage, die später den Namen LINIENWALL erhielt, rund um die Wiener Vorstädte beschlossen und noch im selben Jahr durchgeführt. Sie sollte die Stadt vor eventuellen Angriffen der Türken und Kuruzzen schützen. In unserem Bezirk gibt es übrigens an der äußernen Baumgasse und im Schnellbahnschacht am Landstraßer Gürtel noch zwei Reste desselben. Da diese Anlage die Vorstädte von den draußen liegenden Vororten, von wo Lebensmittel und Getränke laufend nach Wien gebracht wurden,...
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Versorgungshaus aquarellierter Stich
Nachdem 1784 die Insassen des bisherigen Bürgerspitals ins neue Allgemeine Krankenhaus übersiedelt worden waren - die bisher hier untergebracht gewesenen irren Personen kamen in den so genannten "Guglhupf", wie die für diese bedauernswerten Menschen geschaffene Einrichtung in der bekannten Wiener bildhaften Sprache genannt wurde, und die Findelkinder (104 Buben und 63 Mädchen) wurden ins benachbarte Pamersche Waisenhaus gebracht - wurden schon bald 87 arme, alte und gebrechliche Frauen und Männer aus dem nun aufgelassenen Bürgerspital am Schweinemarkt (heute Lobkowitzplatz) hierher transferiert. Während der nächsten 75 Jahre fristeten nun hier alte, verarmte, gebrechliche und...
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markuskapelle in st. marx blamauer
                          Ehem. Markuskapelle in St. Marx, v. Blumauer Ich habe schon gehört, dass sich Menschen über den Namen St. Marx unterhalten haben und diesen mit Karl Marx in Verbindung brachten. Inzwischen wissen wahrscheinlich wenigstens alle Landstraßer, dass die Bezeichnung von einer dem heiligen Markus geweihten Kapelle stammt, die im nicht mehr bestehenden Bürgerspital (heute Landstraßer Hauptstraße 173-175) stand. Noch auf Stadtplänen des 19. Jahrhunderts findet man die diesbezügliche Eintragung als St. Marks geschrieben. In einigen fortlaufenden G'schichterln werde ich alles das, was ich über diesen Bezirksteil weiß, hier niederschreiben. Weitere...
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Der Dirigent d. Wr. Philharmoniker
Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht. WILLI BOSKOVSKY (1909-1991), der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker Um es vorwegzunehmen: Seine langjährige Anschrift lautete Jacquingasse 51, wo es keine Erinnerungstafel für ihn gibt. Durch seine Mutter erhielt er schon mit fünf Jahren Unterricht im Geigenspiel. Als Abschluss seines Studiums an der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst gewann Willi Boskovsky 1926 den Kreisler-Preis, wurde 1932 Mitglied der Wiener Philharmoniker, ab 1935 unterrichtete er Violine an der Akademie und war von 1939 bis 1971 deren Konzertmeister. Als Solist trat er mit den Dirigenten...
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Alte Franzensbrücke Ansicht gegen den 3. Bezirk
Alte Franzensbrücke: bereits 1782 gab es hier eine Holzbrücke, die allerdings 1799 einstürzte. Am 16. September 1801 legte der damalige Kaiser Franz II. (später als österreichischer Kaiser Franz I.) den Grundstein für eine neue Brücke, die nach ihm benannt wurde. 1803 war sie fertig und gefiel den Wienern so gut, daß diese von ihnen die "Schöne Franzensbrücke" genannt wurde. 1844 wurde sie abgetragen und bis 1848 durch eine Kettenbrücke ersetzt. Auch diese Konstruktion blieb nur etwa 50 Jahre bestehen; schon 1898/99 wurde die neue Brücke - unser Foto - erbaut,...
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Fremde Laender1
CHRISTBAUMSCHMUCK DES 20. JAHRHUNDERTS AUS BÖHMEN (Dr. Waltraud Neuwirth) Der böhmische Christbamschmuck aus Glas ist in seiner Vielfalt nahezu unerschopflich. Zweimal hatte ich bereits die Gelegenheit, im Bezirksmuseum Landstrasse Weihnachtsausstellungen zu gestalten. Diesmal stehen folgende Themen im Mittelpunkt: . Von drauss vom Walde komm ich her (Weihnachtsmann, Nikolaus und Krampus, Engel und Teufel) . Aus Böhmens Hain und Flur (Landschaftsbilder, Fische und Vögel, Käfer und Spinnen) . Im Wechsel der Jahreszeiten (Frühling und Sommer mit Blüten und Schmetterlingen, Herbst und Winter mit Früchten des Waldes und des Feldes sowie Winterfiguren und...
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Wagnerbau im 3.
Erst vor kurzem wurde erkannt, dass ein Haus, das sich zwischen der Schnellbahntrasse und der Unteren Viaduktgasse - gegenüber dem Marxer-Hof - befindet, vom Jugendstilarchitekten Otto Wagner als Verwaltungsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Hauptzollamt erbaut wurde. Es ist geplant, dass es nach gründlicher Renovierung von der armenischen Gemeinde, die ihre Kirche in der nahen Kolonitzgasse hat, genutzt wird, um den säkularen Bereich abdecken zu können. In unserer Homepage gibt es eine Seite zu Otto Wagner...
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Kattus2977
Der ehemalige Wiener Neustädter Kanal als Energiequelle Es ist allgemein bekannt, dass dieser künstliche Wasserweg ab 1810 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching zur Verfügung stand. Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens hauptsächlich aus der Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen. Diese Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar...
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Infolge der jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema Landstraßer Juden lernte ich viele Menschen kennen, die im Kindesalter in unserem Bezirk daheim gewesen waren und durch einen glücklichen Umstand mit einem der Kindertransporte nach England oder nach Schweden gerettet werden konnten. In meinem neuen Buch Die Landstraßer Juden sind einige Interviews mit diesen Personen im Kapitel Zeitzeugenberichte nachzulesen. Eine von ihnen ist Daisy Koeb, geborene Bermeiser-Elsner, Geburtsjahrgang 1927, die heute in Rishon-Lezion, Israel lebt. Sie verfasste ein erschütterndes Buch mit dem Titel Liebste Mama, erschienen im Mariposa Verlag, in dem sie die...
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Heute, am Samstag, 5. November 2011, veranstaltete ich meine letzte Führung durch das jüdische Weißgerberviertel für die Volkshochschule Landstraße. Es freut mich, dass mehr als 30 Personen daran teilgenommen haben. Die/der eine oder andere Teilnehmer an dieser Führung wird diese Zeilen lesen: Vielen Dank für Ihr Kommen! Das große Interesse zeigt mir, dass meine Mitmenschen auch heute noch, mehr als 70 Jahre nach der Pogromnacht des Jahres 1938 wissen wollen, was sich in diesen Tagen in Wien wirklich ereignen konnte. Sooft ich als forschender Historiker und, wenn man so will, auch als...
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Das Buch der Landstraßerin Dr. Eva Bauer WIR VOM JAHRGANG 1946 - KINDHEIT UND JUGEND IN ÖSTERREICH erschien vor kurzem im deutschen Wartberg Verlag. Das reich bebilderte Buch enthält eine Rückschau auf Ereignisse, die ihre Kindheit und Jugend geprägt haben. Der Leser wird an die Nachkriegszeit, das Leben inmitten von Ruinen, den Wiederaufbau, den Staatsvertrag, den ersten Mann im Weltall, das "Wirtschaftswunder" verbunden mit den gesellschaftlichen Umbrüchen dieser Zeit, das damals neue Getränk "Chabesade" aber auch an die Beatles und die Swinging Sixties erinnert, um nur einiges zu nennen. Es war eine Zeit,...
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"GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG - DIE ARENA UND DIE BASISKULTUR - SIND MEHR ALS EIN DRITTELJAHRHUNDERT ALT In den 70erjahren hatte Wolfgang Ambros traurig gesungen Hoiba zwöfe, da Wirt macht an Bahö – Hoiba zwöfe, mir soll’n endlich geh’n. Hoiba zwöfe, de Stimmung is’ dahin, weu um hoiba zwöfa is finsta in mein Wien, und dann ereignete sich plötzlich etwas, was für viele Wiener unvorstellbar war. Ich frage bewusst provokant: „Wer erinnert sich außer mir noch an die Reaktionen auf die Ereignisse in St. Marx im Sommer 1976?“ Da fallen mir einige...
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Landstraßer/innen,  über die man auch heute noch (manchmal) spricht. Erinnern Sie sich an den vor einigen Jahren in aller Munde gewesenen Steven-Spielberg-Spielfilm "Schindlers Liste" aus dem Jahr 1993? Auch Österreicher hatten während der Nazizeit den Mut besessen, jüdischen Menschen zu helfen - beispielsweise versteckte die damals prominente Schauspielerin Dorothea Neff viele Jahre lang ihre jüdische Freundin - beziehungsweise sie vor der drohenden Ermordung zu bewahren. Einer dieser Männer war der am 9. Jänner 1900 geborene Anton Schindler, der in seiner Jugend im Haus Landstraßer Hauptstraße 75-77 lebte. Um der Wahrheit die...
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PESTKREUZ BEI DER BAUMGASSEDort, wo die Baumgasse von der Landstraßer Hauptstraße abzweigt - seit kurzem ist der kleine Platz nach dem Gründer der Pfadfinderbewegung Emmerich Teuber benannt - steht eine Säule, die an das Pestjahr 1713 erinnert. Sie ist das Beispiel eines typischen barocken Bildstockes, die häufig an Wegkreuzungen errichtet wurden. Die Halbreliefs an den vier Seiten sind noch gut zu erkennen. An der Vorderseite sieht man eine Darstellung der Kreuzigung Christi....
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Haus zum Schwarzen Ochsen
Im 18. Jahrhundert wurden während der Regierungszeit Maria Theresias englische Betreiber von Manufakturen nach merkantilistischen Gesichtspunkten in den Wiener Vorstädten angesiedelt. So auch in Erdberg und auf der Landstraße. Im Haus Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 40 (= Apostelgasse 4) betrieb Thomas Lighthowler eine Knopffabrick, in der er tombakene (= Knöpfe aus Messing), zinnene und gepresste Formen-Knöpfe herstellte, und im Haus mit der Conscr. Nr. 41 (= Apostelgasse 6) befand sich die Bleystefftenfabrick der Brüder Thomas und Jakob Langish. An der Anschrift Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 44 (= Apostelgasse 12) gab es auch einen Manufakturbetrieb, der von...
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Wie kann ich hier Blogger werden
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

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Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

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