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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Ein einfaches von der Wiener Schneiderinnung gestiftetes schmiedeeisernes Kreuz bezeichnet die ungefähre Stelle, an der Joseph Madersperger in einem Schachtgrab beigesetzt wurde. Madersberger2394Der aus Kufstein stammende Schneidermeister konstruierte zwischen 1807 und 1814 eine Maschine, die ihm seine Näharbeit erleichtern sollte, indem diese die Bewegung der menschlichen Hand nachahmte.
1815 meldete er das Patent für seine Erfindung an, das aber nach drei Jahren erlosch. In der Zwischenzeit war Madersperger zeitweilig als Obsthändler tätig und wurde im Wiener Einwohnerverzeichnis nur noch als gewesener bürgerlicher Schneider geführt.

Während der ganzen Zeit ließ ihn der Gedanke an seine Erfindung nicht los; 1839 hatte er eine neue Maschine entwickelt, die mit dem "Kettelstich" arbeitete. Sowohl für eine neuerliche Patentanmeldung als auch für die Erzeugung seiner Erfindung im großen Stil fehlte ihm das Geld, weshalb er sein Nähmaschinenmodell dem k.k. Polytechnischen Institut - heute Technische Universität Wien - schenkte.
1841 erhielt er für seine Tätigkeit eine Bronzemedaille vom Niederösterreichischen Gewerbeverein.
Völlig verarmt waren er und seine Frau 1850 gezwungen, sich der Obhut des Versorgungshauses St. Marx zu überantworten, wo der Erfinder nach drei Monaten starb. An der Fassade des Nachfolgebaues befindet sich eine Gedenktafel für den Erfinder.

Lesen Sie bitte weiter auf unserer Museums-Webseite INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Es ist allgemein bekannt, dass der ehemalige künstliche Wasserweg des Wiener Neustädter Kanals ab 1804 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching südlich von Wiener Neustadt genutzt wurde. Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens aus der Schwarza/Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen.

Wr. Neustädter Kanal - Lageplan Obere Bahngasse

Die dazu notwendigen Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar vor einer der Kanalschleusen. In unserem Planarchiv befindet sich der historische Situations-Plan für den Hafen-Abschluss-Schlauch des Wr. Neustädter-Canals vom Hafen am Rennweg bis zur Einmündung in den Wienfluss für die zum Wr. Neustädter-Schiffahrts-Canale im Rayon Wien gehörigen Grundparzellen, 1822 (der Name des Planes ist tatsächlich so umständlich und lang!), auf dem zwei dieser Zuleitungen zu sehen sind.
Im Bereich der heutigen städtischen Wohnhausanlage Unger-Hof in der Oberen Bahngasse bestand über mehr als einhundert Jahre die Furnierfabrik L. Kattus & Sohn (weitere Details dazu in unserer Homepage), die das Kanalwasser vor der Schleuse an der heutigen Kreuzung Rennweg/Fasangasse zum Antrieb ihrer Maschinen entnahm.

Interessant ist, dass während der Bauarbeiten für die Flughafen-Schnellbahn hier ein begehbarer Schacht aufgedeckt wurde, in dem sich noch immer die Rohrleitung befand, die für die Rückführung des Antriebwassers in den Kanal verwendet wurde. An der Stelle, wo die Beatrixgasse das Kanalbett kreuzt, befand sich eine weitere Schleuse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier bestand von 1822 bis 1856 eine Stuckbohrerei an der Stelle des späteren Beatrixbades (Linke Bahngasse 9/Beatrixgasse 14). In diesem Betrieb wurden die von der Gießerei gelieferten halbfertigen Kanonrohre gebohrt. Dem Kriegs-Handwörterbuch von Theodor Hildebrandt (1820) entnehme ich, dass zum Bohren von Kanonrohren 16 bis 18 verschiedene Bohrungen, die letzte wurde als "Kaliberbohrung" bezeichnet, notwendig waren

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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (4)

Jura SoyferJURA SOYFER (1912-1939), der bedeutendste politische Schriftsteller Österreichs der Dreißigerjahre

1921 flüchtete die Familie Soyfer vor der bolschewistischen Revolution aus Charkow nach Österreich, und ein Jahr später trat Jura ins Gymnasium in der Hagenmüllergasse ein, wo er 1930 maturierte.

Schon im Alter von 15 Jahren - inzwischen war er nach dem Studium sozialistischer Schriften zum Marxisten geworden - trat er dem Verband der Sozialistischen Mittelschüler bei. Noch während seiner Schulzeit wurde er Mitglied des Politischen Kabarett der Sozialdemokraten, wodurch er Erfahrung im szenischen Schreiben erlangte. Ab 1931 erschienen allwöchentlich seine politische Satiren in der Arbeiter Zeitung, und er war auch ständiger Mitarbeiter in der sozialdemokratischen Wochenzeitung Der Kuckuck. Er forderte in seinen Schriften eine Politisierung des Theaters.

Nach den Februarkämpfen des Jahres 1934 wurde er Mitglied der illegalen kommunistischen Partei, für die er Flugschriften verfasste und mit dem Schreiben seines Romans So starb eine Partei - der unvollendet blieb - begann. 1935 lernte Soyfer durch seinen Freund Hans Weigel den Schauspieler und Regisseur Leon Askin kennen, der im Wiener Theater ABC tätig war. Von nun an schrieb der junge Autor Theaterstücke für das ABC. 1937 wurde Jura Soyfer verhaftet und kam erst am 17. Februar 1938 anlässlich der Amnestie für Politische wieder frei. Er versuchte am 13. März 1938 gemeinsam mit einem Freund die Grenze zur Schweiz illegal zu überschreiten. Sie wurden verhaftet und ins Landesgericht Feldkirch gebracht, von wo man Soyfer am 23. Juni 1938 ins KZ Dachau überstellte. Im Herbst kam er ins KZ Buchenwald, wo der junge Mann am 16. Februar 1939 an Typhus starb.

Die besondere Tragödie seines Todes besteht in der Tatsache, dass seine Eltern, die bereits vor dem 12. März 1938 in die USA emigriert waren, für ein Affidavit gesorgt hatten, das seine eventuelle Entlassung aus dem KZ und seine Emigration in die USA bewirkt hätte. Eine Gedenktafel an der Fassade seiner ehemaligen Schule in der Hagenmüllergasse erinnert an ihn. 1968 wurde im 10. Bezirk eine Gasse nach ihm benannt.

Das Bezirksmuseum Landstraße brachte 2004 die Ausstellung Jura Soyfer, wohnhaft Wien III. Bitte lesen Sie weiter auf unserer Museumsseite

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank

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DREIFALTIGKEITSSÄULE IN DER RADETZKYSTRASSE DREIFALTIGKEITSSÄULE RADETZKYSTRASSE BILD 5

Das Kapitell der Säule ist mit Engelsköpfen geschmückt und trägt auf einer Weltkugel die Darstellung der Dreifaltigkeit.

Die Inschrift auf der Vorderseite des Sockels der Säule lautet: Errichtet im Jahre 1683 zum Andenken an die unfern von hier gestandene im Jahre 1673 erbaute und anno 1683 bei der Türkenbelagerung zerstörte Kirche.
Renoviert im Jahre 1713 aus Dankbarkeit für das Aufhören der Pest.
Bei der erwähnten Kirche handelt es sich um die ehemalige Weißgerber Margaretenkirche, die etwa an der Kreuzung obere Löwengasse und Radetzkyplatz an der Stelle der heutigen Radetzky-Apotheke stand.
Auf der Rückseite des Sockels findet man folgenden Text: An diese Stelle versetzt und renoviert aus Anlass des Baues der Radetzkybrücke. Eingeweiht am 12. November 1856.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (18).

 

kornhaeusel portraitIn Baden bei Wien findet der Besucher immer wieder wunderschöne Einfamilienhäuser, die Joseph Georg Kornhäusel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute.
Dieser kurze Beitrag reicht nicht, um die Liste der von ihm errichteten Bauwerke aufzuzählen.
Sie umfasst Wohnhäuser, von denen leider einige dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen, aber auch Repräsentationsbauten wie beispielsweise den Husarentempel bei Mödling, das Rathaus in Baden, das Theater in der Josefstadt, die Synagoge in der Wiener Innenstadt, die Innenausstattung der Albertina, den Umbau des Schottenstiftes und den Ausbau des Stiftes Klosterneuburg um nur einge zu nennen.

Übrigens wohnte er nach seiner ersten Heirat im ehemaligen Eckhaus Landstraßer Hauptstraße/Rasumofskygasse, wo es aber keine Gedentafel gibt.

 

 

 

kornhaeuselturm heute

Sein wohl bekanntestes Werk ist der Turm in der Wiener Innenstadt, der noch heute seinen Namen trägt.

Kornhäusel wurde im St. Marxer Friedhof beigesetzt; obwohl seine sterblichen Überreste 1934 in ein Ehrengrab im Zentralfriedhof überführt wurden, ist der für ihn ursprünglich gesetzte Grabstein erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Museumsseite

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Dieses Gebiet war ursprünglich ein Waldflecken (mais = Jungholz), der von einer Schlinge der hier vorbeifließenden Donau (heute Donaukanal) in großem Bogen umschlungen war.

Ein Nebenarm verlief quer durch den Maiß, wodurch ein Teil desselben auf einer Insel lag, die "Schrankenhäufel" genannt wurde. So war der Erdberger Maiß vom damaligen Dorf Erdberg durch diesen Flußlauf getrennt und nur über eine schmale Holzbrücke im Verlauf der heutigen Erdbergstraße erreichbar. Auf dem obenstehenden Planausschnitt, der aus der Zeit vor 1770 stammt, ist diese Brücke gut erkennbar.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (17).

 

Alexander ypsilantiDer adeligen Familie Ypsilanti entstammten die drei Söhne Alexander, Demetrius und Nikolaus. Alexander war Offizier in der zaristisch russischen Armee und übernahm 1820 die Verantwortung über die führerlose Gruppe Philiki Etaireia - zu deutsch etwa "Freund- schafts gesellschaft" - zur Vorbereitung des Freiheitskampfes der Griechen gegen die Türken.
Das griechische Freischärlerheer, das aus nur wenigen Freiwilligen - unter ihnen auch Alexanders beide jüngere Brüder - bestand, wurde von der türkischen Armee vernichtend geschlagen, weshalb die drei Ypsilantis versuchten, sich über die österreichische Militärgrenze zu retten.
Alle drei wurden verhaftet und in die Festung Munkacz - im Gebiet der Transkarpaten - gebracht, wo sie ohne Gerichtsbeschluss gefangen gehalten wurden. Demetrius und Nikolaus wurden 1824 frei gelassen, der verletzte und stark geschwächte Alexander wurde in die Festung Theresienstadt überstellt, von wo er erst nach mehreren ausländischen Interventionen - einer der Interventen war der britische Lord Byron - 1827 enthaftet wurde. Müde und krank reiste der 35-jährige Alexander Ypsilanti nach Wien, um hier dem russischen Botschafter Fürst Rasumofsky, von dem er sich Hilfe versprach, nahe zu sein.
Deshalb mietete er sich im nahen Gasthof "Zur Goldenen Birn" in der Landstraßer Hauptstraße ein. Nach wenigen Monaten starb der unglückliche Idealist und wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt.
Der griechische Bankier Georg Simon Sina ließ ein Mausoleum im Schloss Rappoltenkirchen bei Sieghartskirchen / N.Ö. erbauen, wohin Ypsilantis Gebeine 1906 gebracht wurden. 1964 wurden die sterblichen Überreste des griechischen Freiheitshelden nach Thessaloniki überführt. An der Fassade des Nachfolgebaues der "Goldenen Birn" - Landstraßer Hauptstraße 31 - gibt es eine Gedenktafel für Alexander Ypsilanti.
Demetrius Ypsilanti wanderte in die Vereinigten Staaten aus, wo nach ihm eine Kleinstadt im Bundesstaat Michigan benannt ist. Die Spuren von Nikolaus sind verloren gegangen. Lesen Sie auch den Bericht auf unserer Webseite

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (16).

Anton DiabelliDer erfolgreiche Musikverleger Anton Diabelli entstammte einer Salzburger Musikerfamilie und erhielt schon während seiner Kindheit Gesang-, Klavier- und Orgelunterricht durch seinen Vater. Im Alter von sieben Jahren wurde er Sängerknabe im Kloster Michaelbeuern, wo er eine gediegene Musikausbildung genoss, die er ab 1790 auf Empfehlung seines Förderers Michael Haydn, der seine kompositorische Begabung erkannt hatte, im Salzburger Benediktinergymnasium fortsetzte.
Seine Eltern wünschten, dass er Priester werde, weshalb er 1800 in ein Zisterzienserkloster eintrat, aber trotzdem weiterhin komponierte. Als das Kloster 1803 säkularisiert wurde, gab er seinen Vorsatz Priester zu werden, auf und ging nach Wien zu Joseph Haydn, den Bruder seines Förderers. Hier gab er Klavier- und Gitarreunterricht.
Er wurde wegen seiner Kompositionen von Joseph Haydn geschätzt und befreundete sich mit Ludwig van Beethoven, der 33 Variationen über einen von Diabelli komponierten Walzer - op. 120 - schuf. ---Hörbeispiel--- Diabelli komponierte während dieser Zeit zahlreiche Musikstücke für Gitarre.
1818 trat Anton Diabelli in den Musikverlag von Peter Cappi ein, den er schließlich 1824 übernahm. In den folgenden drei Jahrzehnten betreute er alle bedeutenden Wiener Komponisten - von Haydn, Beethoven, Cherubini und Mozart über die "Sträuße" und Lanner bis Schubert - wodurch er in Wien zur Institution wurde.
Die Liste seiner mehr als 200 Kompositionen umfasst neben der Gitarre- auch Klavier-, Orchester und Kammermusik sowie Operetten, Singspiele, Kantaten und Messen. Noch heute werden seine Pastoralmesse - op. 147 - und Landmesse - op. 107 - aufgeführt. Seine letzte Wohnung hatte er im Haus Am Heumarkt 9. Leider gibt es hier keine Gedenktafel.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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DAS BEFREIUNGSDENKMAL AM SCHWARZENBERGPLATZ
Kurz nach der Befreiung Wiens im April 1945 wurde vom Wiener Kommando der sowjetrussischen Armee befohlen, dass ein solches Denkmal errichtet werden soll.

BEFREIUNGSDENKMAL FOTO

Der Entwurf dafür stammte von Major C. G. Jakowlew, die Skulpturen schuf Leutnant M. A. Intisarjan und die Gesamtleitung wurde Major Ing. M. S. Schönfeld übertragen.
Bereits am 19. August 1945 wurde das Denkmal enthüllt und am selben Tag der Obhut der Gemeinde Wien übertragen. Mit der Verpflichtung, das Denkmal ewig zu schützen und zu pflegen.
Auf der zwanzig Meter hohen Säule erhebt sich eine zwölf Meter große Statue eines Rotgardisten, der eine Fahne in der Hand hält. Ein Marmorsockel, auf dem der Tagesbefehl Stalins an seine Truppen in Wien anlässlich der Eroberung unserer Stadt vermerkt ist, dient als Basis für die darüber befindliche Säule.
Hinter diesem Denkmal steht eine acht Meter hohe halbrunde Balustrade, an deren Enden je eine Gruppe kämpfender Soldaten zu sehen ist.

Der zum 3. Bezirk gehörende Teil des Schwarzenbergplatzes hieß von 1945 bis 1956 Stalinplatz.
Für uns Landstraßer ist auch wichtig, dass die Schweiss- und Montagearbeiten der Metallstatue vom Landstraßer Facharbeiter Ernst Hawlik durchgeführt wurden.

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Immer wieder wurden in der Vergangenheit Örtlichkeiten unseres Bezirks als Drehorte vonFilm3129

     

Spielfilmszenen ausgewählt. Bereits 1921 konnten aufmerksame Landstraßer Kinobesucher eine ihnen bekannte Örtlichkeit im Stummfilm Die brennende Brücke identifizieren. Eine Szene spielte vor dem damals sehr bekannten Wirtshaus "Zum müden Wanderer" Ecke Rabengasse / Baumgasse.

 War das 1953 für die Erdberger eine Sensation, als sie in der ersten Verfilmung des Erich-Kästner-Romans Pünktchen und Anton immer wieder ihnen vertraute Stellen wie beispielsweise die ehemalige Kugelgasse, das Altenburger-Haus in der Hainburger Straße, das Gitter vor dem Haus Leonhardgasse 3-5, die Gestettengasse mit dem Gasthaus "Zur schönen Aussicht", die Erdberger Lände beim Gassteg und dien Abgang der Stadionbrücke als Drehorte identifizieren konnten! Ich zeige Ihnen hier stellvertretend für alle anderen, die wir nach und nach in unseren Museumsheften bringen werden, das Foto der Szene vor dem Altenburger-Haus in der alten Hainburgerstraße.

Film3159

 

1956 wurde dann für den Ernst-Marischka-Film Sissi - die junge Kaiserin mit Romi Schneider und Karlheinz Böhm der große Innenhof der Rennwegkaserne entdeckt, um hier die Krönungsszenen in Budapest zu drehen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag mit weiteren Bildern auf der Museen-Seite

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

 

stipperger gruft kl


An der hinteren Friedhofsmauer fällt an einer Gruft ein schlichter Stein auf, der sowohl mit zwei ineinander verschränkten Ewigkeitskreisen, einem ruhenden Todesgenius sowie zwei Sturzfackeln versehen ist.

Die Inschrift verkündet, dass der Besucher vor der Begräbnisstätte der Familie Stipperger steht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Johann Stipperger (1772-1833) war vor 1800 nach Wien gekommen, wo er die Försterstochter Anna Glaser heiratete. Dem Paar wurde der Sohn Bernhard (1796-1872) geboren.
Johann erwarb das Gasthaus "Zum braunen Hirschen" in der heutigen Juchgasse, die damals den Namen Haltergasse trug. Wenige Jahre danach kaufte er den Gasthof "Zur goldenen Birn", der sich an der Stelle des heutigen Hauses Landstraßer Hauptstraße 31 befand, an dessen Fassade zwei Gedenktafeln zu sehen sind, die an Mieter des Gasthofes erinnern:
Honoré de Balzac (französischer Romancier) und Alexander Ypsilanti (griechischer Freiheitsheld). Zwei weitere Mieter, die in die Geschichte eingingen - Charles Thirion und Hans Kudlich - werden nicht genannt. bernhard stippergerDas große Geschäft machten die Stipperger aber nicht mit der Vermietung von Zimmern, sondern einerseits infolge ihrer hervorragenden Küche und der von ihnen kredenzten Getränke - zu den ständigen Gästen gehörten die Feinschmecker Ludwig van Beethoven, Adalbert Stifter, Hoffmann von Fallersleben, Nikolaus Lenau und viele andere - und anderseits mit ihrem Balletablissement, dem "Wiener Annentempel". Während einiger Jahrzehnte war der "Annentempel" eines der bekanntesten Wiener Tanzlokale, wo sowohl Johann Strauss Vater als auch seine Söhne Johann und Joseph, aber auch Joseph Lanner und heute weitgehend vergessene Musiker wie Philipp Fahrbach zum Tanz aufspielten. Johann Stipperger war so erfolgreich, dass er seiner Familie ein Erbe von 56.561 Gulden hinterließ (in heutiger Währung ca. 775.000 €). Nach seinem Tod führte Bernhard, der auch noch Besitzer anderer in ganz Wien geschätzter Lokale und eines Hotels in der Innenstadt war, die "Birn" weiter, deren Bedeutung als Balllokal aber nach der Eröffnung der Sophiensäle und des "Drehers" abnahm.

Wenige Jahre nach Bernhards Tod wurde der seinerzeit prächtige "Annentempel" abgebrochen.

 Einige historische Bilder dazu:

Z 06340-2 landstraßer hauptstraße 31 ehem gasthof zur goldenen birn gasthausgarten

K 001-098 landstraßer hauptstraße 29 ff (nr

 

 

Finden Sie weitere Details auf unserer Homepage, gleichzeitig verweisen wir auf die Online-Bilderdatenbank aus unserem Museum-Archiv, dort finden Sie weitere Bilder vom Gasthof "Zur Goldenen Birn". Leicht zu finden mit Suche-Funktion, einem Lupen-Symbol.

UMSCHLAGBILD STINFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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   ASPANGGRÜNDE ARCHÄOLOGIE RÖMERSTRASSEAuf den Aspanggründen wurde von der Wiener Stadtarchäologie wieder ein interessanter Fund aus der Römerzeit gemacht.
Man deckte dort den Rest einer römischen Straße auf, der sich parallel zur oberen Landstraßer Hauptstraße - etwa in der Höhe der Leberstraße - befindet.
Zweifellos handelt es sich dabei um einen Verbindungsweg von der Römerstadt zur Limesstraße, vielleicht sogar zur ehemaligen Donau, dem heutigen Donaukanal. Die auf dem Foto erkennbaren Häuser zeigen die Hinterfront der Gebäude Rennweg 98 und 100.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

 

 

 

 

 

 

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1986 verfasste ich ein Museumsheft mit dem Schwerpunkt St. Marx. Weil sich inzwischen dort einiges verändert hat, möchte ich in der nächsten Zeit - ich schreibe diesen Text im Frühjahr 2007 - eine umfassende Ausstellung über diesen Teil unseres Bezirksgebietes gestalten.

Warum dieser Bezirksteil diesen Namen trägt, wird auf der Seite St. Marxer Versorgungshaus erzählt. Dort sind auch einige historische Fotos zu finden.

Auch über das als "Bauch von Wien" bezeichnete ehemalige Schlachthaus St. Marx berichte in in unserer Homepage. Hier ist allerdings inzwischen nachzutragen, dass der Rinderschlachthof, der nach Informationen aus den Reihen der Bezirkspolitiker möglicherweise bald als Oldtimer-Ausstellungsort mit angeschlossenem Gastronomiebereich genutzt werden wird, bereits in neuem Glanz erstrahlt.

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Das Innere der Halle besticht durch seine Schönheit und klaren Formen

In unmittelbarer Nähe der Rinderhalle wurde vor einigen Jahren an der linken Seite des Rennwegs das T-Center mit der Anschrift Rennweg 97-99 errichtet.

Lesen Sie hier weiter auf unserer Museumswebseite

 

 

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Brücken im Dritten- Die Verlängerung unserer Schlachthausgasse über den Donaukanal trug schon viele Namen.
kaiser josefs brückeAnlässlich der Eröffnung der Wiener Weltausstellung im Jahr 1873 wurde hier von der französischen Firma Fives-Lille eine Brücke gebaut, die den Namen Kaiser Josefs-Brücke erhielt.
Im Vordergrund unseres Bildes ist das ehemalige Strombad zu sehen, im Hintergrund bemerkt man das Fouragemagazin, in dem beispielsweise das Futter für die Reitpferde der Krimsky-Kaserne - ehemals in der heutigen Baumgasse - gelagert war.


1919 wurde die Brücke in Schlachthausbrücke umbenannt. 1929 musste diese aber für den Verkehr gesperrt werden, weil bauliche Mängel auftraten. Im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms wurde 1936/37 eine Bogenbrücke erbaut, mit deren künstlerischer Ausgestaltung Hermann Kutschera betraut wurde. Nun war die Geburtsstunde der Stadionbrücke gekommen.
Während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde sie wie alle anderen Donaukanalbrücken von der zurückweichenden deutschen Armee gesprengt. Im Herbst 1946 begannen die Arbeiten am Bau einer provisorischen Pionierbrücke, die im Dezember 1947 dem Verkehr übergeben werden konnte. Es dauerte bis 1969, dass die heutige Brücke, deren Stahlkonstruktion von der Firma Waagner Biro gefertigt wurde, fertig gestellt war.

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Das Fasanviertel erhielt seinen Namen vom Gasthaus "Zum Fasanl" Ecke Rennweg und Fasangasse.
Auf unserem Planausschnitt sind der Wiener-Neustädter-Kanal, der Linienwall und das Belvedere erkennbar. Dazwischen verlaufen die noch nicht völlig verbaute Fasangasse und die gekrümmte Hohlweggasse nach Süden.
Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet flächen deckend verbaut; so wurden beispielsweise die Mohsgasse 1870, die Hegergasse aber erst 1894 benannt. Auf dem unten befindlichen Foto erkennt man links im Vordergrund die Balkenbarriere, die den hier befindlich gewesenen Pferdemarkt gegen die Straße begrenzt hat. Die drei Häuser am rechten Bildrand befanden sich ab der Kölblgasse stadtauswärts.

 

Fasanviertelplan1666

 

 

Wenn ich vom Fasanviertel berichte, fällt mir unweigerlich das Laveranhaus ein, das sich weitläufig zwischen Fasangasse und Hohlweggasse erstreckte.

Vor 20 Jahren sagte mir der Ur-Fasanviertler Walter Fechter einmal: "Das Fasanviertel war unsere Welt. Wir hatten hier alles, was wir zum Leben ... weiterlesen

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (14)

Er kam etwa im Alter von 20 Jahren gemeinsam mit seinen aus Smyrna stammenden Eltern - sein Vater war Teppichhändler, und seine Mutter war während ihres Aufenthaltes in Wien Pfeife rauchend mit Pluderhosen bekleidet zu sehen - aus seiner Geburtsstadt Triest nach Wien. Seine Tätigkeit im Prater begann der junge Basilio als "Salamucci-Mann"; er verkaufte italinenische Salami und italienischen Käse aus einem Bauchladen. 1830 stellte ihn der "Zauberer vom Prater" Sebastian von Schwanenfeld (1778-1845) als Assistent in seiner Schaubude an, wo Calafati das Publikum mit seinen Taschenspielertricks unterhielt.
Nach vier Jahren erwarb er Schwanenfelds Etablissement, wo er 1840 ein Ringelspiel mit Holzpferden einrichtete. Nachdem 1838 die Kaiser-Ferdinand-Nordbahn von Wien nach Deutsch Wagram eröffnet worden war, ersetzte der geschäftstüchtige Calafati bald die Pferde durch Miniaturwaggons und eine Lokomotive. Die Sensation war perfekt, als er im Zentrum seines Karussells eine neun Meter große Figur eines chinesischen Amtsmannes aufstellen ließ, was dazu führte, dass die Wiener sein Ringelspiel nun "Zum Großen Chineser" nannten. Calafati1846 richtete Basilio Calafati neben seinem Unternehmen ein Restaurant und später noch einen Billardsalon ein. Einige Zeit wohnte er im ehemaligen Haus Landstraßer Hauptstraße 11. Es gibt für ihn keine Gedenktafel.

(Bild: ehemaliger Grabstein) Nach seinem Tod wurde er ebenso wie seine Familie im griechisch-orthodoxen Teil des St. Marxer Friedhofs beigesetzt. 1905 wurden die dort befindlichen sterblichen Überreste in ein Grab im Wiener Zentralfriedhof - Gruppe 30 C, Reihe 6, Grab 5 - überführt.

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BRÜCKEN IM DRITTEN - Als die seit 1857 vom Südbahnhof zum heutigen Bahnhof Wien Mitte führende Verbindungsbahn - Planung Carl Ritter von Ghega -aus strategischen Gründen zum Nordbahnhof verlängert werden sollte, wurde vorerst 1859 eine Holzbrücke über den Donaukanal erbaut, die dann durch eine zweigleisige Ketten-Hängebrücke - Konstruktion von Friedrich Schnirch (nach ihm wurde 1888 eine Gasse in Erdberg benannt) - bis 1860 ersetzt wurde. 

 

Modell der von Schnirch konstruierten Brücke Das Modell der Kettenbrücke von Fr. Schnirch

Schon der Belastungstest war unbefriedigend, weil sich die Brücke absenkte und Verwindungen auftraten.

Ab 1880 durfte die Brücke dann nur noch jeweils eingleisig unter Einhaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung befahren werden. Im August 1884 wurde sie zum letztenmal benützt. Es dauerte nur sieben Wochen, bis die neue schmiedeeiserne Gitterfachwerk-Bogenbrücke fertiggestellt war, die im April 1945 von den zurück weichenden deutschen Truppen gesprengt wurde.
Die Rote Armee sorgte für die provisorische Errichtung einer Behelfsbrücke auf Holzjochen, die bis 1951 in Verwendung stand.
Die heutige Brücke, die von der S-Bahn befahren wird, wurde 1952/53 unter Verwendung der alten Pfeiler erbaut. Die Stahlarbeiten wurden von der VÖEST durchgeführt.

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Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die gesamte Versorgung der Armee mit medizinischem Bedarf Franz Wilhelm Natorp übertragen, der seinen Betrieb im damaligen Haus Rennweg 12 unter der Bezeichnung Militärmedikamenten-Regie gründete.

Nach der darauf folgenden Jahrhundertwende begann die Industrialisierung entlang des neuen Wiener Neustädter Kanals, mit dessen Wasserkraft Maschinen angetrieben werden konnten. Stellvertretend möchte ich hier nur zwei Betriebe nennen: 1807 wurde an der heutigen Anschrift Obere Bahngasse 4 die Furnierfabrik Kattus gegründet und 1822 die Stuckbohrerei an der Stelle des heutigen Gebäudes Linke Bahngasse 9.

1802 richtete das Ehepaar Nanette, geb. Stein und Johann Baptist Streicher an der heutigen Anschrift Ungargasse 46 eine Klavierfabrik ein.

1806 übernahmen die beiden Brüder Josef und Anton Voigt das Handelshaus "Zum schwarzen Hund" in der Innenstadt und richteten 1819 einen Erzeugungsbetrieb im ehemaligen Haus Ungargasse 28 ein. Ab 1815 trug die Firma den Namen Josef Voigt & Co. eröffnet.

Seit 1835 gab es an der heutigen Anschrift Erdberger Lände 28c die Maschinenfabrik G. Roth AG, vorm Dengg & Co. Und seit 1838 werden an der heutigen Anschrift Am Heumarkt 1 im von Paul Sprenger errichteten Gebäude Münzen und Medaillen geprägt.

Im selben Jahr gründete Franz Josef Ferdinand Zahn eine Glaslusterfabrik im Haus Salesianergasse 9, die noch heute besteht.

 

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Sie verbindet knapp vor der Mündung der Wien in den Donaukanal die Uraniastraße mit der Radetzkystraße. Schon vor 1800, also noch zur Zeit der damals bestehenden Vorstadt Unter den Weißgerbern, gab es hier die aus Holz gebaute Weißgerberbrücke, die 1851 von dem Hochwasser führenden Wienfluss weggerissen wurde. Eine 1854/55 errichtete steinerne Bogenbrücke wurde 1869 nach Feldmarschall Radetzky benannt.

radetzkybrücke

Diese Ansicht zeigt die 1854/55 gebaute Steinbrücke, die während der Wienflussregulierung abgetragen wurde.

Die Wienflussregulierung machte es notwendig, diese Brücke, die einen anderen Verlauf als die uns vertraute hatte, abzubrechen und 1899/1900 durch eine Metallkonstruktion, deren architektonische Gestaltung ebenso wie die anderen Wienflussbrücken zwischen dem Stadtpark und der Flussmündung von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer stammte, zu ersetzen.
Chrakteristisch sind die beiden Bogenträger mit einem steinernen Strompfeiler sowie die florale Verzierung durch Jugendstilelemente.
1907/08 wurden die Brückenpfeiler durch je einen Leuchtturm bereichert, die ebenso wie die Brücke während des Kampfes um Wien im Jahr 1945 zerstört wurden.
Erst 1952 konnte die Brücke wieder erneuert werden, die 1978/79 renoviert wurde.

Es dauerte bis 1991, dass die Leuchttürme, die nach alten Fotografien nachgebaut werden konnten, wieder angebracht wurden.

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Kleine UngarbrückeBRÜCKEN IM DRITTEN - Im Zuge der Wienflussregulierung wurde dieser Übergang 1898 aus Teilen der damals abgebrochenen Tegetthoffbrücke, die wegen der Einwölbung des Flusses überflüssig geworden war, erbaut.
Ihr erster Name war Markthallenbrücke, weil sich in ihrer unmittelbaren Nähe die inzwischen nicht mehr bestehenden Markthallen - heute stehen dort das Hotel Hilton sowie die beiden Raiffeisen-Neubauten -, befanden. Nach Beschädigungen während der Kampfhandlungen im April 1945 wurde das Bauwerk zwischen 1978 und 1980 wiederhergestellt.

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Unser Bezirk hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Manche Veränderungen sind zu begrüßen, aber andere schmerzen.
Das verschwundene Alt-Erdberg mit dem Fiakerdörfl musste infolge der 2. Assanierung des Gebietes Wohnhausanlagen weichen, in denen es sich zweifellos angenehmer leben lässt, als in den seinerzeitigen windschiefen Kaluppen. Traurig ist der Verlust trotzdem.
Dass der Wiener Neustädter Kanal, das Hetztheater, der Tandlmarkt am damals noch offen fließenden Wienfluss, der Aspangbahnhof, die DDSG-Zentrale, die St. Niklaskirche auf der Landstraßer Hauptstraße mit dem alten Friedhof, das Parhamersche Waisenhaus, die alte Weißgerber Kirche, das St. Marxer Versorgungshaus, der Linienwall, die Kasernen am Heumarkt, in der Ungargasse, der Baumgasse und am Rennweg, das Bürgertheater, die Pressburgerbahn, das alte Schlachthaus in........

lesen Sie bitte weiter auf unserer Museumsseite

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Denkmal FAMILIE

Heute kennen nur noch Kunstfreaks den Namen der Bildhauerin Margarethe Hanusch, obwohl gerade wir Landstraßer - unbewusst - immer wieder mit ihren Schöpfungen konfrontiert sind. Sie wohnte bis zu ihrem Tod in der Hafengasse, ihr Atelier befand sich draußen in der Döblinger Erbsenbachgasse. Margarethe Hanusch liebte es, unauffällig zu sein und lebte ihrer Kunst. In den 50er- und 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts war sie eine viel beschäftigte Künstlerin in der damaligen Aktion der Gemeinde Wien Kunst am Bau (heute Kunst im öffentlichen Raum).

Lesen Sie, bitte, unseren ausführlichen Beitrag unter http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/page.asp/3551.htm.

Tagged in: Persönlichkeiten
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Die Zeit der Not vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges habe ich in einem Artikel beschrieben, der im Archiv unseres Museums liegt. Hier möchte ich von den Jahren 1946 bis 1952 erzählen. Ich besuchte von 1945 bis 1950 die LBA in der Kundmanngasse, obwohl ich nicht wirklich Lehrer werden wollte. Das war der Wunsch meiner Eltern, die immer wieder davon sprachen, dass ich ein "Brotstudium" machen soll. meine Studentenband
Während dieser Zeit betätigte ich mich - um es chronologisch aufzuzählen - als Mitglied von Schauspieltruppen (mein erster Auftritt fand 1946 im Calasanzsaal als Bettler in Max Mells Wiener Kripperl 1919 statt, mein letzter im Kleinen Theater in der Josefsgasse als Dr. Jura in Hermann Bahrs Komödie Das Konzert. Dazwischen spielte ich in Schwänken von Johann Nestroy, in Märchenstücken von Ferdinand Raimund und in Komödien, die damals gern gesehen wurden. Da ich eine leidlich angenehme Singstimme hatte, sang ich einige Jahre beim Lehrer-a-capella-Chor, der zu dieser Zeit als Verstärkung der Festwiesenszene in Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg verwendet wurde. So hopste ich gemeinsam mit meinem Deutschprofessor, der mich zum Chor geholt hatte, in jeder Vorstellung als Bäckermeister kostümiert auf die Bühne des Theater an der Wien. Schon 1946 erlernte ich bei Pepi Kaderka die Bedienung eines Schlagzeugs. Mit verschiedenen "Bands" verdiente ich mir so mein Taschengeld mit Auftritten bei Kränzchen, Maskenbällen und anderen Tanzbelustigungen. Na ja, und dieses leicht verdiente Geld juckte natürlich in der Tasche, was dazu führte, dass ich an jedem Wochenende zum "Schwung" zum Thumser in die Neulerchenfelderstraße pilgerte. Und wenn schon, denn schon saß ich stundenlang mit Freunden beim Sittl, in einem anderen Beisel oder einem Kaffeehaus - mein Stammlokal war das Strozzigrund - wo über Musik, Theater, neue Literatur und Politik "dischkuriert" wurde. Alle diese Aktivitäten waren mir als Halbwüchsigem - heute bezeichnet man Burschen in diesem Alter als "Teens" - weitaus wichtiger als mein Studium und der Besuch der LBA. So kam es, dass ich im 4. Jahrgang in einem Trimesterzeugnis immerhin die stolze Zahl von 347 nichtentschuldigten Unterrichtsstunden aufweisen konnte. Wenn ich heute ältere Erwachsene über die "schrecklichen" Jugendlichen klagen und meckern höre, fällt mir meine Jugendzeit ein. Ich war nie ein Spaßverderber oder "Trauminet", schätzte amouröse Abenteuer und jede Art von Unterhaltung, weshalb ich mit Sicherheit keinem anderen meiner Altersgenossen als Vorbild hätte dienen können. Vielleicht will der eine oder andere Besucher meines Blog nichts mehr mit mir zu tun haben, nachdem der diese Zeilen gelesen hat. Na ja, auch das werde ich ertragen! Karl Hauer

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Ehem gr. Marxerbr.

 

 

 


Brücken im Dritten
- Es gibt sie nicht mehr! Heute befindet sich dort an der einen Seite das Justizzentrum Wien Mitte und auf der anderen Seite der Neubau des Bahnhofs Wien Mitte. Sie wurde anlässlich der Tieflegung der Verbindungsbahn vor 1900 als Verlängerung der Marxergasse zur Innenstadt gebaut. Davor endete die Marxergasse am Viadukt der in Hochlage geführten Verbindungsbahn. Unser Bild zeigt den damaligen Blick gegen die Hintere Zollamtsstraße und den Verlauf der heutigen Schnellbahnstrecke gegen das Weißgerberviertel.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Hier zeigen wir unten noch einige treffende Karikaturen, über die Österreich sprach

Dirr 3
Die OPEC und der Ölpreis

Erdölkrise (1973, 1993) auch dabei hat sich leider nicht geändert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ganze Welt interressierte sich für den ehemaligen Generalsekretär der UNO, und späteren Bundespräsidenten

Waldheim Affaire Die Waldheimaffaire

Waldheim. Die WALDHEIMAFFÄRE: 1986-1988 von der spricht heute niemand mehr, obwohl sie seinerzeit ganz Österreich durcheinander brachte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dirr Selbstkarikatur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EwG anbandeln durch Vranitzky

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Olypiafieber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ewig EWG

 

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Venus Venus ohne Kopfschmuck

Vor Jahren erhielt ich von meinem Freund Heinzi Berger eine wunderschöne Skulptur, die ich in Ehren halte.

Weil sie nur von meinen privaten Besuchern in meiner Wohnung zu bewundern ist, ich aber der Meinung bin, dass auch die Öffentlichkeit das Recht hat, sich daran zu erfreuen, setze ich das Foto meiner Venus, wie ich sie nenne, in den Blog.

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Das Laveranhaus in 1774
Der französische Mediziner Laveran war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Emigrant nach Wien gekommen und ließ 1776 in der heutigen Fasangasse ein Jagdschlößchen mit Nebengebäuden erbauen, das sich bis zur parallel laufenden Hohlweggasse erstreckte.
Bis zum Abbruch der Anlage um das Jahr 1860 - inzwischen waren die Gebäude in den Besitz der Fleischhauerfamilie Kölbl gekommen - verkam die Liegenschaft immer mehr, und die Wohnverhältnisse dort waren katastrophal;  in der Umgebung bezeichnete  man zuletzt das Laveranhaus als AFFENTÜRKEI.

Sehen Sie weitere Bilder aus den Jahrhunderten hier unten Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag in der Homepage des Bezirksmuseums

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehen Sie auch weitere Bilder  auf der Denkmälerhomepage

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Kleine MarxerbrückeBrücken im Dritten - Heute verbindet diese Brücke, die ebenso wie alle anderen Wienflussbrücken zwischen dem Stadtpark und der Flussmündung in den Donaukanal anlässlich der Regulierung des Gewässers in den Jahren 1899/90 von Josef Hackhofer und Friedrich Ohmann gebaut wurden, die Marxergasse mit dem Oskar-Kokoschka-Platz.
Bemerkenswert ist das benachbarte Haus mit der Anschrift Marxergasse 2, das zwischen 1906 und 1908 nach Plänen der Architekten Theodor Bach und dem Marine-Oberingenieur Camillo Flat als Sitz der Marinesektion des k. u. k. Reichskriegsministeriums erbaut wurde, wegen der 16 emaillierten Wappen der damaligen österreichischen Hafenstädte an der Adria, die an den Fassaden in der Höhe des ersten Stockwerks angebracht sind.


Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Der 2002 verstorbene Graphiker und Karikaturist wohnte mehr als 50 Jahre bei uns in der Fasangasse. Über Jahrzehnte schuf er Karikaturen für verschiede- ne Zeitungen, die heute als zeitgeschichtliche Dokumente angesehen werden können. Seine Witwe, Frau Elisabeth Dirr, übergab unserem Bezirksmuseum im Herbst 2007 eine große Anzahl von Karikaturen, die wir im Jahr 2008 in einer Aus- stellung der Öffentlichkeit zeigten. Rudolf Dirr wurde am 16. Februar 1919 in Ottakring geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschule studierte er von 1933 bis 1938 an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und trat schließlich als Freiwilliger ins österrei- chische Bundesheer ein. Nach der Annexion Österreichs im März 1938 musste Rudolf Dirr als Soldat in der deutschen Wehrmacht dienen. 1943 heiratete er die Graphikerin Elisabeth Krasselt, mit der er bis zu seinem Tod in glücklicher Ehe lebte. Als Wehrmachtssoldat wirkte er als technischer Zeichner im Heeresbauamt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann Rudolf Dirr ein fünfjähriges Studium an der Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz. 1947 wurde Dirr von Marianne und Oskar Pollak in den Vorwärts-Verlag  geholt, wo er als Zeichner für die ARBEITER-ZEITUNG, DIE FRAU und DAS KLEINE BLATT tätig war. Daneben arbeitete er als freiberuflicher Illustrator und schuf gebrauchsgraphische Arbeiten wie Plakate, Bucheinbände und Inserate; für diese Arbeiten wurde der Künstler immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. In dieser Zeit war Dirr auch als freier Mitarbeiter beim Adressen-Suppan tätig. Ab 1967 war er der Hauskarikaturist der AZ und blieb es bis zur Einstellung dieser Zeitung im Jahr 1989. 1986 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Berufstitel Pofessor verliehen. Nach der Einstellung der AZ arbeitete er noch fünf Jahre als Karikaturist bei der WIENER ZEITUNG. Seine Arbeiten wurden in erfolgreichen Ausstellungen in Korneuburg, Scheibbs,  Schlosshof sowie in Athen und in Israel gezeigt. 1991 erlitt Rudolf Dirr einen Schlaganfall. Er starb am 25. Dezember 2002.

Sinowatz vor Schule

 

 

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BRÜCKEN IM DRITTEN - Bis zur Einwölbung des Wienflusses bestand im Bereich zwischen dem heutigen Hotel Vienna-Intercontinental, dem Wienflussportal - erbaut 1903 bis 1906 nach Entwürfen von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer - und dem U-Bahn-Stationsgebäude Stadtpark als Verbindung der von der Innenstadt kommenden Johannesgasse zum Heumarkt die Tegetthoffbrücke, die 1898 abgebrochen wurde.

Ehem Tegetthoffbrücke

Sie war zwischen 1870 und 1872 nach dem System Stehlin-Hornbostel von August Köstlin und Anton Battig als Eisenbrücke mit neun Bogenträgern errichtet worden. Sieben dieser Träger wurden dann beim Bau der Kleinen Ungarbrücke verwendet.
Davor bestand hier eine kleine Brücke am Rand des Wasserglacis als Verbindung von der Stadtbefestigung zur Vorstadt Landstraße.
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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (6)

Der unvergessliche Tenor Franz Schmidt

Der aus Preßburg stammende spätere Komponist wohnte schon als Student ab 1889 in unserem Bezirk (Juchgasse 40). Nach seinen Studien - Kompositionslehre, Klavier, Cello - wurde er als Solocellist Mitglied der Wiener Philharmoniker und spielte auch im Quartett von Arnold Schönberg. 1914 bekam er eine Professur für Klavier an der Wiener Musikakademie - heute Universität für Musik und darstellende Kunst - deren Direktor er 1925 und Rektor ab 1927 wurde. Als Lehrer für Klavier, Violoncello, Kontrapunkt und Komposition bildete er zahlreiche Musiker, Dirigenten und Komponisten aus. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er 1937 seine Lehrtätigkeit.

Schmidt komponierte vier Symphonien, mehrere Klavierkonzerte, Orchester-, Kammermusik- und Orgelwerke. Seine bedeutendsten Kompositionen waren über Jahrzehnte sein Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln und seine romantische Oper Notré Dame; als Vorlage des zweiaktigen Werks diente der Roman Der Glöckner von Notre Dame, das  Libretto verfaste Schmidt gemeinsam mit Leopold Wilk nach Texten nach Victor Hugo.

Er erhielt viele Auszeichnungen, und anlässlich seines 60. Geburtstages wurde ihm das Ehrendoktorat der Wiener Universität verliehen.

Sein Privatleben verlief besonders tragisch: Ab 1919 war seine Ehefrau zur stationären Behandlung in der Wiener Nervenheilanstalt Am Steinhof untergebracht, und seine Tochter Emma starb völlig unerwartet nach der Geburt ihres ersten Kindes. Die Ermordung seiner Frau im Zug der nationalsozialisten Euthanasie-Kampagne im Jahre 1942 musste er nicht mehr erleben.

Seine weitere Anschriften in unserem Bezirk waren: Erdbergstraße 57 (1891-1899), Hainburgerstraße 56 (1900) und Neulinggasse 36 (1823-1926).

Leider erinnert heute in ganz Wien nichts mehr an diesen großen Künstler.

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In Erdberg gab es bis nach 1900 die Amongasse, eine schmale Verbindung von der Erdbergstraße hinauf zur Gestettengasse, wo sie neben dem Haus Nummer 21, in dem sich damals das Gasthaus "Zur schönen Aussicht" befand, mündete. Sie war nach dem Holzhauer Johann Georg Amon (1764-1822) benannt, der 1786 in Erdberg ein Haus erworben hatte.

Ebenfalls in Erdberg gab es bis zur zweiten Assanierung als Verlängerung der Leonhardgasse gegen die Gestettengasse die Kugelgasse. Im Hintergrund erkennt man die beiden Türme des Hauses Leonhardgasse 3-5, das im Volksmund als "Narrenturm" bezeichnet wird, weil dort um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die private Nervenklinik des Dr. Svetlin daheim war. Übrigens waren dort einige Prominente wie z. B. der Komponist Hugo Wolf und der Maler Carl Schuch für einige Zeit untergebracht. Im Herbst 2006 wurde an der Fassade des Hauses eine Gedenktafel angebracht, die daran erinnert.
Das sich über einhundert Jahre gehaltene Gerücht, dass auch Alexander Girardi dort interniert gewesen wäre, wurde nun durch Zufall widerlegt, als uns das Buch "Das Schicksal setzt den Hobel an - der Lebensroman Alexander Girardis" verfasst von seinem Sohn Anton Maria Girardi in die Hände kam. Seine erste Ehefrau Helene Odilon hatte Girardis Unterbringung zwar in die Wege geleitet, er konnte sich aber rechtzeitig durch Flucht vor der Einweisung retten.

Lesen Sie hier die spannende Geschichte weiter und sehen Sie das umfangreiche Bildmaterial dazu auf unserer Museums-Wissensseite

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DAS FIAKERDENKMAL in Wien

den Fiakern ein Denkmal                                                                  Fiakerdenkmal in Wien 3

Der Landstraßer Maler und Bildhauer Josef Engelhart (1864-1941) schuf diese Bronzeplastik im Jahre 1937. Als Modell diente dem Künstler der Erdberger Fiaker Josef Schmutz, dessen Spitzname "Schuaster Fraunz" war.

Im Mai 1991 wurde Engelharts Werk in der Parkanlage auf dem Fiakerplatz in Erdberg der Öffentlichkeit übergeben.

Über den Künstler Josef Engelhart können Sie sich unter http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/page.asp/1585.htm informieren.

 

 

Viele der Denkmale aus unserem Bezirk sehen Sie auf dieser Seite.

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1890 wurden im Wiener Arsenal zwei römische Erotenreliefs gefunden, die wahrscheinlich dem 2./3. Jahrhundert zugerechnet werden können.

Die Originale befinden sich im Wiener Kunsthistorischen Museum. Sie stammen von einer großen Inschriftentafel, die von zwei fliegenden Eros-Figuren getragen wird. Die Tafel war wahrscheinlich an einem großen öffentlichen Bauwerk angebracht gewesen.

Arsenal Erotenrelief 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Spätantike brach man die Tafel in mehrere Teile und baute daraus ein Steinkistengrab. In unserem Bezirksmuseum befinden sich zwei große Fotos dieser Reliefs. Sehen Sie weitere Bilder dazu auf der Museumshomepage und in unserer Online-Bilderdatenbank

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BRÜCKEN IM DRITTEN - Wenn es eine Kleine Ungarbrücke gibt, sollte man meinen, dass es auch eine Große Ungarbrücke gibt.

Sie besteht heute Grosse Ungarbrückeaber nur noch an ihrer südlichen Seite, also gegen den zum Rennweg führenden  



Schnellbahnschacht.


Die andere Seite wurde in den letzten Jahren mit der Zentrale der Raiffeisen Zentralbank verbaut. Nach der Tieflegung der Verbindungsbahn im Jahr 1899 - zuvor verkehrte diese im Bereich Invalidenstraße-Ungargasse in Hochlage - war dieser Brückenbau als Zugang zur Ungargasse notwendig.

MarktAuf unserem zweiten Foto, das am Verladeplatz der ehemaligen Fleischhalle aufgenommen wurde, erahnt man im Hintergrund sowohl die Begrenzung gegen die tiefgelegte Verbindungsbahn als auch die beiden ersten Häuser der Ungargasse. Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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landstrasser bruecke

 

BRÜCKEN IM DRITTEN - Bis zur Errichtung des ehemaligen AEZ - Allgemeines Einkaufs-Zentrum -im Jahr 1957 führte eine Brücke von der Invalidenstraße stadteinwärts über die darunter befindlichen Bahnanlagen, die seit 1911 den Namen Landstraßer Brücke trug. An der Stelle des AEZ befindet sich heute das Mehrzweckgebäude W3. Im Zuge des seinerzeitigen Stadtbahnbaues (1893-1902) erfuhr der Bereich um das Hauptzollamt (Bahnhof Wien Mitte) eine grundlegende Veränderung.
Man entfernte den Hochbahnhof der Verbindungsbahn und senkte den neuen Bahnhof unter das Straßenniveau, sodass die Straßen oberhalb des Bahnkörpers geführt wurden. Die Brücke ruhte auf 13 Kastenträgern. Als die Gleisanlagen zwischen der Landstraßer Hauptstraße und der Marxergasse überdacht wurden, war der Brückencharakter nicht mehr erkennbar. 1984 wurde die Brücke im Zuge des Baus der U3 abgebrochen.

 

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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aus unserer Bildersammlung DENKMÄLER im Internet

Rotundenbrücke

Hier klicken um direkt zum Bild auf der Datenbank zu gelangen, oder hier um alle Brücken aus Wien 3 zu betrachten.

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DAS STAATSGRÜNDUNGSDENKMAL
Im Jahre 1966 wurde im Schweizergarten dieses in Zusammenarbeit des Bildhauers Heinrich Deutsch und des Architekten Berthold Gabriel geschaffene Denkmal der Öffentlichkeit übergeben.
Es erinnert an das Werk des österreichischen Politikers Karl Renner (1870-1950) und symbolisiert dessen Mitwirkung bei der Begründung unserer Republik im Jahre 1918 und deren Wiedererstehung im Jahre 1945.
Das Denkmal besteht aus einer Chromnickelstahl-Konstruktion und einem Steinband entlang des Fußweges, auf dem die ersten fünf Artikel der am 27. April 1945 erlassenen Proklamation anlässlich der Wiedererrichtung unseres Staates zu lesen sind:
Artikel I: Die demokratische Republik Österreich ist wieder hergestellt und im Geiste der Verfassung von 1920 einzurichten.

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Seit dem Jahre 1982 erstellen wir unsere beliebten Informationsbroschüren. Die Bezirksnachrichten erscheinen 4 mal im Jahr. Dazu erstellen wir in unregelmäßigen Abständen ebenfalls spezielle Bände, die sich mit unseren Kulturgeschichte/-Themen befassen, oder auch Sonderhefte. Diese Nachrichten erhalten die Vereins-Mitglieder kostenlos zugeschickt. Aktuelle Themen sind gerade: HEIMITO VON DODERER UND DIE VON IHM UNGELIEBTE LANDSTRASSE, Eigenverlag, liegt ab Mai 2010 sowohl im Bezirksmuseum als auch unter http://shop.genaustria.at auf

KULTURGESCHICHTE DER LANDSTRASSE, Eigenverlag, 2009 (liegt ab sofort sowohl im Bezirksmuseum als auch unter http://shop.genaustria.at auf)

LANDSTRASSER SPAZIERGÄNGE, Eigenverlag, 2009 (liegt ab sofort sowohl im Bezirksmuseum als auch unter http://shop.genaustria.at auf)

Alle unsere ehemaligen Museumsheft BEZIRKSMUSEUM LANDSTRASSE, NACHRICHTEN, die in unserer Bibliothek gesammelt sind, können bei uns eingesehen werden.

Seit diesem Jahr haben wir einen weiteren Förderer unseres Museums gewonnen, der uns bei der Verbreitung dieses Angebotes unterstützt. Der Verein FORSCHMIT in Wien (www.forschmit.at) betreibt einen großen Internetshop seit mehreren Jahren. Er eröffnet uns damit auch internationale Interessenten für unsere Kulturarbeit, mit seinen bereits 30.000 jährlichen Kunden/Interessenten. Deren Hauptzielgruppe sind die Familien- und Heimatforscher weltweit (2010 bereits 200.000 Besucher auf deren Webseiten-2011 mit 514.000 Besucher ).  Solche Forscher aus den ferneren Ländern interessieren sich natürlich auch für die Lebensbedingungen ihrer Vorfahren aus Wien und über deren Kulturumgebung. Damit haben wir beide einen Kreis geschlossen. UnserAngebot aus dem historisch wichtigen Wiener Bezirk wird nun für diese Interessenten einfach zugänglich.

Unterstützen Sie bitte unsere Vereinsarbeit mit dem Kauf einer unserer Broschüren. Oder schließen Sie ein Abonnement ab, damit wir Ihnen jede Neuerscheinung automatisch zusenden können. Wir informieren Sie dabei auch über alle zukünftigen Sondererscheinungen.

Der größte Teil seit 1982 kann beim Internetshop bestellt werden. Der Original-Nachdruck der bereits vergriffenen Broschüren erfolgt ebenfalls durch den Shop.

Bitte, klicken Sie auf dieser Seite auf "Hersteller" und in der erscheinenden Liste auf "BezMuseum Wien 3".

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Liebe Freunde des Bezirksmuseums Landstraße! Rechtzeitig zu Jahresbeginn haben wir für unsere Freunde einen Jahreskalender und einen Monatskalender herausgebracht. Den Jahreskalender ziert ein Bild vom Aquarell des Pestkreuzes als Erinnerung an das Jahr 1713. Im Monatskalender  wiederum finden Sie 13 Abbildungen von Kunst- und Kulturschätzen, Schwerpunkt Denkmäler, aus unserem Bezirk.

Monatskalender

Die Ausführung ist aus hochqualitativem Material und soll auch bei Ihnen eine Zierde und tägliche Bereicherung im Alltag des neuen Jahres sein. Mit dem Kauf eines Kalenders unterstützen Sie unser Museum für weitere interessante Projekte. Zu beziehen ist der Kalender am besten im Museum oder über die Bestellung in Onlineshop, wo Sie unsere weiteren Publikationen aus 18 Jahren gleich nochmal überblicken können. Vielleicht  ist der Kalender eine gute Geschenksidee an Freunde.

Tagged in: Kalender
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LinienamtAuf Anraten des Prinzen Eugen von Savoyen wurde 1704 während der Regierungszeit Leopold I. der Bau einer im Zickzack errichteten Befestigungsanlage, die später den Namen LINIENWALL erhielt, rund um die Wiener Vorstädte beschlossen und noch im selben Jahr durchgeführt.
Sie sollte die Stadt vor eventuellen Angriffen der Türken und Kuruzzen schützen. In unserem Bezirk gibt es übrigens an der äußernen Baumgasse und im Schnellbahnschacht am Landstraßer Gürtel noch zwei Reste desselben.
Da diese Anlage die Vorstädte von den draußen liegenden Vororten, von wo Lebensmittel und Getränke laufend nach Wien gebracht wurden, trennte, wurden an den Einfallstraßen - im Fall des 3. Bezirks am Ende der Erdbergstraße, des heutigen Rennwegs und der heutigen Prinz Eugen Straße - sowohl Tore, die nachts geschlossen wurden, als auch so genannte LINIENÄMTER errichtet.

In diesen Gebäuden machten ab 1829 Linienmaut-Beamte Dienst, die für die eingeführten Waren die VERZEHRSTEUER einhoben. Wegen ihrer grünen Uniformen wurden sie verächtlich als SPINATWACHTER bezeichnet. Das Linienamt am Rennweg befand sich etwa an der Stelle der heutigen Dr. Bohr Gasse und der Hausnummer 95A. Wiener Neustädter Kanal St. Marxer LinieDer damals unweit des Rennwegs parallel vorbeiführende WIENER NEUSTÄDTER KANAL konnte an dieser Stelle ebenfalls durch ein Tor abgeschlossen werden, wie man im beigefügten Bild sieht.

Tagged in: Denkmale
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Versorgungshaus aquarellierter Stich

Nachdem 1784 die Insassen des bisherigen Bürgerspitals ins neue Allgemeine Krankenhaus übersiedelt worden waren - die bisher hier untergebracht gewesenen irren Personen kamen in den so genannten "Guglhupf", wie die für diese bedauernswerten Menschen geschaffene Einrichtung in der bekannten Wiener bildhaften Sprache genannt wurde, und die Findelkinder (104 Buben und 63 Mädchen) wurden ins benachbarte Pamersche Waisenhaus gebracht - wurden schon bald 87 arme, alte und gebrechliche Frauen und Männer aus dem nun aufgelassenen Bürgerspital am Schweinemarkt (heute Lobkowitzplatz) hierher transferiert.
Während der nächsten 75 Jahre fristeten nun hier alte, verarmte, gebrechliche und gestrandete Menschen die letzten Jahre ihres armseligen Lebens. Einer von diesen war der unglückliche Erfinder der Nähmaschine Josef Madersperger, der 1850 in einem Schachtgrab am St. Marxer Friedhof beigesetzt wurde. Für die medizinische Betreuung und Pflege hatte der Magistrat Ärzte - man nannte sie damals Physikus - bestimmt, die hier Dienst versahen. Einer davon - Lorenz Nowak - ist uns namentlich bekannt.  Er war der uneheliche Vater des späteren Dichters Eduard von Bauernfeld. Als das 1860 neu gebaute "Versorgungshaus" - in meiner Kindheit erinnerte der Versorgungshauspark (heute Arne Carlsson-Park) noch an die dort in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bestandene Einrichtung - im heutigen 9. Bezirk fertiggestellt war, wurden die Pfleglinge aus St. Marx dorthin übersiedelt.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft hier bestellen

Tagged in: Kulturwachstum
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markuskapelle in st. marx blamauer
                          Ehem. Markuskapelle in St. Marx, v. Blumauer

Ich habe schon gehört, dass sich Menschen über den Namen St. Marx unterhalten haben und diesen mit Karl Marx in Verbindung brachten. Inzwischen wissen wahrscheinlich wenigstens alle Landstraßer, dass die Bezeichnung von einer dem heiligen Markus geweihten Kapelle stammt, die im nicht mehr bestehenden Bürgerspital (heute Landstraßer Hauptstraße 173-175) stand.
Noch auf Stadtplänen des 19. Jahrhunderts findet man die diesbezügliche Eintragung als St. Marks geschrieben. In einigen fortlaufenden G'schichterln werde ich alles das, was ich über diesen Bezirksteil weiß, hier niederschreiben.

Weitere Informationen zu St. Marx auf der Bezirksmuseums Seite und St. Marx Publikationen

Tagged in: Denkmale Kirchen
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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht.

WILLI BOSKOVSKY (1909-1991), der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker

Der Dirigent d. Wr. PhilharmonikerUm es vorwegzunehmen: Seine langjährige Anschrift lautete Jacquingasse 51, wo es keine Erinnerungstafel für ihn gibt.

Durch seine Mutter erhielt er schon mit fünf Jahren Unterricht im Geigenspiel. Als Abschluss seines Studiums an der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst gewann Willi Boskovsky 1926 den Kreisler-Preis, wurde 1932 Mitglied der Wiener Philharmoniker, ab 1935 unterrichtete er Violine an der Akademie und war von 1939 bis 1971 deren Konzertmeister.

Als Solist trat er mit den Dirigenten Hans Knappertsbusch, Bruno Walter und Wilhelm Furtwängler auf.

Von 1955 bis 1979 dirigierte Boskovsky die alljährlichen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker. Er ist allen Liebhabern dieser Konzerte unvergesslich, weil er dabei ebenso wie Johann Strauß (Sohn) mit der Geige in der Hand dirigierte, auf der er zwischendurch ein Solo spielte.

Dazu hier ein Link zum Hörgenuss: Neujahrskonzert

Tagged in: Kultur+ Musik
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Alte Franzensbrücke Ansicht gegen den 3. Bezirk

Alte Franzensbrücke: bereits 1782 gab es hier eine Holzbrücke, die allerdings 1799 einstürzte. Am 16. September 1801 legte der damalige Kaiser Franz II. (später als österreichischer Kaiser Franz I.) den Grundstein für eine neue Brücke, die nach ihm benannt wurde.
1803 war sie fertig und gefiel den Wienern so gut, daß diese von ihnen die "Schöne Franzensbrücke" genannt wurde.
1844 wurde sie abgetragen und bis 1848 durch eine Kettenbrücke ersetzt. Auch diese Konstruktion blieb nur etwa 50 Jahre bestehen; schon 1898/99 wurde die neue Brücke - unser Foto - erbaut, die ebenso wie die anderen 1945 gesprengt wurde.
Nachdem die Rote Armee eine Behelfsbrücke aus Holz gebaut hatte, musste diese bis 1948 genügen. Erst dann wurde die noch heute bestehende Franzensbrücke erbaut.

Lesen Sie weitere Details in unseren Bezirksnachrichten im Shop und besuchen Sie unsere Bilderdatenbank mit Brücken hier

Tagged in: Denkmale
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CHRISTBAUMSCHMUCK DES 20. JAHRHUNDERTS AUS BÖHMEN (Dr. Waltraud Neuwirth)

Der böhmische Christbamschmuck aus Glas ist in seiner Vielfalt nahezu unerschopflich. Zweimal hatte ich bereits die Gelegenheit, im Bezirksmuseum Landstrasse Weihnachtsausstellungen zu gestalten. Diesmal stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

. Von drauss vom Walde komm ich her (Weihnachtsmann, Nikolaus und Krampus, Engel und Teufel) . Aus Böhmens Hain und Flur (Landschaftsbilder, Fische und Vögel, Käfer und Spinnen) . Im Wechsel der Jahreszeiten (Frühling und Sommer mit Blüten und Schmetterlingen, Herbst und Winter mit Früchten des Waldes und des Feldes sowie Winterfiguren und Eiszapfen) . Von fremden Ländern und Menschen (Mexikaner und Eskimos, Krokodil und Giraffe usw.)

Fremde Laender1Wir kennen zwei große Gruppen des böhmischen Christbaumschmucks, die sich in ihrer Herstellungstechnik wesentlich unterscheiden: der vielteilige Glasperlen-Christbaumschmuck kommt aus Nordböhmen, aus Zentren im Isergebirge und im Riesengebirge, vor allem aus dem Gablonzer Bezirk.

Die Materialien dafur waren in der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts vorwiegend versilberte Hohlperlen und Stifte, nach dem Zweiten Weltkrieg kamen andere Materialien dazu: Plastikteile (Polystyrol), Folien, Chenille, künstliche Blumen, Früchte und Figuren und anderes.

Die Herstellungstechnik der Perlen in der Firma Rautis a. s., Ponikla, wird anhand von Fotos in der Ausstellung gezeigt. Fremde Laender2Ostböhmen war das Zentrum der Christbaumschmuck-Produktion aus grosen Hohlformen, vorwiegend im Koniggrätzer Raum (Königinhof an der Elbe, heute Dvur Králové).

Die in Formen geblasenen Motive wurden dekoriert, mit einem Aufhänger versehen und in Kartons zu Handelseinheiten verpackt (meistens 6 oder 12 Stück). Neben dem Christbaumschmuck war die Bijouterie aus Gablonz ein weiterer begehrter Exportartikel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GlueckspilzeparadiesvoglVogelvitrine

Die Ausstellung wird daher durch thematisch vergleichbaren Modeschmuck ergänzt, denn es gab auch Schmetterlingsbroschen, Blüten-Haarspangen, Knöpfe mit Libellen usw., meist aus einer Kombination von Metall und Glasperlen oder -steinen, aber auch anderen Materialien.

Tagged in: Veranstaltungen
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Wagnerbau im 3.

Erst vor kurzem wurde erkannt, dass ein Haus, das sich zwischen der Schnellbahntrasse und der Unteren Viaduktgasse - gegenüber dem Marxer-Hof - befindet, vom Jugendstilarchitekten Otto Wagner als Verwaltungsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Hauptzollamt erbaut wurde.

Es ist geplant, dass es nach gründlicher Renovierung von der armenischen Gemeinde, die ihre Kirche in der nahen Kolonitzgasse hat, genutzt wird, um den säkularen Bereich abdecken zu können.

In unserer Homepage gibt es eine Seite zu Otto Wagner

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Der ehemalige Wiener Neustädter Kanal als Energiequelle


Kattus2977Es ist allgemein bekannt, dass dieser künstliche Wasserweg ab 1810 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching zur Verfügung stand.
Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens hauptsächlich aus der Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen. Diese Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar vor einer der Kanalschleusen.
In unserem Archiv befindet sich der historische Situations-Plan für den Hafen-Abschluss-Schlauch des Wr. Neustädter-Canals vom Hafen am Rennweg bis zur Einmündung in den Wienfluss für die zum Wr. Neustädter-Schiffahrts-Canale im Rayon Wien gehörigen Grundparzellen, 1822, auf dem zwei dieser Zuleitungen zu sehen sind.

Im Bereich der städtischen Wohnhausanlage Unger-Hof in der heutigen Oberen Bahngasse war über mehr als einhundert Jahre die Furnierfabrik L. Kattus & Sohn daheim (Details s. auch http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/page.asp/2976.htm), die das Kanalwasser vor der Schleuse an der heutigen Kreuzung Rennweg/Fasangasse zum Antrieb ihrer Maschinen entnahm. Interessant ist, dass während der Bauarbeiten für die Flughafen-Schnellbahn hier ein begehbarer Schacht aufgedeckt wurde, in dem sich eine Rohrleitung befand, die für die Rückführung des Antriebwassers in den Kanal verwendet wurde.
An der Stelle, wo die Beatrixgasse das Kanalbett kreuzt, befand sich eine weitere Schleuse. Hier bestand von 1822 bis 1856, als sie ins damals neu errichtete Arsenal verlegt wurde, eine Stuckbohrerei an der Stelle des späteren Beatrixbades (Linke Bahngasse 9 /Beatrixgasse 14).
In diesem Betrieb wurden die von der Gießerei gelieferten halbfertigen Kanonenrohre gebohrt. Dem "Kriegs-Handbuch" von Theodor Hildebrandt entnehme ich, dass zum Bohren von Kanonenrohren 16 bis 18 verschiedene Bohrer, der letzte wurde als "Kaliberbohrer" bezeichnet, notwendig waren.

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Infolge der jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema Landstraßer Juden lernte ich viele Menschen kennen, die im Kindesalter in unserem Bezirk daheim gewesen waren und durch einen glücklichen Umstand mit einem der Kindertransporte nach England oder nach Schweden gerettet werden konnten. In meinem neuen Buch Die Landstraßer Juden sind einige Interviews mit diesen Personen im Kapitel Zeitzeugenberichte nachzulesen. Eine von ihnen ist Daisy Koeb, geborene Bermeiser-Elsner, Geburtsjahrgang 1927, die heute in Rishon-Lezion, Israel lebt.

Sie verfasste ein erschütterndes Buch mit dem Titel Liebste Mama, erschienen im Mariposa Verlag, in dem sie die Geschichte ihrer Familie an Hand von Briefen schildert.

Für Interessenten: Daisy Koeb: Liebste Mama - Buch und CD ISBN 978-3-927708-55-6 Mariposa Verlag Weitere Informationen zu diesem Buch sind zu erhalten bei: Ursula Strüwer Drakestraße 8A, 12205 Berlin Telefon: 030/215 74 93 Fax: 030/215 95 28 Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Heute, am Samstag, 5. November 2011, veranstaltete ich meine letzte Führung durch das jüdische Weißgerberviertel für die Volkshochschule Landstraße. Es freut mich, dass mehr als 30 Personen daran teilgenommen haben. Die/der eine oder andere Teilnehmer an dieser Führung wird diese Zeilen lesen: Vielen Dank für Ihr Kommen! Das große Interesse zeigt mir, dass meine Mitmenschen auch heute noch, mehr als 70 Jahre nach der Pogromnacht des Jahres 1938 wissen wollen, was sich in diesen Tagen in Wien wirklich ereignen konnte. Sooft ich als forschender Historiker und, wenn man so will, auch als Zeitzeuge darüber berichte, schäme ich mich für die Willfährigkeit den neuen Herrn gegenüber und die Grausamkeit meiner damals lebenden erwachsenen nichtjüdischen Mitmenschen. Nichts kann diese Grausamkeiten und Gemeinheiten, deren sich damals unsere Mitbürger schuldig machten, entschuldigen. Wieder einmal bitte ich auf diesem Weg die überlebenden Opfer sowie deren Kinder und Enkelkinder auf diesem Weg um Entschuldigung.

Karl Hauer

 

 

 

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F A Q zum Blog

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Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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