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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Die ursprüngliche soziale Einrichtung an dieser Stelle - ich spreche vom Gebiet um die heutige städtische Wohnhausanlage Landstraßer Hauptstraße 173-175 - wurde schon 1270 als Siechenhaus St. Lazar erwähnt. Im selben Jahr begann der 7. Kreuzzug! Der im Mittelalter gegründete Lazarus-Ritterorden richtete zu dieser Zeit an Einfallstraßen Spitäler ein, in denen Kranke sowohl zur Heilung als auch vorbeugend aufgenommen wurden, um zu vermeiden, dass sie ihre Erkrankung in die nahe gelegene Stadt einschleppen.
Natürlich gab es hier auch eine dem heiligen Lazarus geweihte Kapelle. Um 1370 wurde der heilige Markus Schutzpatron der Kapelle, den priesterlichen Beistand leisteten Kapläne des Himmelpfortklosters.
1376 finden wir die Anstalt erstmals als "Haus zu St. Marx, das man zu St. Lazar nennt" erwähnt. Während der ersten Türkenbelagerung wurde sowohl die gesamte Anstalt zerstört als auch alle Insassen getötet. Bereits 1540 findet man in Chroniken die Erwähnung des wieder errichteten Krankenhauses, und zwei Jahre später wurde der Einrichtung das Tafernrecht verliehen, das sowohl mit dem Brau- und Brennrecht sowie der Backgerechtigkeit verbunden war.  

Allerdings durften die Gäste beim Konsumieren nicht sitzen! 1547 besuchte Wolfgang Schmeltzl Wien und berichtete, dass 190 Patienten im St. Marxer Spital Aufnahme gefunden hatten. Auch 1683 wurden die Gebäude und die Kirche wieder zerstört, die Kranken ermordet, die Felder verwüstet und das Vieh gestohlen. Davon konnte sich das Spital nicht mehr erholen und wurde 1706 dem Bürgerspital einverleibt, welches das Spital vergrößerte und neue Fachabteilungen einrichtete. So erfolgte im St. Marxer Gebärhaus beispielsweise ab 1754 die Ausbildung der Wiener Hebammen. Als das von Joseph II. geschaffene Allgemeine Krankenhaus eröffnet worden war, wurden 1784 alle Kranken aus St. Marx in das neue Spital gebracht.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft hier bestellen

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Das verschwundene Schloessl

An der heutigen Anschrift Erdbergstraße 29 - heute befindet sich dort die Firma Henkel-Austria - stand bis 1868 ein ansehnlicher Schlossbau. In unserem Bildarchiv befindet sich seit Jahrzehnten das bei- gefügte Bild. Ich erwähnte das Gebäude nur anlässlich von Führungen, wenn ich mit einer Gruppe dort vorbeikam. Sonst war es für mich bisher nicht weiter von Interesse.

Im Sommer 2012 erhielt ich aus England ein Mail mit der Anfrage bezüglich der näheren Umstände des Verkaufs der Liegenschaft durch die Witwe des Fürsten Andrej Rasumofsky Konstantine, geborene Gräfin Thürheim im Jahr 1838. Der Nachricht war die Abbildung der in englischer Sprache verfassten Versteigerungsankündigung

beigefügt.Urkunde Rasumovsky

Nun wurde es interessant, weil ich bisher der Meinung war, dass der Käufer des Palais Rasumofsky Fürst Alois Liechtenstein den gesamten Besitz um den Preis von 190.000 Gulden und eine jährliche Leibrente von 12.000 Gulden von der Witwe erworben hatte. Das war aber nicht geschehen, weil mir in dem Mail mitgeteilt wurde, dass die Verkäuferin diesen Teil des Erbes mit einem Ausrufpreis von 180.000 Gulden zur Versteigerung angeboten hatte.

Nun versuchte ich, die Angelegenheit zu klären und entdeckte folgendes. Schon 1765 hatte Graf Zeno Montecuccoli hier ein Gartengebäude errichten lassen, das 1785 durch Daniel Tschida erweitert wurde. 1807 erwarb es Rasumofsky, der hier seinen Gartenarchitekten Konrad Rosenthal - nach ihm wurden die späteren  Rosenthalschen Gründe an der äußeren Landstraßer Hauptstraße benannt - für die Dauer der Gartengestaltung einquartierte.

Bei der Versteigerung im Jahr 1838 ging der Besitz an einen Herrn namens Franz Huber, der ihn noch im selben Jahr an einen Grafen D'Orsay verkaufte. 1868 erwarb dann Josef von Baechle das Gebäude und den Garten, und 1869 wurde durch den Baumeister Schneider hier ein zweistöckiger Neubau errichtet.

Noch zwei Anmerkungen: Der ursprüngliche Rasumofskysche Besitz hatte sich von der heutigen Rasumofskygasse bis zur Schwalbengasse und hinunter bis zum Donaukanal erstreckt. Und die im Vasquez-Plan von 1830 eingezeichnete ehemalige Donaugasse wurde 1838 zur D'Orsaygasse und schließlich 1862 zur Wassergasse.

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Das Staatsgründungsdenkmal

Ich erhielt einen Anruf des Redakteurs der BZ (Bezirkszeitung) Stefan Inführ, der mich  zum Staatsgründungsdenkmal im Schweizergarten befragte.
Ich erzählte ihm, dass es 1966 nach einem Entwurf des Architekten Berthold Gabriel vom Bildhauer Heinrich Deutsch geschaffen wurde und sowohl an die Gründung der Ersten wie auch der Zweiten Republik sowie an  Karl Renner erinnern soll, der wesentlich mit diesen beiden Eckpfeilern unserer Demokratie verbunden ist.
Wir verabredeten uns im Schweizergarten, wo mich Herr Inführ sowohl zu diesem Denkmal wie auch zum Befreiungsdenkmal amSchwarzenbergplatz interviewte. Auf seine Frage, ob ich mir vorstellen könne, dass das Befreiungsdenkmal irgendwann auf Initiative einer österreichischen Rechtspartei abgebrochen werden könnte, antwortete ich ihm, dass ich mich zu jeder Zeit vehement gegen solche Pläne wenden würde.

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Rudolf-Steiner-Denkmal Für den weltbekannten Anthroposophen Rudolf Steiner gibt es im Schweizergarten ein Denkmal. Er wurde 1861 in Kroatien geboren, studierte von 1879 bis 1882 an der Wiener Technik Mathematik, Chemie, Physik und Biologie. Daneben unterzog er sich einem Literatur-, Geschichts- und Philosophiestudium.

Rudolf Steiner Denkmal Wien3

Von 1882 bis 1890 arbeitete Dr. Steiner freiberuflich als Privatlehrer, Redakteur und Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften.
Von 1890 bis 1897 war Dr. Steiner fester Mitarbeiter am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar; anschließend war er in Berlin als Journalist und Redakteur tätig.
Während dieser Zeit findet man ihn auch als Vortragenden an der von Wilhelm Liebknecht gegründeten Arbeiter-Bildungsschule.
1902 wurde er Mitglied der Deutschen Theosophischen Gesellschaft. In den Jahren zwischen 1910 und 1913 wurden seine vier "Mysteriendramen" in München uraufgeführt.
1913 trennte sich Steiner von der Theosophischen Gesellschaft, um selbst die "Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft" zu gründen, deren Kult- und Lehrstätte das "Goetheanum" in Dornach/Schweiz wurde.
1919 übernahm Dr. Rudolf Steiner die Leitung der Stuttgarter Waldorfschule. Der Industrielle Waldorf beauftragte ihn mit der Unterrichtung der Kinder seiner Mitarbeiter in der "Werks-Schule", nach seiner neuen antoprosophischen, damals revolutionären, Lehre.
1925 starb der Wissenschafter in Dornach. Siehe weitere Beschreibung auf der Museumsseite

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Haus zum Goldenen Sattel

Hausnamen und Hauszeichen bildeten bis zur Einführung der Konskriptionsnummern unter der Regierung Maria Theresias im Jahr 1771 die einzige Möglichkeit zur Auffindung von Häusern.

Vielfach blieben diese inzwischen lieb gewordenen Bezeichnungen aber auch danach noch erhalten. Im dritten Bezirk gibt es noch einige Hauszeichen zu sehen, wie zum Beispiel das Haus Zum Kopf (Sünnhof, Landstraßer Hauptstraße 28), das Haus Zum roten Apfel (Landstraßer Hauptstraße 70), das Haus Zum Bodensee (Landstraßer Hauptstraße 110) und das Haus Zum Kometstern (Landstraßer Hauptstraße 112). Bis in unsere Zeit haben sich Hausnamen bei Apotheken und Gasthäusern erhalten.

Sehen Sie hier weitere Bilder.

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F A Q zum Blog

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Wie kann ich hier Blogger werden
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

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Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
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Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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