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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Ein einfaches von der Wiener Schneiderinnung gestiftetes schmiedeeisernes Kreuz bezeichnet die ungefähre Stelle, an der Joseph Madersperger in einem Schachtgrab beigesetzt wurde. Madersberger2394Der aus Kufstein stammende Schneidermeister konstruierte zwischen 1807 und 1814 eine Maschine, die ihm seine Näharbeit erleichtern sollte, indem diese die Bewegung der menschlichen Hand nachahmte.
1815 meldete er das Patent für seine Erfindung an, das aber nach drei Jahren erlosch. In der Zwischenzeit war Madersperger zeitweilig als Obsthändler tätig und wurde im Wiener Einwohnerverzeichnis nur noch als gewesener bürgerlicher Schneider geführt.

Während der ganzen Zeit ließ ihn der Gedanke an seine Erfindung nicht los; 1839 hatte er eine neue Maschine entwickelt, die mit dem "Kettelstich" arbeitete. Sowohl für eine neuerliche Patentanmeldung als auch für die Erzeugung seiner Erfindung im großen Stil fehlte ihm das Geld, weshalb er sein Nähmaschinenmodell dem k.k. Polytechnischen Institut - heute Technische Universität Wien - schenkte.
1841 erhielt er für seine Tätigkeit eine Bronzemedaille vom Niederösterreichischen Gewerbeverein.
Völlig verarmt waren er und seine Frau 1850 gezwungen, sich der Obhut des Versorgungshauses St. Marx zu überantworten, wo der Erfinder nach drei Monaten starb. An der Fassade des Nachfolgebaues befindet sich eine Gedenktafel für den Erfinder.

Lesen Sie bitte weiter auf unserer Museums-Webseite INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

Tagged in: Persönlichkeiten
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Es ist allgemein bekannt, dass der ehemalige künstliche Wasserweg des Wiener Neustädter Kanals ab 1804 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching südlich von Wiener Neustadt genutzt wurde. Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens aus der Schwarza/Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen.

Wr. Neustädter Kanal - Lageplan Obere Bahngasse

Die dazu notwendigen Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar vor einer der Kanalschleusen. In unserem Planarchiv befindet sich der historische Situations-Plan für den Hafen-Abschluss-Schlauch des Wr. Neustädter-Canals vom Hafen am Rennweg bis zur Einmündung in den Wienfluss für die zum Wr. Neustädter-Schiffahrts-Canale im Rayon Wien gehörigen Grundparzellen, 1822 (der Name des Planes ist tatsächlich so umständlich und lang!), auf dem zwei dieser Zuleitungen zu sehen sind.
Im Bereich der heutigen städtischen Wohnhausanlage Unger-Hof in der Oberen Bahngasse bestand über mehr als einhundert Jahre die Furnierfabrik L. Kattus & Sohn (weitere Details dazu in unserer Homepage), die das Kanalwasser vor der Schleuse an der heutigen Kreuzung Rennweg/Fasangasse zum Antrieb ihrer Maschinen entnahm.

Interessant ist, dass während der Bauarbeiten für die Flughafen-Schnellbahn hier ein begehbarer Schacht aufgedeckt wurde, in dem sich noch immer die Rohrleitung befand, die für die Rückführung des Antriebwassers in den Kanal verwendet wurde. An der Stelle, wo die Beatrixgasse das Kanalbett kreuzt, befand sich eine weitere Schleuse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier bestand von 1822 bis 1856 eine Stuckbohrerei an der Stelle des späteren Beatrixbades (Linke Bahngasse 9/Beatrixgasse 14). In diesem Betrieb wurden die von der Gießerei gelieferten halbfertigen Kanonrohre gebohrt. Dem Kriegs-Handwörterbuch von Theodor Hildebrandt (1820) entnehme ich, dass zum Bohren von Kanonrohren 16 bis 18 verschiedene Bohrungen, die letzte wurde als "Kaliberbohrung" bezeichnet, notwendig waren

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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (4)

Jura SoyferJURA SOYFER (1912-1939), der bedeutendste politische Schriftsteller Österreichs der Dreißigerjahre

1921 flüchtete die Familie Soyfer vor der bolschewistischen Revolution aus Charkow nach Österreich, und ein Jahr später trat Jura ins Gymnasium in der Hagenmüllergasse ein, wo er 1930 maturierte.

Schon im Alter von 15 Jahren - inzwischen war er nach dem Studium sozialistischer Schriften zum Marxisten geworden - trat er dem Verband der Sozialistischen Mittelschüler bei. Noch während seiner Schulzeit wurde er Mitglied des Politischen Kabarett der Sozialdemokraten, wodurch er Erfahrung im szenischen Schreiben erlangte. Ab 1931 erschienen allwöchentlich seine politische Satiren in der Arbeiter Zeitung, und er war auch ständiger Mitarbeiter in der sozialdemokratischen Wochenzeitung Der Kuckuck. Er forderte in seinen Schriften eine Politisierung des Theaters.

Nach den Februarkämpfen des Jahres 1934 wurde er Mitglied der illegalen kommunistischen Partei, für die er Flugschriften verfasste und mit dem Schreiben seines Romans So starb eine Partei - der unvollendet blieb - begann. 1935 lernte Soyfer durch seinen Freund Hans Weigel den Schauspieler und Regisseur Leon Askin kennen, der im Wiener Theater ABC tätig war. Von nun an schrieb der junge Autor Theaterstücke für das ABC. 1937 wurde Jura Soyfer verhaftet und kam erst am 17. Februar 1938 anlässlich der Amnestie für Politische wieder frei. Er versuchte am 13. März 1938 gemeinsam mit einem Freund die Grenze zur Schweiz illegal zu überschreiten. Sie wurden verhaftet und ins Landesgericht Feldkirch gebracht, von wo man Soyfer am 23. Juni 1938 ins KZ Dachau überstellte. Im Herbst kam er ins KZ Buchenwald, wo der junge Mann am 16. Februar 1939 an Typhus starb.

Die besondere Tragödie seines Todes besteht in der Tatsache, dass seine Eltern, die bereits vor dem 12. März 1938 in die USA emigriert waren, für ein Affidavit gesorgt hatten, das seine eventuelle Entlassung aus dem KZ und seine Emigration in die USA bewirkt hätte. Eine Gedenktafel an der Fassade seiner ehemaligen Schule in der Hagenmüllergasse erinnert an ihn. 1968 wurde im 10. Bezirk eine Gasse nach ihm benannt.

Das Bezirksmuseum Landstraße brachte 2004 die Ausstellung Jura Soyfer, wohnhaft Wien III. Bitte lesen Sie weiter auf unserer Museumsseite

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank

Tagged in: Persönlichkeiten
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Posted by on in Theresia Schaffer Blog

 

AbendstimmungamSeePA260175

Das Bild "Abendstimmung am See" soll die Vielfalt an Stimmungen in der Natur zeigen, besonders wenn das Licht des Tages abnimmt und die Dunkelheit der Nacht eine schönen Landschaft einhüllt, kann mich tief berühren.

Wer das bewußt wahrnehmen möchte, hat nicht nur als Maler Freude daran, sondern kann diese Stimmungen in unterschiedlichster Form, fast täglich beobachten. Ein Wolkenhimmel ist  für mich immer wieder ein faszinierender Anblick, den ich nicht nur gern male, sondern auch als Nuturschauspiel betrachte und genieße.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche gute Zeit

und grüße herzlich

Theresia Schaffer

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Nach dem Städtebild vor einigen Tagen nun wieder ein Landschaftsbild von einem Wanderweg im Waldviertel. Unser Land hat soviel schöne Orte und versteckte, verträumte Winkel zu bieten, und diese zu finden ist für mich immer wieder eine Freude. Wenn ich durch unsere Bundesländer fahre und gehe kann ich sehr schöne Bildmotive finden.

Wanderweg
Ich bin immer wieder überrascht, weil es Anblicke gibt, die ursprünglich, naturbelassen und sehr beruhigende Orte sind. Man meint - hier war es vielleicht vor hundert Jahren genauso - hier möchte ich verweilen und ausruhen. Ich hoffe, ich kann auch Ihre Sehnsucht nach Natur und Urlaub in unserem Land wecken und wünsche Ihnen eine gute Zeit.

Theresia Schaffer

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F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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