Das Museen Net

Es gibt immer etwas zu entdecken

Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Der Schlachthof zu St. Marx

Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3
  • Font size: Larger Smaller
  • Hits: 436
  • 0 Comments
  • Subscribe to this entry
  • Print

Viehtrieb beim Zählhaus, um 1850

Der Name der Schlachthausgasse im 3. Wiener Gemeindebezirk erinnert daran, dass sich in diesem Bereich mehr als 150 Jahre lang eine für die damalige Zeit wichtige Versorgungseinrichtung, die manchmal als der Bauch von Wien bezeichnet wurde, befunden hatte.
Als der Viehmarkt am Ochsengries dem Bau des Hafenbeckens für den späteren Wiener Neustädter Kanal nämlich weichen musste, wurde er an den damaligen Stadtrand nach St. Marx übersiedelt. Der Grund für die Wahl dieser Örtlichkeit wird die Tatsache gewesen sein, dass zu dieser Zeit das Lebendvieh aus Ungarn kommend hier vorbei getrieben wurde.

Schweineauftrieb um 1920 1846 wurde mit dem Bau eines Schlachthauses begonnen, dem damals aber in diesem Bereich der Linienwall im Weg war, weshalb dieser stellen- weise abgetragen und außer- halb des Schlachthofbereichs wieder errichtet werden musste. Durch den Anschluss des Schlachthofbereichs an die Eisenbahn - 1872 wurde die so genannte Schlachthausbahn eröffnet - war die bisherige Mühe, die mit der Anlieferung des Schlachtviehs verbunden war, gelöst.

Alltag              Alltag in der Rinderhalle

Ab 1877 wurde die Anlage immer mehr ausgebaut, es entstand die Rinderhalle - als erste Schmiede eisenkonstruktion Wiens wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und ist deshalb noch heute erhalten - sowie ein neuer Schweine- und Pferdemarkt. In der Zwischenkriegszeit erreichte die Anlage sowohl ihre größte Aus- dehnung als auch den Höhepunkt ihrer Bedeutung für die Fleischversorgung Wiens. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts erkannte man zu Recht, dass die Einrichtungen inzwischen veraltet waren, weshalb der Schlachtbetrieb eingestellt, und das Fleischzentrum St. Marx in der äußeren Baumgasse errichtet wurde.
Der inzwischen nicht mehr bestehende Auslandsschlachthof diente 1975/76 als Veranstaltungsort der Wiener Festwochen-Arena. Trotz vieler Proteste wurde der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien abgerissen, der ehemalige Inlandsschlachthof aber wurde den Veranstaltern als Alternative zur Verfügung gestellt, der noch heute als Veranstaltungsort der Arena genutzt wird.

Pferdeverkauf             Pferdeverkauf mit Handschlag

Zu Ende der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde auch das erwähnte Fleischzentrum aufgelassen. Heute gilt das neue Fleischzentrum des Großmarktes Wien in Inzersdorf als zeitgemäße und zur Zeit modernste diesbezügliche Einrichtung.
Nicht nur die Rinderhalle sondern auch das um 1900 vom Landstraßer Bildhauer Anton Schmidgruber geschaffene Tor in der Viehmarktgasse stehen heute unter Denkmalschutz. Der gesamte Bereich des ehemaligen St. Marxer Schlachthofes wird nun seit dem Ende des 20. Jahrhunderts durch Neubauten, die den verschiedensten Zwecken dienen - von der Wissenschaft über die Medien bis zum Wohnbau - genutzt. Hier zwischen dem 3. und dem 11. Bezirk entsteht in einem Gebiet, das verkehrsmäßig voll erschlossen ist, ein wunderbarer Mix von Einrichtungen verschiedenster Art.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft: hier bestellen

0
Tagged in: Denkmale

Comments

  • No comments made yet. Be the first to submit a comment

Leave your comment

Guest
Guest Friday, 20 September 2019

F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

Suche

Aktivste Blogger

Karl Hauer
205 post(s)
Theresia Schaffer
45 post(s)
Karl Boehm
11 post(s)

Unser Partner BDA

Kultur Förderer

Unsere Förderer
Kultur Kontakt - des BMfKK
Der Wiener Stadtschulrat
Die Kulturabteilung der Gemeinde Wien

Unser Shop

Eine reiche Auswahl an Büchern, Zeitschriften, DVD, Druckwerke - besuchen Sie: http://shop.genaustria.at/Buch/Daheim-in-Sitzendorf::474.html