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Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Anton Schmid, der "österreichische Schindler"

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Landstraßer/innen,  über die man auch heute noch (manchmal) spricht.

Erinnern Sie sich an den vor einigen Jahren in aller Munde gewesenen Steven-Spielberg-Spielfilm "Schindlers Liste" aus dem Jahr 1993? Auch Österreicher hatten während der Nazizeit den Mut besessen, jüdischen Menschen zu helfen - beispielsweise versteckte die damals prominente Schauspielerin Dorothea Neff viele Jahre lang ihre jüdische Freundin - beziehungsweise sie vor der drohenden Ermordung zu bewahren.

Einer dieser Männer war der am 9. Jänner 1900 geborene Anton Schindler, der in seiner Jugend im Haus Landstraßer Hauptstraße 75-77 lebte. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muss ich gestehen, dass es nur wenige Helfer, dafür aber umso mehr Gleichgültige und sogar viele Täter gab, die sich aktiv an der Judenverfolgung und Bereicherung durch Diebstahl jüdischen Besitzes beteiligten. Schindler lebte bis zu seiner Einberufung in die Deutsche Wehrmacht im 20. Bezirk, wo er als gelernter Elektroinstallateur ein Radiogeschäft betrieb.

Als Feldwebel der Deutschen Wehrmacht begann er 1941 in Vilnius (Wilna, Litauen) gemeinsam mit dem Karmeliterpater Andrzej Gdowski dem Holocaust Widerstand entgegenzusetzen, indem er jüdischen Menschen gefälschte Papiere besorgte, mit denen sich diese retten konnten. Ja, er brachte sogar bei Nacht jüdische Todeskandidaten über die russische Grenze ins 40 Kilometer entfernte Lida, wo zu dieser Zeit die Judenvernichtung noch nicht angelaufen war. Seine Hilfsbereitschaft sprach sich unter der jüdischen Bevölkerung herum, und so wurde er am 10. November 1941 von Hermann und Anita Adler kontaktiert, die ihn als Abgesandte der Widerstandsgruppe im Ghetto von Wilna aufsuchten. Gemeinsam mit dem Ehepaar Adler rettete er hunderten Todgeweihten mittels Rettungsfahrten nach Lida und Bialystok (Polen) vorläufig das Leben. Schmid war auch an der Vorbereitung des Aufstandes im Warschauer Ghetto beteiligt, indem er eine Delegation des jüdischen Widerstandes nach Warschau brachte (zit. Wikipedia),

Schmid wurde von Kameraden denunziert, zum Tod verurteilt und am 13. April 1942 im Wehrmachtsgefängnis von Vilnius erschossen. In seinem letzten Brief an die Familie hatte er unter anderem geschrieben: "... Ich habe nur als Mensch gehandelt und wollte niemandem weh tun ..."

1967 zeichnete ihn Yad Vashem als Gerechten unter den Völkern aus. 1990 wurde nach ihm eine Wohnhausanlage der Gemeinde Wien in der Brigittenau benannt, und seit 2002 trägt eine Promenade am linken Donaukanalufer seinen Namen. Im 3. Bezirk erinnert nichts an diesen tapferen Mann.

 

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank 

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Guest
Guest Sunday, 26 May 2019

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Wie kann ich hier Blogger werden
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

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  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
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