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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Tina Blau-Lang (1845 - 1916), die Schöpferin der wunderschönen Praterbilder

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht

Dieser Beitrag liegt mir besonders am Herzen, weil er in dieser Reihe erstmalig  einer Frau gedenkt und weil es sich bei dieser um eine waschechte Landstraßerin handelt.

Regina Leopoldine Blau - später änderte sie ihren Vornamen auf Tina - kam als Tochter des jüdischen Militärarztes Simon Blau in der ehemaligen Heumarktkaserne zur Welt. Wie aufgeschlossen ihr Vater offenbar war, zeigt sich an der Tatsache, dass er ihr schon im Alter von 13 Jahren ein Kunststudium ermöglichte. Sie studierte in Wien in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts bei August Schaeffer. 1867 stellte sie im Wiener Kunstverein zum erstenmal ihre Landschaftsbilder aus, und ein Jahr später war sie mit einem ihrer Bilder bei der Eröffnung des Wiener Künstlerhauses vertreten.

Mit dem Erlös zweier verkaufter Bilder konnte sie es sich leisten ins damalige "Malermekka" München zu übersiedeln, wo sie bei Wilhelm Lindenschmit

studierte, aber auch ihren späteren Ehemann, den Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang kennen lernte. 1869 wurde sie bei einer Ausstellung im Münchner Glapalast mit der damals "neuen" französischen Malerei, dem Impressionismus, konfrontiert. Bis zu ihrem Tod blieb sie dieser Kunstrichtung treu und war damit die erste österreichische Imprssionistin.

Als sie 1875 nach Wien zurückkehrte, ging sie mit Emil Jakob Schindler eine Künstlergemeinschaft ein, die bis zu dessen Heirat 1878 hielt. Er hatte die bereits im dritten Monat schwangere Sängerin Anna Sofie Bergen geheiratet. Ihre Tochter ist uns auch noch heute als Alma Mahler-Werfel bekannt.

Die gekränkte Tina Blau ging wieder nach München, wo sie einerseits zur Evangelischen Kirche konvertierte und bald darauf Heinrich Lang heiratete. Beide waren künstlerisch überaus produktiv - Tina Blau-Lang unterrichtete an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins und zeigte während einer Ausstellung im Münchner Kunstverein mehr als 60 Landschaftsbilder.

Nachdem Heinrich Lang 1891 starb, begab sie sich zuerst auf Reisen, kehrte aber bald darauf nach Wien zurück, weil ihre Mutter schwer erkrankt war. Sie siedelte sich im Weißgerberviertel an, von wo sie ihren geliebten Prater in wenigen Minuten zu Fuß erreichen konnte. Ihre Wohnadressen waren Rasumofskygasse 2 und später Erdberger Lände 16; ein Atelier betrieb sie im Haus Kegelgasse 24.

1897 gründete sie gemeinsam mit Olga Prager, Rosa Mayreder und Karl Federn die Wiener Kunstschule für Frauen und Mädchen, an der sie bis zu ihrem Tod unterrichtete.

Im 3. Bezirk erinnert leider keine Gedenktafel an diese bedeutende Künstlerin; 1930 wurde im 14. Bezirk ein Weg nach ihr benannt, der allerdings wegen ihrer jüdischen Abstammung zwischen 1938 und 1947 einen anderen Namen trug.

Im Jahr 2006 zeigten wir im Bezirksmuseum Landstraße die Ausstellung Tina Blau-Lang, wohnhaft Wien III. Lesen Sie weiter auf unserer Museumsseite

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Guest
Guest Tuesday, 17 September 2019

F A Q zum Blog

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Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
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