StubenbrückeSie verbindet die Weiskirchnerstraße mit dem Beginn der Landstraßer Hauptstraße.
Seit 2001 sind die vier Pylonen mit je einem weiß lackierten Lemuren- kopf aus Aluminium des Künstler Franz West geschmückt.
Im Zuge der Weinflussregulierung zu Ende des 19. Jahrhunderts wurden die damals notwendigen Brücken zwischen dem Stadtpark und der Mündung des Wienflusses in den Donaukanal von Friedrich Ohmann und Josef  Hackhofer, die auch im Stadtpark die Wienflussverbauung schufen, entworfen.
Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gab es hier nur einen Holzsteg, der aus privaten Mitteln erhalten wurde. Herzog Albrecht IV. ließ 1402 eine steinerne Brücke mit zwei Mittelpfeilern und einem steinernen Geländer als Verbindung des Stubentores zur Vorstadt St. Nikolai, wie damals der Bereich rund um die heutige Rochuskirche nach einem hier bestandenen Kloster genannt wurde, erbauen.

Bei dieser Brücke fand 1461 das Gefecht zwischen den Truppen Albrecht VI. und den dem Kaiser Friedrich III. treuen Wienern statt, woran eine Gedenktafel an der Fassade des Hauses Weiskirchnerstraße 1 erinnert. Der Kaiser belohnte damals seine siegreichen Helfer mit der Verleihung des Stadtwappens und des Siegels mit dem kaiserlichen Doppeladler.
Übrigens erinnert der Name unserer Siegelgasse ebenfalls an dieses Ereignis. Knapp unterhalb der Brücke bestand schon 1429 die Stubentormühle (= Staubmühle) - s. Bild, die vom Wasser der Wien angetrieben wurde. Obwohl sie häufig vom Hochwasser der Wien zerstört worden war, wurde sie immer wieder aufgebaut. Ab 1795 wurde sie nicht mehr durch den Wienfluss, sondern durch den hier abfließenden Wiener Neustädter Kanal angetrieben.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank