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Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Das Zeitalter des Merkantilismus auf der Landstrasse

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Im 18. Jahrhundert wurden während der Regierungszeit Maria Theresias englische Betreiber von Manufakturen nach merkantilistischen Gesichtspunkten in den Wiener Vorstädten angesiedelt. So auch in Erdberg und auf der Landstraße.
Im Haus Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 40 (= Apostelgasse 4) betrieb Thomas Lighthowler eine Knopffabrick, in der er tombakene (= Knöpfe aus Messing), zinnene und gepresste Formen-Knöpfe herstellte, und im Haus mit der Conscr. Nr. 41 (= Apostelgasse 6) befand sich die Bleystefftenfabrick der Brüder Thomas und Jakob Langish.
An der Anschrift Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 44 (= Apostelgasse 12) gab es auch einen Manufakturbetrieb, der von Joseph Binder, einem Nichtengländer, betrieben wurde. Seine Erzeugungsstätte wurde in der Umgebung Waderlmacherhaus genannt, weil dort Fächer hergestellt wurden.
An der Anschrift Blumengasse Conscr. Nr. 5 (= Kundmanngasse 33) stellte Thomas Grow in seinem k.k. Fabrickenhaus gemeinsam mit seinen Mit- arbeitern Jakob Selli und Johannes Janson vorzüglich Uhrketten, Schnalln und Lichtputzen (= Dochtscheren) her.

Haus zum Schwarzen Ochsen

An der Stelle des heutigen Hauses Ungargasse 47 wurde 1775 der hochlöbliche Comercien Hof eingerichtet und 1783 findet man hier die k.k. Comercial Verlagskasse. Diese damals neue staatliche Einrichtung sollte im Zeitalter des Merkantilis- mus zur Belebung der Wirtschaft insbesondere der Spinnereien beitragen. Hier in der Ungargasse befanden sich Warendepots  und Unterkünfte für die Bediensteten dieses Staatsbetriebs. Diese Baulichkeit war sehr weitläufig, weshalb es hier auch ein Gasthaus mit dem schönen Namen "Zum schwarzen Ochsen" gab, das von Johann Füring bewirtschaftet wurde, wofür er dem Staat 20 fl (= Gulden) Steuer zu bezahlen hatte.
Offenbar erfüllte der Kommerzienhof nicht die in ihn gesetzten Erwartungen, weil er bereits im Jahr 1800 nicht mehr bestand. Ab diesem Jahr hieß der Besitzer der weitläufigen Anlage Matthew Rowsthorne, der bereits seit 1765 - er war aus Presten / Lancashire nach Wien gekommen - an anderer Stelle in unserer Stadt ebenfalls so wie Thomas Lighthowler in Erdberg Messingknöpfe erzeugte.

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Guest
Guest Tuesday, 16 July 2019

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Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

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  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
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