Du Gute, schönste aller schönen Frauen - ist 's nötig denn, daß mich die Sehnsucht quäle und daß ich Tag und Nacht die Stunden zähle bis ich darf Deine Seelenaugen schauen?

Ich wag' es kaum, dem holden Glück zu trauen, daß Deine große Samariter-Seele,

so kindlich rein und frei von Schuld und Fehle, mir ihre Liebe schenkt und ihr Vertrauen.

Warum darf ich nicht Deine Nähe fühlen, warum darf ich nicht Deine Schönheit sehen, wenn sich mein Herz nach Deiner Liebe sehnt?

Ich möcht' ganz tief in Deinem Herzen wühlen, ich möcht' ganz stark um Deine Liebe flehen, wenn auch mein Leben schon im Herbste tränt.

v. Josef Weichselbaum, 1991 aus seinem Gedichte Band