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Ohne Waffen: Widerstandskämpfer gegen die Nazidiktatur

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WiderstandskämpferinIch schreibe diesen Beitrag, nachdem ich vor einigen Tagen in einem Gespräch darüber belehrt wurde, dass die Österreicher keinen Widerstand gegen den Nazi- faschismus geleistet hätten. Weil ich es besser weiß (im 3. Bezirk gab es immerhin 92 von mir recherchierte Widerstandskämpfer, von denen 15 für ihre Überzeugung starben), schreibe ich diesen Blogbeitrag. Nicht nur, dass es an der Fassade der Stephanskirche links vom Heidentor das in den Stein geritzte Signum O5 - das steht für OESTERREICH, O und E (der 5. Buchstabe des Alphabets) - zu sehen gibt - für Nichtinformierte zur Auf- klärung: Das war das Geheimzeichen einer überparteilichen Widerstands- gruppe, das für Österreich stand - gab es Gruppierungen quer durch alle politischen Überzeugungen: Von Katholiken (z. B. Schwester Restituta) über Christlichsoziale (z.B. Leopold Figl) bis Sozialdemokraten (z. B. Robert Danneberg) und Kommunisten (z. B. die Erdbergerin Grete Jost).

Die 1916 geborene Grete Jost war während ihrer jungen Jahre Mitglied der sozialdemokratischen Jugendorganisation. Von der Haltung ihrer Partei im Jahr 1934 enttäuscht, wandte sie sich dem kommunis- tischen Widerstand gegen den Ständestaat zu. Auch nach dem "Anschluss" unterstützte sie die kommunistischen Gruppierungen, indem sie beispielsweise Flugblätter, die sich mit der Aufforderung zum Widerstand an Wehrmachtsangehörige richteten, verteilte. Außerdem versorgte sie viele Menschen mit aufklärender Literatur über die wahren Hintergründe der Naziherrschaft. Am 9. Februar 1941 wurde sie verhaftet, am 23. September 1942 wurde ihr der Prozess gemacht, und am 15. Jänner 1943 wurde sie geköpft. An der Fassade ihres Wohnhauses in der Baumgasse - Rabenhof - gibt es für diese tapfere junge Frau eine Gedenktafel.

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Guest
Guest Friday, 20 September 2019

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Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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