Brücken im Dritten- Die Verlängerung unserer Schlachthausgasse über den Donaukanal trug schon viele Namen.
kaiser josefs brückeAnlässlich der Eröffnung der Wiener Weltausstellung im Jahr 1873 wurde hier von der französischen Firma Fives-Lille eine Brücke gebaut, die den Namen Kaiser Josefs-Brücke erhielt.
Im Vordergrund unseres Bildes ist das ehemalige Strombad zu sehen, im Hintergrund bemerkt man das Fouragemagazin, in dem beispielsweise das Futter für die Reitpferde der Krimsky-Kaserne - ehemals in der heutigen Baumgasse - gelagert war.


1919 wurde die Brücke in Schlachthausbrücke umbenannt. 1929 musste diese aber für den Verkehr gesperrt werden, weil bauliche Mängel auftraten. Im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms wurde 1936/37 eine Bogenbrücke erbaut, mit deren künstlerischer Ausgestaltung Hermann Kutschera betraut wurde. Nun war die Geburtsstunde der Stadionbrücke gekommen.
Während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde sie wie alle anderen Donaukanalbrücken von der zurückweichenden deutschen Armee gesprengt. Im Herbst 1946 begannen die Arbeiten am Bau einer provisorischen Pionierbrücke, die im Dezember 1947 dem Verkehr übergeben werden konnte. Es dauerte bis 1969, dass die heutige Brücke, deren Stahlkonstruktion von der Firma Waagner Biro gefertigt wurde, fertig gestellt war.

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