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Heute möchte ich Sie etwas mehr über die Denkmalpflege in Niederösterreich informieren.
Die Abteilung Kunst & Kultur der NÖ Landesregierung veröffentlicht mit dem Bundesdenkmalamt seit vielen Jahren laufend Bücher zur Denkmalpflege und zu Denkmal-Projekten.  Bisher sind 49 Bände erschienen.

Der letzte Band befasst sich mit dem Theme Papier und Bücher

 

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Ich zitiere daraus:
"Denkmäler haben große Bedeutung für das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Die Denkmalpflege hat sich zum Ziel gesetzt, diese Denkmäler, also im engeren Sinne Kulturgut, zu erhalten. Deshalb beschäftigen  wir uns immer wieder mit Themen des Materials, aus dem Denkmäler gemacht sind. Es geht um die Erhaltung des Schönen, aber auch des Bedeutenden, des Speziellen. Im Wesentlichen geht es darum, das Flüchtige an diesen Objekten zu bewahren.

Bei jedem Denkmal ist aber auch der Inhalt wichtig, sei es das Künstlerische, das Handwerkliche, das für die Gesellschaft Bedeutende. Papier ist in diesem Zusammenhang ein spezielles Thema, weil es neben Textilien ein besonders schwierig zu erhaltendes Material ist. So wie Stoffe auch, ist Papier in der Lagerung besonders Problematiken hinsichtlich Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt. In den Beiträgen dieser Broschüre ist dies sehr anschaulich dargelegt, und wir hoffen, Ihnen damit etwas Orientierung zur Aufbewahrung Ihrer Kunstschätze geben zu können. "

Ich empfehel Ihnen diesen Band besonders, weil man kaum Publikationen in diesem Bereich findet.
Hier das Inhaltsverezichnis:

 

Papier - Material für Kunst und Kultur

Manfred Koller

Die Waldviertler Papiermühle in Bad Großpertholz

Ulrike Vitovec

Die Entwicklung der oberen Papiermühle in Stattersdorf vom Mittelalter in die Jetzt-Zeit

Thomas Salzer

Papier als Raum - Entwicklung und Pflege

Edit Touré

Huuuch ein Buch! Vom Büchermachen und der BuchKunst in der "Buchstadt Horn"

Toni Kurz

Land der Bücher - Vom bibliophilen Buch bis zur e-library in Niederösterreich

Gabriele Ecker

Bestandserhaltung in der Niederösterreichischen Landesbibliothek und im Niederösterreichischen Landesarchiv

Ilse Entlesberger

Wohin mit Großgrafiken in Sammlungskabinetten? Eine seltene Auswahl

Gregor M.Lechner

Europäisches Forschungszentrum für Buch und Papierrestaurierung in Horn

Patricia Engel

Klosterbibliotheken in Niederösterreich

Martin Haltrich

Die wohltemperierte Bibliothek

Bernadette Kalteis

Restaurierbeispiele

 

Buchrestaurierung

Patricia Engel

Alle Erscheinungen sind kostenlos zu beziehen über die Homepage der NÖ Landesregierung. Ältere Bände werden nicht mehr neu aufgelegt, stehen jedoch als Downloads auf der Webseite zur Verfügung.

Bitte schaffen Sie sich selbst einen Überblick auf der Adresse:

http://www.noel.gv.at/Kultur-Freizeit/Kunst-Kultur/Publikationen/pub_denkmalpflegebroschuere.html

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Photo shared by on in Bezirksmuseum Wien 3

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der Nobelpreisträger aus der Messenhausergasse

 

Der Nationalökonom und Vertreter des Neoliberalismus Friedrich August Hayek (1899-1992) wurde im Haus Messenhausergasse 14 geboren. Er studierte an der Wiener Universität Jus (Dr. jur. 1921) und Staatswissenschaften (Dr. rer. pol. 1923). Hayek stand 1921 bis 1926 im Staatsdienst und war 1927 bis 1931 Direktor des von ihm begründeten "Österreichischen Instituts für Konjunkturforschung".
1931 emigrierte Hayek nach London - ab 1938 britischer Staatsbürger - wo er bis 1950 als Professor für Nationalökonomie tätig war. 1950 bis 1962 wirkte er als Professor für Sozial- und Moralwissenschaften an der Universität in Chicago, 1962 bis 1968 als Professor für Wirtschaftspolitik in Freiburg/Breisgau. 1970 bis 1974 war Hayek Gastprofessor für Nationalökonomie an der juridischen Fakultät in Salzburg, 1977 kehrte er nach Freiburg zurück.
1974 erhielt er gemeinsam mit Gunnar Myrdal den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Friedrich August Hayek veröffentlichte mehr als 50 wissenschaftliche Arbeiten, die durchwegs vom Neoliberalismus geprägt sind, darunter "Geldtheorie und Konjunkturtheorie" (1929), "Preise und Produktion" (1931), "Der Weg zur Knechtschaft" (1945), "Individualismus und wirtschaftliche Ordnung" (1952), "Die Verfassung der Freiheit" (1960) und "Theorie komplexer Phänomene" (1972).

 

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von Ingeborg Steyer
Sonnenuhr-im-inneren-Burghof-zu-Wien
Sonnenuhren jeder Art haben mich immer fasziniert.
Wurde ich einer ansichtig, beobachtete ich neugierig den wandernden Schatten auf dem dargestellten Ziffernblatt und staunte über die stimmende Zeitangabe der Stunden.
Als naiver Laie konnte ich mir natürlich keinen Reim auf die Wirkungsweise machen, dachte aber auch nicht weiter darüber nach.
Bei einer Besichtigung des Straßburger Münsters bestaunte ich die Technik sowie die Ausführung seiner astronomischen Uhr mit der präzisen Zeitangabe und Planetendarstellung.
In Wien begann 1766 David Ruetschmann alias Frater a Sancto Cajetano (1726-1796) im Hofkloster der Augustiner Barfüßer die Arbeit an der astronomischen Kunstuhr, die er am 21. März 1769 fertigstellte. Sie kann im Uhrenmuseum der Stadt Wien besichtigt werden.

Frater-David-a-Sancto-Cajetano_Astrouhren
Sensationelle Genauig- und Richtigkeit wurde der Uhr Cajetanos in allen zeitgenössischen Publikationen bescheinigt, der das Uhrmacherhandwerk nie erlernt hatte, sondern gelernter Schreiner war.
1774 arbeitete Cajetano auch an der Reparatur
der kopernikanischen Planetenmaschine, die heute im Naturhistorischen Museum aufbewahrt wird.

Skeptisch, die Sterndeutung betreffend, entdeckte
ich 1968 zufällig ein kleines Büchlein mit
dem Titel „Sternenbahnen – Menschenwege“,
nach dessen Lektüre ich das Metier Astrologie
nicht mehr ablehnend bewertete, sondern zu
folgendem Schluss kam:

 

 

Astronomische-Kunstuhr-des-Frater-Cajetano


Wenn die Grundlage der Astrologie die
anerkannten Wissenschaften Astronomie und Mathematik sind, kann das Argument „Aberglaube“ nicht standhalten, zumal die von Astronomen berechneten und in Gestirnstandstabellen, den so genannten Ephemeriden, abzulesenden Planetenstände mit ihren Zeitabläufen als Fundament für Zeitaussagen dienen.

 

Beschreibung-einer-astronomischen-Uhr-Titelblatt

 

 

 

 

 

 

 



Nun konnte ich auch die Wirkungsweise von Sonnen- und astronomischen Kunstuhren endlich verstehen.
Im übrigen pflegte Kaiser Joseph II. persönlichen Kontakt zu Cajetano und schätzte dessen Arbeit.
Für weitere Informationen stehe ich während der Ausstellung gerne zur Verfügung. In diesem Sinne folgender Hinweis:

Die Sterne künden
uns nur die Zeitqualität
verursachen nicht!

Postscriptum: In Österreich gewerblich tätige Astrologen müssen Mitglied der WKÖ (= Wirtschaftskammer
Österreichs) sein und eine Ethikerklärung unterschreiben.

Ein Auszug aus dem Museumsheft 2013/1 zu beziehen im Shop Genaustria

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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3
Tag der Wiener Bezirksmuseen

Jährlich veranstalten die Wiener Bezirksmuseen einen Besuchstag mit Geschichten zu besonderen Themen, jeder Bezirk für sich mit seinen Schwerpunkten. Ich wollte hier einmal die Plakate der letzten 7 Jahre vorstellen, die mit besonderem Aufwand hergestellt wurden.

Sehen Sie alle diese Plakete aus dem Bezirksmuseum Landstraße 2008 bis 2014 in unserer Homepage hier auf DasMuseenNet
unter http://dasmuseen.net/berichte.html

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

Ihr Karl Hauer

Beispiele hier als Vorschaubilder :

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Tagged in: Ausstellungen
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Bild-mit-Keramiktorso-eines-Mannes

Abstraktes Bild mit Keramiktorso eines Mannes. 
Wieder einmal was Neues in Form und Technik.

Das abstrakte Bild in Kombination mit einem Tonobjekt, einem männlichen Torso, sollte Ihnen gezeigt werden, damit Sie Kombinationen sowohl in abstrakter Malerei und gegenständlicher Keramik betrachten und vielleicht interessant finden. In der modernen Kunst möchte ich auch neue Wege suchen und ungewohntes ausprobieren. Vielleicht gefällt es Ihnen, das wünscht

mit herzlichen Grüßen
Theresia Schaffer

Tagged in: Maler
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Frau-unter-dem-Regenschirm 

Das Bild möchte ich Ihnen vorstellen mit der Absicht, dass Sie auch jedem Wetter etwas Gutes und Schönes abgewinnen können.
Ein Regenschirm bietet uns nicht nur Schutz vor Regen, sondern ist auch ein Kultgegenstand für Frauen. Ich habe eine große Freude mit Schirmen verschiedener Farben und habe von vielen Urlaubszielen Schirme mitgenommen um sie dann auch manchmal zu verlieren - irgendwo liegenzulassen.
Mein Bild sollte Ihnen diese meiner Vorliebe für Schirme und auch das dazugehörige Wetter in einem freundlichen Licht erscheinen lassen - auch Regenwetter sollte uns nicht abhalten die Natur und das Leben zu genießen.

Einen schönen Frühling und gute Tage wünscht

herzlich
Theresia Schaffer

Tagged in: Maler
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von Marianne Senftleben

Kloeppelspitzen
EINE SINNVOLLE FREIZEITBESCHÄFTIGUNG
Geklöppeltes, wie Spitzen und Deckchen, faszinierten mich schon immer.
Obwohl ich als Werklehrerin mit den verschiedensten Handarbeitstechniken vertraut war, schien mir die Kunst zu klöppeln als sehr kompliziert. Zudem ist Klöppeln im Werkunterricht nicht vorgesehen.
Seit wann es die Klöppelspitze gibt, und wo sie entstand, ist nicht sicher belegt. Nachweisbar ist sie seit dem 16. Jahrhundert in Italien und hier vor allem in Genua. Nach und nach ist die Klöppelspitze auch in Spanien, in den Niederlanden, in Belgien und in Deutschland zu fi nden, ehe sie auch in den slawischen Ländern bekannt wurde. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam die Kunst des Klöppelns ins Erzgebirge, wo es bis heute noch sehr gepfl egt wird, und wo es auch eigene Klöppelschulen gibt.
Und ein Besuch im Erzgebirge war schlussendlich der Anlass, dass ich mit dem Klöppeln angefangen habe.

Kloeppel_Weihnacht
Bei einem Schauklöppeln konnte ich sehen, welch schöne und dekorative Stücke entstehen, wenn man wusste, wie die einzelnen Klöppel zu handhaben sind. Ab nun stand für mich fest: „Ich lerne Klöppeln!“
Meine ersten Klöppelschritte absolvierte ich in einem Kurs in der Volkshochschule.
Fachausdrücke, die die Arbeitsweise näher beschreiben, wie „drehen“, „kreuzen“,  sowie „Schläge“ – zum Beispiel „Leinenschlag“, „Halbschlag“ und so weiter – sind anfangs kompliziert, und ich musste lernen, diese in die Praxis umzusetzen. Ebenso ist das Lesen der Klöppelbriefe nicht ganz einfach und eine große Umstellung zu anderen Handarbeitstechniken.
Kurse beim Österreichischen Klöppelverein folgten. Weiterbildung habe ich außerdem in der Fachliteratur und durch den Erfahrungsaustausch bei Besuchen von Klöppelrunden gefunden.
Kloeppel_Maedchen.jpg
„Kein Preis ohne Fleiß“, und so musste ich viel üben, damit sich erste Erfolgserlebnisse einstellten.
Für das Klöppeln sind verschiedene Utensilien notwendig:
• Der KLÖPPELPOLSTER, der fest gestopft sein muss, damit beim Klöppeln die zu steckenden Nadeln
guten Halt haben.
• Der KLÖPPELSTÄNDER, auf dem der Klöppelpolster liegt.
• Die KLÖPPEL, auf denen das Garn aufgewickelt wird.
• GARNE, die aus verschiedenen Materialien sein können
(Leinen, Baumwolle, Seide, …).
• Rostfreie STECKNADELN zum Befestigen der Arbeit.
• Der KLÖPPELBRIEF, auf dem das Muster gezeichnet
ist.
• Eine transparente Folie zum Verstärken des Klöppelbriefes sowie
• eine Schere und eine Häkelnadel.
Ich klöpple gerne kleine Werkstücke, die für die Dekoration der Wohnung dienen und auch der Jahreszeit entsprechen: Für Ostern sind es die kleinen Häschen, Küken, Ostereier usw. in den verschiedensten Varianten und Farben. Als Weihnachtsmotive, worunter es viele Möglichkeiten gibt, mache ich gerne Sterne und Glocken als Christbaumschmuck, Engel, Krippendarstellungen, Madonnen und anderes. Motive aus dem Tier- und Pflanzenreich, zum Beispiel Schmetterlinge, Katzen, Bäume Blumen usw. sind ebenso traumhaft wie unerschöpfl ich.
Ich selbst verwende für meine Klöppelarbeiten je nach Motivvorgabe Baumwollgarn oder auch Leinengarn, Seide und synthetische Eff ektgarne. Mehrere Klöppelrollen habe ich mit verschiedenen Klöppelmotiven aufgesteckt und arbeite, da ich
in Pension bin, je nach körperlicher Verfassung tagsüber oder abends.

In der Ausstellung zeige ich einen kleinen Überblick über die vielen Gestaltungsmöglichkeiten des Klöppelns, das oftmals nur mit Spitzen und Deckchen in Verbindung gebracht wird, wie es auch meine Ansicht früher gewesen war.

b2ap3_thumbnail_Klppel_Blume.jpgOhne zu klöppeln würde mir etwas fehlen, und ich bin froh, dass ich den Schritt, die Klöppelkunst zu erlernen,
gemacht habe, denn „ich klöpple für mein Leben gern“.
Während der Öff nungszeiten werde ich im Bezirksmuseum klöppeln, wobei mir Interessenten zusehen können.

Ein Auszug aus dem Museumsheft 2012/4 zu beziehen im Shop Genaustria

Tagged in: Mein Leben
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Harfenist-Baumann-in-der-Steingasse_1905_Engelhart
Im 17. Jahrhundert spielten Dudelsackpfeifer in Gasthäusern zur Unterhaltung auf. Sowohl die Sage um den „Lieben Augustin“ als auch die historisch belegte Person des Dudelsackpfeifers Marx Augustin (1643–1685), der auf der Landstraße daheim gewesen war, sind in unserer Erinnerung.
Im 18. Jahrhundert übernahmen die Harfenisten, die zu ihren gezupften Melodien sangen, die Unterhaltung der Wirtshausgäste. Einige von ihnen sind uns dem Namen nach noch bekannt wie Leopold Bürger (1771–1833), der als „blinder Poldl“ in ganz Wien bekannt war, oder der ebenfalls blinde Karl Perfetta (1810?-1870), der von dem aus England stammenden und auf dem St. Marxer Friedhof beerdigten Elias Parish Alvars (1808-1849) ausgebildet worden war und vornehmlich auf dem Wasserglacis – heutiger Stadtpark – die Gäste unterhielt.

 

 

Blinde-Hofmusikanten_1932_Engelhart
Diese Musiker zogen meist als gering geschätzte Alleinunterhalter durch die Gasthäuser und bestritten ihren Lebens-unterhalt durch „Absammeln“ von milden Gaben.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen die Volkssänger auf dem Plan; die ersten traten im Narrenkostüm gemeinsam mit Harfenisten auf und fristeten
ihr Leben ebenso mühsam wie diese. Einige von ihnen waren, weil sie in keinem Lokal beschäftigt wurden, darauf angewiesen ihr Dasein als Hofsänger zu fristen.




Erst Johann Baptist Moser, sein bürgerlicher Name war Müller (1799-1863), der übrigens in der
Landstraßer Hauptstraße wohnte, machte das Volkssängertum salonfähig. Er komponierte Couplets
und gründete eine Gesellschaft von Sängern und Komikern, die im Frack auftraten und nun zu Klaviermusik sangen; um seine fix terminisierten Vorstellungen besuchen zu können, mussten die Besucher einen Eintrittspreis bezahlen, womit das Absammeln mit dem Hut ein Ende hatte.
Seinem Vorbild folgten bald auch andere Volkssängergesellschaften, unter denen man die Namen Edmund Guschelbauer (1839-1912), der das heute noch beliebte Wienerlied vom „oidn Drahrer“ bekannt machte, Fanny Hornischer (1845-1911), Emilie Turecek, verehelichte Demel, die in ganz Wien als „Fiakermilli“ (1848-1889) bekannt war, Antonie Mansfeld (1835-1875) und den Fasanviertler Carl Lorens (1851-1909) findet.

Alle diese Künstler wurden für ihre Auftritte von Gastwirten, die entweder in ihrem Lokal über einen Saal mit Bühne oder für sommerliche Auftritte einen entsprechend großen Garten verfügten, engagiert
Diese Gewohnheit versuchte Johann Fürst (1825-1882) zu ändern, der sein eigenes Fürst-Theater im Prater gründete.
Damit begann die Wiener Tradition des Unterhaltungstheaters, die mit noch heute bekannten Namen wie Hermann Leopoldi (1888-1959), Karl Farkas (1893-1971), Fritz Grünbaum (1880-1941 Dachau), Fritz Löhner-Beda (1883-1942 Auschwitz), Ernst Arnold (1892-1962), Fritz Imhof (1891-1961) und vielen anderen hier nicht Genannten verbunden ist.
Aber kehren wir zu den Unterhaltungsstätten im dritten Bezirk zurück, wo in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Volkssänger die Menschen unterhielten.
Es war die Zeit, als der Gast solcher Lokale seine Alltagssorgen vergessen wollte und ein Gefühl der Geborgenheit vor allem Unangenehmen, das die Welt dort draußen bot, suchte. Ein Vierzeiler sagt alles dazu aus:

Bei mir z‘haus
bin i nia z‘haus.
Aber im Wirtshaus
bin i wia z‘haus.

Beginnen wir mit unserer Wanderung durch die ehemaligen Landstraßer Wirtshäuser am ehemaligen Glacis. Etwa an der heutigen Anschrift Marokkanergasse 3 befand sich das beliebte Lokal „Zu den zwei Täuberln“, das der in der Nähe wohnende Peter Fendi in einem reizenden Stich verewigte. Hier waren schon in früherer Zeit die Harfenisten daheim gewesen. 1826 trat hier der junge Johann Strauss (Vater) mit einer kleinen Musikergruppe auf und brachte als Einstand sein Opus 1, den Täuberl-Walzer, zu Gehör.
Im „Neulingschen Brauhaus“ (Ungargasse / Ecke Neulinggasse) und dem angeschlossenen Garten traten sowohl Johann Baptist Moser als auch Edmund Guschelbauer auf.
Im Garten der „Goldspinne“ (Ecke Ungargasse / Linke Bahngasse) konzertierten die Kapelle Kirchmayer
und das Terzett D‘Gumpendorfer.
An der Ecke der Beatrixgasse zur Landstraßer Hauptstraße befand sich das Volkssängerlokal
„Zum schwarzen Bock“. Hier trat die Gesellschaft des unweit von hier wohnenden Johann Baptist Moser einige Zeit allwöchentlich auf; 1843 hatte hier das Mitglied der Moser-Gesellschaft Johann Kwapil (1822-1907) sein Debut.
Wenige Schritte weiter – Landstraßer Hauptstraße 31 – gab es die „Goldene Birn“ des Ehepaares Johann Evangelist und Anna Stipperger. Das Lokal galt jahrzehntelang als vornehmes Tanzetablissement, wo Vater und Sohn Johann Strauss ebenso wie Josef Lanner und viele andere damals beliebte Tanzorchester aufspielten. Im Gasthaus ließ es sich Ludwig van Beethoven schmecken, und im angeschlossenen Gasthof wohnten Alexander Ypsilanti und Honoré de Balzac.
Schräg gegenüber finden wir das Lokal „Zum roten Hahn“, wo nicht nur die närrische Gesellschaft um Franz Schubert ihre Zusammenkünfte hatte, sondern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch der berühmte Stammtisch der bildenden Künstler Robert Russ, Hans Canon, Carl Moll und Emil Jakob Schindler tagte.
Im Garten des Gasthauses „Zum guten Hirten“ (Gasthaus Metzger, Landstraßer Hauptstraße 55) ist das Auftreten Guschelbauers und Fanny Hornischers verbürgt.
Schräg gegenüber vom Metzger gab es an der Ecke zur Rochusgasse über Jahrzehnte das Gasthaus „Zum eisernen Hut“, das von Studenten bevorzugt wurde und wo es häufi g hoch her ging; der 1848er-Revolutionär Hans Kudlich (1823-1917) – er wohnte übrigens zu dieser Zeit im Gasthof „Zur goldenen Birn“ – erinnerte sich daran in seinem Buch „Rückblicke und Erinnerungen“.
Ein Stück stadtauswärts gab es das Gasthaus „Zum schwarzen Tor“ (Landstraße Hauptstraße 73), wo schon zu Ende des 18. Jahrhunderts zum Tanz aufgespielt wurde. 1791 wurde den Lesern der Wiener Zeitung berichtet, „ ... dasz Sonntag den 25. September wie gewöhnlich Musik beim „Schwarzen Tor“ ist ... Herr Stratzer hat zu Ehren des schönen Geschlechtes zwölf neue Menuetts und zwölf Langaus
verfasset, womit er sich hören lassen wird“.
Der Landstraßer Stipperger-Sohn Bernhard mit Vornamen unterhielt sein erstes Lokal „Zur schönen
Sklavin“ in der Erdbergstraße (heute Nr. 10), von wo er in die Innenstadt wechselte, wo er das Schild „Zum goldenen Ochsen“ bald durch die imponierende Aufschrift „Zur Stadt Frankfurt“ ersetzte. Hier war Franz Grillparzer einer seiner Stammgäste, und es ist bekannt, dass Stipperger einer der ersten war, die nach dem Tod des Dichters einen bedeutenden Betrag für die Errichtung eines Denkmals  zeichneten.
Der zweite Stipperger-Sohn namens Johann betrieb in der Weißgerber-Vorstadt das Lokal „Zum guten Hirten“ in der dortigen Hauptstraße (heute Obere Weißgerberstraße 18), das er in der Tradition seiner Eltern sowohl als Gasthaus als auch als Tanzetablissement führte. Das Lokal erfreute sich offenbar eines guten Rufes, was man einem Gedicht entnimmt:

Doch mehr zufrieden ist man bei der Schenke
Zum guten Hirten, denn der Wirt
versorgt mit guten Speisen und Getränken
die Schafe wie ein guter Hirt.

In Erdberg sind der „Schwarze Adler“ in der Petrusgasse (heute Nr. 2), die „Ungarische Krone“ in der
Schimmelgasse (heute Nr. 2) und der „Weinstock“ in der Schlachthausgasse (heute Nummer 14) als
Volkssängerlokale zu nennen, wo sich die Gäste ohne jeden Standesunterschied – vom Handwerker
bis zum Herrn Lehrer und vom Fiaker bis zum G‘studierten – unterhalten ließen.
Bei-den-Volkssaengern-in-Simmering_Engelhart
Am äußeren Rennweg (Ecke Grasbergergasse) befand sich das beliebte Gasthaus „Zum ewigen
Leben“, das bis 1874, als der St. Marxer Friedhof geschlossen wurde, gerne von Trauergästen zum
Leichenschmaus besucht wurde. Schon zu dieser Zeit, aber auch noch bis in die ersten Jahre
des 20. Jahrhunderts gab es allwöchentlich am Samstag große Vorstellung. Hier trat häufi g die
Gesellschaft Emmerich Zillner, Komponist des bekannten Liedes „Es steht ein alter Nussbaum
drausst in Heiligenstadt“, auf und Paul Meneghini konnte in seiner Posse „Der Herr Vetter aus
Krems“ bewundert werden.
Heute werden solche Veranstaltungen nur noch von wenigen „Feinschmeckern“ besucht, wodurch
die Pflege des Wienerliedes aber auch der Geselligkeit leiden.

 Auszug aus dem Museumsheft 2012/1 zu beziehen im Shop.genaustria.at

 

Tagged in: Musik Musikanten
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Landstraßer / innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht.

Der TenorDer gebürtige Slowene debutierte 1934 im siebenbürgischen Cluj (Klausenburg). 1936 holte ihn der Dirigent Otto Walter an die Wiener Staatsoper, der er mit Ausnahme von Gastspielen in England (London), Frankreich (Paris), Italien (Rom und Neapel), Argentinien (Buenos Aires), Konzertreisen durch Australien, die Tschechoslowakei und Ungarn sowie Auftritten bei den Salzburger Festspielen sein ganzes Leben lang treu blieb.

Er war über Jahrzehnte in Wien einer der beliebtesten Darsteller des Florestan in Beethoven Fidelio und der Inbegriff des lyrischen Tenors in Mozartopern an der Seite von Irmgard Seefried, Elisabeth Schwarzkopf, Sena 

          

          Jrinac und Ljuba Welitsch.Don Giovanni

Ich durfte Anton Dermota an vielen Abenden auf der Bühne des Theaters an der Wien - Ausweichquartier der Wiener Staatsoper von 1945 bis 1955 - in der Partie des Zinngießermeister Balthasar Zorn erleben.

Zu seinem siebzigsten Geburtstag sang er noch einmal in der Staatsoper den Tamino in Mozarts Zauberflöte. In der Presse hieß es damals, dass seine Stimme so wie gewohnt unverändert und frisch klang.

An seinem Wohnhaus in der Landstraßer Hauptstraße gibt es (noch) keine Gedenktafel für den großen Sänger.

Tagged in: Bühne
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Einer Malerin

Du lächeltest mir zu, ich war benommen, Dein schönes Antlitz kannte ich schon lange, was machte jetzt men Herz so weh und bange, was war es, das mir hat das Wort genommen ?

Ist es die Höhe, die Du schon erklommen mit Deiner Kunst fast bis zum Überschwange, die mich beschämt und hemmt in meinem Drange Dir gleich zu werden in der Kunst, der frommen ?

Ja, hoch und heilig ist Dein Tun und Walten, in der Natur un in des Waldes Hallen, das sind des hohen Geistes Regionen,

in denen sich die Seele will entfalten, wo Gottes Lieb' und Güte widerhallen, "Er" schenk Dir edle Inspirationen.

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz (iM) Aus seinem "Gedichte Band "

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Der OperettenkomponistNur wenige Jahre wohnte der Operettenkomponist in der Nähe des Arenbergparks, aber Spaziergänger werden vergebens nach einer Gedenktafel suchen.
Der Lebenslauf des Mannes, der bis 1908 auf die Vornamen Rudolph Josef Frantisek hörte, ist imponierend: Berufsoffizier (mit 23 Jahren wurde Leutnant Benatzky krankheitshalber in den Ruhestand versetzt), Germanistik-, Philosophiestudium in Prag, Doktor der Philosophie (zur selben Zeit studierte er bei Antonin Dvorák Musik), Schlagerkomponist seit 1908, Theater- direktor und seit 1910 Operettenkomponist.
Die Liste seiner Werke ist so lang, dass dafür hier der Platz fehlt; ich möchte nur einige, die auch heute noch bekannt sind, nennen:

"Axel an der Himmelstür", "Bezauberndes Fräulein", "Meine Schwester und ich" und natürlich "Im weißen Rössl"

Böse Zungen meinten in den Vorkriegsjahren, als Ralph Benatzky den Höhepunkt seines Erfolges und seiner Popularität erreicht hatte, dass er seinen Namen in "Benutzky" ändern müsse, weil er in seinen Operetten immer wieder Musiknummern verwendete, die von anderen Komponisten stammten, wie beispielsweise "Zuaschau'n kann i net" (Bruno Granichstaedten), "Was kann der Sigismund dafür ..." (Robert Gilbert) sowie " Mein Liebeslied muss ein Walzer sein" und "Die ganze Welt ist himmelblau" (Robert Stolz) in der Erfolgsoperette "Im weißen Rössl".
Benatzky emigrierte 1940 endgültig in die USA, nachdem er bereits 1938 versucht hatte, in Hollywood Fuß zu fassen. 1948 kehrte er nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod in Zürich.
Während seines Aufenthalts in den USA war er sowohl musikalisch tätig aber auch als Übersetzer tätig (Text des Musicals "Porgy and Bess" und William Somerset Maughams Memoiren "Rückblick auf mein Leben" - Originaltitel: The Summing Up). Auf eigenen Wunsch wurde er in Sankt Wolfgang, am Spielort seiner Operette "Im weißen Rössl", beerdigt.

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht

Dieser Beitrag liegt mir besonders am Herzen, weil er in dieser Reihe erstmalig  einer Frau gedenkt und weil es sich bei dieser um eine waschechte Landstraßerin handelt.

Regina Leopoldine Blau - später änderte sie ihren Vornamen auf Tina - kam als Tochter des jüdischen Militärarztes Simon Blau in der ehemaligen Heumarktkaserne zur Welt. Wie aufgeschlossen ihr Vater offenbar war, zeigt sich an der Tatsache, dass er ihr schon im Alter von 13 Jahren ein Kunststudium ermöglichte. Sie studierte in Wien in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts bei August Schaeffer. 1867 stellte sie im Wiener Kunstverein zum erstenmal ihre Landschaftsbilder aus, und ein Jahr später war sie mit einem ihrer Bilder bei der Eröffnung des Wiener Künstlerhauses vertreten.

Mit dem Erlös zweier verkaufter Bilder konnte sie es sich leisten ins damalige "Malermekka" München zu übersiedeln, wo sie bei Wilhelm Lindenschmit

studierte, aber auch ihren späteren Ehemann, den Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang kennen lernte. 1869 wurde sie bei einer Ausstellung im Münchner Glapalast mit der damals "neuen" französischen Malerei, dem Impressionismus, konfrontiert. Bis zu ihrem Tod blieb sie dieser Kunstrichtung treu und war damit die erste österreichische Imprssionistin.

Als sie 1875 nach Wien zurückkehrte, ging sie mit Emil Jakob Schindler eine Künstlergemeinschaft ein, die bis zu dessen Heirat 1878 hielt. Er hatte die bereits im dritten Monat schwangere Sängerin Anna Sofie Bergen geheiratet. Ihre Tochter ist uns auch noch heute als Alma Mahler-Werfel bekannt.

Die gekränkte Tina Blau ging wieder nach München, wo sie einerseits zur Evangelischen Kirche konvertierte und bald darauf Heinrich Lang heiratete. Beide waren künstlerisch überaus produktiv - Tina Blau-Lang unterrichtete an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins und zeigte während einer Ausstellung im Münchner Kunstverein mehr als 60 Landschaftsbilder.

Nachdem Heinrich Lang 1891 starb, begab sie sich zuerst auf Reisen, kehrte aber bald darauf nach Wien zurück, weil ihre Mutter schwer erkrankt war. Sie siedelte sich im Weißgerberviertel an, von wo sie ihren geliebten Prater in wenigen Minuten zu Fuß erreichen konnte. Ihre Wohnadressen waren Rasumofskygasse 2 und später Erdberger Lände 16; ein Atelier betrieb sie im Haus Kegelgasse 24.

1897 gründete sie gemeinsam mit Olga Prager, Rosa Mayreder und Karl Federn die Wiener Kunstschule für Frauen und Mädchen, an der sie bis zu ihrem Tod unterrichtete.

Im 3. Bezirk erinnert leider keine Gedenktafel an diese bedeutende Künstlerin; 1930 wurde im 14. Bezirk ein Weg nach ihr benannt, der allerdings wegen ihrer jüdischen Abstammung zwischen 1938 und 1947 einen anderen Namen trug.

Im Jahr 2006 zeigten wir im Bezirksmuseum Landstraße die Ausstellung Tina Blau-Lang, wohnhaft Wien III. Lesen Sie weiter auf unserer Museumsseite

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Gedenktafel Musil, Rasumofskigasse 20

Immer wieder fragen Schüler, Studenten und historisch interessierte Besucher nach einer namentlichen Zusammenstellung prominenter Personen, die irgendwann im Bezirksgebiet daheim waren. Diese Liste enthält nur die Namen der Personen, deren Beruf und den Vermerk GT, sofern eine Gedenktafel besteht. Nähere Angaben erfragen Sie, bitte, bei uns. Ich habe begonnen eine solche anzulegen; sollten Sie die/den eine(n) oder andere(n) vermissen, teilen Sie uns, bitte, den fehlenden Namen über diesen Blog oder mittels E-Mail mit. Danke!

+ neben dem Namen bedeutet, dass diese Person bereits Mittelpunkt einer Ausstellung war

# neben dem Namen bedeutet, dass es zu dieser Person eine Homepage-Seite gibt. Adelpoller Franz, Politiker und Widerstandskämpfer, GT  Agricola Karl, Maler und Kupferstecher Aichinger Ilse, Schriftstellerin Angerer Paul, Komponist, # Aslan Raoul, Schauspieler Augustin Max, Dudelsackpfeifer

Bach de Christoph sen, Kunstreiter Bach de Christoph jun, Kunstreiter Bachmann Ingeborg, Schriftstellerin, GT (s. Museumsheft 1996/3; 2002/3; 2003/4) Bahr Hermann, Schriftsteller Balzac de Honore, Schriftsteller, GT (s. Museumsheft 2001/4 ) Bauernfeld Eduard, Bühnenautor, Schriftsteller Baumann Ludwig, Architekt Bayros Franz, Maler, GT Bäuerle Adolf, Schriftsteller, Journalist (s. Museumsheft 2003/4) Beethoven van Karl, Offizier (s. Museumsheft 1998/5) Beethoven van Ludwig + #, Komponist, 2 GT (s. Museumsheft 1998/5) Benatzky Ralph, Komponist Berg Alban, Komponist Bernstein Leonard, Komponist, GT Bing Rudolf, Theatermanager Birago von Karl, Festungsbaumeister

Die komplette Liste finden Sie auf der Museumsseite

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Finden Sie hier periodisch einige Auszüge aus dem Buch, veröffentlicht vom Bezirksmuseum Landstrasse, Wien 3

Beginnen wir mit Kapitel 1: PRÄHISTORISCHE UND RÖMISCHE FUNDE (Stand 2007)

13-15, 17, 36 Gerlgasse 8, 12 Göschlgasse 12, 14
Hafengasse 2, 13 Hegergasse 13 Hohlweggasse 1 bis 19, 2 bis 6, 10, 12
Jacquingasse 18 Keilgasse 2 bis 6, 7, 9, 12 Kleistgasse 2, 12 Klimschgase 12 bis 18, 19, 21, 40
Landstraßer Gürtel 27 Landstraßer Hauptstraße 10, 13, 21, 39, 75-77, 137, 146-148, 169, 171, 173
Mechelgasse 1 bis 5 Metternichgasse 11
Oberzellergasse 14 bis 20 Prätoriusgasse Prinz-Eugen-Straße 1
Rechte Bahngasse 50 Reisnerstraße 59, 61 Rennweg 6, 11, 12A, 13, 14 bis 26, 21, 31 bis 33A, 34-36, 44, 49, 54, 58 bis 64, 63, 81, 87, 95, 96, 97, 102
Rennweg / Ungargasse Rudolfstiftung (Garten) Schlachthausgasse 52, 54
Schützengasse 1, 2, 12, 24 Siegelgasse Stanislausgasse 1, 2, 4, 11 Steingasse 21 bis 27, 30, 33 bis 37, 36 bis 40 Strohgasse 1 Stubenbrücke Schweizer Garten Ungargasse 64
Viehmarktgasse Zollamtsstraße, Vordere

Damit haben Sie einen ersten Überblick über diese Funde im Bezirk, lesen Sie bitte die weiteren kommenden Buchauszüge - der nächste wird sein: Ein Bericht über die "Frühgeschichte", oder beschaffen Sie sich das Buch bei einem Besuch im Bezirksmuseum in der Sechskrügelgasse 11; oder Sie bestellen es Online hier.

 

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Thonet

Neben dem Grabstein für Katharina Waldmüller weist eine kleine Erinnerungstafel darauf hin, dass sich hier die Grabstelle des 1888 exhumierten und in die Familiengruft im Zentralfriedhof überführten Michael Thonet befunden hatte, der infolge seiner Erfindung der Holzbiegetechnik und die Entwicklung des Bausatz-Prinzips als ein Pionier des Möbeldesigns gilt.
1819 machte sich Thonet im rheinländischen Boppard als Bau- und Möbeltischler selbständig. Bereits ab 1830 stellte er Möbel aus verleimten und gebogenen Holzleisten her.
1841 wurde der damalige österreichische Außenminister Metternich auf ihn aufmerksam, als er Thonets Möbel auf der Koblenzer Gewerbe-ausstellung sah.
Thonet folgte mit seiner Frau und den fünf Söhnen Metternichs Einladung nach Wien zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten begann schließlich ab 1850 der steile Aufstieg des Unternehmens Gebrüder Thonet, in dem aber der Vater Michael nach wie vor die oberste Leitung beibehielt.Thonet erkannte, dass das große Geschäft nicht mit exklusiven Möbeln gemacht werden kann, sondern mit der Massenerzeugung. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts gründete die Familie nach und nach 22 Erzeugungsbetriebe innerhalb der Monarchie und acht Verkaufsstellen in europäischen Großstädten. Eine der ersten Erzeugungsstätten der Firma Thonet befand sich in der Unteren Weißgerberstraße. Es gibt hier keine Gedenktafel. Ein Beispiel für das von der Firma entwickelte Bausatz-Prinzip ist der Stuhl Nr. 14: Er besteht aus sechs Teilen sowie zehn Schrauben und zwei Muttern.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof liegt nun mit einem beigefügten Orientierungsplan für Interessenten vor.
Sie können diesen entweder im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Einer der Schwerpunkte unserer Präsentationen ist die Dauerausstellung über den Sport in unserem Bezirk. Hier wird sowohl die Geschichte des EislaufenEislaufens auf der Landstraße - Schleifen auf dem gefrorenen Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals im 18. Jahrhundert, die Aktivitäten des Wiener Eislaufvereins im 19. Jahrhundert auf seinem ersten Platz im Bereich der heutigen Vorderen Zollamtsstraße und schließlich das Eislaufen auf dem zweiten Platz in der Johannesgasse bzw.

 

Lothringerstraße - in vielen Bildern, als auch Fotos von Landstraßer Eislaufgrößen vergangener Jahre gezeigt. In der Ausstellung wird auch an Landstraßer Radsportler, Gewichtheber, Boxer und Leichtathleten, die es zu inter-nationalem Ruhm brachten, erinnert.

 

 

b2ap3_thumbnail_Eislaufen2_882-300x203.jpgAlles in allem eine Schau, die dem Besucher immer wieder den Gedanken vermittelt: "Jö, schau, an die/den erinnerne ich mich noch gut."

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Museumsseite hier und auch hier. Weitere historische Bilder präsentieren wir in unserer online Bilderdatebank]

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Landstraßer / innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht.

Deutsch Ernst Deutsch als Baron Kurz in "Der Dritte Mann"

Der in einer jüdischen Prager Kaufmannsfamilie  geborene Ernst Deutsch entwickelte sich als Schauspieler, nachdem er schon 1916 in Hasenclevers Drama Der Sohn am Dresdner Alberttheater die Titelrolle mit großem Erfolg gespielt hatte, zum expressio- nistischen Darsteller und im Verlauf seiner Karriere immer mehr zum Darsteller dämonischer Charaktere wie beispielsweise in seiner Darstellung des Baron Kurtz in Carol Reeds Film Der dritte Mann.

Bis 1933 - in diesem Jahr verließ er Deutschland und übersiedelte nach Wien - war Ernst Deutsch haupt- sächlich an Berliner Theatern tätig, spielte aber auch in einer großen Anzahl von Stummfilmen.

1938 emigrierte er in die USA und stellte in zahlreichen Hollywoodfilmen unter dem Pseudonym Ernest Dorian Nazis und deutsche Offiziere dar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er über Paris und die Schweiz nach Wien zurück und wurde Ensemblemitglied des Burgtheaters.

Ernst Deutsch in der Rolle des Nathan, Burgtheater, 1967

Mehr als eintausendmal verkörperte Ernst Deutsch während seines Lebens die Titelrolle in Lessings Nathan der Weise. Seine Darstellung dieser Figur war über Jahrzehnte Vorbild für andere Schauspieler, als ob diese Figur ihm auf den Leib geschrieben worden wäre.

Ernst Deutsch war nicht nur ein großer und überaus talentierter Schauspieler; es war ihm aber auch bewusst, dass nur viel Einsatz und Engagement gemäß dem ihm zugeschriebenen Ausspruch Wer vom Glück nur träumt, darf sich nicht wundern, wenn er es verschläft zum Erfolg führt.

An seinem Wohnhaus in der Landstraßer Hauptstraße erinnert leider keine Gedenktafel an diesen großen Charakterdarsteller.

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank

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Seit 1990 beschäftige ich mich damit, die jüdischen Landstraßer, die im März 1938 infolge der Okkupation unserer Heimat durch Nazideutschland plötzlich zu ausgegrenzten und rechtlosen Unpersonen wurden, in einer Datei zusammenzufassen.

In mühevoller Kleinarbeit suchten wir die Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Berufe und Schicksale dieser Menschen.

Dann gab es im Mai 1995 die Ausstellung Unsere vergessenen Nachbarn. Ich wählte diesen Titel damals mit voller Absicht, weil diese Menschen in unserer Gesellschaft bis dahin tatsächlich vergessen waren. Niemand von den älteren Menschen sprach von ihnen, und Auskünfte erhielt ich immer nur nach beharrlichem Fragen.

Erst einige Jahre danach gab es dann die offiziellen Gedenkveranstaltungen wie beispielsweise A letter to the stars. In unserem Bezirksmuseum erinnert ein Gedenkraum seit 1995 an diese ehemaligen Mitbürger, wo auch ein Erinnerungsbuch aufliegt.

Immer wieder versuche ich seither, das Gedenken auch in der Öffentlichkeit durch Anbringung von Gedenktafeln wach zu halten; bei dieser Tätigkeit unterstützt mich dankenswerterweise der Landstraßer Verein Steine des Gedenkens, der sich bemüht, jedes Jahr zu Beginn des Monats November anlässlich der so genannten Kristallnacht neue Erinnerungstafeln für Personen oder Institutionen im Gehsteig anbringen zu lassen. Der Vorstellung des Buches war anlässlich unserer Ausstellungseröffnung am 11. November 2011.

Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserer alten Homepage

Detaillierte Daten auf der Internetseite Juden in Wien 3 Das Buch ist im Museum und auch online zu erwerben

und http://www.steinedesgedenkens.at

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Der Erfinder des Hatschi Bratschi und des über die Tapete reisenden Florian.

Ginzkey

K. u. k. Offizier, Kartograph, Dichter und Schriftsteller: das alles war dieser Mann, den ich   noch heute verehre, obwohl er sich mit den Machthabern des Dritten Reiches arrangierte,  indem er 1942 Mitglied der NSDAP wurde. Aber, wer weiß, wodurch er vielleicht dazu gezwungen war. Schon als jungen Menschen zogen mich seine Verse eigentümlich an, und ich erinnere mich mit Freude an die Lektüre seiner Novellen wie zum Beispiel Magie des Schicksals. Er wohnte während einiger Jahre in einem Haus der Mohsgasse, wo es aber natürlich keine Gedenktafel gibt: Schließlich und endlich, wer erinnert sich heute schon noch an den Ginzkey? Seine Ballade Der schlafende Wagen, in der er den greisen, schlummernden Prinzen Eugen mitsamt seinen alten, schlafenden Dienern in seiner Kutsche vor dem Tor des Belvedere schildert, bringt mich immer wieder beim Lesen zum Schmunzeln.

Sieh, da naht sich leise, leise auf den Zehn das Volk im Kreise, sorgend, dass kein Lärm bestehle seines Lieblings Heldenschlaf. Stumm umstand das Volk der Wiener Prinz Eugen und seine Diener. Bis ein Schusterbube lachend auf zwei Fingern schrillend pfiff. Er bekam zwar eine Schelle, doch sie tönte also helle, dass der alte Held erwachend jäh nach seinem Degen griff. ............. Mit Gequietsche und Gerutsche schob sich schnell die alte Kutsche durchs Portal. Ein freundlich Winken, und der Prinz verschwunden war.

Ich kaufte meinen beiden Buben - Geburtsjahr 1965 und 1967 - Ginzkeys Kinderbücher und sehe es noch vor mir, wie der Jüngere mit vier Jahren, als sein älterer Bruder den Hatschi Bratschi und den Florian bereits selbst lesen konnte, beim Ansehen des Buches wichtig dreinschauend die Verse laut deklamierte und die Seiten an der richtigen Stelle umblätterte.

War das eine schöne Zeit! Karl Hauer

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Universalmuseum Joanneum GmbH

Die Landesmuseum Joanneum GmbH wurde mit Generalversammlungsbeschluss vom 26. November 2002 gegründet. Mit Generalversammlungsbeschluss vom 2. Dezember 2003 hat sich die Stadt Graz an dieser Gesellschaft beteiligt, die Verteilung der Gesellschaftsanteile stellt sich wie folgt dar: an der Gesellschaft ist das Land Steiermark zu 85% und die Stadt Graz zu 15% beteiligt. Die Gesellschaft wurde mit Generalversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2009 in Universalmuseum Joanneum GmbH umbenannt.

 

Das Universalmuseum Joanneum ist eine wissenschaftlich-kulturelle Institution. In Übereinstimmung mit den Statuten des Internationalen Museumsrates ICOM ist das Universalmuseum Joanneum eine nicht gewinnbringende, ständige Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist und materielle Belege des Menschen und ihrer Umwelt zum Zwecke des Studiums, der Erziehung und der Freude erwirbt, erhält, erforscht, vermittelt und ausstellt. Das Universalmuseum Joanneum führt, ihrer Bestimmung gemäß, steirische landeskundliche Sammlungen von allgemein wissenschaftlichem Charakter oder kulturellem Wert, und weist durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen auf die wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen und Bedürfnisse des Landes Steiermark hin.

NEU:  Eröffnung des NATURKUNDEMUSEUM am       15. März 2013

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Im vergangenen Sommer habe ich, wie schon in den letzten fünf Jahren, während meines Urlaubs in Kärnten ein Buch "verbrochen". Es trägt den nichtssagenden Titel SO WAR DAS, und damit die möglichen Leser ein wenig neugieriger werden, habe ich mich für den Untertitel DER ENKEL EINES WIENER DIENSTMANNS ERINNERT SICH entschieden.

Die Entstehungsgeschichte ist ähnlich wie die der fünf Sachbücher. Immer hat irgendwann irgendjemand zu mir gesagt: "Sagen Sie" bzw. "Sag einmal" - "wo kann man das nachlesen?" Und dann musste ich immer antworten: "Tut mir Leid, das wurde nirgends aufgeschrieben; alles das sitzt in meinem Kopf".

Und so war das auch, wenn ich aus meinem Leben erzählte und in meinen Erinnerungen kramte: Erster Gehversuch im Kleinkindalter mit neun Monaten verbunden mit einer Blutvergiftung an der linken Hand, die beinahe zur Amputation des Unterarms geführt hätte. An meine Freundschaft im Kleinkindalter mit unserem Nachbarn, dem Schuhmachermeister Josef Hrad, der mich Liedchen gelehrt hatte, die ich noch heute kenne, erinnere ich mich gerne; allerdings hatte er auch ein Sprücherl verfasst, das mich schon damals begeisterte; für das Aufsagen desselben vor meinen Eltern gab es Ohrfeigen von meinem Vater.

Schuster, scheißt er und hust' er,

scheißt er nicht, dann hust' er,

hust' er nicht, dann scheißt er.

Scheißt er nicht und hust' er nicht,

dann ist er auch auch kein Schuster nicht.

Mein mütterlicher Großvater Leopold Brunner, der Dienstmann und Nachtwächter am Tandelmarkt in der Rossau war, seine von mir geliebte Lebensgefährtin Henriette "Jettinko" Tabak, der Nazifreund meines Vaters - auch "der Vati" war illegales Mitglied der NSDAP schon seit meinem Geburtsjahr 1931 - Joschi Milaberski, der in den Putsch des Jahres 1934 verwickelt war, die jüdischen Freunde meiner Mutter in der Leopoldstadt - sie pflegte diese Freundschaften trotz der ständigen Proteste meines antisemitisch gesinnten Vaters - und in der Brigittenau, meine Garser väterliche Großmutter, die Schuldienerin Fanny Hauer und natürlich die ganze Verwandtschaft rundherum schildere ich so färbig wie möglich.

Ich erzähle aber auch meine Erlebnisse in der Nazizeit, als unsere Familie von heute auf morgen als "politisch unzuverlässig" eingestuft, und ich deshalb aus der Oberschule für Knaben geschmissen wurde. Meine inhomogene  Entwicklungsperiode nach 1945 - Mitglied der FÖJ, Schauspieleleve, Schlagzeugspieler (heute heißt das Drummer), Chorsänger im Theater an der Wien, dem Ausweichquartier der Wiener Staatsoper, meine ständigen Liebschaften und die Zeit, als ich dreimal wöchentlich beim "Thumser draußen in Neulerchenfeld" verkehrte - sind ebenso Inhalt des Buches, wie auch mein Beruf als Lehrer, die abenteuerlichen Reisen durch Europa, nach Amerika und Südostasien, die ich mit meiner geliebten vierten Ehefrau Veronika unternehmen durfte und die Tätigkeit in "meinem" Bezirksmuseum. Na ja, in 81 Jahren kommt schon einiges an Erinnerungen zusammen.

Alle, die es interessiert, sind zu meiner Lesung am Dienstag, 23. Oktober 2012 ab 18:00 Uhr im Bezirksmuseum Landstraße eingeladen. Um in etwa zu wissen, mit wie vielen Zuhörern ich rechnen darf, bitte ich mich zuvor unter (01)4000-03127 oder 069910679094 anzurufen.

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Die alte Rotundenbrücke (Sophienbrücke) Ansicht gegen den Prater

Die alte Rotundenbrücke (damals noch Sophienbrücke): 1776 wurde hier eine Brücke aus Eichenholz gebaut, um den Bewohnern der Vorstädte Landstraße und Weißgerber das Erreichen der Vergnügungsstätte "Altes Landgut" (damals zwischen der heutigen Stadtgutgasse und der Ausstellungsstraße) zu erleichtern. Um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ließ Fürst Rasumofsky hier eine neue Holzbrücke erbauen, die jedoch 1809 durch einen Eisstoß zerstört wurde, sodaß er sie 1809/10 durch eine Steinbrücke ersetzte.
Schon 1819 mußte diese abgetragen werden, da sie wieder durch Hochwasser und Eis beschädigt worden war. Weil Rasumofsky inzwischen verarmt war, wurde ein "Aktienverein zum Bau der Ersten Wiener Kettenbrücke" gegründet, mit deren Mitteln 1825 eine für Fußgänger und Reiter vorgesehene 71 Meter lange Brücke errichtet wurde.

       Die Sofienbrücke (heute an Stelle Rotundenbrücke) etwa 1890

Sie wurde nach der Erzherzogin Sophie benannt (unser Bild). Ein interessantes Detail ist, daß ihr Geländer aus alten Flinten angefertigt war. 1872/72 wurde sie durch eine massive Fahrkettenbrücke ersetzt, über deren Landjochen die Gebäude für die Mauteinheber - jeder Benutzer mußte 1 Kreuzer Maut bezahlen - gebaut wurden. Erst nach 40 Jahren wurde die Einhebung der Maut abgeschafft. Im Jahr 1919 wurde der Name auf Rotundenbrücke geändert. Dieser Name erinnert an die 1872/73 für die damalige Weltausstellung im Prater errichtete Rotunde, die am 17. Sep- tember 1937 abbrannte. Da ab 1902 eine Straßenbahnlinie über die Brücke führen sollte, musste sie verstärkt werden. Wegen des starken Verkehrsaufkommens war es notwendig eine neue Brücke zu bauen, die 1936 eröffnet wurde. Dieser Neubau dauerte 16 Monate! Im April 1945 wurde dieser Übergang ebenso wie alle anderen Donaukanalbrücken von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Pioniere der Roten Armee erbauten schon bald eine Notbrücke. 1954/55 erfolgte dann der Neubau der noch heute be- stehenden Rotundenbrücke als Trägerrostkonstruktion mit rahmenartigen Hauptträgern. Sie ist 62 Meter lang, 24,7 Meter breit, von denen 16 Meter für die Fahrbahn zur Verfügung stehen.

Lesen Sie weitere Details in unseren Bezirksnachrichten im Shop und besuchen Sie unsere Bilderdatenbank mit Brücken hier

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht.

 

INGE KONRADI (1924-2002), eine unvergessliche Schauspielerin

Heute ist mir nach Theater bzw. Schauspielern zumute. Wenn ich die große Anzahl von Landstraßer Mimen vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt mir halt immer wieder als erste die unvergessliche Inge Konradi ein. Schon im letzten Jahr ihres Studiums - 1941 - am Max-Reinhardt-Seminar trat sie im Volkstheater auf.
Ab 1942 war sie dann in diesem Haus - Direktion Walter Bruno Iltz - fix engagiert. Ihre Antrittsrolle war die Franziska in Lessings "Minna von Barnhelm". In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sie sich zur unvergleichlichen Darstellerin in Stücken von Ödön von Horvath (beispielsweise "Geschichten aus dem Wiener Wald"), Ferdinand Raimund (z. B. "Die gefesselte Phantasie" und "Der Bauer als Millionär") und insbesondere Johann Nestroy (z. B. "Kampl", "Zu ebener Erde und erster Stock", "Der Talisman" und unvergesslich als Christopherl  in "Einen Jux will er sich machen" zusammen mit Josef Meinrad). Ab 1947 wirkte Inge Konradi immer wieder in Spielfilmen mit.

OmamaDie Liste ist lang; zuletzt war sie in der köstlichen Rolle der Omama in den beiden Xaver-Schwarzenberger-Filmen "Single Bells" und "O Palmenbaum" zu sehen.

Ab 1951 war Frau Konradi Mitglied des Burgtheaters, das sie 1992 zum Ehrenmitglied ernannte. Schon seit 1988 unterrichtete sie am Max-Reinhardt-Seminar.
An der Fassade des Hauses, in dem Inge Konradi über viele Jahre daheim war - Landstraßer Hauptstraße 2C - erinnert keine Gedenktafel an sie.

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank 

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Als ich vor mehr als 30 Jahren die Leitung des Museums übernehmen durfte, fand ich bereits eine reiche Sammlung von Plänen, die das Bezirksgebiet sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit zeigen. Einer der für unsere beinahe tägliche Arbeit am wertvollsten ist ein Plan aus der Zeit kurz nach 1862, auf dem die damals bestandenen Grundstücke sowohl mit der alten Conscriptionsnummer – solche gab es für jede der drei Vorstädte LANDSTRASSE, ERDBERG und UNTER DEN WEISSGERBERN -, als auch mit der zu dieser Zeit eingeführten Durchnummerierung in den jeweiligen Verkehrsflächen. Besonders interessant sind die drei Vorstadtpläne des Lithographen Anton  Ziegler aus den Jahren ab 1826, der zu dieser Zeit nach und nach für alle 34 Wiener Vorstädte – sie wurden ab 1862 zu den acht, die Innenstadt umgebenden neuen Bezirke zusammengefasst -  Pläne veröffentlicht.

Bild: Erdberg

Erdberg Plan aus 1826

 

Bild 3: Weißgerber

Besuchen Sie mich im Museum (ab September) und begutachten Sie diese historisch wertvollen Dokumente.

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mautnersche-brauerei-vogelschau

 

Schon zur Zeit des St. Marxer Bürgerspitals gab es hier eine kleine Brauerei. Der Erlös trug zur Erhaltung des Spitals wesentlich bei. Adolf Ignaz Mautner kam 1840 nach Wien und pachtete bald darauf die St. Marxer Brauerei. Nachdem das Bürgerspital aufgelöst worden war, kaufte Mautner 1857 die gesamte Anlage, die er schließlich 1861 durch den Ankauf von benachbarten Grundstücken vergrößerte. Ein Vogelschaubild zeigt den damaligen Brauereibetrieb. Bekannt wurde sein Betrieb durch die Erfindung der Kühlmaschine für sein Bier, was es ihm ermöglichte, Kühlhäuser unter dem Patentnamen "Normal-Bierlagerkeller System Mautner" einzurichten. Dadurch konnte er das damals beliebte untergärige Lagerbier während des ganzen Jahres anbieten.

Wasserbüffel, um 1900

Der innerbetriebliche Transport der riesigen Bierfässer wurde durch von jeweils zwei Wasserbüffeln gezogenen Wagen bewerkstelligt.

 

Ein interessantes Foto aus unserem Archiv zeigt das Einfahrtstor in der Landstraßer Hauptstraße, über dem sich ein Bild des heiligen Markus befand.

 

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Der Scchweizer GartenJa, als er 1905/06 angelegt wurde, hieß er noch Marie-Josefa-Parkund war nach der Mutter des späteren Kaiser Karl, Maria Josefa, benannt. Zum Schweizergarten wurde er 1920, als die Stadt Wien beschloss, dieser Gartenanlage zum Dank für die großzügige Schweizer Hilfe, die damals hauptsächlich unterernährten und kranken Kindern zugute kam, diesen neuen Namen zu geben.

Ich hege ja den Verdacht, dass damals den Stadtvätern jeder neue Name genehm gewesen wäre, wenn er nur nichts mit den Habsburgern zu tun gehabt hätte. Für die Fasanviertler allerdings hat sich nichts geändert, hier heißt er nach wie vor "Mizzi-Pepi-Park". Die Anlage war im Stil eines englischen Landschaftgartens angelegt und enthielt mehrere Teiche...

Die ursprüngliche Ausstattung der Parkanlagewurde durch Kriegseinwirkungen während des Zweiten Weltkrieges zum größten Teil zerstört.Der Schweizergartenbrunnen Gegen den Einschnitt der Schnellbahn hat sich ein Stück des ehemaligen Linienwalles erhalten; übrigens besteht ein zweiter Rest in der Helmut-Qualtinger-Gasse.

Im Schweizergarten fallen dem Besucher zwei Denkmäler auf: das Staatsgründungsdenkmal, das vom Bildhauer Heinrich Deutsch und dem Architekten Berthold Gabriel geschaffen wurde und die Begründung der österreichischen Republik 1918 sowie die Wiedererstehung 1945 symbolisiert...

Lesen Sie ausführlich weiter: hier

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Heinz SandauerSein Name wurde in den Fünfziger- und Sechzigerjahren jeden Tag im Radio bei Musiksendungen genannt: Am Klavier Heinz Sandauer, Komponist Heinz Sandauer oder Orchester unter der Leitung von Heinz Sandauer. Nach seinem Musikstudium in Wien begann er als Arrangeur für die großen Operettenkomponisten Franz Lehár, Emmerich Kalmán und Robert Stolz.
Zur selben Zeit arbeitete er für die RAVAG - heute Österreichischer Rundfunk - und wurde bald darauf Dirigent des Wiener Rundfunkorchesters. Die von ihm geschaffene Unterhaltungsmusik ging ins Ohr; er komponierte die Musik für rund 30 Filme - darunter "Feldherrnhügel", "Ernte", "Der eingebildete Kranke", "Schäm Dich, Brigitte", "Reisebekanntschaft", "Anton, der Letzte" und viele andere Streifen, an die sich heute niemand mehr erinnert - aber auch Wienerlieder und Schlager (Texter war häufig Erich Meder) - ich nenne einen davon, den heute auch niemand mehr kennt "So ein Regenwurm hat's gut".

Ich erinnere mich aber noch gut daran, dass man dieses harmlose Liedchen vor dem März des Schicksalsjahres 1938 tagtäglich trällern oder summen gehört hat, quasi als Eigentherapie gegen das damals so gar nicht leichte Leben - um es vorwegzunehmen, damals war das Leben wegen der herrschenden Arbeitslosigkeit schwierig, nach dem März 1938 wurde es wegen der politischen Situation unerträglich: Da muss ich resümieren Lieber schwierig als unerträglich! Im Juni 1950 lernte ich Sandauer über Empfehlung unseres Familienfreundes Fredl Herzer kennen, weil der "große" Orchesterleiter wegen plötzlicher Erkrankung seines Schlagzeugers einen Ersatz für seine Sommertournee suchte. Ich spielte ihm vor, und beim Abschied an der Wohnungstüre fragte er: "Sie haben ja einen Smoking?" Natürlich hatte ich den nicht, und so wurde aus meinem Engagement bei Heinz Sandauer eben nichts. Schade?

Am Wohnhaus Mohsgasse 4 gibt es keine Gedenktafel für Heinz Sandauer.

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Meine große Freude sind Tiere  -  sie zu malen ist ein Vergnügen. Deshalb möchte ich ihnen ein ganz speziell gefertigtes Bild, mit Haustieren zeigen, das ich in ein Stallfenster als Rahmen gegeben  habe.

Tiere 

Die Möglichkeit verschiedenen Motive zu finden, ergeben sich wenn ich im Land unterwegs bin, wenn sich die Gelegenheit bietet, bin ich gleich mit großem Eifer dabei, diese Motive in  Bilder festzuhalten.

Die  Freude sie in meinem Blog zeigen zu dürfen ist besonders groß, weil ich sowohl in der Auswahl der Bildmotive als auch in der Kunstgattung  gern was Neues und so hoffe ich, auch intressantes, vorstellen darf.   
Gerade wenn die Natur wieder wärmer und freundlicher wird, können wir uns an Bildern die der Jahreszeit entsprechend angepaßt sind, erfreuen.

Sonnige Grüße und viel Freude wünscht herzlich

Theresia Schaffer

 

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Kapelle

 

 

Ein Bericht von der Homepage des Bezirksmuseums (Klicken Sie auf die Links und Sie gelangen zu den weitergehenden Informationen dort)

Im 3. Bezirk bestehen 18 (!) römisch-katholische Kirchen bzw. Kapellen in sechs Pfarren. Die anderen zwölf Kirchen sind Institutionen wie Klöstern,  Krankenhäusern, einer Schule oder einem Palais angeschlossen.

Darüber hinaus beheimatet unser Bezirk noch die Anglikanische, Armenische, Evangelische, Evangelisch-Koreanische Kirchesowiedie Russisch- und Serbisch orthodoxen Gotteshäuser.

Seit einigen Jahren hat die Neuapostolische Gemeinde ihren Andachtsraum im Haus Ungargasse 27. 

In Erdberg besteht eine Konzentration türkisch-muslimischer Bewohner, die sich infolge ihrer tiefen Frömmigkeit im Haus Keinergasse 18 einen muslimischen Andachtsraum schufen.

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Posted by on in Niederösterreich

 

Lebenserfahrung

eines Siebzigjährigen

Ich kannte einst ein kleines, süßes Veilchen. Es spürte nicht das Frühlingssturmgetose, auch nicht das wilde Knabenmundgekose, ich dacht' mir, warte noch ein kleines Weilchen.

Ich wartete zwei oder drei so Weilchen und aus dem Veilchen wurde eine Rose, der wilde Knabe kam und brach die Rose, ich - fand zum Glück ein neues Veilchen.

So unbarmherzig ist das Schicksalswalten und manche Liebe mußte jäh erkalten, drum sage niemals: später oder nie -

und kannst das Veilchen du auch noch nicht halten, bevor die Rose legt Ihr Kleid in Falten, sinkst du schon selbst leicht sterbend in die Knie.

Mai 1993

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz (iM) Aus seinem "Gedichte Band "

 

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Diesmal möchte ich Sie mit etwas ganz Neuem überraschen.

ABSTRAKTE  KERAMIKEN   -   wurden von mir geformt  und  ich finde,  sie sind  so gut gelungen, dass ich  sie Ihnen zeigen möchte. Das Schöne an künstlerischer Arbeit ist für mich,  "Neues"  zu gestalten um sich daran zu erfreuen und es präsentieren zu können.  Formen und Farben sind  Ausdruck von Gefühlen und deren Möglichkeit diese sichtbar zu machen.  Der Betrachter wird  mit seinen eigenen Voraussetzungen,  diese Formen  erforschen -   angenehm, sogar schön  finden,  oder  auch total ablehnen.  Kunst  soll  daran  zu erkennen sein,  dass  jeder Betrachter,  individuell  seine  Empfindung ganz persönlich spürt und  Freude daran haben kann.

Keramik

 

Keramik_2

Haben Sie eine gute Zeit und viele Grüße

Theresia Schaffer

 

 

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Posted by on in Niederösterreich

An meinem Himmel steht ein Stern, ein neuer, ich höre leise Aeolsharfen klingen, ich fühle mich auf Astro-Höhen-Schwingen, mein Geist ist klein und wird noch stilller, scheuer

vor Deinem Nacht-erhellend' Geistesfeuer. Du bringst im Bild den Kosmos zum Erklingen und willst selbst den Uranus noch erzwingen als Geist-konglomerates Ungeheuer.

Verzeih' mir, Dich mit Magiern zu vergleichen, doch Deine Kunst macht dich entrückt, erhaben, den Irrenden ein ruhig Rettungslicht.

Es möge Unrat der Ästhetik weichen, Fortuna überschütte Dich mit Gaben, und zürne uns'ren vielen Schächen nicht.

1991

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz (iM) Aus seinem "Gedichte Band "

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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Aus dem Buch “Landstrasser Spaziergänge” des Bezirkmsmuseums bringen wir hier Anregungen für Ihren Erkundungsweg im Bezirk.

Die Neulinggasse (Vinzenz Neuling, Brauhausbesitzer) verbindet heute die  Landstraßer Hauptstraße mit der Salesianergasse. Ursprünglich bestand nur der Teil zwischen Ungargasse und Wiener Neustädter Kanal unter dem Namen Grasgasse . In Richtung Landstraßer Hauptstraße konnte der Verkehrsweg erst nach Abbruch der Trainkaserne (s. Kapitel 10: Ungargasse) um 1900 verlängert werden. In den Jahren zwischen 1938 und 1946 war sie in Schredtgasse umbenannt. ONR 1-3 und 2-4: Diese 1954 gebaute städtische Wohnhausanlage mit der Durchfahrt zur Neulinggasse – sie wurde vor kurzem nach Dr. Kurt Steyrer benannt – brachte erst die uns vertraute Situation. Bis 1943 endete die Neulinggasse beim

Ziehrerplatz. Als dann der Beschluss gefasst wurde, im Arenbergpark die beiden Bunker zu errichten, trug man kurzerhand das ehemalige Haus Landstraßer Hauptstraße 94, wo es einen Fußweg zum Anfang der Neulinggasse gab, zur Hälfte ab, um durch die so entstandene Lücke die Gleise einer Feldbahn legen zu können, die vom Donaukanal Baumaterial zur Baustelle transportierte. ONR 1-3: Vor dem Haus steht die Steinskulptur „Familie“ von Margaretha Hanusch. Hinter dem Durchgang befindet sich vor dem Eingang zum Kindergarten die Kunststeinplastik „Bär“ von Josef Schagerl, die 1956 hier errichtet wurde. Hier ist der Zugang zum Ziehrerplatz (Komponist Carl Michael Ziehrer) ONR 8: Dieses städtische Wohnhaus aus der Zeit der Ersten Republik wurde nach Plänen des Architekten Theophil Niemann gestaltet und stellt mit dem schön gestalteten Eingangsbereich ein bemerkenswertes Beispiel eines „Gemeindebaues“ dar. ONR 9: Hier wohnte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Gitarrenvirtuosin Luise Walker-Hejsek. Nun wenden wir uns dem Arenbergpark zu. Er ist der Gartenrest des 145 ehemaligen Palais Arenberg (s. Kapitel 7), das die Anschrift Landstraßer Hauptstraße 96 trug. Der Pavillon wird während der warmen Jahreszeit als Restaurant genutzt.

Der ab 1945 während vieler Nachkriegsjahre tätige Landstraßer Bezirksvorsteher Josef Pfeifer wohnte hier bis zu seinem Tode. Pfeifer wurde 1934 vom Schuldienst wegen seiner politischen Einstellung enthoben und war im Jahre 1938 für einige Wochen aus politischen Gründen im Polizeigefangenenhaus Elisabethpromenade. Sofort nach seiner Enthaftung im Jahre 1939 musste der damals bereits 52-Jährige zur Wehrmacht einrücken.

ONR 6: Die bedeutende Tänzerin Grete Wiesenthal wohnte hier schon vor dem Jahre 1938. Nachdem sie 1902 von Gustav Mahler entdeckt wurde und von da an in der damaligen Hofoper tanzte, machte sie sich 1908 nach einer Auseinandersetzung mit dem Ballettmeister selbständig und trat von nun an gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Elsa und Bertha in Kabaretts auf. Die Tanzgruppe unternahm Tourneen nach Russland und nach Ungarn. Nach einer Zwangspause wegen einer Geburt tanzte Grete Wiesenthal wieder als Solistin (Hugo von Hofmannsthal schrieb für sie die Ballette „Amor und Psyche“ und „Das fremde Mädchen“). Sie arbeitete für Max Reinhardt als Choreographin und begann 1913 ihre Karriere beim Stummfilm. 1920 debütierte sie als Schauspielerin, 1921/22

ONR 39: In dieser in den Jahren 1930/31 nach Plänen des Architekten Armand Weiser erbauten städtischen Wohnhausanlage wohnten die Ehepaare Otto und Lucie Kreisky – sie konnten 1938 in die USA emigrieren – und Heinrich und Alice Scheuer, die beide im Konzentrationslager Maly Trostinec ermordet wurden. Ihre Tochter Rosa emigrierte nach London, ihr Sohn Georg nach Frankreich, wo er sich der Resistance anschloss. Dr. Otto Kreisky war Professor im Radetzkygymnasium, Heinrich Scheuer arbeitete als Journalist.
Demnächst wird die Wohnhausanlage ...

Den kompletten Weg können Sie im Buch nachlesen, besuchen Sie das Museum in der Sechskrügelgasse 11 und besorgen Sie sich diese umfangreiche Publikation für sich selbst oder als Geschenk, oder bestellen Sie es Online hier. * ONR (Ordnungs- bzw. Hausnummer)

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Die beiden Bilder, die nach meiner Reise nach Regensburg entstanden sind, möchte ich Ihnen zeigen, weil es meiner Meinung nach, gut zur derzeitigen Winterstimmung  paßt.

Ich möchte  nicht nur an die kalte Jahreszeit in einer Großstadt heranführen, sondern auch Reiseziele zeigen, die zu jeder Jahreszeit lohnende Motive bieten.  Wer Regensburg kennt, wird sicher die Ansicht von der Steinernen Brücke über der Donau hin zur Altstadt ebenso schön finden wie ich. Sofort hatte ich den Entschluss gefaßt, einige  Bilder zu Malen.

 

ThurnundTaxis2

 

 

ThSchaffer_Schloss ThurnundTaxis

 

Das Schloß der Thurn und Taxis ist eine romantische Ansicht, die einem unweigerlich zum Schwärmen verführt, noch bevor man das Schloß mit seinen vielen Schätzen richtig kennenlernt.  Es überrascht nicht nur mit seinen vielen Räumen, sondern auch mit  seinen Schätzen - besonders der Schatzkammer. Bilder dieser Art können vielleicht  zum Reisen und Erforschen der Welt anregen. 

In diesem Sinn hoffe ich, meine Bilder machen Ihnen ein wenig Freude.

Seien Sie herzlich gegrüßt

Theresia Schaffer

 

 

 

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Aus dem Buch “Landstrasser Spaziergänge” des Bezirksmuseums bringen wir hier Anregungen für Ihren Erkundungsweg im Bezirk.

Einer der markantesten Grenzpunkte des dritten Wiener Gemeindebezirkes ist der Schwarzenbergplatz. Hier treffen die Lothringerstraße, der Verkehrsweg Am Heumarkt, die Prinz-Eugen-Straße, die bis 1911 Heugasse hieß und der Rennweg aufeinander.

 

Der Straßenzug Am Heumarkt mündet zwischen den Häusern mit der ONr 4 und 5 in den Platz. Bis 1910 stand hier die Heumarktkaserne, die bis zur Marokkanergasse reichte, an deren Stelle heute die Häuser mit den ONr 27 bis 37 stehen. Zur Geschichte der Kaserne und deren Umgebung lesen Sie, bitte, das Kapitel 8. Der Straßenname „Rennweg“ wird immer wieder fälschlich mit den im Mittelalter hier alljährlich zweimal durchgeführten „Scharlachrennen“ in Verbindung gebracht.

Die Story hört sich ja sehr schön an, nur leider stimmt sie nicht. Der Name des Verkehrsweges scheint zum erstenmal in einer Urkunde vom 14. Mai 1307 auf, in der die Rede von einem Acker bei dem Rennweg ist, und 1314 heißt es in der Übersetzung einer lateinisch abgefassten Schrift des Schottenstiftes Auf der Stetten auf der Höhe der Wache und indem man ungefähr bei den Rusten am Rennweg anfängt und gegen die Landstraße hindurchgeht, …; die Scharlachrennen wurden aber erst von 1382 bis 1534 veranstaltet, und zwar jeweils am Tage Christi Himmelfahrt und am St. Kathreinstag (25. November) als Begleitveranstaltung der beiden großen Märkte, die damals in Wien abgehalten wurden. Am Renntag erfolgte am Morgen der Auszug aus der Stadt über den Wienfluss hinaus nach St. Marx, wo der Start- und Zielplatz war. Der Bürgermeister gab das Zeichen zum Beginn des Rennens. Das war ein Gaudium für die Zuschauer, wenn zuerst die Reiter – meist zwischen acht und fünfzehn – von St.Marx den Rennweg in Richtung der Stadt und dann den Heumarkt entlang bis zur heutigen Beatrixgasse, Ungargasse und wieder auf dem Rennweg gegen St.Marx galoppierten. Nach dem Eintreffen der letzten Reiter im Ziel hielt der Bürgermeister eine kurze Rede und überreichte die Preise. Der Sieger erhielt ein Stück scharlachrotes Tuch aus englischer Wolle („Scharlachrennen“), der zweite Preis war eine Armbrust, der dritte Platz wurde mit einem lebenden Spanferkel belohnt; immerhin hatte er doch noch „a Sau g’habt“. Nach dem Wettreiten fand dann noch ein immer wieder bejubeltes Wettlaufen der Burschen und Mädchen statt; als Preis gab es ein Stück Barchent (=Mischwebe aus Baumwolle und Lein). Nach dem Ende der Konkurrenzen zogen alle Personen wieder zurück in die Stadt, wo sie der Bürgermeister im Rathaus zu einem Festmahl einlud. Der Name Rennweg stammt wahrscheinlich von der Bezeichnung „Rainweg“, was zumindest in anderen Städten als Wurzel der dortigen Straßenzüge mit demselben Namen nachgewiesen ist. An dieser Stelle gab es mit Sicherheit schon in prähistorischer Zeit einen einfachen Verkehrsweg, was die archäologischen Funde in diesem Gebiet beweisen. Um die Zeitenwende verlief hier die Munizipalstraße zwischen dem römischen Standlager und der Zivilstadt, die sich grob gesagt auf dem Gebiet rund um den ehemaligen Aspangbahnhof befand.

Weitere Texte

ONR 1, 3, 5 sind Otto-Wagner-Bauten aus den Jahren 1889/90, wobei die ONR 3, in dem sich die serbische Botschaft befindet, vom Architekten bis 1903 als sein Stadtpalais genutzt wurde. Dann verkaufte er das Gebäude an die verwitwete Marie Gräfin Hoyos, die mit dem Mädchennamen Nemetschka geheißen und in erster Ehe den Familiennamen von Amerling trug. Es scheint, dass der reich geschmückte Bau bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Besitz der Familie Hoyos gewesen war, die diesen dann an den seinerzeitigen Staat Jugoslawien verkaufte. Die beiden anderen Bauten wurden als Wohnhäuser geplant, wobei interessant ist, dass der spätere Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger im Haus mit der ONR 1 einige Jahre eine Anwaltskanzlei betrieb.

 

Prominente Mieter des Hauses ONR 5 – auch Auenbruggergasse 1 – waren der Komponist und Direktor der Wiener Oper Gustav Mahler (an der Fassade neben dem Eingangsbereich erinnert eine Gedenktafel an ihn) und seine Ehefrau Alma geborene Schindler. In den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts wohnten hier der Staatsoperndirektor Dr. Karl Böhm mit seiner Ehefrau, der Sängerin Thea Linhard und dem gemeinsamen Sohn Karlheinz Böhm. Zur selben Zeit finden wir hier auch den Schauspieler, Schriftsteller und Direktor des Volkstheaters Paul Barnay. Der Vorgängerbau dieser drei Häuser, dessen Garten sich bis in den heutigen Schwarzenbergplatz erstreckte, wird im Jahre 1731 als Haus des Stadtmaurermeisters Jakob Oekkl bezeichnet. 1737 wurde hier nach dem Verkauf der Liegenschaft das „Spital zu Ehren der Dreifaltigkeit“ errichtet, dessen ...

ONR 4, 6: Das Schloss Belvedere, der ehemalige Sommersitz des Prinzen Eugen von Savoyen ist eine Schöpfung des Barockbaumeisters Lukas von Hildebrandt. Die uns heute geläufige Bezeichnung – „schöne Aussicht“ – bürgerte sich erst nach dem Tode des Bauherrn ein. Er hatte die dafür notwendigen Grundstücke, es handelte sich hauptsächlich um Weingärten „auf dem Gaisruck“, im Jahre 1693 gekauft. Pläne aus dieser Zeit tragen noch diesen Flurnamen. An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert erfolgten die Terrassierung des Geländes und die architektonische Gestaltung des Gartens, für die Eugen 1717 den Gartenarchitekten Dominique Girard, einen Schüler des Gestalters des Versailler Schlossgartens, nach Wien holte. In nur zwei Jahren – 1714 bis 1716 – wurden das Untere Belvedere wie schon erwähnt als Sommerschloss mit

 ONR 8-10: Das ist die Anschrift der Kirche und des Klosters der Salesianerinnen. Die nach Joseph I. verwitwete Kaiserin Amalie Wilhelmine berief im Jahre 1716 Nonnen des von Franz von Sales gegründeten Ordens von der Heimsuchung Mariens aus Brüssel nach Wien, um ihnen einerseits hier eine neue Heimstätte zu geben und andererseits in diesem, auf dem vom Freiherrn von Quarient gekauften Grundstück, das sich neben dem eben erst fertig gestellten Unteren Belvedere befand, geplanten Kloster einen Alterssitz zu haben. Der Grundstein wurde von Amalie Wilhelmine im Beisein ihrer Töchter Maria Josepha und Maria Amalia sowie des Bischofs Sigismund Graf Kollonitsch am 13. Mai 1717 – dem Tag der Geburt der späteren Erzherzogin Maria Theresia – gelegt. Der Rohbau der Anlage, der unter der Aufsicht von Donato Felice d’Allio stand, wurde bereits 1719 den Ordensfrauen übergeben, die Kirche wurde zwischen 1717 und 1730 gebaut. An deren Innenausstattung arbeiteten bedeutende Barockkünstler wie beispielsweise Giovanni Antonio Pellegrini (Kuppelfresko) und Antonio...

Den kompletten Weg können Sie im Buch nachlesen, besuchen Sie das Museum in der Sechskrügelgasse 11 und besorgen Sie sich diese umfangreiche Publikation für sich selbst oder als Geschenk, oder bestellen Sie es Online hier. * ONR (Ordnungs- bzw. Hausnummer)

 

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Hier ein Buchauszug aus dem Museumsheft 2009-01 welches Sie im Bezirksmuseum erwerben können

Landstrasser Fusswege und Durchgänge

DI Rudolf Zabrana, Bezirksvorsteher-Stellvertreter

Geschichtliche Entwicklung

Auf der Landstraße mit einem historisch gewachsenem und sehr großmaschigen Straßennetz hat es zur Verkürzung der Wegdistanzen neben „normalen“ Fusswegen auch eine besondere Spezialität, das „Durchhaus“ gegeben. Das sind langgestreckte Hofparzellen mit Zugängen an den Kopfenden (Straßen), die auch zur Erschließung der Handwerksgewölbe, Gasthäuser, Lager und Stiegenhäuser dienten. Das bekannteste Landstraßer Durchhaus ist wohl der „Sünnhof“ (LH26/Ungargasse 13). Weitere Durchhäuser waren das Wirtshaus „Zum schwarzen Tor“ (LH 73/Hainburgerstraße 18), das heute durch den Durchgang Landstraßer Hauptstraße 71 zum Rochuspark/U3/Erdbergstraße und Kundmanngasse ersetzt ist. Auch der Durchgang beim „Schwechater Hof“ LH 97 zur Hainburgerstraße 36 existiert noch in sehr eingeschränkter Form (durch die Galleria und den C&A). Am Rennweg 59 zur Schützengasse 26 gibt es noch einen kümmerlichen Nachfolger durch den „Sozialbau“. Die Durchgänge Löwengasse 19 zur Krieglergasse 3 und Löwengase 33 zur Adamsgasse 30 sind nicht mehr benutzbar. Aktueller Stand Das Prinzip der Landstraßer Durchhäuser wurde in den 80er Jahren in Wiens ersten Bezirksentwicklungsplan aufgenommen, fortgeführt, und in über 25 Jahren ausgebaut und umgesetzt. Die planliche Darstellung zeigt den Stand und die mögliche Entwicklung – vor allem in Stadterweiterungsgebieten wie St. Marx und Euro-Gate. Bedeutung der Fusswege Zu Fuß gehen als „sanfteste“ und umweltfreundlichste Art der Fortbewegung – verbraucht die bereits zugeführte Energie und steigert als einzige Fortbewegungsart die persönliche Fitness und damit die Gesundheit – braucht den wenigsten Platz – und ist die städtebauliche Rahmenbedingung aus dem die Urbanität erwächst. Weitere positive Effekte: • Entlastung der Straßen vor allem vom Autoverkehr • teilweise Trennung und wieder Zusammenführung der Verkehrsarten (MIV – Fußgänger) • Vermeidung von „Verschattungszonen“ d.h. Verödung von Straßenzügen und Gebieten (in Anlehnung an Jane Jacobs’ „Tod und Leben amerikanischer Städte“, 1960) • Verbesserung der Umweltqualität durch ruhige Grünwege • verbesserte Sicherheit durch die Vermeidung von Sackgassen und stärkere soziale Kontrolle • Einprägung und Kennenlernen unverwechselbarer Situationen und damit bessere Identifikation mit dem Stadtviertel (Viertelsbezogenheit) • Steigerung der „Urbanität“ und damit der Lebens- und Umweltqualität Wie kann dieser Nutzen gemessen werden ? Erstens durch einen signifikant höheren Anteil im „modal split“ der Verkehrsarten: etwa 35% der Wege werden zu Fuß erledigt (Schnitt der Bezirke 1-9+20: 30%). Ein weiterer Maßstab ist die Wohnqualität: gemeinsam mit dem 19. Bezirk ist die Landstraße Wiens beliebtester Wohnbezirk! Elemente des Fusswegenetzes Es gibt eine Vielzahl an Elementen eines Fußwegenetzes, die in der Landstraße vorkommen: • klassische „Durchhäuser“ • Durchgänge und Fusswege • „Offene“ Wohnhausanlagen vor allem der Stadt Wien („Gemeindebauten“) • Durchlässe bei Viadukten und Bahndämmen • Grünwege in Parkanlagen oder Blockinnenparks • überbreite, baumbestandene Gehsteige • Fußgängerbereiche • Promenadenwege entlang von Gewässern (Treppelwege, Vorkaianlagen) • Fußgängerbrücken und –stege • Unterführungen • Passagen in Bauwerken Umsetzung Wesentlich ist das langfristige Planen, dann in den Rechtsbestand überführen (Flächenwidmungs- und Bebauungspläne) und bei der Umsetzung von Bauprojekten „mitnehmen“ – entweder durch das Baurecht oder „bargaining“ (Abtausch mit anderen Wünschen). Weitere Entwicklung Die Verknüpfung zu einem dichten Netz ist eine immerwährende Planungsaufgabe und kann immer attraktiver gemacht werden.So gesehen ist ein Grundnetz im Entstehen und muss weiter geführt werden. In diesem Sinne ist es notwendig, diese Aufgabenstellung den nachfolgenden Planergenerationen nahezubringen und die Kontinuität zu wahren. In diesem Sinn ist der Mobilitätspreis Anerkennung für das bisher Geleistete und Auftrag an uns und unsere Nachfolger, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Durchhäuser im 3. Bezirk Das sogenannte Durchhaus war in der Wiener Altstadt und den Vorstädten eine lokale Spezialität. Man versteht darunter in der Regel ein Haus, das zwischen zwei parallel verlaufenden Straßen liegt und von beiden Seiten betreten werden kann. Zum Teil verfüg(t)en diese Baulichkeiten über einen oder mehrere Innenhöfe, in denen Lagerräume, Geschäftslokale und Gaststätten untergebracht sind (waren). Köstlich ist die Kennzeichnung „Freiwillig gestatteter Durchgang“, die ursprünglich als überbautes Wegerecht bezeichnet wurde. Die Benützung dieser Durchhäuser ersparen jedenfalls zeitraubende Umwege. In der einschlägigen Literatur sind auf der Landstraße folgende Örtlichkeiten angeführt: 1. Landstraßer Hauptstraße 28/Ungargasse 13 (Sünnhof) 2. Landstraßer Hauptstraße 40/Ungar........ Ende Buch-Auszug

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Ich hab' im Krieg gekämpft im guten Glauben und vor mir meine Generationen, die Feinde
waren hundert Nationen,
doch ließ ich mir die Heimatlieb' nicht rauben.

Sie schlugen mich zum Krüpperl, Kranken, Tauben, Mißachtung, Spott, Verhöhnung
von den Drohnen -
und niemals wird mein großes Leid wer lohnen, doch will ich immer
an mein Öst'reich glauben.

Wo gibt es sonstwo schönere Novenen ? Ein jeder Fleck ist wie ein Garten Eden in
uns'rem wunderschönen kleinen Reich

und all mein einstens Bangen und mein Sehnen im unheilvollen Krieg 'gen Unschulds
jeden
heißt jetzt: ich liebe dieses Österreich !

v. Josef Weichselbaum (iM) Aus seinem Gedichte Band

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Du Gute, schönste aller schönen Frauen - ist 's nötig denn, daß mich die Sehnsucht quäle und daß ich Tag und Nacht die Stunden zähle bis ich darf Deine Seelenaugen schauen?

Ich wag' es kaum, dem holden Glück zu trauen, daß Deine große Samariter-Seele,

so kindlich rein und frei von Schuld und Fehle, mir ihre Liebe schenkt und ihr Vertrauen.

Warum darf ich nicht Deine Nähe fühlen, warum darf ich nicht Deine Schönheit sehen, wenn sich mein Herz nach Deiner Liebe sehnt?

Ich möcht' ganz tief in Deinem Herzen wühlen, ich möcht' ganz stark um Deine Liebe flehen, wenn auch mein Leben schon im Herbste tränt.

v. Josef Weichselbaum, 1991 aus seinem Gedichte Band

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Beatrixbad1

Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine am Untergrund des dritten Bezirks interessierte Gruppe - Fotografen, Kunst- historiker, Journalisten und Helfer, die ich als Wühlmäuse bezeichne, mit der Erforschung von Kellern und dergleichen (s. Blogbeiträge Untergrund Landstraße und Der Untergrund des dritten Bezirks). Unter anderen Projekten waren sie bereits in den Kellern des ehe- maligen Brauhauses St. Marx im Erdberger Mais und an anderen Stellen tätig. Das spannendste Ergebnis ihrer Forschungsarbeit gelang ihnen an der Anschrift Linke Bahngasse 9 / Beatrixgasse 14B, wo sie das ehemalige Beatrixbad untersuchten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prangte eine Werbeaufschrift für das Bad an der damals bestehenden Brücke der Verbindungsbahn im Bereich der Ungargasse (s. unser Foto des Blamauer-Aquarells).

 

In der Tageszeitung Die Presse erschien am 23. Juli 2011 der Artikel

Brücke

Comeback des ältesten Wiener Bades, dem zu entnehmen ist, dass die derzeitigen Hausbesitzer nach der schwierigen Tätigkeit von Thomas Keplinger und seinen Forscherfreunden planen, dieses Kleinod bis zum Herbst 2012 zu reaktivieren. Eines der Fotos, die von der Gruppe während ihrer Arbeit gemacht wurde, zeigt den Zustand des lange Zeit vergessenen Bades.

Zum Schluss drei historische Anmerkungen: 1) Bis 1856 bestand an der Stelle des späteren Beatrixbades die so genannte Stuckbohrerei, in der die roh gegossenen Kanonenrohre gebohrt wurden; die dazu notwendigen Maschinen wurden mit Wasserkraft betrieben (s. unser Beitrag Landstraßer Wassernutzung am Wiener Neustädter Kanal, 1822). 2) Im Gebäude Linke Bahngasse 9 / Betraixgasse 14B, das 1888 vom Architekten Josef von Wieser - übrigens war er auch für die Planung der Elisabethkapelle in der Kleingasse verantwortlich - erbaut wurde, hatte die Süßwarenfabrik Heller ihre erste Erzeugungsstelle; sie betrieb ihre Maschinen mit dem Dampf des Bades. 3) Im Beatrixbad trainierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der jüdische Schwimmverein Hakkoah

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Erstmals habe ich meine Keramik-Eisbären vor mein Eisbären-Aquarell gestellt und gefunden, dass möchte ich Ihnen zeigen -  wie spannend es sein kann zwei Kunstformen gemeinsam zu präsentieren.  Besonders Eisbären sind für uns nicht nur Exoten, sondern  von uns Menschen ein bedrängtes, bedrohtes Geschöpf,  dass besonders in Zeiten des Klimawandels nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern unserer Fürsorge bedarf.

    TS_Eisbaeren201212200067.jpg

Mit diesem Gedanken möchte ich Weihnachten auch verbinden, es sind so viele gute Gedanken nötig um  die Natur und Kreatur in unseren  Herzen auch lebendig  werden zu lassen.

Haben Sie ein gesegnetes Weihnachtsfest  und  viel Freude und Glück

im kommenden Jahr, das  wünscht herzlich

Theresia Schaffer

 

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Die Nachtigall, sie singt so süße Lieder, die Zweige sich still und verstohlen neigen;

mit Liebesmelodien und Blütenreigen kehret der Frühling in die Heimat wieder.

So wohl rieselt es durch die Brust und Glieder, die beiden Menschen,
sie schauern und schweigen, glücksdurchdrungen ihre Herzen sich zeigen,

Gott Amor schickt Liebespfeile hernieder.

Sie steh'n eins ins andere still versunken, das rauhe Leben umher sie vergessen,
selig berauscht von Frühlingsduft und Liebe,

die Lippen heiß, den Blick so wonnetrunken, das Lebensglück so groß, nicht zu
ermessen,
flüstern sie: "Ach, wenn es immer so bliebe."

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz aus seinem Gedichte Band

Tagged in: Lyrik
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Wie dank ich Gott für diese große Liebe in all den fünfundsechzig langen Jahren, die auch so schön, genau so kurz sie waren; ich bete, daß die Liebe weiter bliebe

und daß ich weiter mich in Treue übe trotz all den vielen schweren Leidensjahren und in der heut'gen Welt tausend Gefahren, daß nichts dies' wahre hehre Glück betrübe.

Ja wahr und rein und ohne Schuld und Fehle und ohne Argwohn, Mißtrauen und Hehle, nur Seele sein im heißgeliebten Andern,

sich gegenseitig hohe Achtung dingen, und gern und freudig jedes Opfer bringen, sogar auch sterben können für den Andern.

Josef Weichselbaum, 9. Oktober 2001 (in seinem Dank zu seiner Ehefrau)

Aus seinem Gedichte - Band

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In unserem Verlag haben wir Werke von Josef Weichselbaum, einem Heimatforscher aus Kleinkadolz im Weinviertel aufgenommen.

J. Weichselbaum hat als Kleinbauer Jahrzehnte an der Erforschung seiner Region gearbeitet. Unter vielem anderen hat er sein Großwerk Chronik von Enzersdorf im Thale und Kleinkadolz mit 900 Seiten nach 18 jähriger Recherche im Jahre 2006 veröffentlicht. Darin findet man seine Recherchen und Dokumentensammlung aus dem ganzen Weinviertel. Geboren am 15. 3. 1920, verstorben am 25. 5. 2007.
Wir haben seinen Nachlass 2011 übernommen und sein Werk neu aufgelegt. Im Nachlass befand sich auch ein Gedichte Band, er bezeichnet diesen "Sonette zur hohen Mime", welches wir ebenfalls neu auflegen. Wir bringen Auszüge aus diesem Band hier zur Ergötzung und Besinnung.

J. Weichselbaum war ein bescheidener Mensch, jedoch mit großer Schaffenskraft und Ausdauer.

 

Josef Weichselbaum - Ehrung

 

 

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Liebe Besucher,

 

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Wir haben am 3. Dezember eine Erweiterung auf unserer Plattform vorgenommen. Sie können mit dem neuen Menüpunkt "Communities" dorthin gelangen. Die Foren darin wurde eingerichtet, um den Besuchern dieser Blog-Gemeinschaft auch die Möglichkeit zu bieten, eigene Intiative zu entwickeln bei ihrem Kontakt zu den Museen oder Bloggern hier. Für die Teilnahme müssen Sie sich registrieren (s. entsprechende Menü-Erweiterung). Selbstverständlich sind auch diese Foren kostenlos. Die Blogger können sich dort mit Ihnen weitergehend unterhalten, deren Forum ist für fachliche Kommunikation untereinander gedacht.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich da an den Diskussionen beteiligen würden, und wünschen viel Freude dabei. Bitte informieren Sie uns über Anregungen und Wünsche, danke..

Ihr Webmaster

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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Ich verweise hier auf das zweite Buch, das das Bezirksmuseum Landstraße im Selbstverlag herausgebracht hat.

Herr Prof. Karl Hauer sagt dazu: "Häufig hörte ich während meiner Führungen die Bitte: 'Warum schreiben Sie denn das, was Sie uns erzählen, denn nicht nieder?' Über Jahre wollte ich mich vor dieser Arbeit drücken, wie man in Wien sagt; aber dann setzte ich mich im Sommer 2009 hin und begann zu schreiben. Hinzufügen will ich, dass ich meinem Freund Georg Kiss überaus dankbar für die Druckein- richtung bin." Auf 289 Seiten erschließt sich in diesem Band die große Vielfalt des 3. Wiener Gemeindebezirks. Die Wegbeschreibungen in 19 Kapiteln und das umfangreiche Bild- material aus dem Museums-Fundus ergeben einen außergewöhnlichen Beitrag zur Historie.

Wir finden hier akribisch genau verfasste Straßen-,  Haus- sowie Denkmäler- und Personenbe- schreibungen, die in einem alphabetischen Personenverzeichnis - dieses reicht von A: Adam Jakob, Weißgerber Fleischhacker über Joseph Eichendorff, Hermann Leopoldi und Manfred von Richthofen, deutscher Jagdflieger bis Z: Louis Zwickl, Hofphotograph - erfasst sind, und das einfache Nachschlagen wird durch die umfangeichen Verzeichnisse erleichtert.

Das Buch ist zu beziehen im Museum oder im Onlineshop

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Posted by on in Theresia Schaffer Blog

 "Mystische Landschaft" ist ein Bild zwischen den Jahreszeiten und am Übergang von der Nacht zum Tag - hier glaubt man, auch die Natur im Halbschlaf vorzufinden - es ist, als ob wir mit der Natur ganz im Einklang stünden, auch als träumender und hoffender Mensch.

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Es ist uns bewusst, dass die meisten Bäume mehrere Menschenleben überdauern und sie vieles berichten könnten. Solche Landschaften male ich gern, weil ich der Natur ganz nahe sein darf und ich spüre, dass wir Menschen ein Teil davon sind. 

Haben Sie Intereresse an meinen Bildern ? Wollen Sie vielleicht einem lieben Menschen eine Freude machen mit einem Geschenk, das mit Freude auch Nachdenkliches vermittelt ? Besuchen Sie mich in meinem Atelier im Arsenal, gegen Voranmeldung hier in meinem Tagebuch. Ich würde mich sehr freuen.

Theresia Schaffer

Hits: 370

Noch bis 1862 bestanden auf unserem heutigen Bezirksgebiet drei Vorstädte. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts gab es keine wesentlichen Unterschiede für das Leben der arbeitenden Bevölkerung: In den drei Siedlungsgebieten lebten die Menschen von ihrer Tätigkeit als Gärtner und Bauern; nur im Weißgerbergebiet siedelten darüber hinaus Gerber, Lederer, Kürschner und eine auffallend große Anzahl von Menschen, die mit der Fleischverarbeitung im weitesten Sinn ihr Brot verdienten. Während der Regierungszeit Maria Theresias kamen englische Kleinunternehmer nach Erdberg, wo sie die ersten Manufakturen einrichteten, womit die Zeit der lohnabhängigen Arbeiterschaft begann. Einhundert Jahre später wandelten sich nach und nach die Lebensumstände der Bewohner: In der Vorstadt Landstraße waren mehrere Adelspaläste entstanden, in denen "Leute vom Grund" Beschäftigung fanden, und Beamte schätzten diese Wohngegend. Im in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstehenden Fasanviertel siedelten sich sehr viele aus Böhmen und Mähren eingewanderte Arbeiter an. Im Weißgerberviertel wohnten hauptsächlich Beamte und Kaufleute, und ab 1870 siedelten sich hier sehr viele jüdische Familien, die aus den Kronländern gekommen waren, an.

kapskutscher
Standplatz der Erdberger Kapskutscher um 1900

In Erdberg entstanden ab den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts Industriebetriebe (z. B. Ditmar und Siemens-Schuckert), wodurch sowohl Facharbeiter, aber in der Mehrzahl ungelernte Arbeitskräfte angezogen wurden. Zur selben Zeit entstand hier auch das Kapsgewerbe, das den Transport von Schüttgut (Erde, Schotter u. dgl.) für das Bauwirtschaft übernahm. Die Kapskutscher hatten ihren Standplatz vor der Erdberger Pfarrkirche. Ab den Achtzigerjahren wechselten viele von ihnen ins Fiakergewerbe. Darüber hinaus muss erwähnt werden,dass in allen drei ehemaligen Vorstädten natürlich das nahversorgende Handwerk vertreten war. Die Mehrzahl der Arbeiter waren Analphabeten oder konnten gerade noch ihren Namen schreiben. Im Juni des Revolutionsjahres 1848 wurde deshalb vom Buchbindergesellen Friedrich Sander im Gasthaus Fürstenhof (heute etwa Beatrixgasse 19) der erste Allgemeine Arbeiterverein gegründet, dessen Programm lautete: Belehrung durch leichtfassliche Vorträge, Förderung der Bildung durch eine Bibliothek, Förderung der Geselligkeit durch einen Gesangsverein und Deklamationen. Schon im Oktober wurde der Verein von der Staatsmacht verboten und aufgelöst. Der Hunger nach Bildung unter den Arbeitern ließ sich aber nicht auf die Dauer verbieten, und in den Sechzigerjahren entstanden schließlich überall in Wien Arbeiterbildungsvereine, die heute als Vorläufer der Sozialdemokratie angesehen werden können.

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Wenn ich Ihnen heute eine Herbstansicht vom Matterhorn (Schweiz)  vorstellen möchte, so deshalb -  weil  -  das Matterhorn für mich der schönste Berg überhaupt ist und ich für jede Jahreszeit eine eigene Darstellung gemalt habe. Ich bin geradezu begeistert von diesem Berg, den ich, als Nicht-Bergsteigerin zwar nicht bestiegen habe, aber so nahe es irgend geht - gekommen bin. Wenn man diesen besonderen Berg bei jeder Tageszeit beobachtet, ist man nicht nur fastziniert, sondern restlos begeistert. 

 

MatterhornPA260193

 

Zum Beispiel wie sich die Lichtverhältnisse  veränden und somit der Gesamteindruck. Besonders eindrucks- voll ist es bei Tagesanbruch - wenn  die Sonne  zuerst die Spitze anblitzt und allmählich den Berg herunter-wandert  und sich die ganze Schönheit im goldenen Glanz erschließt. Jeder Naturbeigeisterte kann sicher verstehen, warum ich diesen Berg als meinen  liebsten Berg bezeichnen und auch schon öfter gemalt habe.

Viel Vergnügen mit meinem Bild und  der Natur und allem was Ihnen Freude macht

wünscht  Theresia Schaffer  

 

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Frohnleiten_PA250064.jpg
Das Bild Frohnleiten ist entstanden, weil dieser Ort die romantische Seite dieser Landschaft richtig zur Geltung bringt -  mit seinen alten Häusern und den 2  Brücken über der Mur  -  wenn man auf der Neueren Brücke steht (der Standort aus dem das Bild gezeichnet wurde)  meint man in eine  -  in der Zeit stehen gebliebene, Stadt zu schauen  -  mit den vielen Farben die sich im Wasser spiegeln und der Ruhe des nahen Waldes.

Ich habe zuerst eine Skizze angefertigt - danach ein Aquarell  gemalt  und dann im Atelier diese Bild  in Mischtechnik angefertigt.  Ich hab mich langsam an das Bild  "herangearbeitet" - so male ich am Liebsten.

Das Bild     Frohnleiten

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Wenn Tiere allgemein meine Zuneigung und Liebe besitzen, so sind Pferde mir noch ein wenig näher und sind  immer ein ganz besonders beliebtes Bildmotiv.

Pferde


Ich habe als Kind schon Pferde  gezeichnet und gemalt und  ihren Körper studiert. Ich glaube, das ich mich aufs Malen von Pferden gut verstehe. Pferde in freier Natur verkörpern Schönheit und Vitalität und stehen nicht nur als Nutztiere sondern zur Freude für uns Menschen immer zur Verfügung und sind uns in vielerlei Hinsicht dienlich  -   wie gute, treue Freunde -   die uns auf unserem Weg begleiten.

 Bild: Schimmel im Flug

 

Theresia Schaffer

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Wie kann ich hier Blogger werden
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

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Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
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Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

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Wie schreibe ich einen Blog?
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Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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