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Der dritte Bezirk nimmt in dieser Hinsicht einen hervorragenden Platz ein, wobei das Belvedere, einst das Sommerpalais des Prinzen Eugen, unzweifelhaft als die Krone typisch österreichischer Schöpfung gilt. Wir arbeiten derzeit an der Herausgabe eines Museumsheftes mit dem Titel "Paläste auf der Landstraße", in dem alle noch erhaltenen und nicht mehr bestehenden Paläste auf dem Bezirksgebiet genannt werden. Deshalb stellen wir auch unsere Homepage in diesem Bereich insofern um, dass hier sowohl die abgerissenen als auch die noch erhaltenen derartigen Bauten unter einem Stichwort zu finden sind, um Ihnen diese Informationen leichter finden zu lassen. Einige dieser heute noch erhaltenen Bauten sind heute Sitz von Botschaften, andere werden von staatlichen Institutionen genutzt.

Besuchen Sie doch die Museumsseite mit allen angeführten Palästen; navigieren Sie dort links im Menü hinunter bis zur Liste (rote Überschrift).

 

Ein Palais: Palais Fanto

David Fanto (gest. 1922) ließ dieses den Häuserblock PalaisFanto1678Schwarzenberplatz 6 - Zaunergasse 1-3 - Lisztstraße 10 - Daffingerstraße 1 umfassende Gebäude, das als spätestes Bauwerk im Ringstraßenstil gilt, 1917/18 von den beiden Architekten Ernst - Gotthilf von Miskolczy und Alexander Neumann erbauen. Miskolczy erbaute auch das ehemals benachbarte Palais Pollack-Parnau sowie das Wohnhaus des Denkmalgestalters Zumbusch in der Jacquingasse. Der Bauherr hatte seine Karriere in jungen Jahren als Lehrling bei einem Petroleumhändler begonnen. Als später erfolgreicher Geschäftsmann kaufte er Ölquellen in Galizien, Polen und Rumänien. Mit französischer Beteiligung gründete er in Pardubitz die erste österreichische Raffinerie und beteiligte sich an Ölbohrungen im Nahen Osten. Während des Ersten Weltkrieges gelang es ihm, ein großes Vermögen zu erwerben. 1916 kaufte Fanto das Schloss Pottenstein bei St. Pölten, 1917/18 ließ er dieses Stadtplais erbauen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges engagierte er sich in Tschechien für die Wiederherstellung der Monarchie. 1920 ging er in die USA, wo er 1922 starb. Er hinterließ zwei Töchter, die sein Erbe übernahmen.

Das Palais Fanto war jahrzehntelang der Sitz des Österreichischen Branntwein-Monopols. Derzeit wird ein Teil des Palais vom Arnold-Schönberg-Center genutzt. ........

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Die Eröffnung unserer neuen Ausstellungen war ein voller Erfolg. Hier möchte ich Ihnen von der Kleinausstellung berichten, die von den Wiener Stadtarchäologen für uns zusammengestellt wurde. Sie stellt einen Querschnitt dar, der aufzeigt, wo überall in unserem Bezirksgebiet in den letzten Jahren archäologische Funde zutage kamen. Die archäologischen Zeiträume reichen vom Neolithikum (Wohngrube unter dem Bereich Rennweg 16) und die Bronzezeit (Grabfund in den Spanggründen) über die La-Tene-Periode (Grubenhaus auf dem Grundstück des Krankenhauses Rudolfstiftung), die Römerzeit (Ziegelei in der Mechelgasse, Römerstraße ) und Völkerwanderung (Awarengräber auf den Aspanggründen) bis ins Mittelalter (Brunnen in der Klimschgasse) und in die Neuzeit (Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals und Reste des Linienwalles am Wildgansplatz) Als Schwerpunkt wurden die Funde auf dem Standort der ehemaligen römischen Zivilstadt -  heute wird das Gebiet als Aspanggründe bzw. als Eurogate bezeichnet - ausgewählt. Übrigens können Sie sich unter www.wien.gv.at/archaeologie/projekte/grabungen.html#bezirk3 über weitere Grabungen in unserem Bezirk informieren.

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Frauenskelett Kopf mit Schmuck

Als 2005 die Um- bzw. Neubauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Staatsdruckerei Rennweg 16 - 2007 wurde hier schließlich das Fünfsternehotel AUSTRIA TREND SAVOYEN eröffnet - durchgeführt wurden, kam es zur Aufdeckung einiger spektakulärer Archäologiefunde. In der Schichte zwischen den römischen Funden in etwa zwei Meter Tiefe und der bereits geschilderten neolithischen Wohngrube einige Meter tiefer aus der Zeit der Glockenbecherkultur stießen die "Schatzsucher" auf einige jungbronzezeitliche Hockergräber. Eines davon ist ganz besonders interessant: Es barg ein kopfloses weibliches Skelett mit reichen Grabbeigaben.

Sehen Sie weitere Bilder dazu auf der Museumshomepage von Wien 3

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RENNWEG 16 FRAUENSKELETT OHNE KOPF MIT SCHMUCK 2005ARCHÄOLOGISCHE GRABUNGEN IM DRITTEN BEZIRK (10) Als 2005 die Um- bzw. Neubauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Staatsdruckerei Rennweg 16 - 2007 wurde hier schließlich das Fünfsternehotel AUSTRIA TREND SAVOYEN eröffnet - durchgeführt wurden, kam es zur Aufdeckung einiger spektakulärer Archäologiefunde. In der Schichte zwischen den römischen Funden in etwa zwei Meter Tiefe und der bereits geschilderten neolithischen Wohngrube einige Meter tiefer aus der Zeit der Glockenbecherkultur stießen die "Schatzsucher" auf einige jungbronzezeitliche Hockergräber. Eines davon ist ganz besonders interessant: Es barg ein kopfloses weibliches Skelett mit reichen Grabbeigaben.

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Schubertturm

Im Jahr 2006 und auch noch einige Zeit danach - inzwischen haben sich die Gemüter ja  zum Glück beruhigt - war die Verärgerung der Bewohner rund um den Schubertturm - Erdbergstraße 17 - groß, als dessen Abbruch drohte. Ich gestaltete damals sofort eine Kleinausstellung zum Thema, in dem der Schubert Franzl vorkam und berichtet wurde, warum dieser junge Mann aus der Vorstadt Lichtental im Juni 1816 hier beim Professor Watteroth wohnte und dass hoffentlich recht bald das Bauvorhaben Wohnen am Schubertturm verwirklicht werde. Vor einigen Tagen war die Gleichenfeier, und ich habe gestern einige Fotos für unser Archiv gemacht. Ebenfalls gestern hatte ich ein Gespräch mit DI Rudolf  Zabrana, dem Bezirksvorsteher-Stellvertreter unseres Bezirks, der mir versicherte, dass die 1923 vom Schubertturm gestiftete Gedenktafel nach dem Ende der Bauarbeiten wieder angebracht wird.

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BRÜCKEN IM DRITTEN - Der 1908 erbaute Fußgängersteg - damals Aufgang zum Reitschulsteghieß er Richardsteg - über den Schnellbahn-schacht (ehem. Verbindungsbahn) dient als Verlängerung der Jauresgasse (damals Richardgasse) in Richtung Ungargasse. Die Richardgasse war nach dem Sohn des "Kutschers Europas", Fürst Metternich, benannt.

Richard von Metternich büßte einen großen Teil seines Vermögens beim Bankenkrach des Jahres 1873 ein, weshalb er den Garten seines Palais, der bis zur Neulinggasse reichte, in Parzellen verkaufen ließ, was zur Gründung des Botschaftsviertels beitrug.

1920 erhielt der Übergang den Namen Reitschulsteg in Erinnerung an die Reithalle des bis 1918 bestandenen k. u. k. Reitlehrinstituts, das im ehemaligen Palais Harrach in der Ungargasse untergebracht war. An der Stelle dieser Halle befindet sich heute das Renaissance Hotel Imperial Riding School (ehem. Penta Hotel).

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StubenbrückeSie verbindet die Weiskirchnerstraße mit dem Beginn der Landstraßer Hauptstraße.
Seit 2001 sind die vier Pylonen mit je einem weiß lackierten Lemuren- kopf aus Aluminium des Künstler Franz West geschmückt.
Im Zuge der Weinflussregulierung zu Ende des 19. Jahrhunderts wurden die damals notwendigen Brücken zwischen dem Stadtpark und der Mündung des Wienflusses in den Donaukanal von Friedrich Ohmann und Josef  Hackhofer, die auch im Stadtpark die Wienflussverbauung schufen, entworfen.
Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gab es hier nur einen Holzsteg, der aus privaten Mitteln erhalten wurde. Herzog Albrecht IV. ließ 1402 eine steinerne Brücke mit zwei Mittelpfeilern und einem steinernen Geländer als Verbindung des Stubentores zur Vorstadt St. Nikolai, wie damals der Bereich rund um die heutige Rochuskirche nach einem hier bestandenen Kloster genannt wurde, erbauen.

Bei dieser Brücke fand 1461 das Gefecht zwischen den Truppen Albrecht VI. und den dem Kaiser Friedrich III. treuen Wienern statt, woran eine Gedenktafel an der Fassade des Hauses Weiskirchnerstraße 1 erinnert. Der Kaiser belohnte damals seine siegreichen Helfer mit der Verleihung des Stadtwappens und des Siegels mit dem kaiserlichen Doppeladler.
Übrigens erinnert der Name unserer Siegelgasse ebenfalls an dieses Ereignis. Knapp unterhalb der Brücke bestand schon 1429 die Stubentormühle (= Staubmühle) - s. Bild, die vom Wasser der Wien angetrieben wurde. Obwohl sie häufig vom Hochwasser der Wien zerstört worden war, wurde sie immer wieder aufgebaut. Ab 1795 wurde sie nicht mehr durch den Wienfluss, sondern durch den hier abfließenden Wiener Neustädter Kanal angetrieben.

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Als zwischen 1847 und 1849 das neue Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals ausgehoben, 1888 bis 1892 das Gebäude der Staatsdruckerei und 1905 das Botanische Institut errichtet wurden, konnten viele römische Funde gemacht werden.

Befestigungsanlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Plan auf dieser Seite zeigt die etwa 1900 aufgedeckte Badeanlage einer römischen Villa im Bereich der Oberzellergasse. Ergänzung v. 5. Mai 2011: Auf unserem erst jüngst erworbenen zeitgenössischen Foto der Ausgrabungsstelle sieht man im Hintergrund die Herz-Jesu-Kirche auf der Landstraßer Hauptstraße. In der Klimschgasse und der Hohlweggasse wurden vor einigen Jahren bei Bauarbeiten Spitzgräben als Reste von Befestigungen entdeckt. Ich erinnere in diesem Zusammengang an den sensationellen Münzfund, der 1989/90 beim Bau der Zentrale der Lotto-Toto-Gesellschaft am Rennweg gemacht wurde.
Spannend wurde die Angelegenheit, als 1998 Awarengräber auf den Aspanggründen und 2005 sowohl Gräber aus der jüngeren Bronzezeit als auch eine neolithische Wohngrube im Bereich der ehemaligen Staatsdruckerei entdeckt wurden.

Weitere ausführliche Details auf der Museumsseite

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aus unserer Bildersammlung DENKMÄLER im Internet

Belvedere barockmuseum march georg raphael donner

 Georg Raphael Donner - aus dem Belvedere Barockmuseum

Hier klicken um direkt zum Bild auf der Datenbank zu gelangen, oder
hier um alle Statuen aus Wien 3 zu betrachten.

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An der Stelle eines älteren Stegs wurde dort 1868 ebenfalls als Holzkonstruktion eine Brücke errichtet, die nach dem Hauptzollamt - erbaut 1840 bis 1844, Architekt Paul Sprenger - benannt wurde. Sie kreuzte  in schrägem Winkel die den Wienfluss überquerende Stadtbahnbrücke - Konstrukteur Otto Wagner - (Verbindung der Wiental- zur Donaukanalstrecke). Im Jahr 1900 wurde dann die Zollamtsbrücke - Konstrukteur Martin Paul, für die künstlerische Ausgestaltung waren Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer verantwortlich - durch einen eisernen Fußgängerübergang ersetzt, der als Zollamtssteg bezeichnet wird.

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Die Wiener Stadtarchäologen zeigen in unserem Bezirksmuseum mit dem Eröffnungszeitpunkt 16. September 2011 eine Ausstellung von Fotos zu den wichtigsten Grabungen mit dem Schwerpunkt ASPANGGRÜNDE oder wie das Gebiet auch manchmal genannt wird EUROGATE.

Ich erzähle Ihnen heute von einem leider verschwundenen Fund. Unsere Landstraßer Hauptstraße entspricht im Großen und Ganzen dem Verlauf der ehemaligen bis zu 14 Metern breiten Limesstraße. An der heutigen Einmündung der Schlachthausgasse wurde 1588 in einem zum ehemaligen Bürgerspital - heute Landstraßer Hauptstraße 173-175 - gehörenden Weingarten ein römischer Meilensteingefunden, der wohl verloren ging, aber dessen Inschrift glücklicherweise erhalten blieb. Sie lautete in deutscher Übersetzung:

DEM KAISER UND THRONFOLGER P. LICINIUS CORNELIUS VALERIANUS (Anm. 253-259 n. Chr.) FÜHRER DER STAATSJUGEND. ER HAT DIE STRASSEN UND ALTERSZERFALLENEN BRÜCKEN WIEDERHERGESTELLT. NACH VINDOBONA 2000 SCHRITTE. (Anm. Doppelschritte zu 1,50 m = 3 km).

Mit großer Wahrscheinlichkeit kreuzte hier eine vom Munizipium kommende zur Donau führende Straße die Limesstraße. Übrigens entdeckten die Archäologen erst vor kurzem ein Stück Römerstraße im Bereich der Aspanggründe, die in diese Richtung führt. Das untermauert meine Annahme.

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Hanuschdenkmal f HanuschhofDer Hanuschhof in Erdberg, der sich zwischen Ludwig-Koeßler-Platz 4, Lechnerstraße 1-3, Dietrichgasse 59-63, Drorygasse 19-23 und Erdberger Lände 50-54 befindet, ist für dieses Kapitel ein passendes Beispiel. Vor Erbauung dieser städtischen Wohnhausanlage nach Plänen von Robert Oerley zwischen 1923 und 1925 befanden sich dort - die Grundstücke waren im Besitz der Gemeinde Wien - der Lagerplatz einer holzverarbeitenden Firma und an Einzelpersonen verpachtete Kleingärten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.
Im ersten Hof, den man vom Ludwig-Koeßler-Platz her erreicht, befindet sich die 1926 enthüllte bronzene Kolossalstatue eines Athleten des Bildhauers Karl Gelles. Die Figur scheint in ihrem Rücken andrängende Gestalten abwehren zu wollen, womit der Künstler die Schwierigkeiten ausdrückte, denen Ferdinand Hanusch bei der Durchsetzung der von ihm initiierten Sozialgesetze ausgesetzt war. Auf einem Steinsockel  findet man die aufklärende Inschrift Dem Schöpfer des modernen Arbeitsrechtes von den Arbeiterkammern Österreichs gewidmet. Schon im Jahr 1934, also zu Beginn der Epoche des österreichischen Ständestaates, wurde das Denkmal entfernt, irgendwo gelagert und offenbar 1941 eingeschmolzen. Glücklicherweise konnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die ursprüngliche Gußform bei den Wiener Metallwerken gefunden werden, was es dem Bildhauer Rudolf Schmidt ermöglichte, ein neues Denkmal zu gestalten, das 1954 aufgestellt wurde.

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Römischer Votivstein

An der Ecke des derzeitigen Hauses Rennweg 11 / Marokkanergasse 22 wurde 1843 ein spannender Fund gemacht. Es handelt sich um einen Votiv- bzw. Gelübdestein, der auf den Verlauf der römischen Munizi- palstraße (heutiger Rennweg) verweist.
Der Stein zeigt links einen Opferkrug und an der rechten Seite eine Schale. Seine teilweise stark zerstörte Inschrift wurde vom Althistoriker und klassischen Archäologen Wilhelm Kubitschek (1858-1936) entziffert: MERCURIO SACRO. M. CUSSIUS SEVERUS VOTUM SOLVIT LIBENS LAETUS MERITO (Dem Merkur geweiht. M. Cussius Severus hat sein Gelübde nach Gebühr gern und freudig erfüllt).
Die Römer stellten nämlich ihre Wege unter den Schutz von Gottheiten. Da ihnen besondere Straßenknotenpunkte als heilig galten (locus sacer), errichteten sie an solchen Stellen dem Schutzgott - in diesem Fall Merkur - Votivsteine. Trafen zwei Wege zusammen, so stand diese Wegkreuzung wie diese Stelle unter dem Schutz des Merkur, der als der Beschützer der "Zweiwege" (bivia) galt; die "Dreiwege" (trivia) waren der Göttin Diana heilig.
Das Original befindet sich im WIEN-MUSEUM.

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Neolithische Wohngrube 4Anlässlich des Umbaues der ehemaligen Staatsdruckerei zu dem nunmehrigen Nobelhotel mit der Anschrift Rennweg 16 stießen die Archäologen im Hof des seinerzeitigen Gebäudeses auf drei übereinander liegende archäologische Schichten, deren unterste als Wohngrube aus dem Neolithikum - Zeit der späten Glockenbecherkultur -identifiziert wurde.

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SpitzgrabenDiesmal möchte ich von einem der vielen Zufallsfunde berichten. Im Jahr 2005 wurden in der Klimschgasse einige alte, nicht unterkellerte Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert wegen bevorstehender Neubauten abgebrochen.
An der Anschrift Klimschgasse 19 wurden einige Römerfunde gemacht, aber den spektakulärsten Fund gab es auf Nummer 40. Mit dem hier entdeckten römischen Spitzgraben war die nördliche Begrenzung der römischen Munizipalstadt gegeben. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung - auch die frühmittelalterlichen Erdburgen, wie beispielsweise die auf unserem Bezirksgebiet wahrscheinlich im Bereich des heutigen Fiakerplatzes befindlich gewesene - wurden Siedlungen aus Gründen der Verteidigung mit solchen Gräben, die an den Außenseiten mit Palisaden versehen waren, umgeben.

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Außer unserem Bezirksteil ERDBERG gibt es noch zwei weitere Ortschaften mit demselben Namen: Erdberg bei Poysdorf in Niederösterreich und Erdberg in Mähren, das heute Hrádek u Znojma heißt. Am 16. September 2011 eröffnen wir eine Ausstellung mit dem Titel

ERTPURCH ³ - DIE 3 ERDBERG

Erdburg Bild

Interessant ist nämlich, dass die Ortsnamen dieser beiden anderen Gemeinden im Mittelalter ebenso wie unser Bezirksteil gleichen Namens "Erpurch" bzw. "Ertpurch" hießen, weil sich diese Bezeichnungen von einer im frühen Mittelalter jeweils dort befindlichen Erdburg (= Motte) ableiteten.

(Hier Beispiel einer Erdburg)
Eine weitere Übereinstimmung findet sich in der Tatsache, dass die katholischen Kirchen in den drei Gemeinden den beiden Heiligen Petrus und Paulus geweiht sind. In der Ausstellung werden wir uns sowohl mit der Geschichte, der Wirtschaft und dem Alltagsleben in diesen drei Gemeinden vergleichend befassen.

Querschnitt einer Erdburg:

erdburg querschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Zigarrenfabrik in Rennweg 44
Wie versprochen teile ich Ihnen heute ein weiteres Highlight der Grabungen mit.
An der Anschrift Rennweg 44 / Kleist- gasse 2 befand sich noch vor dreißig Jahren ein unscheinbares, schon seit längerer Zeit unbenutztes Gebäude, das 1857 als Zigarrenfabrik erbaut wurde. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg diente es der Austria-Tabakwerke A. G. als Tabakverschleißmagazin. Dann sollte hier die Zentrale der Österreichischen Lotterien erbaut werden, und der Spatenstich erfolgte am 1. August 1990. Nach wenigen Tagen erlebten die Bauarbeiter eine Sensation: In der Tiefe der Baugrube wurde der größte Münzfund - 1261 Silber- und 7 Goldmünzen - auf Wiener Boden aufgedeckt.
Die Untersuchungen der Wiener Stadtarchäologen fanden folgenden Niederschlag: Die aufgedeckten baulichen Überreste können vermutlich als Teil einer römischen Handwerker- und Händlerniederlassung angesprochen werden. Darauf verweist nicht zuletzt der Hort von 1268 römischen Münzen ... Die Untersuchung ... zeigt zwei Besonderheiten auf: Die eine ist die große zeitliche Streuung der im Fund vertretenen Münzen von 157 v. Chr. bis 138 n. Chr. ... Die andere Besonderheit ist der riesige Überhang von Münzen aus der Zeit der römischen Republik ...

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Liebe Freunde des Bezirksmuseums!

Grossmarkthalle

   Ehemalige Grossmarkthalle vor Ungarbrücke am Stadtpark

Wir können Sie darüber informieren, daß wir -  mit Unterstützung unserer Förderer - nun unsere gesammelten Bilder auch im Internet zugänglich gemacht haben. Es handelt sich dabei um die Sammlung von Bildern, die uns entweder in  großer Anzahl freundlicherweise von Bewohnern des Bezirks übergeben oder von unseren Mitarbeitern in den letzten fünfzig Jahren gemacht wurden. Sie finden hier historische und moderne Ansichten von Gebäuden, Denkmälern, Postkarten, Dokumente, Portraits, Landschaften etc. aus dem Bezirk. Diese Webseite ist ab sofort zu erreichen. Es ist für jeden Besucher eine Freude, sich mit der einfachen Handhabung schnell einen Überblick über die Schätze zu machen. Für Ungeübte gibt es eine Erklärung unter "Hilfe". Die Bilder sind aus den Originalen in Farbe oder Schwarz/Weiß. Mit einer Such-Funktion kann man nach verschiedenen Kriterien vorgehen; so etwa nach Straßennamen und Hausnummern, nach Personen, nach Objekten. Jedes Bild hat eine Beschreibung. Im unteren Bereich der Seite sind die Bilder in Kleinformat zu sehen, nach Anklicken des Vorschaubildes öffnet sich das gewünschte Bild. Das können Sie auch beliebig vergrößern, um die Details besser zu erkennen. Sie haben auch die Möglichkeit,  die Bilder direkt aus der Webseite an Ihre Freunde zu versenden (s. Briefsymbol); Sie können jedes Bild auch bewerten (Sternsymbol), was uns besonders freuen würde. Sie können uns eine Nachricht auch im Gästebuch hinterlassen (Notizseite-Symbol) . Sie können uns auch helfen,  die Bildersammlung zu vervollständigen, indem Sie uns Bilder zu den noch fehlenden Bereichen zur Verfügung stellen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß wünsche beim Betrachten der Sammlung.

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Viehtrieb beim Zählhaus, um 1850

Der Name der Schlachthausgasse im 3. Wiener Gemeindebezirk erinnert daran, dass sich in diesem Bereich mehr als 150 Jahre lang eine für die damalige Zeit wichtige Versorgungseinrichtung, die manchmal als der Bauch von Wien bezeichnet wurde, befunden hatte.
Als der Viehmarkt am Ochsengries dem Bau des Hafenbeckens für den späteren Wiener Neustädter Kanal nämlich weichen musste, wurde er an den damaligen Stadtrand nach St. Marx übersiedelt. Der Grund für die Wahl dieser Örtlichkeit wird die Tatsache gewesen sein, dass zu dieser Zeit das Lebendvieh aus Ungarn kommend hier vorbei getrieben wurde.

Schweineauftrieb um 1920 1846 wurde mit dem Bau eines Schlachthauses begonnen, dem damals aber in diesem Bereich der Linienwall im Weg war, weshalb dieser stellen- weise abgetragen und außer- halb des Schlachthofbereichs wieder errichtet werden musste. Durch den Anschluss des Schlachthofbereichs an die Eisenbahn - 1872 wurde die so genannte Schlachthausbahn eröffnet - war die bisherige Mühe, die mit der Anlieferung des Schlachtviehs verbunden war, gelöst.

Alltag              Alltag in der Rinderhalle

Ab 1877 wurde die Anlage immer mehr ausgebaut, es entstand die Rinderhalle - als erste Schmiede eisenkonstruktion Wiens wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und ist deshalb noch heute erhalten - sowie ein neuer Schweine- und Pferdemarkt. In der Zwischenkriegszeit erreichte die Anlage sowohl ihre größte Aus- dehnung als auch den Höhepunkt ihrer Bedeutung für die Fleischversorgung Wiens. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts erkannte man zu Recht, dass die Einrichtungen inzwischen veraltet waren, weshalb der Schlachtbetrieb eingestellt, und das Fleischzentrum St. Marx in der äußeren Baumgasse errichtet wurde.
Der inzwischen nicht mehr bestehende Auslandsschlachthof diente 1975/76 als Veranstaltungsort der Wiener Festwochen-Arena. Trotz vieler Proteste wurde der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien abgerissen, der ehemalige Inlandsschlachthof aber wurde den Veranstaltern als Alternative zur Verfügung gestellt, der noch heute als Veranstaltungsort der Arena genutzt wird.

Pferdeverkauf             Pferdeverkauf mit Handschlag

Zu Ende der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde auch das erwähnte Fleischzentrum aufgelassen. Heute gilt das neue Fleischzentrum des Großmarktes Wien in Inzersdorf als zeitgemäße und zur Zeit modernste diesbezügliche Einrichtung.
Nicht nur die Rinderhalle sondern auch das um 1900 vom Landstraßer Bildhauer Anton Schmidgruber geschaffene Tor in der Viehmarktgasse stehen heute unter Denkmalschutz. Der gesamte Bereich des ehemaligen St. Marxer Schlachthofes wird nun seit dem Ende des 20. Jahrhunderts durch Neubauten, die den verschiedensten Zwecken dienen - von der Wissenschaft über die Medien bis zum Wohnbau - genutzt. Hier zwischen dem 3. und dem 11. Bezirk entsteht in einem Gebiet, das verkehrsmäßig voll erschlossen ist, ein wunderbarer Mix von Einrichtungen verschiedenster Art.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft: hier bestellen

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (5)

 

VUK stefanovic karadzic-porträt (3)Im Areal der griechisch und serbisch-orthodoxen Gräber findet man den in kyrillischer Schrift gekennzeichneten Stein für Vuk Stefanovic Karadzic (1787-1864).

Der gebürtige Serbe kam 1814 nach dem 2. serbischen Aufstand gegen die Türken nach Wien, wo er den slowenischen Sprachforscher Bartholomäus Kopitar (damals wohnhaft im Elisabethinen-Wohnhaus auf der Landstraße), den Vater der Slawistik, kennen lernte.
Vuk, der Sohn einer serbischen Bauernfamilie, hatte als Kind keine Schulbildung genossen, wohl aber aus eigener Initiative die kirchenslawische Schrift lesen und schreiben erlernt. Kopitars Tätigkeit begeistert ihn derart, dass er sich näher mit seiner Muttersprache beschäftigt. Schließlich hat er nicht nur, angeregt von Jacob und Wilhelm Grimm, serbische Volksmärchen, Liedtexte, Sprichwörter und so weiter gesammelt, sondern auch nach seinem Grundsatz "schreibe wie du sprichst" ein modernes serbisches Alphabet in kyrillischen Schriftzeichen geschaffen.
In dieser Schriftsprache verfasste er ein Wörterbuch in Serbisch, Latein und Deutsch und übersetzte das Neue Testament. Im Verlauf seiner Forschungen hatte er nicht nur mit den Brüdern Grimm, sondern auch mit Johann Wolfgang von Goethe, dem deutschen Historiker Leopold Ranke und dem Dichter Johann Gottfried Herder wissenschaftlichen Kontakt. Karadzic heiratete 1818 die Wienerin Anna Kraus, mit der er 13 Kinder hatte.
Nur ihre Tochter Wilhelmine (1828-1894), genannt Mina, die in der Landstraßer Rochuskirche getauft wurde, erlebte das Erwachsenenalter. Sie unterstützte nicht nur den Vater bei seinen Forschungen, sondern hatte auch eine solide Ausbildung als Malerin. Karadzic starb im Haus 3, Marokkanergasse 3, wo es für ihn eine Gedenktafel gibt.
Er wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt. 1998 wurde sein Leichnam nach Belgrad in ein Ehrengrab überführt. Das ehemalige jugoslawische Kulturinstitut stiftete für den großen Sohn des Landes ein Denkmal, das sich vor dem Haus 3, Rasumofskygasse 22 befindet. An seinem letzten Wohnhaus auf der Landstraße, Marokkanergasse 3, gibt es eine Gedenktafel für den großen Mann.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor.
Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Fr. Chopin Denkmal

Oberhalb des Teiches im Teil der Parkanlage gegenüber dem Belvedere steht seit 25. November 2010 das neue Denkmal "La note bleue" für den polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen Frederic Chopin (* 1810 Zelazowa Wola bei Warschau - + 1849 Paris).

Der junge Komponist hielt sich sowohl im Juli 1829 als auch im November 1830 für kurze Zeit in unserer Stadt auf. Das Denkmal wurde vom polnischen Kulturministerium finanziert und vom 1953 in Krakau geborenen Künstler Krzysztof M. Bednarski geschaffen. Die Idee  des Denkmals nimmt Bezug auf die symbolische "blaue Note", die George Sand in der Musik Chopins erkannte. Unter der blauen Note sind hier die höchste schöpferische Geisteskraft, das Geheimnis des künstlerischen Aktes zu verstehen. Die Darstellung hat ihren Ursprung in der Silhouette, die zu Zeiten der Romantik eine beliebte Art der Kontur- und Portraitzeichnung war. Das charaktervolle Profil des Komponisten ist ein leicht erkennbares Bildnis, einfach und symbolisch zugleich.

Was ist Ihre Meinung zu diesem Kunstwerk ?

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WILCZEK-DENKMAL


Wenn Sie in der Nähe sind, schauen sie mal in den Innenhof:

wilczek

Im Innenhof des Gebäudes der Wiener Rettung Radetzkystraße 1 steht die Statue eines der Mitbegründer der 1881 ins Leben gerufenen Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft. Hans Graf Wilczek (1837-1922) war zu dieser Zeit einer der reichsten Männer Österreichs; uns ist er als der Erbauer der Burg Kreuzenstein bekannt.

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KARL-BORROMÄUS-BRUNNEN


Der Brunnen vor dem Bezirksamt

Dieses Kleinod wurde 1909 als Würdigung der Verdienste des Bürgermeisters Karl Lueger vom Bezirk Landstraße enthüllt. Der Architekt Josef Plecnik und der Maler und Bildhauer Josef Engelhart hatten diese Anlage aus Marmor und Bronze geschaffen. Durch die Einsenkung des Brunnenbereiches unter das Straßenniveau gelang ihnen eine intime Platzgestaltung.
Siehe dazu viele weitere Details auf unserer Museumsseite und weiter Ansichten auf dem Denkmal-Internet-Portal

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mundy

JAROMIR-MUNDY-BÜSTE

An der Fassade der Zentrale der Wiener Rettungsgesellschaft Radetzkystraße 1 befindet sich die Büste eines der seinerzeitigen Mitbegründer dieser Institution im Jahr 1881.
Der Anlass dieser Gründung war die Katastrophe des Ringtheaterbrandes, bei dem mehrere hundert Menschen starben.
Der Arzt Jaromir Mundy (1822-1894) war neben Hans Wilczek und Edmund Lamezan Initiator der Gründung der Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft. Dieser Mann widmete sein ganzes Leben der Hilfe von Menschen in den verschiedensten Notlagen und gründete schon 1877 den Verein "Roter Halbmond" im damaligen Konstantinopel.

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fasangasse 8 Fasangasse 8, Stiegenhaus

Auf einer gerade von uns neu eingerichteten Internet-Bildergalerie sehen Sie alle unsere Denkmal-Bilder des 3. Bezirks.

Das gesamte Bildmaterial zu den Themen Brücken, Brunnen, Denkmäler, Gedenksteine, Epitaphe, Hauszeichen, Flurdenkmale, Statuen ist wohlgeordnet und zeitgemäß präsentiert.

Sie sehen, daß wir alle Schätze, die dem Museum anvertraut werden, sorgfältig katalogisieren, schützen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Besuchen Sie uns auf  Denkmaeler.dasmuseen.net. Für Fragen, Anregungen und auch für die Pflege Ihrer Bilddokumente stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Ihr Karl Hauer

Unterstützt, finanziert und Mithilfe durch den Verein Forschmit, Förderer f. Museen in Österreich

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F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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