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von Ingeborg Steyer
Sonnenuhr-im-inneren-Burghof-zu-Wien
Sonnenuhren jeder Art haben mich immer fasziniert.
Wurde ich einer ansichtig, beobachtete ich neugierig den wandernden Schatten auf dem dargestellten Ziffernblatt und staunte über die stimmende Zeitangabe der Stunden.
Als naiver Laie konnte ich mir natürlich keinen Reim auf die Wirkungsweise machen, dachte aber auch nicht weiter darüber nach.
Bei einer Besichtigung des Straßburger Münsters bestaunte ich die Technik sowie die Ausführung seiner astronomischen Uhr mit der präzisen Zeitangabe und Planetendarstellung.
In Wien begann 1766 David Ruetschmann alias Frater a Sancto Cajetano (1726-1796) im Hofkloster der Augustiner Barfüßer die Arbeit an der astronomischen Kunstuhr, die er am 21. März 1769 fertigstellte. Sie kann im Uhrenmuseum der Stadt Wien besichtigt werden.

Frater-David-a-Sancto-Cajetano_Astrouhren
Sensationelle Genauig- und Richtigkeit wurde der Uhr Cajetanos in allen zeitgenössischen Publikationen bescheinigt, der das Uhrmacherhandwerk nie erlernt hatte, sondern gelernter Schreiner war.
1774 arbeitete Cajetano auch an der Reparatur
der kopernikanischen Planetenmaschine, die heute im Naturhistorischen Museum aufbewahrt wird.

Skeptisch, die Sterndeutung betreffend, entdeckte
ich 1968 zufällig ein kleines Büchlein mit
dem Titel „Sternenbahnen – Menschenwege“,
nach dessen Lektüre ich das Metier Astrologie
nicht mehr ablehnend bewertete, sondern zu
folgendem Schluss kam:

 

 

Astronomische-Kunstuhr-des-Frater-Cajetano


Wenn die Grundlage der Astrologie die
anerkannten Wissenschaften Astronomie und Mathematik sind, kann das Argument „Aberglaube“ nicht standhalten, zumal die von Astronomen berechneten und in Gestirnstandstabellen, den so genannten Ephemeriden, abzulesenden Planetenstände mit ihren Zeitabläufen als Fundament für Zeitaussagen dienen.

 

Beschreibung-einer-astronomischen-Uhr-Titelblatt

 

 

 

 

 

 

 



Nun konnte ich auch die Wirkungsweise von Sonnen- und astronomischen Kunstuhren endlich verstehen.
Im übrigen pflegte Kaiser Joseph II. persönlichen Kontakt zu Cajetano und schätzte dessen Arbeit.
Für weitere Informationen stehe ich während der Ausstellung gerne zur Verfügung. In diesem Sinne folgender Hinweis:

Die Sterne künden
uns nur die Zeitqualität
verursachen nicht!

Postscriptum: In Österreich gewerblich tätige Astrologen müssen Mitglied der WKÖ (= Wirtschaftskammer
Österreichs) sein und eine Ethikerklärung unterschreiben.

Ein Auszug aus dem Museumsheft 2013/1 zu beziehen im Shop Genaustria

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Gedenktafel Musil, Rasumofskigasse 20

Immer wieder fragen Schüler, Studenten und historisch interessierte Besucher nach einer namentlichen Zusammenstellung prominenter Personen, die irgendwann im Bezirksgebiet daheim waren. Diese Liste enthält nur die Namen der Personen, deren Beruf und den Vermerk GT, sofern eine Gedenktafel besteht. Nähere Angaben erfragen Sie, bitte, bei uns. Ich habe begonnen eine solche anzulegen; sollten Sie die/den eine(n) oder andere(n) vermissen, teilen Sie uns, bitte, den fehlenden Namen über diesen Blog oder mittels E-Mail mit. Danke!

+ neben dem Namen bedeutet, dass diese Person bereits Mittelpunkt einer Ausstellung war

# neben dem Namen bedeutet, dass es zu dieser Person eine Homepage-Seite gibt. Adelpoller Franz, Politiker und Widerstandskämpfer, GT  Agricola Karl, Maler und Kupferstecher Aichinger Ilse, Schriftstellerin Angerer Paul, Komponist, # Aslan Raoul, Schauspieler Augustin Max, Dudelsackpfeifer

Bach de Christoph sen, Kunstreiter Bach de Christoph jun, Kunstreiter Bachmann Ingeborg, Schriftstellerin, GT (s. Museumsheft 1996/3; 2002/3; 2003/4) Bahr Hermann, Schriftsteller Balzac de Honore, Schriftsteller, GT (s. Museumsheft 2001/4 ) Bauernfeld Eduard, Bühnenautor, Schriftsteller Baumann Ludwig, Architekt Bayros Franz, Maler, GT Bäuerle Adolf, Schriftsteller, Journalist (s. Museumsheft 2003/4) Beethoven van Karl, Offizier (s. Museumsheft 1998/5) Beethoven van Ludwig + #, Komponist, 2 GT (s. Museumsheft 1998/5) Benatzky Ralph, Komponist Berg Alban, Komponist Bernstein Leonard, Komponist, GT Bing Rudolf, Theatermanager Birago von Karl, Festungsbaumeister

Die komplette Liste finden Sie auf der Museumsseite

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Thonet

Neben dem Grabstein für Katharina Waldmüller weist eine kleine Erinnerungstafel darauf hin, dass sich hier die Grabstelle des 1888 exhumierten und in die Familiengruft im Zentralfriedhof überführten Michael Thonet befunden hatte, der infolge seiner Erfindung der Holzbiegetechnik und die Entwicklung des Bausatz-Prinzips als ein Pionier des Möbeldesigns gilt.
1819 machte sich Thonet im rheinländischen Boppard als Bau- und Möbeltischler selbständig. Bereits ab 1830 stellte er Möbel aus verleimten und gebogenen Holzleisten her.
1841 wurde der damalige österreichische Außenminister Metternich auf ihn aufmerksam, als er Thonets Möbel auf der Koblenzer Gewerbe-ausstellung sah.
Thonet folgte mit seiner Frau und den fünf Söhnen Metternichs Einladung nach Wien zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten begann schließlich ab 1850 der steile Aufstieg des Unternehmens Gebrüder Thonet, in dem aber der Vater Michael nach wie vor die oberste Leitung beibehielt.Thonet erkannte, dass das große Geschäft nicht mit exklusiven Möbeln gemacht werden kann, sondern mit der Massenerzeugung. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts gründete die Familie nach und nach 22 Erzeugungsbetriebe innerhalb der Monarchie und acht Verkaufsstellen in europäischen Großstädten. Eine der ersten Erzeugungsstätten der Firma Thonet befand sich in der Unteren Weißgerberstraße. Es gibt hier keine Gedenktafel. Ein Beispiel für das von der Firma entwickelte Bausatz-Prinzip ist der Stuhl Nr. 14: Er besteht aus sechs Teilen sowie zehn Schrauben und zwei Muttern.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof liegt nun mit einem beigefügten Orientierungsplan für Interessenten vor.
Sie können diesen entweder im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht.

 

INGE KONRADI (1924-2002), eine unvergessliche Schauspielerin

Heute ist mir nach Theater bzw. Schauspielern zumute. Wenn ich die große Anzahl von Landstraßer Mimen vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt mir halt immer wieder als erste die unvergessliche Inge Konradi ein. Schon im letzten Jahr ihres Studiums - 1941 - am Max-Reinhardt-Seminar trat sie im Volkstheater auf.
Ab 1942 war sie dann in diesem Haus - Direktion Walter Bruno Iltz - fix engagiert. Ihre Antrittsrolle war die Franziska in Lessings "Minna von Barnhelm". In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sie sich zur unvergleichlichen Darstellerin in Stücken von Ödön von Horvath (beispielsweise "Geschichten aus dem Wiener Wald"), Ferdinand Raimund (z. B. "Die gefesselte Phantasie" und "Der Bauer als Millionär") und insbesondere Johann Nestroy (z. B. "Kampl", "Zu ebener Erde und erster Stock", "Der Talisman" und unvergesslich als Christopherl  in "Einen Jux will er sich machen" zusammen mit Josef Meinrad). Ab 1947 wirkte Inge Konradi immer wieder in Spielfilmen mit.

OmamaDie Liste ist lang; zuletzt war sie in der köstlichen Rolle der Omama in den beiden Xaver-Schwarzenberger-Filmen "Single Bells" und "O Palmenbaum" zu sehen.

Ab 1951 war Frau Konradi Mitglied des Burgtheaters, das sie 1992 zum Ehrenmitglied ernannte. Schon seit 1988 unterrichtete sie am Max-Reinhardt-Seminar.
An der Fassade des Hauses, in dem Inge Konradi über viele Jahre daheim war - Landstraßer Hauptstraße 2C - erinnert keine Gedenktafel an sie.

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank 

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Rudolf-Steiner-Denkmal Für den weltbekannten Anthroposophen Rudolf Steiner gibt es im Schweizergarten ein Denkmal. Er wurde 1861 in Kroatien geboren, studierte von 1879 bis 1882 an der Wiener Technik Mathematik, Chemie, Physik und Biologie. Daneben unterzog er sich einem Literatur-, Geschichts- und Philosophiestudium.

Rudolf Steiner Denkmal Wien3

Von 1882 bis 1890 arbeitete Dr. Steiner freiberuflich als Privatlehrer, Redakteur und Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften.
Von 1890 bis 1897 war Dr. Steiner fester Mitarbeiter am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar; anschließend war er in Berlin als Journalist und Redakteur tätig.
Während dieser Zeit findet man ihn auch als Vortragenden an der von Wilhelm Liebknecht gegründeten Arbeiter-Bildungsschule.
1902 wurde er Mitglied der Deutschen Theosophischen Gesellschaft. In den Jahren zwischen 1910 und 1913 wurden seine vier "Mysteriendramen" in München uraufgeführt.
1913 trennte sich Steiner von der Theosophischen Gesellschaft, um selbst die "Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft" zu gründen, deren Kult- und Lehrstätte das "Goetheanum" in Dornach/Schweiz wurde.
1919 übernahm Dr. Rudolf Steiner die Leitung der Stuttgarter Waldorfschule. Der Industrielle Waldorf beauftragte ihn mit der Unterrichtung der Kinder seiner Mitarbeiter in der "Werks-Schule", nach seiner neuen antoprosophischen, damals revolutionären, Lehre.
1925 starb der Wissenschafter in Dornach. Siehe weitere Beschreibung auf der Museumsseite

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Katharina Waldmueller Portrait

 

Den Grabstein der erfolgreichen Hofopernsängerin Katharina Waldmüller, geborene Weidner, schmückt eine Lyra als Berufssymbol.
Der im 19. Jahrhundert erfolgreiche Maler Josef Weidner, der ihr Porträt schuf, war ihr Bruder. Als sie 1814 in Agram sang, lernte sie den um elf Jahre jüngeren Ferdinand Georg Waldmüller kennen, der dort als Zeichenlehrer tätig war.
Das Paar heiratete und lebte nun abwechselnd in den Städten, wo Katharina engagiert war.
Während dieser Jahre arbeitete der junge Ehemann zeitweise als Kulissenmaler. Als Katharina 1817 ans Kärntnertortheater verpflichtet wurde, kehrten sie wieder nach Wien zurück.
Die Ehe der beiden wesensverschiedenen Künstler verlief derart unharmonisch, dass sie sich 1834 trennten. Die gefeierte Sängerin blieb bis 1846 am Kärntnertortheater engagiert. Ferdinand Georg Waldmüller tröstete sich bald mit der Modistin Anna Bayer, die er aber erst 1851 nach dem Tod seiner Ehefrau heiraten konnte.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, dem ein Orientierungsplan beigefügt ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

 

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (21).

Ein einfaches von der Wiener Schneiderinnung gestiftetes schmiedeeisernes Kreuz bezeichnet die ungefähre Stelle, an der Joseph Madersperger in einem Schachtgrab beigesetzt wurde. Madersberger2394Der aus Kufstein stammende Schneidermeister konstruierte zwischen 1807 und 1814 eine Maschine, die ihm seine Näharbeit erleichtern sollte, indem diese die Bewegung der menschlichen Hand nachahmte.
1815 meldete er das Patent für seine Erfindung an, das aber nach drei Jahren erlosch. In der Zwischenzeit war Madersperger zeitweilig als Obsthändler tätig und wurde im Wiener Einwohnerverzeichnis nur noch als gewesener bürgerlicher Schneider geführt.

Während der ganzen Zeit ließ ihn der Gedanke an seine Erfindung nicht los; 1839 hatte er eine neue Maschine entwickelt, die mit dem "Kettelstich" arbeitete. Sowohl für eine neuerliche Patentanmeldung als auch für die Erzeugung seiner Erfindung im großen Stil fehlte ihm das Geld, weshalb er sein Nähmaschinenmodell dem k.k. Polytechnischen Institut - heute Technische Universität Wien - schenkte.
1841 erhielt er für seine Tätigkeit eine Bronzemedaille vom Niederösterreichischen Gewerbeverein.
Völlig verarmt waren er und seine Frau 1850 gezwungen, sich der Obhut des Versorgungshauses St. Marx zu überantworten, wo der Erfinder nach drei Monaten starb. An der Fassade des Nachfolgebaues befindet sich eine Gedenktafel für den Erfinder.

Lesen Sie bitte weiter auf unserer Museums-Webseite INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (4)

Jura SoyferJURA SOYFER (1912-1939), der bedeutendste politische Schriftsteller Österreichs der Dreißigerjahre

1921 flüchtete die Familie Soyfer vor der bolschewistischen Revolution aus Charkow nach Österreich, und ein Jahr später trat Jura ins Gymnasium in der Hagenmüllergasse ein, wo er 1930 maturierte.

Schon im Alter von 15 Jahren - inzwischen war er nach dem Studium sozialistischer Schriften zum Marxisten geworden - trat er dem Verband der Sozialistischen Mittelschüler bei. Noch während seiner Schulzeit wurde er Mitglied des Politischen Kabarett der Sozialdemokraten, wodurch er Erfahrung im szenischen Schreiben erlangte. Ab 1931 erschienen allwöchentlich seine politische Satiren in der Arbeiter Zeitung, und er war auch ständiger Mitarbeiter in der sozialdemokratischen Wochenzeitung Der Kuckuck. Er forderte in seinen Schriften eine Politisierung des Theaters.

Nach den Februarkämpfen des Jahres 1934 wurde er Mitglied der illegalen kommunistischen Partei, für die er Flugschriften verfasste und mit dem Schreiben seines Romans So starb eine Partei - der unvollendet blieb - begann. 1935 lernte Soyfer durch seinen Freund Hans Weigel den Schauspieler und Regisseur Leon Askin kennen, der im Wiener Theater ABC tätig war. Von nun an schrieb der junge Autor Theaterstücke für das ABC. 1937 wurde Jura Soyfer verhaftet und kam erst am 17. Februar 1938 anlässlich der Amnestie für Politische wieder frei. Er versuchte am 13. März 1938 gemeinsam mit einem Freund die Grenze zur Schweiz illegal zu überschreiten. Sie wurden verhaftet und ins Landesgericht Feldkirch gebracht, von wo man Soyfer am 23. Juni 1938 ins KZ Dachau überstellte. Im Herbst kam er ins KZ Buchenwald, wo der junge Mann am 16. Februar 1939 an Typhus starb.

Die besondere Tragödie seines Todes besteht in der Tatsache, dass seine Eltern, die bereits vor dem 12. März 1938 in die USA emigriert waren, für ein Affidavit gesorgt hatten, das seine eventuelle Entlassung aus dem KZ und seine Emigration in die USA bewirkt hätte. Eine Gedenktafel an der Fassade seiner ehemaligen Schule in der Hagenmüllergasse erinnert an ihn. 1968 wurde im 10. Bezirk eine Gasse nach ihm benannt.

Das Bezirksmuseum Landstraße brachte 2004 die Ausstellung Jura Soyfer, wohnhaft Wien III. Bitte lesen Sie weiter auf unserer Museumsseite

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (18).

 

kornhaeusel portraitIn Baden bei Wien findet der Besucher immer wieder wunderschöne Einfamilienhäuser, die Joseph Georg Kornhäusel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute.
Dieser kurze Beitrag reicht nicht, um die Liste der von ihm errichteten Bauwerke aufzuzählen.
Sie umfasst Wohnhäuser, von denen leider einige dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen, aber auch Repräsentationsbauten wie beispielsweise den Husarentempel bei Mödling, das Rathaus in Baden, das Theater in der Josefstadt, die Synagoge in der Wiener Innenstadt, die Innenausstattung der Albertina, den Umbau des Schottenstiftes und den Ausbau des Stiftes Klosterneuburg um nur einge zu nennen.

Übrigens wohnte er nach seiner ersten Heirat im ehemaligen Eckhaus Landstraßer Hauptstraße/Rasumofskygasse, wo es aber keine Gedentafel gibt.

 

 

 

kornhaeuselturm heute

Sein wohl bekanntestes Werk ist der Turm in der Wiener Innenstadt, der noch heute seinen Namen trägt.

Kornhäusel wurde im St. Marxer Friedhof beigesetzt; obwohl seine sterblichen Überreste 1934 in ein Ehrengrab im Zentralfriedhof überführt wurden, ist der für ihn ursprünglich gesetzte Grabstein erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Museumsseite

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (17).

 

Alexander ypsilantiDer adeligen Familie Ypsilanti entstammten die drei Söhne Alexander, Demetrius und Nikolaus. Alexander war Offizier in der zaristisch russischen Armee und übernahm 1820 die Verantwortung über die führerlose Gruppe Philiki Etaireia - zu deutsch etwa "Freund- schafts gesellschaft" - zur Vorbereitung des Freiheitskampfes der Griechen gegen die Türken.
Das griechische Freischärlerheer, das aus nur wenigen Freiwilligen - unter ihnen auch Alexanders beide jüngere Brüder - bestand, wurde von der türkischen Armee vernichtend geschlagen, weshalb die drei Ypsilantis versuchten, sich über die österreichische Militärgrenze zu retten.
Alle drei wurden verhaftet und in die Festung Munkacz - im Gebiet der Transkarpaten - gebracht, wo sie ohne Gerichtsbeschluss gefangen gehalten wurden. Demetrius und Nikolaus wurden 1824 frei gelassen, der verletzte und stark geschwächte Alexander wurde in die Festung Theresienstadt überstellt, von wo er erst nach mehreren ausländischen Interventionen - einer der Interventen war der britische Lord Byron - 1827 enthaftet wurde. Müde und krank reiste der 35-jährige Alexander Ypsilanti nach Wien, um hier dem russischen Botschafter Fürst Rasumofsky, von dem er sich Hilfe versprach, nahe zu sein.
Deshalb mietete er sich im nahen Gasthof "Zur Goldenen Birn" in der Landstraßer Hauptstraße ein. Nach wenigen Monaten starb der unglückliche Idealist und wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt.
Der griechische Bankier Georg Simon Sina ließ ein Mausoleum im Schloss Rappoltenkirchen bei Sieghartskirchen / N.Ö. erbauen, wohin Ypsilantis Gebeine 1906 gebracht wurden. 1964 wurden die sterblichen Überreste des griechischen Freiheitshelden nach Thessaloniki überführt. An der Fassade des Nachfolgebaues der "Goldenen Birn" - Landstraßer Hauptstraße 31 - gibt es eine Gedenktafel für Alexander Ypsilanti.
Demetrius Ypsilanti wanderte in die Vereinigten Staaten aus, wo nach ihm eine Kleinstadt im Bundesstaat Michigan benannt ist. Die Spuren von Nikolaus sind verloren gegangen. Lesen Sie auch den Bericht auf unserer Webseite

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigefügten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Denkmal FAMILIE

Heute kennen nur noch Kunstfreaks den Namen der Bildhauerin Margarethe Hanusch, obwohl gerade wir Landstraßer - unbewusst - immer wieder mit ihren Schöpfungen konfrontiert sind. Sie wohnte bis zu ihrem Tod in der Hafengasse, ihr Atelier befand sich draußen in der Döblinger Erbsenbachgasse. Margarethe Hanusch liebte es, unauffällig zu sein und lebte ihrer Kunst. In den 50er- und 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts war sie eine viel beschäftigte Künstlerin in der damaligen Aktion der Gemeinde Wien Kunst am Bau (heute Kunst im öffentlichen Raum).

Lesen Sie, bitte, unseren ausführlichen Beitrag unter http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/page.asp/3551.htm.

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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (6)

Der unvergessliche Tenor Franz Schmidt

Der aus Preßburg stammende spätere Komponist wohnte schon als Student ab 1889 in unserem Bezirk (Juchgasse 40). Nach seinen Studien - Kompositionslehre, Klavier, Cello - wurde er als Solocellist Mitglied der Wiener Philharmoniker und spielte auch im Quartett von Arnold Schönberg. 1914 bekam er eine Professur für Klavier an der Wiener Musikakademie - heute Universität für Musik und darstellende Kunst - deren Direktor er 1925 und Rektor ab 1927 wurde. Als Lehrer für Klavier, Violoncello, Kontrapunkt und Komposition bildete er zahlreiche Musiker, Dirigenten und Komponisten aus. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er 1937 seine Lehrtätigkeit.

Schmidt komponierte vier Symphonien, mehrere Klavierkonzerte, Orchester-, Kammermusik- und Orgelwerke. Seine bedeutendsten Kompositionen waren über Jahrzehnte sein Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln und seine romantische Oper Notré Dame; als Vorlage des zweiaktigen Werks diente der Roman Der Glöckner von Notre Dame, das  Libretto verfaste Schmidt gemeinsam mit Leopold Wilk nach Texten nach Victor Hugo.

Er erhielt viele Auszeichnungen, und anlässlich seines 60. Geburtstages wurde ihm das Ehrendoktorat der Wiener Universität verliehen.

Sein Privatleben verlief besonders tragisch: Ab 1919 war seine Ehefrau zur stationären Behandlung in der Wiener Nervenheilanstalt Am Steinhof untergebracht, und seine Tochter Emma starb völlig unerwartet nach der Geburt ihres ersten Kindes. Die Ermordung seiner Frau im Zug der nationalsozialisten Euthanasie-Kampagne im Jahre 1942 musste er nicht mehr erleben.

Seine weitere Anschriften in unserem Bezirk waren: Erdbergstraße 57 (1891-1899), Hainburgerstraße 56 (1900) und Neulinggasse 36 (1823-1926).

Leider erinnert heute in ganz Wien nichts mehr an diesen großen Künstler.

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht (2).

 

Messerschmidt

Weil wir mit Paul Sorbait soeben in der Ungargasse waren, soll die Vorstellung des Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt, der einige Zeit der Besitzer des Vorgängerbaues des Hauses Ungargasse 5 war, folgen. Leider gibt es an dieser Stelle keine Gedenktafel für den Künstler. Auch er war ein "Beutelandstraßer", der aus Bayern stammte. Nachdem er in München und in Graz die Bildhauerei studiert hatte, kam er 1755 nach Wien.

Maria Theresia schätzte ihn derart, dass sie von ihm Bronzestatuen anfertigen ließ, die sie und ihren Mann Franz Stephan von Lothringen in einer Apotheose während der Krönung zeigten. Schon davor hatte Messerschmidt Bronzereliefs von Joseph II. und dessen Ehefrau Isabella von Parma geschaffen.

Ab 1770 beschäftigte sich der Künstler mit der Herstellung von Büsten, die karikaturhafte Züge tragen. Während seines Aufenthalts in Preßburg, wo er schließlich auch starb, schuf er mehr als 50 derartige Arbeiten, an denen er alle Arten von physiognomischen Zuständen bis zu extremen Grimassen darstellte.

Das Wiener Belvedere besitzt sowohl die erwähnten Bronzekunstwerke als auch eine Reihe seiner Charakterköpfe. Auch an Messerschmidt erinnert keine Gedenktafel in unserem Bezirk; 1894 wurde im 18. Wiener Gemeindebezirk nach ihm eine Gasse benannt.

Lesen Sie bitte weiter auf der Homepage des Bezirksmuseums

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (11)

 

Jakob DegenEin im Gebüsch versteckter kleiner Grabstein bezeichnet die Stelle, wo der aus der Schweiz stammende Erfinder und Flugpionier Jakob Degen (1760?-1848) beerdigt wurde.

Wahrscheinlich war Degen 1770 mit seinem Vater, einem Bandweber, nach Wien gekommen, wo er ab 1778 das Uhrmacherhandwerk erlernte, in dem er 1792 Meister wurde. Das war die Zeit, als in Frankreich die Brüder Montgolfier ihre Ballonflug- versuche unternahmen; Degens Idee war, ein durch Muskelkraft betriebenes Luftfahrzeug zu konstruieren. Er arbeitete mehr als zehn Jahre an seinem Modell und unternahm mehrere Jakob Degen SchwingenfliegerFlugversuche, die aber alle nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wegen der durch die gegen Napoleon geführten Kriege zerrütteten Staatsfinanzen eingermaßen in Ordnung zu bringen, wurden in Österreich anstelle von Hartgeld so genannte "Bancozettel" in verschiedenen Wertangaben herausgegeben. Diese Vorläufer des Papiergeldes konnten leicht gefälscht werden.
1816 wurde durch kaiserlichen Erlass die "privilegirte oester- reichische National-Bank" gegründet. Degen entwickelte zwischen 1816 und 1820 ein "Guillochiergerät", mit dem ein fälschungssicheres beidseitiges Drucken von Banknoten möglich war, das er dem neuen Institut vorstellte. Er wurde von der Nationalbank angestellt und war schließlich von 1825 bis 1841 Leiter der dortigen mechanischen Werkstätten. An der Fassade des letzten Wohnhauses des Erfinders - Ungargasse 27 - befindet sich eine vom Bezirksmuseum gestiftete Gedenktafel. Finden Sie weitere Details auf unserer Homepage

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit beigelegtem Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (10)

CobenzlEin mit einer Inschrift in lateinischer Sprache versehener Grabstein in der Form, die an eine griechische Stele erinnert, bezeichnet die Stelle, wo der Diplomat Johann Philipp Graf Cobenzl (1741-1810) beerdigt wurde. Er war als Vizestaatskanzler, der die Agenden eines Außen- ministers ausübte, einer der engsten Mitarbeiter Joseph II., der ihn auch 1782 zu den Verhandlungen mit dem aus Rom angereisten Papst Pius VI. - dieser kam nach Wien, weil er wegen der toleranten Haltung Joseph II. gegenüber nichtkatholischer Religionen und dessen Klosteraufhebungen beunruhigt war - zuzog. Um 1773 kaufte Cobenzl ein großes Grundstück auf dem Reisenberg, wo sich zuvor eine Niederlassung der Jesuiten befunden hatte und errichtete hier ein Schlößchen samt Garten sowie eine Meierei, deren Erzeugnisse in Wien verkauft wurden. Die Anlage war öffentlich zugänglich, und beispielsweise Mozart schwärmte von dem wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die Donau von dort oben. Bald bezeichneten die Wiener die Gegend Am Cobenzl. Nachdem Joseph II. 1790 und sein Bruder und Nachfolger Leopold II. 1792 gestorben waren, wurde dessen Sohn als Franz II. zum neuen Kaiser gekrönt, der den liberalen Cobenzl - inzwischen war dieser als Nachfolger Kaunitz Staatskanzler geworden - 1793 absetzte und Franz Maria von Thugut zum neuen Staatskanzler machte. Von 1801 bis 1805 war Cobenzl österreichischer Gesandter in Paris; das war die Zeit, nachdem Napoleon durch den Staatsstreich vom 18. Brumaire die Macht als Erster Konsul in Frankreich übernommen hatte. Als die Franzosen 1809 Wien eroberten, wurde Cobenzls Besitz auf dem Reisenberg zerstört. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit beigelegtem Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friehof beerdigt wurden (29)

Hier erinnert nur noch ein Gedenkstein an Louis Montoyer, der in den österreichischen Niederlanden geboren wurde. Er war schon 1778 als Architekt in Brüssel tätig, wo er den Sitz des habsburgischen Statthalters erbaute. Montoyer kam 1795 mit Herzog Albert von Sachsen-Teschen (dieser hatte 1766 Marie Christine, eine Tochter Maria Theresias geheiratet), bei dem er ab 1780 als Hofarchitekt angestellt war, nach Wien. Hier baute er 1801 bis 1804 Albrechts Palais, die heutige Albertina, um und errichtete zur selben Zeit in der Hofburg den Zeremoniensaal als Verbindung des Leopoldinischen Traktes mit dem alten Bauteil. Unter anderem baute er 1806/07 für den russischen Gesandten Rasumofsky dessen Gartenpalais im heutigen dritten Bezirk. 1807 ernannte der damalige Kaiser Franz I. Louis Montoyer zum Hofarchitekten. Montoyer wohnte im ehemaligen Augustiner Zinshaus, Landstraßer Hauptstraße 56. Am Nachfolgebau gibt es keine Gedenktafel.

Auf unserer Homepage finden Sie noch weitere Informationen INFO: Der neue ausführliche Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (26).

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1787 nach Prag reiste, um dort seinen "Don Juan" zu dirigieren, lernte er den jungen Franz Xaver Niemeczek, einen seiner Verehrer, kennen. Diese Bekanntschaft entwickelte sich zu einer derart engen Freundschaft, dass Mozart seinen letzten im Juli 1791 geborenen Sohn auf die Namen Franz Xaver Wolfgang taufen ließ. In einem seiner Briefe bat er Niemeczek, dass sich dieser im Falle seines Todes um seine beiden Söhne Franz Xaver Wolfgang und den älteren Carl Thomas kümmern möge. Als Mozart starb, lebte Niemeczek in Prag als Gymnasialprofessor. Die Witwe Constanze erfüllte Wolfgangs Wunsch und übergab den damals siebenjährigen Carl der Obhut Niemeczeks. Dieser überwachte nicht nur das Heranwachsen des Kindes, sondern erteilte diesem auch Klavierunterricht bis 1797, als Carl Thomas nach Livorno ging, um in einem Handelshaus eine Lehre anzutreten. Während der folgenden Jahrzehnte blieben die beiden in regem brieflichen Kontakt. Auch die Verbindung mit Mozarts Witwe blieb über die Jahre bestehen. Er war einer derjenigen Freunde, die ihr rieten Franz Xaver eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen. Niemeczek wurde schließlich Universitätsprofessor und veröffentlichte einige Arbeiten, in denen er sich mit Mozarts Genie, Leben und Werk auseinandersetzte. In einer seiner Arbeiten setzte er sich mit Mozarts Fremdsprachenkenntnissen auseinander und schrieb unter anderem: Die lateinische Sprache erlernte er erst in späteren Jahren und zwar nur so weit, um das Verständnis des Kirchentextes zu haben, den er allenfalls in Musik zu setzen hatte. Niemeczek genießt in Tschechien noch heute große Verehrung als Kapazität in allen Belangen, die Mozart betreffen. Davon konnte ich mich anlässlich eines Besuches einer Prager Historikerin überzeugen. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, der auch einen großen Orientierungsplan enthällt, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (27).

 

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Alt-Wiener Volkstheater, das seine Wurzeln einerseits im Jesuitendrama und anderseits in den Stegreifkomödien auf den "Pawlatschen" hatte. Da gab es immer die tolpatschige, dummdreiste  Figur des "Hanswurst", die in Wien von Josef Anton Stranitzky (1676-1726) zur Perfektion in der Darstellung entwickelt wurde. Im späteren 18. Jahrhundert kam diese Figur aus der Mode. 1789 wurde der 23jährige in Peterwardein (heute Novi Sad) geborene Anton Hasenhut ans Leopoldstädter Theater engagiert. Während einer Probe begann er plötzlich mit kindhafter Fistelstimme zu sprechen, was bei allen anwesenden Kollegen und dem Direktor größte Heiterkeit hervorrief. Das war der Beginn seiner Darstellung des "Thaddädl", den er mit einer trompetenartigen Fistelstimme sprechend als blasierten Gecken mit komischem Äußeren darstellte. Er blieb der Leopoldstadt bis 1803 treu und wechselte dann ins Theater an der Wien, wo er bis 1819 engagiert war. Während dieser Jahre unternahm er zahlreiche Gastspielreisen nach Deutschland. Sowohl Adolf Bäuerle (1786-1859) als auch Karl Meisl (1775-1853) verfassten für ihn Theaterstücke, in denen

 

jeweils eine Rolle ihm als Thaddädl auf den Leib geschrieben war. Franz Grillparzer erwähnte in einem seiner Briefe den Besuch eines Thaddädl-Stückes und äußerte sich lobend über Hasenhuts Komik. Mit dem Beginn des Biedermeier schwand das Publikumsinteresse an derartigen Darstellungen. Hasenhut trat noch einige Jahre als Schauspieler auf, konnte aber nicht mehr an seine ehemaligen Erfolge anknüpfen. Während seiner letzten Lebensjahre verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Kopist.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem umfangreichen Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor.

Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (9)

Der Grabstein des Kupferstechers Jakob Hyrtl (1799-1868) erinnert mich bei jedem Friedhofsbesuch an zwei G'schichterln. Das Hyrtlgrab war dort, wo sich heute der Beginn der nordwestlichen Friedhofsmauer befindet; dieser Stein und einige andere mussten in den Sechzigerjahren einem später nicht verwirklichten Straßenbauprojekt weichen und wurden um einige Meter ins Friedhofsinnere versetzt. Der Anatom JosefHyrtl, einen Schädel haltendDas zweite Detail steht mit dem Anatomen Josef Hyrtl (1810-1894), der Jakobs Bruder war, dem Totengräber auf dem St. Marxer Friedhof Josef Rothmayer sowie mit Wolfgang Amadeus Mozart in engem Zusammenhang. S. Bild links. Sowohl der Anatom Josef Hyrtl als auch sein Bruder Jakob waren Verehrer Mozarts; Jakob nahm Verbindung mit dem Totengräber Rothmayer auf und bat diesen 1801, ihm anlässlich der Öffnung des Schachtgrabes, in dem Mozart 1791 beigesetzt worden war, den Schädel des großen Komponisten zu überlassen.
Jakob vererbte ihn seinem Bruder, dem Anatomen Josef Hyrtl, der ihn in Ehren hielt. Weil der Anatom mit dem damaligen Salzburger Bürgermeister eng befreundet war, vermachte er diesem den Schädel, der denselben wieder dem Mozarteum übergab, wo er sich noch heute befindet. Als das Mozarteum zu Beginn des 20. Jahrhunderts dieses Kleinod übernahm, konnte sich niemand vorstellen, dass es der medizinischen Technik einhundert Jahre später möglich wäre, nicht nur mittels DNA-Vergleichen aus Knochen verschiedener Personen eindeutig deren verwandtschaftliche Zugehörigkeiten klarzustellen, sondern auch aus Schädelknochen das Aussehen des Verstorbenen zu rekonstruieren. Inzwischen wurde beides gemacht, aber die Ergebnisse haben offenbar keine Sensation verursacht.

 

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (23).

Theodor von Karajan

Eine Erinnerungstafel an der Stelle des Grabes des wissenschaftlich und politisch bedeutenden Mannes befindet sich im griechisch-serbischen Teil des St. Marxer Friedhofs unweit des Grabsteins für Vuk Stefanovic Karadzic.

Nach der Schließung des Friedhofs 1874 wurden seine sterblichen Überreste in den Friedhof von Mauer im heutigen 23. Bezirk überführt.
Die Familie der Karajans stammte aus Nordgriechenland und kam bereits im 18. Jahrhundert als Baumwollhändler nach Chemnitz, wo sie in den Reichsadelsstand erhoben wurde. Als sie nach Österreich kamen, wurde ihr Adelsstand 1832 anerkannt. Theodor studierte an der Wiener Universität, trat dann in den Staatsdienst ein und war im Hofkriegsrat bzw. in der Hofbibliothek tätig.
Seine historischen Forschungen auf dem Gebiet der Vergleichenden Sprachwissenschaften und des Mittelalters - seine diesbezüglichen Forschungen umfassten eine breite Palette von Abraham a Sancta Clara bis Michael Behaims Buch von den Wienern - brachten es mit sich, dass er in den 1840er Jahren Mitglied akademischer Vereinigungen in ganz Europa wurde.
Während der Epoche der 48er Revolution war er als Wissenschafter unverdächtig und wurde als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Diese Internationalität brachte es mit sich, dass er sowohl Mitglied der Preußischen als auch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde. 1869 wurde Theodor Georg von Karajan durch die Ernennung zum Ritter des Leopold-Ordens in den erblichen österreichischen Ritterstand erhoben.
Karajans letzte Anschrift war Landstraßer Hauptstraße 112; leider gibt es dort keine Gedenktafel für den beudetenden Mann. Zuletzt sei noch erwähnt, dass Theodor Georg von Karajan der Urgroßvater des uns noch wohlbekannten Dirigenten Herbert von Karajan war.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (22).

Morawetz

Der Tuchscherer Franz Morawetz hatte auf seiner Wanderschaft die russischen Dampfbäder kennen gelernt und eröffnete 1838 in der Marxergasse ein solches Unternehmen, das er übrigens vom damals viel beschäftigten Peter Gerl - dieser stammte aus der Familie (Gerlgasse), die während drei Generationen bedeutende Baumeister hervorbrachte  - erbauen ließ.
Als eine Hofdame der Erzherzogin Sophie hier ihren Katarrh heilen konnte, bat er um die Gunst, seinem Unternehmen den Namen der Erzherzogin geben zu dürfen. Morawetz gründete eine Aktiengesellschaft und ließ zwischen 1845 bis 1849 von den damals jungen Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg ein gedecktes Schwimmbad - Sophienbad - für 300 Personen erbauen (das dafür notwendige Wasser wurde durch eine Rohrleitung aus dem nahen Donaukanal bezogen und für das Baden vorgewärmt), das im Winter durch Abdeckung zu einem Ballsaal umgewandelt werden konnte, der durch den darunter befindlichen Hohlraum eine ausgezeichnete Akustik bot.
Zur Eröffnung des Ballsaales engagierte Morawetz das damals in ganz Wien beliebte Orchester von Johann Strauß (Vater). Nach dessen Tod trat im Sophiensaal immer wieder Johann Strauß (Sohn) auf, der hier mehr als einhundert seiner Tanzkompositionen erstaufführte. Die Aktiengesellschaft ließ nach dem Tod des Unternehmers Franz Morawetz das Gebäude einige Male erweitern bzw. umbauen; 1899 gestaltete der zu Ende des 19. Jahrhunderts viel beschäftigte Architekt Ernst Gotthilf-Miskolczy die Fassade gegen die Marxergasse völlig neu. An keinem der Nachfolgebauten der Wohnhäuser von Morawetz in unserem Bezirk gibt es eine Gedenktafel.

Bitte weiterlesen auf der Museums-Webseite

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (24).

ThaliatheaterVon 1855 bis zu seinem Tod im Jahre 1865 war der Schauspieler Johann Hoffmann Direktor des Vorstadttheaters in der Josefstadt. Schon bald nach der Übernahme der Theaterdirektion ließ er "draußen vor der Lina" im Vorort Neulerchenfeld - der Lokalhistoriker Gaheis bezeichnete den Vorort als "des heiligen Römischen Reiches größtes Wirtshaus" - am heutigen Lerchenfelder Gürtel von Ferdinand Fellner dem Älteren ein aus Holz gefertigtes Theater erbauen, das er nach der griechischen Muse der komischen Dichtung und Unterhaltung Thalia benannte.
Im Sommer 1856 wurde das Haus, das nach Zeitzeugenberichten 4.000 Besucher fasste, mit der Posse "Aus dem Wiener Leben" von Josef Böhm eröffnet. Das übliche Repertoire bestand aus Volksstücken, es gab aber auch Vorstellungen von Athleten, Kunstreitern, Zauberkünstlern und Präsentationen von "Liliputanern" und so genannten Riesen. Am 28. August 1857 bot Hoffmann dem Publikum, das sonst "leichte Kost" gewohnt war, mit der Erstaufführung der  Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner eine Sensation.

Johann Hoffmann

Nach Hoffmanns Tod gingen die Besucherzahlen zurück, weshalb das Haus nach einem Brand nicht mehr aufgebaut wurde.

Als Erinnerung blieben die Benennung der Thaliastraße im Jahr 1894 und eine Gedenktafel an der Fassade des Wohnhauses Thaliastraße 1.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, dem ein Orientierungsplan beigelegt ist, liegt nun für Interessierte vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Die Geschichte der ehemaligen Firma Portois & Fix lässt sich aus den wenigen noch vorhandenen schriftlichen Quellen nur in groben Zügen nachvollziehen. Anton Fix (1846-1918) übernahm 1872 die von seinem Vater gegründete Tapeziererfirma in der Heumühlgasse 20.

Portois1563Wann der aus Frankreich - andere Quellen sprechen von Brüssel - stammende Auguste Portois (gest. 1895) nach Wien gekommen ist, lässt sich nicht genau feststellen. Jedenfalls gründete er 1874 eine Möbel- und Einrichtungs- firma am Kolowratring 7 (= seit 1928 Schubertring).
Ab 1881 gab es die Firma Portois & Fix in Wien, die ab 1884 neben dem Handel mit Möbeln, Tapeten, Marmorkaminen und Dekorationsstoffen ab 1884 auch selbst Möbel erzeugte. Nun begann die große Zeit der neuen Firma. Sie wurde nicht nur mit der Ausgestaltung von großbürgerlichen und adeligen Wohnsitzen, sondern auch von Schiffen betraut und führte Entwürfe von Kolo Moser, Adolf Loos sowie von Josef Hoffmann aus.

Obwohl Portois 1892 aus der Firma ausgetreten war, findet man ihn auf einem Titelblatt des Illustrierten Wiener Extrablattes vom 17. November 1893 neben Müller-Guttenbrunn, Rückauf, Jaburek und Roth als einen der mit der Gründung des Raimundtheaters befassten Männer.

Weitere ausführliche Details erfahren Sie auf unserer Museumshomepage.

Bitte unterstützen Sie unser Projekt durch Ihre Mitarbeit: Merkantilismus auf der Landstraße. Es hat sich eine Arbeitsgruppe dazu gebildet, die auf der Forschercommunity bei www.Forschmit.at die Arbeit aufgenommen hat.

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Hauger GrabsteinAufmerksamen Besuchern des Friedhofs fallen immer wieder kleine Erinnerungstafeln anstelle von Grabsteinen auf, die darauf hinweisen, welcher Verstorbene seinerzeit vor seiner Exhumierung und Überführung (zumeist in ein Ehrengrab) hier gelegen hatte.

Einige Beispiele dafür sind der Komponist Josef und seine Mutter Anna Strauss, die Weltreisende Ida Pfeiffer, die Schauspielerin Therese Krones, die Maler Moriz Michael Daffinger und Peter Fendi, der Wissenschafter Theodor Georg von Karajan und viele andere.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauger ProtraitLeider haben wir über diese Ereignisse so gut wie keine Informationen. Vor einigen Tagen erhielt ich von einem Museumsbesucher Zeitungsausschnitte aus dem Jahr 1935, in denen über die Exhumierung des Tiroler Freiheitskämpfers Georg Hauger (1782-1859) berichtet wird.

Er war ein Mitstreiter von Andreas Hofer und sorgte 1823 für die Überführung von Hofers Gebeinen in die Innsbrucker Hofkirche.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (5)

 

VUK stefanovic karadzic-porträt (3)Im Areal der griechisch und serbisch-orthodoxen Gräber findet man den in kyrillischer Schrift gekennzeichneten Stein für Vuk Stefanovic Karadzic (1787-1864).

Der gebürtige Serbe kam 1814 nach dem 2. serbischen Aufstand gegen die Türken nach Wien, wo er den slowenischen Sprachforscher Bartholomäus Kopitar (damals wohnhaft im Elisabethinen-Wohnhaus auf der Landstraße), den Vater der Slawistik, kennen lernte.
Vuk, der Sohn einer serbischen Bauernfamilie, hatte als Kind keine Schulbildung genossen, wohl aber aus eigener Initiative die kirchenslawische Schrift lesen und schreiben erlernt. Kopitars Tätigkeit begeistert ihn derart, dass er sich näher mit seiner Muttersprache beschäftigt. Schließlich hat er nicht nur, angeregt von Jacob und Wilhelm Grimm, serbische Volksmärchen, Liedtexte, Sprichwörter und so weiter gesammelt, sondern auch nach seinem Grundsatz "schreibe wie du sprichst" ein modernes serbisches Alphabet in kyrillischen Schriftzeichen geschaffen.
In dieser Schriftsprache verfasste er ein Wörterbuch in Serbisch, Latein und Deutsch und übersetzte das Neue Testament. Im Verlauf seiner Forschungen hatte er nicht nur mit den Brüdern Grimm, sondern auch mit Johann Wolfgang von Goethe, dem deutschen Historiker Leopold Ranke und dem Dichter Johann Gottfried Herder wissenschaftlichen Kontakt. Karadzic heiratete 1818 die Wienerin Anna Kraus, mit der er 13 Kinder hatte.
Nur ihre Tochter Wilhelmine (1828-1894), genannt Mina, die in der Landstraßer Rochuskirche getauft wurde, erlebte das Erwachsenenalter. Sie unterstützte nicht nur den Vater bei seinen Forschungen, sondern hatte auch eine solide Ausbildung als Malerin. Karadzic starb im Haus 3, Marokkanergasse 3, wo es für ihn eine Gedenktafel gibt.
Er wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt. 1998 wurde sein Leichnam nach Belgrad in ein Ehrengrab überführt. Das ehemalige jugoslawische Kulturinstitut stiftete für den großen Sohn des Landes ein Denkmal, das sich vor dem Haus 3, Rasumofskygasse 22 befindet. An seinem letzten Wohnhaus auf der Landstraße, Marokkanergasse 3, gibt es eine Gedenktafel für den großen Mann.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (3)

 

b2ap3_thumbnail_anna-gottlieb--300_20131120-175920_1.jpgWer denkt noch an sie, an die erste Darstellerin der Pamina in Mozarts "Zauberflöte"? Anna Gottlieb (1774-1856) war eine von vier Töchtern eines Schauspielerehepaares und stand schon mit fünf Jahren zum erstenmal vor Publikum auf der Bühne. Mit 12 Jahren sang sie die Barbarina in "Figaros Hochzeit" - Mozart hatte die Rolle eigens für sie geschrieben - und 1791 wurde wieder für die "Madsell Gottlieb", wie sie von Mozart genannt wurde, die Rolle der Pamina verfasst. Durch diese Rolle ist Anna Gottlieb mit Mozart bis heute verbunden geblieben. --- Hörprobe Nach Mozarts Tod wechselte sie in ein Engagement am Theater in der Leopoldstadt, wo sie von nun an auftrat. Während der Napoleonischen Kriege zog sie sich zwischen 1809 und 1813 vom Theater vorübergehend zurück. Als sie 1813 wieder vor Publikum sang, stellten die Kritiker fest, dass sich ihre Stimme verändert hatte. 1828 wurde sie als zu alt für die Bühne entlassen und fristete bis zu ihrem Tod 1856 ein einsames und armes Leben. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

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