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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Als ich vor mehr als 30 Jahren die Leitung des Museums übernehmen durfte, fand ich bereits eine reiche Sammlung von Plänen, die das Bezirksgebiet sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit zeigen. Einer der für unsere beinahe tägliche Arbeit am wertvollsten ist ein Plan aus der Zeit kurz nach 1862, auf dem die damals bestandenen Grundstücke sowohl mit der alten Conscriptionsnummer – solche gab es für jede der drei Vorstädte LANDSTRASSE, ERDBERG und UNTER DEN WEISSGERBERN -, als auch mit der zu dieser Zeit eingeführten Durchnummerierung in den jeweiligen Verkehrsflächen. Besonders interessant sind die drei Vorstadtpläne des Lithographen Anton  Ziegler aus den Jahren ab 1826, der zu dieser Zeit nach und nach für alle 34 Wiener Vorstädte – sie wurden ab 1862 zu den acht, die Innenstadt umgebenden neuen Bezirke zusammengefasst -  Pläne veröffentlicht.

Bild: Erdberg

Erdberg Plan aus 1826

 

Bild 3: Weißgerber

Besuchen Sie mich im Museum (ab September) und begutachten Sie diese historisch wertvollen Dokumente.

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In Erdberg gab es bis nach 1900 die Amongasse, eine schmale Verbindung von der Erdbergstraße hinauf zur Gestettengasse, wo sie neben dem Haus Nummer 21, in dem sich damals das Gasthaus "Zur schönen Aussicht" befand, mündete. Sie war nach dem Holzhauer Johann Georg Amon (1764-1822) benannt, der 1786 in Erdberg ein Haus erworben hatte.

Ebenfalls in Erdberg gab es bis zur zweiten Assanierung als Verlängerung der Leonhardgasse gegen die Gestettengasse die Kugelgasse. Im Hintergrund erkennt man die beiden Türme des Hauses Leonhardgasse 3-5, das im Volksmund als "Narrenturm" bezeichnet wird, weil dort um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die private Nervenklinik des Dr. Svetlin daheim war. Übrigens waren dort einige Prominente wie z. B. der Komponist Hugo Wolf und der Maler Carl Schuch für einige Zeit untergebracht. Im Herbst 2006 wurde an der Fassade des Hauses eine Gedenktafel angebracht, die daran erinnert.
Das sich über einhundert Jahre gehaltene Gerücht, dass auch Alexander Girardi dort interniert gewesen wäre, wurde nun durch Zufall widerlegt, als uns das Buch "Das Schicksal setzt den Hobel an - der Lebensroman Alexander Girardis" verfasst von seinem Sohn Anton Maria Girardi in die Hände kam. Seine erste Ehefrau Helene Odilon hatte Girardis Unterbringung zwar in die Wege geleitet, er konnte sich aber rechtzeitig durch Flucht vor der Einweisung retten.

Lesen Sie hier die spannende Geschichte weiter und sehen Sie das umfangreiche Bildmaterial dazu auf unserer Museums-Wissensseite

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Ich will versuchen, Ihnen hier nach und nach die wichtigsten Pläne zu zeigen, die unser Bezirksgebiet betreffen. Der Nürnberger Maler, Drucker und Verleger Niklas Meldemann lebte in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er reiste ein Jahr nach dem Ende der 1. Türkenbelagerung nach Wien, um hier an Ort und Stelle einen Holzschnitt der Belagerung anzufertigen, der schließlich 1530 als Rundplan von Wien fertiggestellt war. Wir zeigen den Ausschnitt, auf dem vom Stubentor am unteren Ende ausgehend die Stubentorbrücke, der Verlauf der damaligen Hauptstraße zum "St. Niclas porten" - links davon ist das Kloster St. Niclas zu sehen - sowie die Erdbergs - hier "Erping" - und der Donau - "Thonaw" - zu sehen sind.

Rundplan        Der Rundplan Wiens

1706 erschien der von Leander Anguissola (1653-1720) und Jakob Marinoni (1676-1755) über Auftrag Joseph I. verfertigte Plan der Stadt Wien, der den offiziellen Namen ACCURATISSIMA VIENNAE AUSTRIAE ICHNOGRAPHICA DELINEATIO trägt, aus dem wir den unseren Bezirk betreffenden Ausschnitt hier zeigen. Sehr schön sind die Erdbergstraße, Landstraßer Hauptstraße, Ungargasse und der Rennweg

Weitere ausführliche Details auf der Museumsseite

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Der 3. Bezirk in Zahlen und Fakten (Stand 2005)
Der 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße ist mit 7,41 qkm der größte Bezirk Wiens innerhalb des Gürtels.
Bei der letzten Volkszählung im Jahre 2001 wurden 81.281 Einwohner festgestellt, was einen Rückgang gegenüber 1991 von etwa 5 % bedeutet.

BezinZahlen1513

Bezirksvorsteher und ihre Amtszeiten:
Matthäus Mayer (1862-1876)
Karl Weissenberger (1876-1888)
Franz Schallaböck (1888-1891)
Johann Schober (1891-1897)
Paul Spitaler (1897-1919)
Adolf Lahner (1919-1934)
Viktor Kainzmayer (1934-1938)
Dr. Ludwig Fischer (April 1945-April 1946)
Josef Pfeifer (April 1946-1959)
Franz Seitler (1959-1973)
Jakob Berger (1973-1982)
Günther Reviczky (1982-1983)
Rudolf Bergen (1983-1989)
Erich Hohenberger (seit 1989)

Städtische Wohnhäuser und Wohnhausanlagen:
Zwischen 1921 und 1933 wurden von der Gemeinde Wien etwa 30 derartige Bauten errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehr als 60 Häuser bzw. Anlagen gebaut.
Die Assanierung Erdbergs erfolgte in zwei Etappen: Zwischen 1921 und 1933 entstanden die großen Wohnhausanlagen wie der Hanusch-, Raben- und Anton-Kohl-Hof, ab 1956 wurde das Gebiet zwischen Leonhard- und Gestettengasse assaniert, wodurch einerseits die ehemalige Kugelgasse verschwand, anderseits die Bauten am Fiakerplatz und am Hainburger Weg geschaffen wurden. An diese segensreiche Aktion erinnert die Gedenktafel an der Fassade des Hauses Leonhardgasse 10.

Lesen Sie weiter auf der Museumsseite

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Wie kann ich hier Blogger werden
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BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

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Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
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Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

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Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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