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Monday, 26 May 2014 00:00

DAS TANZLOKAL „GOLDENER KEGEL“ Featured

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DAS TANZLOKAL „GOLDENER KEGEL“ DAS TANZLOKAL „GOLDENER KEGEL“ Bezirksmuseum Wien 3

Die Weißgerber Kegelgasse wurde 1862 nach dem Schild des Tanzlokals „Zum goldenen Kegel“ benannt,  das unter der Anschrift Am Glacis 39 (heute Zollgasse / Hintere Zollamtsstraße) zu fi nden war.
Das Etablissement ist bereits im Jahr 1749 – der erste Besitzer hieß Josef Schrembs, der das Lokal bis 1752 führte – nachzuweisen und bestand als Gasthaus – der damalige Besitzer war Wolfgang Winkler – noch zur Zeit, als die drei Vorstädte vereinigt wurden.
In einer Zeitung aus dem Jahr 1792 kann man lesen:
Sonntag, den 8. Oktober wird der große und schöne Saal bei dem goldenen Kegel unter den Weißgerbern das erste Mal wieder geöffnet und eine wohlbesetzte Musik gehalten …. Der Weg vom Invalidenhaus bis dahin wird hinlänglich beleuchtet sein.
Aus dem Jahr 1796 ist wieder eine Erwähnung des Lokals erhalten:
Der Tanzsaal ist groß, schön ausgemalt, mit großen Spiegeln und Lustern versehen sowie dazu gehöriger Einrichtung.
Und an anderer Stelle heißt es:
Das Unternehmen hat ebener Erde drei Zimmer, eine Kammer, ein großes Lokal mit zwei Galerien und einem dabei befindlichen Speisezimmer, eine große Küche, einen großen Garten mit Kegelhütten und im ersten Stock sieben Zimmer mit separierten Eingängen, wovon einige für Gäste überlassen werden können.
Das Lokal hatte wegen der unmittelbaren Nähe zum benachbarten ehemaligen Ochsengries und nach Aufl assung desselben zum Hafen des Wiener Neustädter Kanals eine wunderbare Lage.
Neben diesem Etablissement befand sich mit der Anschrift Am Glacis 25 (heute Obere Viaduktgasse 38) von 1767 bis 1884 die Finanzwachkaserne.
Das Straßenniveau der sehr kurzen Zollgasse liegt bedeutend niedriger als das der benachbarten in der Hinteren Zollamtsstraße und der Oberen Viaduktgasse. Dieser Niveauunterschied entstand erst 1900, als der in der Nähe befindliche Abschnitt der Verbindungsbahn von einer Hoch- zu einer Tiefbahn umgebaut wurde.

Die Erzählung finden Sie im Museumsheft 2013/4 zu beziehen im Shop Genaustria

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