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Sunday, 01 June 2014 00:00

ANTON SCHMIDGRUBER, EIN WEITGEHEND VERGESSENER LANDSTRASSER BILDHAUER (1837-1909) Featured

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Das St. Marxer Stiertor Das St. Marxer Stiertor Bezirksmuseum Wien 3

Anton Schmidgruber

Ich finde es traurig, dass gerade der Schöpfer eines der schönsten Kunstwerke, die unser Bezirk im öffentlichen Raum zu bieten hat – es führte jahrzehntelang einen Dornröschenschlaf und war nur Anrainern bekannt – in seinem Heimatbezirk so gut wie unbekannt ist.
Die Rede ist von dem jahrelang im Haus Seidlgasse 21 wohnhaft gewesenen Anton Schmidgruber und seinem Stiertor in der Viehmarktgasse.
Das „Historische Lexikon“ von Felix Czeike berichtet über ihn und seine Werke:
Studium an der Akademie der bildenden Künste (1859 Gesamtstudienpreis und Staatsstipendium für Dresden). Kehrte 1866 nach Wien zurück, wo er Auftragsarbeiten (Kleinplastiken, Fassadenschmuck) übernahm.
In der Ringstraßenzone schuf Schmidgruber unter anderem Maximilian I. und Maria Theresia für das Akademische Gymnasium, das Dürerdenkmal und eine Madonna mit Kind für das Künstlerhaus, Ludwig von Baden für die Ruhmeshalle des Arsenals, vier Standbilder für die Votivkirche (1869/70; darunter Jeremias und David), Dürer und Raffael für das Kunsthistorische sowie Vasco da Gama, Kolumbus und zwölf Kindergestalten für das Naturhistorische Museum (alle 1872), die beiden zur Ringstraße hin situierten Tritonen- und Najadenbrunnen am Maria-Theresien-Platz, Figurengruppen für das Rathaus, das Parlament und die Universität sowie zwei kolossale Stiergruppen für den Zentralviehmarkt; weitere Büsten für die Physiker Josef Loschmidt (1899) und Josef Stefan (1896) für den Arkadenhof der Universität, zahlreiche Porträtbüsten für private Auftraggeber, Grabdenkmäler für die Familie Gerold (Dornbacher Friedhof, 1888), A. Goettel (Zentralfriedhof, 1892) und Carl Schellein (Zentralfriedhof, 1889) sowie Liktoren für die Fassade des Michaelertrakts der Hofburg und den plastischen Schmuck für die Stephaniebrücke (=Salztorbrücke).
Schmidgruber war ein bedeutender, jedoch zu wenig gewürdigter Bildhauer der Ringstraßenära.
In der Pemmerschen Landstraßer Häuserchronik ist der Hinweis zu finden, dass der Künstler sein Atelier im ehemaligen Haus Strohgasse 18 hatte.

Die Erzählung finden Sie im Museumsheft 2014/1 zu beziehen im Shop Genaustria

Read 2186 times Last modified on Monday, 24 August 2015 15:31
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