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Publikationen des Bezirksmuseums (12)

Vorstellung unserer Publikationen

DaDrunteninErdberg

 

Seit dem Jahre 1982 erstellen wir unsere beliebten Informationsbroschüren. Die Bezirksnachrichten erscheinen 4 mal im Jahr. Dazu erstellen wir in unregelmäßigen Abständen ebenfalls spezielle Bände, die sich mit unseren Kulturgeschichte/-Themen befassen, oder auch Sonderhefte. Diese Nachrichten erhalten die Vereins-Mitglieder kostenlos zugeschickt.

Mittwoch, 07 Mai 2014 00:00

UNSERE NEUERSCHEINUNGEN

geschrieben von
Für Fans unseres Bezirks habe ich in den letzten Jahren einige Bücher im Eigenverlag verfasst, die in unserem Bezirksmuseum und im Shop Genaustria erhältlich sind: Zum Beispiel: KULTURGESCHICHTE DER LANDSTRASSE, DER ST. MARXER FRIEDHOF, LANDSTRASSER SPAZIERGÄNGE, DA DRUNT IN ERDBERG, DIE LANDSTRASSER JUDEN, und natürlich auch für Landstraßer Nichtfans, SO WAR DAS – DER ENKEL EINES WIENER DIENSTMANN
Freitag, 02 Mai 2014 00:00

EIN KRIMINALISTISCHER NACHTRAG ZUM KONZERTHAUS

geschrieben von

Über die verschiedenen Nutzungen dieses Musentempels habe ich ja bereits berichtet.
Dass aber jemals ein Mord in diesem ehrwürdigen Haus verübt wurde, ist weitgehend unbekannt.
Im Buch Tatort Wien, Band 2 von Harald Seyrl, ( zu beziehen in unserem Shop Genaustria ) dem Initiator und Leiter des Wiener Kriminalmuseums im 2. Bezirk ist folgender Artikel zu finden, den ich Ihnen auszugsweise zu wissen bringe:

MORD IM KONZERTHAUS
Der Fall Felix Gartner


„Am 3. November 1928 war das Konzerthaus der Schauplatz einer furchtbaren Bluttat. Ein zahlreiches Publikum füllte die Räume der Kunststätte, um den Klängen des Violinvirtuosen Vasa Pryhoda zu lauschen.“
Als mit diesen Worten am 8. Juni 1929 die Anklageschrift gegen Felix Baron Gartner im Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichtes verlesen war, wurde der Schlussstrich unter ein Verbrechen gezogen, welches einige Monate zuvor in Wien größtes Aufsehen verursacht hatte ...

Djidji Mouheb PaschaSchon zu Beginn des Konzertes war den Besuchern eine überaus attraktive und elegante, dunkelhaarige Dame in einer Loge aufgefallen, und man raunte sich zu, dass es sich bei der schönen Frau um eine ägyptische Prinzessin handeln würde … Erst in der großen Pause … stand die schöne Ägypterin (wieder) im Zentrum des Interesses.
Diese schien jedoch ihre Umgebung nicht zu beachten, sie war in ein offensichtlich erregtes Gespräch mit einem Herrn der Wiener Gesellschaft verwickelt. Auch dieser Gesprächspartner der Prinzessin war nicht unbekannt. Felix Baron Gartner war sein Name, ehemaliger Dragonerrittmeister und Gutsbesitzer aus Oberösterreich, der seit vielen Jahren in Wien lebte und zu einem fixen Bestandteil der Gesellschaft geworden war.
Nach den Klingelzeichen, die das Ende der großen Pause ankündigten, begab man sich wieder in den Konzertsaal.
Eine Loge war jedoch leer – die Loge Nr. 2 der schönen Ägypterin. Sie stand zu diesem Zeitpunkt, wie ein Zeuge später aussagen sollte, immer noch im Foyer, verwickelt in das heftige Gespräch mit Baron Gartner …
Ein Augenzeuge, der Logenschließer Josef Oberwasser, berichtete später: „Prinzessin Djidji Mouheb Pascha war bis nach dem dritten Klingelton mit Baron Gartner in eine immer heftiger werdende Diskussion verstrickt.
Nach dem letzten Läuten wandte sich die Prinzessin brüsk von ihrem Gesprächspartner ab, um sich in ihre in der Nähe liegende Loge zu begeben.
In diesem Moment griff Gartner in die Tasche, zog eine Pistole und gab in rascher Reihenfolge mehrere Schüsse auf die Prinzessin ab. Diese stürzte zu Boden und blieb regungslos liegen.
Gartner jedoch lief dem Ausgang entgegen und rief  laut „aufhalten, aufhalten“, so als wollte er selbst einen Täter verfolgen ...“
Der Logenschließer … konnte diesen noch vor Erreichen des Ausganges festhalten. Die beim Konzert anwesenden Polizeibeamten waren inzwischen ebenfalls zur Stelle und Gartner wurde … in das nächstliegende Wachzimmer gebracht. Beim Opfer, der ägyptischen Prinzessin Wegjiha, genannt Djidji, Mouheb Pascha, kam jedoch jede Hilfe zu spät – der Arzt konnte nur mehr den Tod konstatieren.
Gartner war einer der entwurzelten Offiziere, die nach dem Kriegsende im Zivilleben Schiff bruch erlitten.
Er hatte zwar eine Gutsbesitzerin geheiratet, aber sein aufwändiger Lebensstil brachte nicht nur den Verlust des Gutes sondern auch das Ende dieser Ehe.
Schließlich traf er die junge Ägypterin, die eine Tochter des in Wien lebenden reichen Mouheb Pascha war. Er hoffte, seine finanziellen Schwierigkeiten durch eine Eheschließung mit der schönen jungen Frau beheben zu können. Sowohl deren Vater als auch Djidji wollten aber davon nichts wissen.
Gartner hatte erfahren, dass die Prinzessin das Pryhoda-Konzert besuchen werde, weshalb auch er sich eine Eintrittskarte besorgte. Bei der Aussprache erfuhr er, dass Djidji nicht ihn sondern den arabischen Prinzen Omar Halim heiraten werde. Diese Abfuhr und die Verzweiflung wegen seiner zerrütteten Finanzlage ließen ihn die junge Frau erschießen.

Gartners Einlieferung ins Wiener Landesgericht
Felix Gartner wurde des vorsätzlichen Mordes für schuldig befunden und zu einer Strafe von 12 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Wohl wurde er vor Ablauf der Strafdauer wegen guter Führung … vorzeitig entlassen, doch war sein Leben zerstört …
1937 endete sein Leben: er starb völlig verarmt in einem Sammelkrankensaal des Krankenhauses in Wels.

Die Erzählung finden Sie im Museumsheft 2013/2 zu beziehen im Shop Genaustria

Donnerstag, 17 April 2014 18:01

Georg Klimt (1867-1931)

geschrieben von
Wussten Sie das ? Besucher berichteten mir, dass Georg Klimt, einer der Brüder Gustav Klimts, 1918 im Haus Neulinggasse 25 wohnte.Was ist über Georg Klimt bekannt ? Er war als im Jahr 1867 Geborener, fünf Jahre jünger als der spätere große Künstler und erlebte als einziges Familienmitglied Gustavs Tod im Jahr 1918, weshalb er damals den Nachlass des Künstlers ordnete.Georg…
Mittwoch, 16 Januar 2013 11:34

Landstraßer Fußwege und Durchgänge - Buchauszug

geschrieben von
DI Rudolf Zabrana, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Hier ein Buchauszug aus dem Museumsheft 2009-01 welches Sie im Bezirksmuseum erwerben könnenGeschichtliche Entwicklung Auf der Landstraße mit einem historisch gewachsenen und sehr großmaschigen Straßennetz hat es zur Verkürzung der Wegdistanzen neben „normalen“ Fusswegen auch eine besondere Spezialität, das „Durchhaus“ gegeben. Das sind langgestreckte Hofparzellen mit Zugängen an den Kopfenden (Straßen), die auch zur Erschließung der…
Mittwoch, 26 Dezember 2012 10:50

Buchauszug "Kulturgeschichte des Dritten Bezirks"

geschrieben von
Finden Sie hier einige Auszüge aus dem Buch, veröffentlicht vom Bezirksmuseum Landstrasse, Wien 3 Beginnen wir mit Kapitel 1: PRÄHISTORISCHE UND RÖMISCHE FUNDE (Stand 2007) 13-15, 17, 36 Gerlgasse 8, 12 Göschlgasse 12, 14 Hafengasse 2, 13 Hegergasse 13 Hohlweggasse 1 bis 19, 2 bis 6, 10, 12 Jacquingasse 18 Keilgasse 2 bis 6, 7, 9, 12 Kleistgasse 2, 12…
Mittwoch, 05 Dezember 2012 10:21

Das Buch "Landstrasser Spaziergänge"

geschrieben von
Ich verweise hier auf das zweite Buch, das das Bezirksmuseum Landstraße im Selbst-verlag herausgebracht hat. Herr Prof. Karl Hauer sagt dazu: "Häufig hörte ich während meiner Führungen die Bitte: 'Warum schreiben Sie denn das, was Sie uns erzählen, denn nicht nieder? Über Jahre wollte ich mich vor dieser Arbeit drücken, wie man in Wien sagt; aber dann setzte ich mich…
Sonntag, 18 November 2012 09:37

Hinweis auf das Buch "Die Landstrasser Juden"

geschrieben von
Seit 1990 beschäftige ich mich damit, die jüdischen Landstraßer, die im März 1938 infolge der Okkupation unserer Heimat durch Nazideutschland plötzlich zu ausgegrenzten und rechtlosen Unpersonen wurden, in einer Datei zusammenzufassen. In mühevoller Kleinarbeit suchten wir die Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Berufe und Schicksale dieser Menschen. Dann gab es im Mai 1995 die Ausstellung Unsere vergessenen Nachbarn. Ich wählte diesen Titel…
Sonntag, 22 Januar 2012 17:00

Vorstellung unserer Publikationen

geschrieben von
Seit dem Jahre 1982 erstellen wir unsere beliebten Informationsbroschüren. Die Bezirksnachrichten erscheinen 4 mal im Jahr. Dazu erstellen wir in unregelmäßigen Abständen ebenfalls spezielle Bände, die sich mit unseren Kulturgeschichte/-Themen befassen, oder auch Sonderhefte. Diese Nachrichten erhalten die Vereins-Mitglieder kostenlos zugeschickt. Aktuelle Themen sind gerade: HEIMITO VON DODERER UND DIE VON IHM UNGELIEBTE LANDSTRASSE, Eigenverlag, liegt ab Mai 2010 sowohl…
Sonntag, 25 Dezember 2011 12:14

Rund um St. Marx

geschrieben von
 Ehem. Markuskapelle in St. Marx, v. Blumauer Ich habe schon gehört, dass sich Menschen über den Namen St. Marx unterhalten haben und diesen mit Karl Marx in Verbindung brachten. Inzwischen wissen wahr- scheinlich wenigstens alle Landstraßer, dass die Bezeichnung von einer dem heiligen Markus geweihten Kapelle stammt, die im nicht mehr bestehenden Bürgerspital (heute Landstraßer Hauptstraße 173-175) stand. Noch auf…
Dienstag, 05 Juli 2011 10:18

Unsere Buch-Veröffentlichungen

geschrieben von
 Kulturgeschichte Im Jahr 2009 schrieb ich das Buch KULTURGESCHICHTE DES 3. BEZIRKS WIEN-LANDSTRASSE. Der Grund dafür war die Aufdeckung eines sensationellen archäologischen Fundes, der aus dem Neolithikum stammt. Weil die Archäologen seit mehr als 150 Jahren immer wieder im Bezirksgebiet auf Funde stoßen - Kelten, Römer, Gräber aus der Völkerwanderungszeit - und weil ja unser Erdberg seinen Namen von einer…

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