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Dienstag, 05 Juli 2011 10:18

Unsere Buch-Veröffentlichungen

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 Kulturgeschichte

  IKulturgeschichte des dritten Bezirksm Jahr 2009 schrieb ich das Buch KULTURGESCHICHTE DES 3. BEZIRKS WIEN-LANDSTRASSE. Der Grund dafür war die Aufdeckung eines sensationellen archäologischen Fundes, der aus dem Neolithikum stammt. Weil die Archäologen seit mehr als 150 Jahren immer wieder im Bezirksgebiet auf Funde stoßen - Kelten, Römer, Gräber aus der Völkerwanderungszeit - und weil ja unser Erdberg seinen Namen von einer dort befindlich gewesenen frühmittelalterlichen Erdburg ableitet, habe ich mich an diese Arbeit gemacht. In dieser Veröffentlichung, die reich bebildert ist und über ein großes Namensverzeichnis verfügt, erzähle ich die reiche und vielfältige Geschichte des Bezirks Landstraße.

Die Landstrasser Spaziergänge2010 folgte das Nachschlagewerk Landstraßer Spaziergänge. In mehr als 20 Kapiteln sind Routen durch unseren Bezirk beschrieben. Seit vielen Jahren führe ich interessierte Personengruppen abschnittweise durch den Bezirk - durch Erdberg, durch das Fasan- und das Weißgerberviertel, die Landstraßer Hauptstraße, den Heumarkt und den Rennweg entlang sowie durch den interessanten St. Marxer Friedhof. Ich erlebte es immer wieder, dass ein Führungsteilnehmer nach einer halben Stunde stöhnte: "Das kann man sich ja nicht merken, was Sie uns da alles erzählen. Bitte, wo kann ich das nachlesen?" Dann musste ich bedauernd die Schultern hochziehen und gestehen, dass alles das, was ich erzähle von da und dort zusammengesucht und in meinem Gehirn gespeichert ist. Und dann kam regelmäßig die Frage: "Und warum, bitte, schreiben Sie das nicht auf?" Dann setzte ich mich eben einen Sommer lang hin und schrieb; ja, und das Ergebnis liegt nun vor. Dieses Büchlein ist ebenfalls bebildert, verfügt auch über ein langes Namensverzeichnis und ist dazu geeignet, dass unternehmungslustige und neugierige Spaziergänger auf eigene Faust den Bezirk Landstraße erkunden.

Da drunten in ERdbergIm Frühjahr 2011 erschien dann das Büchlein Drunt in Erdberg. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen fragen Besucher im Museum immer wieder nach Ausstellungen zu diesem Bezirksteil. Weil mir aber der Platz fehlt - unser Museum ist so groß wie ein Turnsaal in einer alten Schule (tatsächlich wurde der Turnsaal der ehemaligen Hauptschule Sechskrügelgasse 11 nach Schließung derselben in den Fünfzigerjahren zu unserem Bezirksmuseum umgebaut) und einem Zusatzraum, wo sich in früheren Jahren die Männer der Feuerwache Landstraße zwischen ihren anstrengenden Einsätzen ausruhen konnten - kann ich diese Wünsche beim besten Willen nicht befriedigen. Ein weiterer Grund war, dass dieses Erdberg mit so vielen prominenten Menschen - zwei Bundespräsidenten und andere Politiker bzw. Freiheitskämpfer gegen den Nazifaschismus, Maler, Komponisten, Schriftsteller undundund - verbunden ist, die ich eben alle irgendwann einmal nennen wollte, um an sie zu erinnern. Der dritte und letzte Grund war die Erhaltung des in den Zwanzigerjahren erschienen und inzwischen vergriffenen Büchleins Sterbendes Erdberg. Als Anhang meines Buches haben wir Texte und Bilder dieses einmaligen Druckwerks, dessen Entstehungsgeschichte interessant ist, verwendet.

Da drunten in ErdbergWenn sie diesen Blogbeitrag lesen, ist auch das vierte Buch mit dem Titel Der St. Marxer Friedhof bereits erschienen. Ich führe den Leser zu mehr als 200 Grabstellen, wo interessante, zumeist heute nicht mehr bekannte Personen beerdigt wurden, berichte ausführlich über die Geschichte des Friedhofs und erstmals über die zweimaligen Vergrößerungen desselben. Im Anhang findet der interessierte Leser den Abdruck eines 1822 veröffentlichten kleinen Büchleins mit dem Titel "Grabschriften vom allgemeinen Gottesacker ausser der St. Marxerlinie". Die wenigen dort genannten verstorbenen Personen wurden in namentlich bezeichneten Gräbern beigesetzt - die josephinische Begräbnisordnung erlaubte solche Beerdigungen nur einem bevorzugten Personenkreis, alle anderen (siehe Mozart, weil 1791 zum Zeitpunkt seines Todes diese josephinische Reform noch nicht rückgängig gemacht worden war) wurden in Schachtgräbern beigesetzt - was verständlich ist, wenn man den Plan des ursprünglichen Friedhofs genau betrachtet.

Nun ist auch mein bisher letzten Buch, das den Titel Die Landstraßer Juden trägt fertig. Ich erkläre darin einiges über das jüdische Leben, die jüdische Religion und die Jüdischkeit, erzähle von den Pogromen und Verfolgungen, beschäftige mich eingehend mit dem Leid, das über die Juden im Jahr 1938 unversehens hereingebrochen ist, beleuchte die Tragödie der scheinbar Geretteten (die Personen, denen die Flucht vor den Nazis gelungen war, aber schließlich in ihrem Fluchtland verhaftet und zur Vernichtung in ein deutsches Lager gebracht wurden), erkläre endlich einmal, was es mit dem Verschickungsort Maly Trostinec auf sich hat und lasse schließlich eine Reihe von überlebenden Zeitzeugen zu ihrem erlittenen Leid Stellung nehmen.

Alle diese Erscheinungen können bei uns im Bezirksmuseum erworben werden. Oder im (Onlineshop)

Gelesen 437 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 17 April 2014 18:12
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