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Schwarzenbergplatz und Umgebung, Rundgang

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Aus dem Buch "Landstrasser Spaziergänge" des Bezirkmsmuseums bringen wir hier Anregungen für Ihren Erkundungsweg im Bezirk.

 

Begeben wir uns vorerst auf eine Zeitreise ins 10. Jahrhundert. In den Salzburger Annalen kann man den Bericht über ein verlorenes Gefecht gegen Magyaren „ Uueniam" das war damals der Name unserer Stadt, der hier in dieser Schreibung zum ersten Mal gefunden wurde, nachlesen. Vor dieser Auseinandersetzung gab es 907 eine von Magyaren siegreich beendete Schlacht bei Preßburg, in der ein bayrisches Heer unter der Führung des Mark grafen Luitpold – dieser wurde dort getötet – besiegt wurde. Die Magyaren kamen damals nach „" und besetzten mit größter Wahrscheinlichkeit den damals bestehenden „" eine zum Teil erhaltene Befestigung auf dem Boden des ehemaligen römischen Kastells. Die magyarische Herrschaft dauerte ungefähr einhundert Jahre. Der mittelalterliche Flurname für die Umgebung des heutigen Schwarzenbergplatzes lautete „" oder auch „" der möglicherweise vom ungarischen nyulas (= Hasenfeld) abgeleitet wurde. Das würde bedeuten, dass hier irgendwo im 10. Jahrhundert eine magyarische Zivilsiedlung bestanden hatte. Ungarn hin oder her, jetzt kehren wir wieder in die jüngere Vergangenheit zurück.

 

Bis zur Einwölbung des Wienflusses – die Arbeiten dauerten von 1895 bis 1902 – war der innere Platzteil mit dem äußeren durch die von Ing. Wolfgang von Hornbostel entworfene und 1865 eröffnete Schwarzenbergbrücke verbunden.
Der freie Platz zwischen Ringstraße und Rennweg wurde nach Karl Philipp Fürst Schwarzenberg, dem Sieger der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813 benannt.



Das Reiterstandbild stammt vom Bildhauer Julius Hähnel. Die Lothringerstraße wurde auf der Einwölbung des Wienflusses angelegt und bildet die Grenze zum ersten Bezirk.
Vom Schwarzenbergplatz bietet sich ein wunderbarer Blick auf das von den beiden Architekten Ferdinand Fellner d.J. und Hermann Gottlieb Helmer zwischen 1911 und 1913 erbaute Konzerthaus, an dessen Fassade je eine Gedenktafel für die Komponisten Gustav Mahler und Leonard Bernstein und im Inneren das Originalmodell des Beethoven-Denkmals von Caspar v. Zumbusch sowie das Kaiser-Franz-Joseph-Relief von Edmund Hellmer zu sehen sind.
Auf unserem Bezirksgebiet befinden sich der 1873 eröffnete Hochstrahlbrunnen und das dahinter befindliche Befreiungsdenkmal der Roten Armee aus dem Jahr 1945.
Anlässlich der Eröffnung der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung wurde der von Anton Gabrielli gestaltete Brunnen, der interessante astronomische Details enthält, der Öffentlichkeit übergeben. Also, den Beckenrand säumen 365 (Anzahl der Tage pro Jahr) kleine Springbunnen; sechs Springbrunnen und die im Zentrum befindliche Insel stehen für die Wochentage und den Sonntag; außer den zwölf (Zahl der Monate) hohen Strahlen findet man noch 24 (tägliche Stundenanzahl) niedrigere sowie 30 (Anzahl der Tage pro Monat) auf der mittleren Insel.
Seit 1906 wird der Hochstrahlbrunnen beleuchtet. An den geistigen Vater der 1. Hochquellenwasserleitung Eduard Suess erinnert eine Büste, die 1969 rechts vom Brunnen aufgestellt wurde. Suess war Geologe, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Mitglied des Wiener Gemeinderates und Ehrenbürger der Stadt Wien.
Die schon 1928 vom Bildhauer Franz Seiffert geschaffene Büste stand bis 1938 an dieser Stelle, musste dann aus „Gründen" beseitigt werden und kam 1951 in die Rasumofskygasse vor die damalige Heimstätte der Geologischen Bundesanstalt, wo sie bis 1969 ein eher unbeachtetes Dasein hatte.
Zwischen dem Hochstrahlbrunnen und dem Palais Schwarzenberg steht seit August 1945 das schon genannte Befreiungsdenkmal, das nach Plänen der sowjetischen Offiziere S. G. Jakowiew und M. A. Intazarin errichtet wurde. ...... Den kompletten Weg können Sie im Buch nachlesen, besuchen Sie das Museum in der Sechskrügelgasse 11 und besorgen Sie sich diese umfangreiche Publikation für sich selbst oder als Geschenk, oder bestellen Sie es Online hier. * ONR (Ordnungs- bzw. Hausnummer)

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