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     Mozart und die Landstraße 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) verbinden mit der Landstraße fünf Örtlichkeiten. Schon 1762 kam er mit seinem Vater Leopold zum erstenmal nach Wien, wo der sechsjährige Mozart am 13. Oktober in Schönbrunn in Anwesenheit Maria Theresias ein Klavierkonzert gab.

Jugendbildnis von W. A. Mozart,

Während des zweiten Wienbesuches Leopolds und Wolfgangs von 1767 bis 1769 dirigierte er am 7. Dezember 1768 in Anwesenheit Maria Theresias eine Chormesse, die er für die Weihe der Waisenhauskirche am Rennweg - Maria Geburt - komponiert hatte (KV 47 a), woran eine Gedenktafel erinnert.
Das Original der Waisenhausmesse galt lange Zeit als verschollen. Alexander Witeschnik berichtet in seinem Büchlein "Ihr Edler von Sauschwanz" oder "Mozart in Geschichten und Anekdoten", das 1987 im Neff-Verlag erschien, dass das Werk in Berlin archiviert ist.

Zur Aufführung der vom 12-jährigen Mozart eigens komponierten Oper "La finta semplice", die über Vermittlung Joseph II. im von Giuseppe d'Afflissio (auch d'Affligio: 1720 - nach 1780) geleiteten Hoftheater gebracht werden sollte, kam es allerdings infolge einer Intrige des zwielichtigen Theaterdirektors nicht, der auch die mit Joseph II. vereinbarten 100 Dukaten den Mozarts schuldig blieb.

Gedenktafel an der "Waisenhauskirche"

Vermutlich im Frühjahr oder Sommer 1768 führte Wolferl sein Singspiel "Bastien und Bastienne" (KV 47b) erstmals im Garten des Mesmerschen Palais, das 1920 abgebrochen wurde - heute Rasumofskygasse 29 - , auf.

Mesmersches Palais mit Garten

In einem Brief schilderte Leopold Mozart den Mesmerschen Garten: ... der Garten ist unvergleichlich mit prospecten und Statuen, Teater, VoglHauß, taubeschläg, und in der Höhe ein Belvedere in den Brater hinüber ... (zit. Paul Angerer "Mozart auf Reisen").
Mozart setzte  Dr. Anton Mesmer, dem Entdecker des "tierischen Magnetismus",  in seiner Oper "Cosi fan tutte" in der Szene, da die Zofe Despina als Medicus verkleidet mit einem Riesen-magnet die angeblich vergifteten Liebhaber wieder zum Leben erweckt, ein heiteres,  parodisti-sches Denkmal.

Tor zum ehem. Mesmerpalais in der Rasumofskigasse

Von Georgi - 24. April - bis Michaeli - 29. September - 1787 wohnte die Familie Mozart im Vorgängerbau des Hauses Landstraßer Hauptstraße 75.  Eine Gedenktafel mit Bronzerelief von Margarete Hanusch befindet sich im Flur des Hauses Nr. 75-77.

In diesem Haus machte Mozarts Arbeit am "Don Giovanni" entscheidende Fortschritte; im Garten vor der Wohnung entstand im August 1787 die "Kleine Nachtmusik". 

Ehem. Haus Landstr. Hptstr. 75

Während dieser Zeit gab Mozart Franziska, der jüngeren Schwester seines Freundes Gottfried von Jacquin , Klavierunterricht, weshalb er häufig im gastlichen Haus des großen Botanikers verkehrte. Für Franziska schrieb Mozart das köstliche "Kegelstatt-Trio", so genannt, weil es während eines Kegelspiels komponiert wurde.
Als Gottfried das junge Ehepaar Mozart zu einer Wagenfahrt abholte, fand Konstanze ihr schmuckes Band nicht. Das inspirierte Wolfgang zur Komposition des "Bandl-Terzetts" (KV 441) zu dem er auch den Text verfasste.

Wohnhaus des Direktors um 1890, histor. Ginkgo im Vordergrund

Die Mozartgedenkstätte auf dem St. Marxer Friedhof bildet den letzten Bezugspunkt..

Die ehem. Mozart-Gedenkstätte

Unser Foto zeigt die ursprüngliche Gedenkstätte, die zu Ende des Zweiten Weltkrieges beschädigt wurde.

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