[Bild unter Hauptmenü]
Home  >  Künstler, Wissenschafter, Politiker und andere Prominente auf der Landstraße (von Adelpoller bis Zwerenz: in Arbeit)  >  Beethoven auf der Landstraße

   Beethoven auf der Landstraße

Ludwig van Beethoven (1770-1827) lebte ab 1792 in Wien. Es ist bekannt, dass er manchmal während eines Jahres mehrere Male die Wohnung wechselte, weshalb sich heute so gut wie jeder Wiener Gemeindebezirk wenigstens eines Beethoven-Wohnhauses rühmen kann.

Der Komponist war häufiiger Gast bei der Familie des Klavierfabrikanten Streicher in der Ungargasse. Die Frau des Hausherrn, Nanette, nahm sich in rührender Weise um den in Alltagsfragen ein wenig unbeholfenen Beethoven an und half ihm auch 1817 bei der Suche seiner ersten Landstraßer Wohnung, die er besonders schätzte, weil er von dort einen ungehinderten Blick über das Glacis auf die Innenstadt hatte.

"Zum grünen Baum" Ende des 19. Jhdts

Im ehemaligen Haus "Zum grünen Baum" mit der heutigen Anschrift Gärtnergasse 5, blieb Beethoven bis zum Sommer, den er in Heiligenstadt verbrachte.
Ab Oktober desselben Jahres war er dann für zwei Jahre im ehemaligen Haus Landstraßer Hauptstraße 26 daheim, um seinem Neffen Karl, den er in seine Obhut genommen und in einem Erziehungsinstitut in der Reisnerstraße untergebracht hatte, nahe zu sein. Aus dieser Zeit gibt es in der Wiener Stadt-und Landesbibliothek einige seiner kurzen Notizen, die er für sein Faktotum Anton Schindler an der Wohnungstüre hinterließ, wie "Ich bin schon in der Birn. Kommen S' nur nach!"

Landstraßer Hauptstraße 26 vor dem Abbruch

An der Fassade des modernistischen Nachfolgebaues gibt es die Gedenktafel vom ehemaligen Wohnhaus.

1820 und während des Winters 1821/22 wohnt der inzwischen völlig ertaubte Komponist im "Augustinerzinshaus" Landstraße Conscr. Nr. 313  (heute Landstraßer Hauptstraße 60), wo auch der holländische Architekt Louis Montoyer und der Agrarier Peter Jordan einige Zeit wohnten. 
Im Winter 1823/24 finden wir Beethoven gemeinsam mit seinem Neffen an seiner letzten Landstraßer Anschrift, Ungargasse 5, wo er seine 9. Symphonie vollendete. Hier wurde er auch von Franz Grillparzer besucht.

An der Seitenfront des Beethovenhauses hatten die "Sesseltrager" ihren Standort
Eine Gedenktafel in der Höhe des ersten Stockwerks erinnert an den genialen Komponisten.

Es ist bekannt, dass der Komponist gerne gut aß und trank. Auf der Landstraße bevorzugte er dazu die "Goldene Birn" (heute Landstraßer Hauptstraße 31), den "Roten Hahn" sowie das Wallnersche Kaffeehaus (heute Landstraßer Hauptstraße 32).
In unserem Museumsheft 1998/5, das wir anlässlich der Ausstellung Beethoven auf der Landstraße herausgaben, finden Sie mehr Details.

modul/images/spacer.gifContentmanager Produkthomepage Zum Wartungsmodus