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Christoph Willibald Gluck
in St. Marx
 

Der 1714 in Erasbach in der Oberpfalz geborene Komponist Christoph Willibald Gluck kam 1734/35 zum erstenmal nach Wien.
Ab 1737 studierte er in Mailand, besuchte Venedig und Turin und begegnete in London Georg Friedrich Händel. 1741 fand Gluck erstmals als Opernkomponist Beachtung.

Christoph Willibald Gluck

1748 kam er abermals nach Wien, um hier am 14. Mai  anlässlich des Geburtstages Maria Theresias die vom Hof in Auftrag gegebene Oper "La Semiramide riconosciuta" (Libretto Pietro Metastasio) aufzuführen.
Er heiratete 1750 in der Kirche St. Ulrich und ließ sich ab 1752 ständig in Wien nieder. Nun folgten Glucks erfolgreichsten Jahre mit den Opern "Issipile", "La Clemenza di Tito" und "Le cinesi". 1774 wurde ihm der Titel "K. k. Hofcompositeur" verliehen, womit ein jährliches Gehalt von 2.000 Gulden verbunden war. Der Grund für seinen Erfolg in Wien waren seine Reformopern "Orfeo ed Auridice", "Paride ed Elena" sowie seine komischen Opern "Don Juan" und "Semiramis", mit denen er die bisherigen italienischen und französischen Opernkonventionen zu überwinden verstand. Es folgten seine Werke "Armida" (Uraufführung in Paris) sowie die im Theater an der Wien uraufgeführten Opern "Il parnasso confuso", "Telemacco" und der Prolog zu "Iphigenia in Tauride"  .
1768 kaufte Gluck nach seinem Erfolg mit der Oper "Alceste" das Haus in St. Marx, das sich an der Stelle der heutigen Anschrift Rennweg 93 befand.

Glucks Haus und Garten an der St. Marxer Linie

Der Ausschnitt aus dem 1774 geschaffenen Vogelschauplan von Joseph Daniel Huber (um 1730-1788) zeigt das Grundstück an der Stelle, wo die beiden heutigen Straßenzüge Rennweg und Landstraßer Hauptstraße einander im spitzen Winkel treffen. Im Garten dieses Hauses entstanden zahlreiche Kompositionen.
Während eines Aufenthalts in Paris im Jahre 1779 erlitt der Komponist seinen ersten Schlaganfall, von dem er sich aber nach seiner Heimkehr wieder erholen konnte. Als Gluck aber 1781 zum zweitenmal dasselbe Schicksal hatte, das nun mit zeitweisen Lähmungen verbunden war, erwarb er im Tauschweg für das St. Marxer Haus eines in Perchtoldsdorf, von wo er schließlich 1784 auf die Wieden übersiedelte, wo er 1787 starb.

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