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          Arnold Schönberg
                 und die Landstraße

Der Komponist Arnold Schönberg (1874-1951) wohnte vor dem Ersten Weltkrieg im Haus Rechte Bahngasse 30. Als Musiker und Komponist war Schönberg überwiegend Autodidakt.
Zu Beginn des Jahrhunderts unterrichtete er in Berlin, 1910 dann in Wien, wo er 1913 seine "Gurrelieder" uraufführte, was sich zu seinem ersten Wiener Triumph gestaltete. Er gründete  mit  Alban Berg, Anton von Webern und Wellesz den "Verein für musikalische Privataufführungen " im Jahre 1918. Sein Mödlinger Haus war ein einzigartiges kulturelles Zentrum, in dem sich neben seinen Freunden Berg, Webern und Wellesz auch Kokoschka und Loos gerne einfanden. Hier ersann er die "Methode der Komposition mit zwölf aufeinander bezogenen Tönen", womit er die neue Schule der Wiener Musik begründete.

Schönberg stand ebenso wie Webern in enger Verbindung zur Arbeiterkulturbewegung; er komponierte einige Chorwerke für Arbeitersänger und dirigierte zahlreiche ihrer Konzerte.
Von 1925 bis 1933 arbeitete er als Leiter einer "Meisterschule für musikalische Komposition" in Berlin, von wo er unter dem Zwang der Nationalsozialisten in die USA emigrierte. Hier unterrichtete er in Boston und New York sowie 1936 bis 1944 an der Universität von Südkalifornien.

Arnold Schönberg, Selbstportrait, ca 1910

Schönbergs Nachlass blieb nach seinem Tod bis 1964 im Besitz seiner Witwe Gertrud und wurde von den Erben in den Siebzigerjahren dem 1973 gegründeten Arnold-Schönberg-Institute an der University of Southern California übergeben, dessen Direktor der Schönberg-Schüler Leonard Stein gewesen war.
Nach einem Rechtsstreit zwischen den Erben und dem Institut wegen Nichterfüllung der Auflagen im Jahr 1996 kam die Sammlung nach Wien in die von der Gemeinde Wien und der Schönberg-Gesellschaft gegründeten Arnold-Schönberg-Center-Privatstiftung, die im ehemaligen Palais Fanto, Schwarzenbergplatz 6, angesiedelt und am 15. März 1998 eröffnet wurde.
An dieser Stelle möchten wir auch an den Maler Schönberg erinnern. In einer handschriftlichen Notiz aus dem Jahr 1934 gab er an, ab 1906 gemalt zu haben. 1912 malte er seine letzten Ölgemälde, bis zum chronologisch letzten von seiner Hand erhaltenen bildnerischen Werk aus dem Jahr 1944 entstanden seine Bilder, vorwiegend Selbstportraits und Karikaturen, nur mehr sporadisch. Er argumentierte, dass er es vorziehe, bei nur einer "Profession" zu bleiben, obwohl er bereits "zwei davon" - die Komposition und Lehre - habe.  Malen war für mich dasselbe wie Komponieren. Es gab mir die Möglichkeit, mich auszudrücken, meine Emotionen, Ideen und Gefühle mitzuteilen (Quelle: Newsletter 14, Arnold-Schönberg-Center).

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