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         Hermann Leopoldi
         in der Marxergasse

Am Haus Marxergasse 25 wurde vor einigen Jahren eine Gedenktafel für den in Meidling geborenen Komponisten und Klavierhumoristen Hermann Leopoldi (1888-1959) angebracht, der hier bis 1938 daheim war.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war Hermann Leopoldi auf dem musikalischen Unterhaltungssektor in Theatern, Bars  und später im Rundfunk tätig. Anfangs wirkte er als Alleinunterhalter, dann zusammen mit der unvergessenen Sängerin Betja Milskaja.  
Alle seine Lieder wurden zu Schlagern. Die typisch wienerische Note seiner Kompositionen brachte ihm nicht nur große Erfolge bei seinen Tourneen durch den gesamten deutschsprachigen Raum, sondern auch bei Gastspielen in Paris, Prag, Budapest und Bukarest.
Seine Lieder "In einem kleinen Café in Hernals", "Schön ist so ein Ringelspiel", "Ich bin a stiller Zecher", "Die Überlandpartie", "Powidltatschkerln", "Schnucki, ach Schnucki", "Heut spielt der Uridil" sind heute nur noch den "älteren Semestern" bekannt.

1938 wurde Leopoldi von der GESTAPO verhaftet und zuerst im KZ Dachau und später  in Buchenwald interniert. Nachdem seine Freunde und Verwandten in den USA  für ihn 1939 eine Einreisebewilligung erhielten, wurde er aus Buchenwald entlassen und konnte emigrieren. In New York baute er sich mit der jungen Sängerin Helli Möslein eine zweite Karriere auf.
Während seiner Haft im KZ Buchenwald komponierte er die Melodie zum Text "Buchenwald-Lied" von Fritz Löhner-Beda.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er mit Helli Möslein, die er inzwischen geheiratet hatte, nach Wien zurück;  seine ursprüngliche Beliebtheit und Popularität erhielt er sich bis zu seinem Tod.

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