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Wilhelm Miklas,
der letzte österreichische Bundespräsident vor 1938

Der letzte Bundespräsident vor dem "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland Wilhelm Miklas (1872-1956) bewohnte in unserem Bezirk während seiner Amtszeit von 1928 bis 1938 und auch danach die damalige Prädentenvilla  Hainburgerstraße 15, die 1890 vom Baumeister Theodor Bauer für die Industriellenfamilie Gerhard Ditmar erbaut worden war.
Miklas, ein gebürtiger Kremser, war Gymnasiallehrer und anschließend von 1907 bis 1918 christlich-sozialer Abgeordneter zum Reichsrat. Ab 1918 gehörte er dem Nationalrat an, versah 1919/20 das Amt des Unterstaatssekretärs für Kultus und war von 1923 bis 1928 Nationalratspräsident.

Im März 1938 lehnte er das an Österreich gerichtete Ultimatum Hitlers ab und weigerte sich das "Anschlussgesetz" zu unterzeichnen. Unter dem Druck der deutschen Reichsregierung unterschrieb er ein Rücktrittsgesuch mit Datum des 13. März.
Nur dem Einsatz und der Intervention Seyß-Inquarts hatte er die Verhinderung seiner Verhaftung zu verdanken. Während des Zweiten Weltkrieges wohnte er weiterhin in der Hainburgerstraße und in seinem Kärntner Landhaus.

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