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Karl Rudolf Ditmar

Der in Prenzlau bei Stettin geborene Industrielle Karl Rudolf Ditmar (1818-1895) kam 1839 als Spenglergehilfe nach Wien und handelte hier vorerst mit Lampen. 1841 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich die erste Lampenfabrik in Österreich und nannte diese neue Firma "Gebrüder Ditmar".
1852 kauften die beiden das ehemalige Haus an der heutigen Anschrift Erdbergstraße 23, wo sie ihre Firma einrichteten. Das Geschäft musste gut gegangen sein, weil die beiden bis 1861 auch die beiden Nebenhäuser stadtauswärts erwarben, wodurch die Erdberger Lampenfabrik "Gebrüder Ditmar" die Anschrift Erdbergstraße 23-27 hatte.

Die Ditmarsche Fabrik befand sich in den dreigeschoßigen Häusern Erdbergstraße 23-27

Ab 1860 erzeugte die Fabrik die von Karl Rudolf Ditmar entworfene Petroleumlampe, die bald in keinem Haushalt mehr fehlte.
Nun begann der steile Aufstieg: Pariser Weltausstellung 1862 und 1878, 1863 bis 1866 Wiener Gemeinderat, 1867 bis 1869 und dann wieder 1878 bis 1884 nö. Landtagsabgeordneter. 1884 wurde Ditmar - sein Bruder war inzwischen gestorben - stellvertretender Generaldirektor der Wiener Weltausstellung, Kurator des Handelsministeriums und Mitglied der Donauregulierungskommission.
1890 beschäftigte das Unternehmen, das inzwischen Filialbetriebe in Znaim, Berlin, Mailand und Warschau hatte, 700 Arbeiter. In diesem Jahr ließ sich Ditmars Sohn Gerhard an der Anschrift Hainburgerstraße 15 sein Wohnhaus erbauen (späteres Wohnhaus des Bundespräsidenten Miklas).
Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Ditmar'sche Fabrik auf der Erdbergstraße von den 70er bis in die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts zu den meistbestreikten Betrieben Österreichs gehörte, was erahnen  lässt, wie menschenfreundlich die Firmenleitung war.

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