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Die im Bezirk unvergessene Maria Jacobi

Maria Jacobi, Bürgermeister Bruno Marek und Bezirksvorsteher Franz Seitler bei der Grundsteinlegung für das Pensionistenheim am 4. November 1968

Die gelernte Schneiderin und Gewerbeschullehrerin Maria Jacobi (1910-1976) ist im 3. Bezirk unvergessen, weil es ihrer Initiative zu danken war, dass in der Erdberger Würtzlerstraße 1969 eines der ersten Pensionistenheime Wiens eröffnet werden konnte. Zum Dank ist es bis heute nach ihr benannt.

Ab 1924 war sie in der sozialdemokratischen Arbeiterjugend, deren Wiener Obfrau sie 1929 wurde, tätig. 1934 verlor sie aus politischen Gründen den Arbeitsplatz, zog sich daraufhin aus dem politischen Leben vorerst zurück und arbeitete nach zweijähriger Arbeitslosigkeit von 1936 bis 1945 in einem Verlag.

Ab April 1945 widmete sie sich als Wiener Gemeinderätin dem Wiederaufbau der sozialpolitischen Einrichtungen. Von 1959 bis 1973 war sie Wiener Stadträtin für Wohlfahrtswesen. Ihre besonderen Anliegen waren die Neuordnung der Sozialeinrichtungen, die Errichtung von städtischen Kindergärten und Reform der Betreuung gefährdeter Jugendlicher.
Maria Jacobi verdanken die beliebten Wiener Pensionistenclubs ebenso wie die Wiener Pensionistenheime ihr Dasein.
In unserem Bezirk wohnte Maria Jacobi an den Anschriften Drorygasse 8 und Weißgerber Lände 6. Es wäre an der Zeit, dass dreißig Jahre nach ihrem Tod an einem ihrer ehemaligen Wohnhäuser eine Gedenktafel an diese wunderbare Frau erinnern dürfte.

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