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            Palais Althan

Auf dem Grundstück an der heutigen Anschrift Ungargasse 63-67 befanden sich Weingärten, die 1726 von Karl Anton Graf Harrach (1692-1758) erworben, aber bereits 1729 an Gundacker Graf Althan (1665-1747) verkauft wurden, der hier bis 1732 ein prachtvolles Gartenpalais nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichten ließ.

Der Eingangsbereich in der Ungargasse (Stich von Salomon Kleiner)

Sowohl die Ansicht der ehemaligen Toranlage gegen die heutige Ungargasse als auch die des Palais verdanken wir Salomon Kleiner (1700-1761). Der besonders originelle Bau zählte nach Expertenmeinung zu den bedeutendsten Barockanlagen im deutschen Sprachraum. Der Mittelteil des Schlosses hatte ein teilweise geschwungenes Mansardendach  und eine Kuppel, die als "Generalprobe der Kuppel der Winterreitschule" der Hofburg bezeichnet wurde.
Der Garten erstreckte sich über die heutigen Grundstücke Barichgasse 15-35 und 16-44 sowie Juchgasse 22-42.

Das Althansche Gartenschlösschen (Stich von Salomon Kleiner)

Nach dem Tod des Bauherrn erbte die Anlage der Sohn aus der ersten Ehe seiner Frau Ferdinand Philipp Fürst Lobkowitz. Nach mehreren Besitzwechseln trat der Hofkonzipist Michael von Barich als Käufer auf, ließ das Palais abbrechen und teilte das Grundstück in 34 Parzellen, auf denen 1842 bis 1845 Wohnhäuser erbaut wurden.

Es ist wohl einzigartig, dass einem Zerstörer von Kulturgut die Ehre seiner Verewigung durch die Benennung einer Verkehrsfläche nach seiner Person zuteil wird.

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