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       Die Leibgardekaserne 

1737 wurde im ehemaligen Oeckl'schen (auch Oettl) Haus am Rennweg (heute ONr. 1-5) das Dreifaltigkeitsspital eingerichtet, das 1754 in die Alservorstadt verlegt und mit dem Spanischen Spital vereinigt wurde. Hier zog nun das Hofspital ein, das nur für Hofbedienstete gedacht war und sich bisher neben der Minoritenkirche befunden hatte. 1755 erweiterte Maria Theresia die Anlage am Rennweg und ließ hier die heute noch bestehende Kirche "Zum hlg. Kreuz" erbauen. Joseph II. hob 1782 das Spital auf und brachte hier zunächst die Polnische Leibgarde unter.

Das Oeckl'sche Haus am Rennweg

Nachdem diese Einheit aufgelöst worden war, zog die nun neu aufgestellte Deutsche Arcieren-Leibgarde hier ein.

Bis 1838, als die Leibgarde ins Untere Belvedere verlegt wurde, hieß das Gebäude allgemein "Arcierenleibgardegebäude".
1881 hatte in diesem Haus der spätere Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger seine Notariatskanzlei. 1889 bis 18991 mussten die alten Gebäude Neubauten weichen, die Otto Wagner plante. Auf ONr. 3 errichtete er für sich sein Stadtpalais, dessen Fassade durch die reiche florale Ornamentik auffällt. Otto Wagner verkaufte das Haus schließlich an die Familie Hoyos; nach dem Zweiten Weltkrieg richtete hier die Republik Jugoslawien ihre Botschaft ein.
Leider ist der Fassadenschmuck des Hauses ONr. 1 nicht mehr erhalten. Im Haus ONr. 5, dessen Fassade weitgehend erhalten ist, wohnten immer wieder prominente Personen wie Gustav Mahler, für den es hier eine Gedenktafel gibt und Generalmusikdirektor Karl Böhm.

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