Österr. Volkskundemuseum
Laudongasse 15-19
1080 Wien
Die Sammlungen
... sind überregional angelegt mit Schwerpunkt auf Zentral-, Ost- und Südosteuropa und vergleichenden Spezialkollektionen aus anderen Teilen Europas
... beinhalten vorwiegend Artefakte der sog. Volkskunst, ergologische Objekte, anlaßbedingte und brauchgebundene Gegenstände, Dinge der Alltagskultur
... umfassen die Zeit der vorindustriellen Gesellschaft etwa ab dem 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart mit Hauptgewicht auf dem 19. Jahrhundert
... spiegeln in ihrer Zusammensetzung die Interessen und Entwicklungen des Faches Volkskunde/Europäische Ethnologie wider
... lassen sich demgemäß nach historischen, regionalen, materialtypischen und herstellungstechnischen Gesichtspunkten erfassen
... sind aber auch unter anderen Aspekten wie Sinnsystemen, Symbolstrukturen und Kommunikation zu lesen und kontextualisieren, d.h. inhaltlich in jeder Richtung offen
Fotothek
Das Museum beherbergt auch eine der größten Fotosammlungen Österreichs, die u.a. Ergebnisse von Feldforschungen dokumentiert. Die Bestände der Fotosammlung umfassen ca. 95.000 Positive, ca. 27.000 Negative und ca. 22.000 Dias.
Das Sammeln von Fotografien im Österreichischen Museum für Volkskunde beginnt in etwa zeitgleich mit der Gründung des Museums: Die ersten Fotos kamen 1896 als Reaktion auf einen Aufruf von Michael Haberlandt ins Museum. Anfangs waren dies vor allem Fotografien von Erkundungstouren sowie auch sog. Volkstypenfotografien.
In weiterer Folge entstanden bald Objektfotografien, die auch heute noch einen zentralen Bestand der Fotosammlung darstellen. Weiters umfasst die Sammlung den gesamten Bereich der volkskundlichen Sachkulturforschung wie Haustypen und Bildstöcke. Auch aus späteren Jahren stammen immer wieder Aufnahmen, die sich einem „ethnografischen Fotografieren“ annähern und zum Beispiel Handwerkstraditonen in ihrer Ausführung zu dokumentieren suchen.
Bibliothek
Mit Gründung des Vereins bzw. des Museums wurde auch an dem Aufbau einer Fachbibliothek gearbeitet. Diese umfasst gegenwärtig in etwa 130.000 Bände zur Volkskunde/Europäischen Ethnologie und zu verwandten Fächern.
Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag, 9 - 16 Uhr, Feiertags geschlossen!
Leitung: Hermann Hummer, Tel +43 1 4068905.25
Referentin: Eveline Artner, Tel +43 1 4068905.27
Benützungsmodalitäten
Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek und öffentlich zugänglich. Die Bücher können ausschließlich in unserem Lesesaal benützt werden, ein Kopiergerät gehört selbstverständlich zur Grundausstattung. Etliche Nachschlagewerke stehen im Handapparat für Sie bereit. Vorbestellungen sind nicht nötig, da die von Ihnen gewünschten Werke innerhalb kurzer Zeit aus dem Speicher gebracht werden.
Bücher bis 1988 sind in einem alphabetischen Katalog auf Karteikarten nach Verfassern, Herausgebern bzw. Titeln erfasst. Ein Schlagwortkatalog existiert nicht, dafür stehen umfangreiche bibliographische Werke zur Verfügung.
Seit 1989 werden alle Neuzugänge digital erfasst. Im Lesesaal steht ein Computer zur umfassenden Literaturrecherche bereit. Frühere Bestände werden laufend in die Datenbank übertragen, so dass in absehbarer Zeit der gesamte Bestand für die Computerrecherche zur Verfügung stehen wird.
Index der österr. Zeitschrift für Volkskunde ab 1895 >> siehe Archiv/Downloads